Schüsse auf Frau: Polizist muss wohl nicht vor Gericht

17.12.2012 | 19:12 |   (DiePresse.com)

Laut einem Medienbericht soll das Verfahren gegen den Beamten, der im März eine tobende Frau niedergeschossen hatte, eingestellt werden.

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Ein Polizist, der im März dieses Jahres eine tobende Frau, die ihn mit einem Messer attackierte, in ihrer Wiener Wohnung niedergeschossen hat, dürfte sich nicht vor Gericht verantworten müssen. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Kurier" hat das Justizministerium der Staatsanwaltschaft grünes Licht gegeben, das Verfahren gegen den Beamten einzustellen. Weder im Justizressort noch bei der Wiener Staatsanwaltschaft wollte man das am Abend offiziell bestätigen.

Insgesamt fünf Polizisten waren am 7. März in die Wohnung in der Goldschlagstraße eingedrungen, nachdem die panisch klingende Frau der Feuerwehr telefonisch einen Brand gemeldet hatte. Die Feuerwehrleute nahmen am Einsatzort weder Flammen noch Brandgeruch wahr, hörten jedoch Schreie aus dem Wohnungsinneren. Sie verständigten die Exekutive.

37-Jährige sitzt im Rollstuhl

Die Frau, die laut einem Gutachten unter einer schweren Psychose leidet und sich in der Duschkabine versteckt hatte, ging dann mit zwei Messern auf die Beamten los, die sich ihr annäherten. Dem ballistischen Gutachten zufolge wurde sie von sieben Schüssen getroffen, ehe sie taumelte und zu Boden ging. Danach soll sie sich wieder aufgerichtet und den Angriff fortgesetzt haben, worauf zwei weitere Schüsse abgegeben wurden. Seither sitzt die 37-Jährige im Rollstuhl. Über die Frau wurde erst vor wenigen Wochen eine bedingte Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verhängt.

Der Polizist hatte eine Notwehrsituation angegeben, der sich offenbar die Anklagebehörde anschließen will. Laut "Kurier" sei diese Version aber nicht mit dem gerichtsmedizinischen Gutachten in Einklang zu bringen, wonach sich die Frau bei den ersten sieben Treffern nicht, wie von dem Beamten angegeben, in drohender aufrechter Haltung befunden und gegen einen Kollegen Stichbewegungen gemacht habe. Der Expertise zufolge war die Frau vielmehr schon bei den ersten Schüssen in stark nach vorne gebeugter Haltung vor den Beamten, heißt es in dem Artikel.

(APA)

 
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35 Kommentare
 
12
coco de mer
23.12.2012 10:30
0

Notwendig? das ist MORDversuch

wunderbar, jetzt sitzt sie im Rollstuhl und ist ein Sozialfall, von den Schmerzen etc. mal abgesehen. Die war in einer Wohnung, wenn 5 Mann hoch die nicht ueberwöltigen können, dann Tuer schließen und draußen warten

JonasRain
19.12.2012 07:31
1

Polizeiwissen

Was die Nerds im Presseforum alles über die Polizei zu wissen glauben... ;-)

Gemütsmensch
18.12.2012 22:59
1

In jedem zivilisiertem westeuropäischen Land

wäre der Polizist wegen "Notwehrexzesses" in den Häfn marschiert.
Vielleicht kennt der Richter diesen Begriff nicht oder der Notwehrexzess beginnt bei ihm erst ab 12 Schüssen.....

Linker Schmarotzer
18.12.2012 19:41
2

Der Beamte wollte halt auf noch mal sicher gehen,..

..und das am Boden liegende Opfer an Ort und Stelle exekutieren. Wäre aber gar nicht notwendig gewesesn, Killerpolizisten gehen in Österreich prinzipiell frei. Was muss sich die Frau denken. Zuerst zusammengeschossen und dann für verückt erklärt.

sky-fan
18.12.2012 19:08
2

polizei

sofort kerzerlmarsch gegen die böse polizei organisiern.

Eyjafjallajökull
18.12.2012 18:56
1

Mannstoppwirkung?

Benutzt unsere Polizei Deformationsgeschosse oder Vollmantelmunition für die 9mm Glock?

fxp42
18.12.2012 16:05
2

Passt so!

Bei uns wird jedem Polizisten der einen Finger krümmt auf dieselbigen geklopft. Der ach so arme Kriminelle! Recht so! Wenn so was ein paar mal passiertgeht gleich die Kriminalitätsrate zurück!

EdwinHemingway
18.12.2012 08:39
14

Wenn jemand Polizist(inn)en mit einem Messer oder einem anderen gefährlichen Gegenstand angreift und zu verletzen oder töten versucht, muss damit rechnen, dass er im Sinne des lebensgefährdenden Waffengebrauches getötet wird.


jta
18.12.2012 05:37
9

Naja, die Dame ist psychisch Krankung und unglaubwürdig

und die Kollegen werden gegeneinander nicht aussagen. Ist ja eine große Familie.

kraxn
17.12.2012 21:22
13

wenn ein Ziviler

sieben Schüsse abfeuert (und trifft) wandert dieser, selbst in Notwehr handelnd, ziemlich lange hinter Gitter.
Muss man einen Menschen wirklich sieben mal anschießen, hätte es nicht auch ein gezielter Schuss es auch getan.

Antworten fxp42
18.12.2012 16:05
0

Re: wenn ein Ziviler

Ja hätte es! Das Endergäbnis wäre das selbe geblieben: Tot bleibt tot!

Antworten Miwundertnixmehr
18.12.2012 15:17
2

Re: wenn ein Ziviler

Der Vergleich hinkt gewaltig.

Ein Ziviler wird auch seltenst von der Feuerwehr zu tobenden Menschen gerufen.

Die Polizei hat das Recht sich zu Verteidigen. Allerdings wird der Gebrauch der Dienstwaffe dahingehend gelehrt, dass der Angreifer es überleben sollte. Hier werden gezielte Schüsse abgegeben, oder denken Sie es ist ein Zufall, dass die Frau nach 7 Schüssen noch lebt. Ein Ziviler hat diese Ausbildung nicht.

Was glauben Sie was es für einen Aufschrei gegeben hätte, wenn die Polizei die Frau mit nur einem Schuss getötet hätte ?


Antworten Twister
18.12.2012 09:40
6

Re: wenn ein Ziviler

solche diskussionen sind sinnlos, hätte sich der polizist nicht verteidigt und wäre verletzt worden, würde man über ihm her ziehen das er sich nicht mal gegen eine frau wehren kann, aber da er sich verteidigt hat wird von polizeibrutalität geredet. unsere polizisten tun mir leid, sie haben weiß gott keinen einfachen job denn wer will schon der prügelknabe der nation sein!

Antworten Gerald
18.12.2012 08:31
12

Re: wenn ein Ziviler

Ja, ein gezielter Schuss in den Kopf hätte ausgereicht. Dann wäre der Polizist aber ziemlich sicher wegen Totschlags vor Gericht gestellt worden.

Die Pistolen bzw. Munition der Polizei haben keine mannstoppende Wirkung. Vor allem tobende, psychotische Personen spüren diese Schüsse kaum! Da braucht es oft wirklich mehrere Schüsse bis der/dienjenige stehen bleibt.

Antworten Antworten OttotheBusdriver
18.12.2012 09:37
2

Eine 9mm Glock ist nicht mannstoppend?

Geh bitte, es gibt kaum noch großkalibrigere, für den Exekutiveinsatz geeignete Faustfeuerwaffen.

Antworten Antworten Antworten Sunlaw
18.12.2012 14:42
1

Re: Eine 9mm Glock ist nicht mannstoppend?

Die Polizei in Österreich verwendet Vollmantelgeschosse. Die dürften zwar andere verwenden (im Gegensatz zum Militär, die dürfen nach internationalem Recht nur derartige Munition verwenden) der Öst. Staat gibt aber nur diese aus.

Ein Vollmantelgeschoss hat mehrere Nachteile: Es ist nicht mannstoppend. Um diesen Effekt der ja gewünscht ist zu erreichen braucht es bei Vollmantelgeschossen fast immer mehre Schüsse bis hin zu einem vollen Magazin bei jemandem der zb. auf gewissen Drogen ist ...
Und diese Munition hat eine hohe Hintergrundgefährdung. Bedeutet dass diese Kugeln sehr oft den getroffenen Körper einfach durchschlagen und Menschen dahinter ebenfalls noch verletzten, bis hin zu töten können.

Das Problem hier ist nicht das Kaliber. 9mm wäre ausreichend, aber die in Öst. (die Deutschen gehen zunehmend von dieser Munition ab) verwendete "Munition" ist einfach nicht geeignet für den Polizeieinsatz.

Antworten Antworten Antworten Kitschi
18.12.2012 11:20
1

Re: Eine 9mm Glock ist nicht mannstoppend?

.40 S&W, .45 ACP, .375 SIG sind alles Kaliber die von Polizeieinheiten verwendet werden und ordentlich mannstoppend sind

Antworten Antworten Antworten Antworten Sunlaw
18.12.2012 14:42
1

Re: Re: Eine 9mm Glock ist nicht mannstoppend?

Nicht das Kaliber ist mannstoppend, sondern spezielle Munition.

Vollmantelgeschosse bei diesen Kalibern sind auch nicht wirklich mannstoppend.

Antworten Antworten Antworten Antworten swerdeofwar
18.12.2012 12:46
1

Re: Re: Eine 9mm Glock ist nicht mannstoppend?

Mit der richtigen Munition wäre die 9 Para schon gut genug.

Antworten Antworten Antworten swerdeofwar
18.12.2012 10:42
1

Re: Eine 9mm Glock ist nicht mannstoppend?

Das Kaliber würde schon ausreichen, die von den Streifenpolizisten verwendete Munition ist nur ungeeignet. Das war eigentlich ein Lehrbeispiel warum unsere Polizei Deformationsgeschosse braucht, wie sie die Deutschen oder Schweizer schon länger verwenden. Diese Munition gibts in Österreich halt nur für die COBRA, nicht für die normalsterbliche Dienstwaffenträger.

Da die verwendeten Teilmantel- oder Vollmantelgeschosse eine viel höhere Durchschlagskraft und geringere Wirkung als ein Deformatinsgeschoß besitzen, sind Durchschüsse, die auch für Unbeteiligte tötlich sein können, unvermeidlich.


Antworten Antworten Johan Meltini
18.12.2012 09:00
4

Re: Re: wenn ein Ziviler

Eine Ergreifung ist aber nach zwei drei Schüssen sicherlich um ein vielfaches leichter. Da müßte man nicht noch sieben Schüsse nachlegen.
Das schlägt die mangelnde Ausbildung durch. Viel zu schnell in Panik geraten und geringste Selbstverteidigungskompetenzen, die freilich die Angst erst verschwinden lassen, wenn das Objekt regungslos ist.
Das ist alles eine Frage der Schulung.

Antworten Antworten Antworten sirgerald
18.12.2012 20:23
0

Re: Re: Re: wenn ein Ziviler

Ein besorgtes Posting aus der guten Stube.

Antworten Antworten kraxn
18.12.2012 08:48
4

Re: Re: wenn ein Ziviler

Wäre hier nicht die geeignete Situation um wieder am über Tesar nachzudenken?
Das kann ja nicht viel schlimmer sein, es sei denn die betroffene Person hat einen Herzschrittmachen.....

Antworten vsmeister
18.12.2012 06:56
9

Re: auch nur ein gezielter Schuss

ist nicht zu rechtfertigen; Nahkampfgeübte Polizisten scheitern an einer ungestüm erregten Frau?

Eine Gefahrenzulage gebührt in Österreich den Bürgern bis dass sich die Demokratie dazu entschließt, die "Sicherheitskräfte" zu entwaffnen!

Antworten Antworten MALSI
18.12.2012 14:48
2

Re: Re: auch nur ein gezielter Schuss

Ein Mensch, der sich in einem psychotischen Zustand befindet entwickelt oft übermenschliche Kräfte.

Jeder, der so etwas jemals miterlebt hat, weiß das.Da benötigt man 3-4 ausgewachsene Männer um einen psychotisch Tobenden
halbwegs in den Griff zu bekommen.

Antworten Antworten leser07
18.12.2012 09:06
3

Re: Re: auch nur ein gezielter Schuss

ein Angriff mit eine Messer ist extrem gefährlich.

Niemand, der mit solchen Situationen befasst ist, wehrt sich nur mit den Händen, wenn er auch eine Schusswaffe hat.
Davor wird auch ausdrücklichst gewarnt.
Bei einer kurzen Distanz ist der Vorteil einer Schusswaffe übrigens sehr gering.

So ist auch die Ansicht der Europ. OGHs


 
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