Sushi & Austern: Auswärts essen am 24.12.

15.12.2012 | 19:43 |  von Karin Schuh (Die Presse)

Am Heiligen Abend essen längst nicht mehr nur Touristen in Wiener Restaurants. Auch die Wiener schätzen das Weihnachtsmenü außer Haus immer mehr – und brauchen dabei nicht unbedingt traditionelle Gerichte.

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Natürlich, den Tag vor dem Heiligen Abend muss man irgendwie überbrücken. Die Fleißigen – oder Vorbeugenden – machen das mit einem Spaziergang oder gar Sport. Die anderen aber, die sich gleich auf den kulinarischen Marathon, der zumindest die nächsten drei Tage bevorsteht, einstimmen wollen, machen das in den Restaurants, Kaffeehäusern oder Punschhütten. Und natürlich, am Abend ist zumindest während der Bescherungszeit der Großteil der Wiener und Österreicher dort, wo man sich zumindest ein bisschen Weihnachtsruhe erhofft: daheim.

Die Zahl jener Menschen, die auch am Heiligen Abend lieber auswärts essen, steigt aber. „Das Geschäft geht gut, und auch das Trinkgeld sitzt am Heiligen Abend lockerer“, sagt Josef Bitzinger, der nicht nur Obmann der Sparte Freizeit und Tourismus in der Wiener Wirtschaftskammer ist, sondern auch den Augustinerkeller und den Würstelstand Bitzinger bei der Albertina betreibt. Die Betriebe, die über die Weihnachtsfeiertage geöffnet haben – auch abseits der Hotels – werden demnach mehr. „Der Kuchen hat sich deutlich vergrößert. Und es gibt seit Jahren einen eindeutigen Trend, nach der Bescherung mit der Oma noch auszugehen, die Bars sind immer besser besucht“, so Bitzinger.

Sushi-Brunch statt Karpfen. Der Spartenobmann ist der Meinung, dass das traditionelle Weihnachtsmenü immer weniger gefragt ist: „Wer isst schon noch einen gebackenen Karpfen?“ Ein besonders festliches Menü werde dennoch erwartet. Auch ein Rundruf bei jenen Restaurants, die am Heiligen Abend sowie am Christ- und Stephanitag geöffnet haben (sie sind unter www.wien.info aufgelistet), macht deutlich: Es wird zwar weihnachtlich dekoriert und ein festliches Menü geboten, Weihnachtsklassiker müssen aber nicht dabei sein.

So hat etwa die Familie Plachutta an den Feiertagen lediglich die Gaststätte in der Wollzeile und das Gasthaus zur Oper in der Walfischgasse geöffnet. Ein eigenes Weihnachtsmenü gibt es dort nicht. „Es wird à la carte gegessen, das wird aber gern angenommen. Vor allem von älteren Personen“, heißt es beim Plachutta Wollzeile.

Viele der Hotelrestaurants sind bereits ausgebucht, etwa jene im Ambassador und im Grand Hotel. Im At Eight im Hotel The Ring gibt es noch Plätze für ein fünfgängiges „X-Mas At Eight“-Menü mit Rehrücken oder confiertem Zander. Ebenso im Sushi–Restaurant Unkai im Grand Hotel. Dort wird an den Weihnachtsfeiertagen ein Sushi-Brunch geboten. Abends gibt es ein eigenes Weihnachtsmenü mit Krabbensuppe, Sushi und Sashimi.

Dass in Hotelrestaurants übrigens nur Hausgäste, also Touristen, speisen, stimmt längst nicht mehr. Siegfried Pucher, Food-&-Beverage-Director im Grand Hotel und The Ring ist seit 18Jahren im Geschäft und hat beobachtet, dass „das Ausgehen zu Weihnachten zunimmt, vor allem bei den Wienern“. Am Heiligen Abend etwa steht das Verhältnis Wiener zu Touristen bei 70 zu 30, zu Silvester ist es genau umgekehrt. Und: Es werden immer mehr Zweiertische reserviert.

Auch im Shambala im Le Meridien gibt es noch ein paar Plätze für ein viergängiges Abendmenü. Gut besucht ist dort aber auch die Champagnerbar, in der Austern kredenzt werden – vor allem zur Mittagszeit. Irgendwie muss man ja den Tag überbrücken.

Adressen

Plachutta.1., Wollzeile 38, tägl. 11.30 bis 24 Uhr, Tel.: 01/512 15 77

Gasthaus zur Oper. 1., Walfischgasse 5–7, täglich 11 bis 0.30 Uhr, Tel.: 01/512 22 51

At Eight. 1., Kärntner Ring 8, 24.12. (12–15, ab 18 Uhr), 25. und 26. 12. (12–15, 18–23 Uhr), Tel.: 01/221 22

Shambala. Hotel Le Meridien, 1., Opernring 13, tägl. 12. bis 23.30 Uhr, Tel.: 01/588 900

Unkai. 1., Kärntner Ring 9, 24. bis 26. 12 (12–14.30, 18–23 Uhr), Tel.: 01/515 80-9110

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.12.2012)

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6 Kommentare

Als Freiheitlicher muss man da natürlich ganz entscjieden "nein" sagen!

Wir Blauen wollen so ein Migro-food nicht!

Re: Als Freiheitlicher muss man da natürlich ganz entscjieden "nein" sagen!

Ich glaub' Sie müssen sich bald einen neuen Nick zulegen. Unter diesem hier kennen Sie schon zu viele, als dass Sie noch einen Shitstorm erzeugen könnten.

Wie wärs mit
"Die Stimme der Wahrheit und Rekonziliation" ?

Das hat was christlich-fanatisches.

Re: Als Freiheitlicher muss man da natürlich ganz entscjieden "nein" sagen!

und wen glauben Sie interessiert das? Essens halt Forelle Blau!

Re: Re: Als Freiheitlicher muss man da natürlich ganz entscjieden "nein" sagen!

Lassen Sie den, der möchte die Leute nur ein bisschen ärgern. Aber am Monatsanfang holt er sich dann doch wieder ihr Geld vom AMS ab.

Re: Re: Re: Als Freiheitlicher muss man da natürlich ganz entscjieden "nein" sagen!

Na geh!
Das Geld wird doch überwiesen!
Ich muss nur regelmäßig hin, weil ja da meine Freunde sind und natürlich auch wegen der Kurse.
Seh schon. Sie sind ein älterer Jahrgang.....

Re: Re: Re: Re: Als Freiheitlicher muss man da natürlich ganz entscjieden "nein" sagen!

Entweder älterer Jahrgang oder noch nie Sozialschmarotzer.

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