Parkpickerl: Währing und Hietzing stimmen ab

19.12.2012 | 17:31 |   (DiePresse.com)

Im Jänner werden die Bewohner in zwei VP-Bezirken gefragt, ob sie flächendeckend die Parkraumbewirtschaftung einführen wollen. Bis spätestens 22. Februar soll das Ergebnis feststehen.

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Wien/STU. Mit einer Überraschung wartete VP-Chef Manfred Juraczka am Mittwoch auf. Umrahmt von den VP-Bezirkschefs Karl Homole (Währing), Heinz Gerstbach (Hietzing) und Adolf Tiller (Döbling) ging Juraczka in die Offensive: Unabhängig von der Wiener Volksbefragung wird es in Währing und Hietzing im Jänner und Februar eine Bezirks-Bürgerbefragung geben. Abgefragt wird, ob die Bezirksbewohner die Parkraumbewirtschaftung in Währing beziehungsweise Hietzing einführen wollen.
Im Jänner werden die Stimmzettel an die Bewohner versendet. Bis spätestens 22. Februar soll das Ergebnis feststehen.

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Bereits zweites Votum im 18. Bezirk


In Währing hat es bereits im Frühjahr eine Bürgerbefragung zur Einführung des Parkpickerls gegeben. Damals lehnten zwei Drittel diesen Plan ab. Die nochmalige Befragung zum selben Thema argumentiert Bezirkschef Homole so: Seit dieser Befragung hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Durch die Ausweitung im 17. Bezirk hätte der Parkplatzdruck auf Währing deutlich zugenommen. Wegen der Ausweitung im Nachbarbezirk und in weiteren Bezirken westlich des Gürtels gebe es daher eine völlig neue Situation, so Homole. Darüber sollen die Währinger nun eben abstimmen.

Wobei konkret abgefragt wird, ob der ganze Bezirk zur Parkpickerlzone werden soll. Etwas anderes hätte keinen Sinn, da der Nachbarbezirk seine Grenzen per 1. Jänner nochmals ausweitet, so Homole. Wobei der Bezirkschef klarstellt: Er selbst habe keine Präferenz und werde auch keine Empfehlung abgeben. Die Frage soll neutral formuliert sein, nämlich: „Wollen Sie, dass in Währing die Parkraumbewirtschaftung eingeführt wird?“ Das Ergebnis der Befragung, das rein rechtlich nicht bindend ist, wird laut Homole allerdings umgesetzt. Und das völlig unabhängig von der Wiener Volksbefragung, die im Frühjahr 2013 stattfindet und eine Frage zum Thema Parken beinhaltet.

Heinz Gerstbach lässt in Hietzing ebenfalls die Bevölkerung befragen. Wobei die Befragung „zeitnah“ zu jener in Währing stattfinden soll. „Wir haben mit 1. Oktober ein Problem bekommen, das vorher nicht existiert hat“, argumentiert Gerstbach, der auf die Verdrängung durch die Ausweitung der Parkpickerlzonen in angrenzenden Bezirken anspielt. Gerade im Bereich der Westeinfahrt hätte sich die Situation verschärft.
Zwar habe der Bezirk Vorschläge unterbreitet, wie die Misere unter Kontrolle gebracht werden kann, so Gerstbach, doch Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hätte diese Vorschläge abgelehnt. Beispielsweise wollte Gerstbach eine große Fläche im Bereich Auhof als Parkplatz für Pendler zur Verfügung stellen. Dort würde derzeit nur wenige Wochen im Jahr Streusalz gelagert. Doch er sei mit diesem Vorschlag, der Platz für 1200 Autos schaffen würde, nicht durchgekommen, meint der Bezirkschef. Auch die Verlängerung der U4 nach Auhof mit einer dortigen Park-and-ride-Garage sei abgelehnt worden. Nun müssten die Hietzinger entscheiden.
Für Döbling wird es eng – falls Währing die Parkraumbewirtschaftung einführt. Derzeit brauche man keine Bürgerbefragung, da die Mehrheit klar gegen die Einführung der Parkraumbewirtschaftung sei, so Bezirkschef Tiller. Im Fall des Falles würde es vorher allerdings eine Bürgerbefragung geben. Und: Bei der Einführung eines „West-Pickerls“, eines gemeinsamen Parkpickerls für alle Bezirke im Westen, würde er dabei sein. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou reagierte auf die neue Situation nur knapp: „Ich nehme das zur Kenntnis.“

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72 Kommentare
 
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PRO Parkpickerl Währing!

Also ich bin absolut FÜR ein Parkpickerl:

-> Mehr Platz zum Parken für Währinger die auch dort wohnen
-> Weniger Staub und Schadstoffe - mehr Gesundheit!!
-> Weniger Parkplatzsuchende Autos, die um den Häuserblock kurven!
-> Mehr Platz für alle!
-> Warum sollen Menschen mit Kennzeichen aus aller Herren Länder und aus Niederösterreich etc. umsonst auf 8qm vor meiner Haustür Parken und ich zahle für meine Wohnung auf rarem Grund einen guten Teil meines Gehalts?!


gute Idee

So lange das Wahlergebnis akzeptiert wird spricht doch nichts gegen eine Befragung der Betroffenen.

Wozu stimmen die Hietzinger und Währinger ab,

wenn dann doch die griechische Zahnlücke entscheidet. Das ist Verar........ pur und kostet einen Haufen Geld

Hat sich die unfähige ÖVP wieder mal ein Eigentor geschossen.

War ja nur zu verlieren. Aber die Schwarzen haben sowas noch nie überlauert. Deswegen hauen ja auch den Griechen unser gepumptes Geld nach, weil unter Schüssel habens ja sämtliches Familiensilber schon an ihre eigenen Hawara verteilt.
Ich hoffe, dass bei der nächsten Wahl alle Schwarzen aus den Bezirken rausfliegen. Wäre ein großer Schritt in der Menschheitsentwicklung!

Wieviel Diktatur verträgt eine DEMOKRATIE ?

Warum bedarf es in dieser gottverlassenen Stadt eines ÖVP-Bezirksvorstehers,um das Gefühl zu haben,in einer Demokratie zu leben?
Häupls Strohfeuerdiktatur wird - wie uns die Geschichte lehrt - niemals nachhaltig sein können,auch wenn uns seine ihm stets treu ergebenen von unseren Steuergeldern bezahlten EINPEITSCHERVASALLEN ( ORF+ Krone+2 Anhängseln ) weiterhin bis zur Bewusstlosigkeit zu manipulieren versuchen.

Thema

Die ganze Diskussion muß mehr in die Richtung "Was passiert mit dem Geld?" gehen. Bei der Entscheidung "Parkpickerl ja/nein" (der Text der der Befragung ist ja lächerlich) kann man unterschiedlicher Meinung sein. Aber wohin fließt das Geld? Ich habe bisher keine Info über die Mittelverwendung erhalten!

Re: Thema

Die Einnahmen sind sogar gesetzlich zweckgebunden, auch wenn's überrascht. Sehr beliebt war in der Vergangenheit die Subvention von "Volksgaragen" aus diesem Pott.

Re: Thema

Schon einmal etwas über "Parteikassa" gehört?

Man kann den Grünen nur wünschen...

...dass Grün und Vassilakou zwei Paar Schuhe bleiben. So was von patschert, ohne politisches Fingerspitzengefühl. Und so was von autoritär und undemokratisch haben sich die Grünen nicht verdient.

Re: Man kann den Grünen nur wünschen...

doch haben sie, es wäre auch hilfreich , sie hätten mehr davon. vielleicht hat das dann Auswirkungen auf das Wahlergebnis .

Herr Gerstbach

Hat keine Ahnung. Ich fahre seit zehn Jahren zu meiner Hautärztin in die Amalienstr. mit der Ubahn, weil es dort keine Parkplätze gibt.

das Feuer

in den anti Pickerl Postings hat ja deutlich nachgelassen. war vorhersehbar. von den wenigen, die hier noch rumnölen, wohnen wohl die meisten entweder nicht in Wien oder i. Bezirken, wo's noch kein Pickerl gibt. jeder, der in Bezirken lebt, wo das Pickerl schon seit vielen Jahren gilt, kann über die Aufregung sowieso nur den Kopf schütteln. die ÖVP versucht sich da zu positionieren, ist ja ok, nur sehr, sehr ungeschickt, weil das falsche Thema und die falsche Richtung. jurazka hat das noch nicht kapiert, eine stadt braucht moderne lebens und verkehrkonzepte und nicht stillstand im denken. diese line trägt zur pulverisierung des gemäßigten konservativen Lagers bei. kein guter Dienst an Stadt und Land.

Re: das Feuer

"jeder, der in Bezirken lebt, wo das Pickerl schon seit vielen Jahren gilt, kann über die Aufregung sowieso nur den Kopf schütteln"..

das stimmt. allerdings ob der tatsache, dass wie zb. im 2. bezirk null änderung der parkplatznot eingetreten ist. der unterschied ist, dass man jetzt halt fürs endlose parkplatzsuchen bezahlt.

reine, saudumme geldbeschaffung.

Re: das Feuer

Sie haben natürlich recht wenn Sie der Meinung sind, dass zusätzliche Belastungen für weite Kreis der Wiener Bevölkerung ein Konzept darstellen.

dagegen..

bin grundsätzlich gegen das Parkpickerl bzw. die ach so tolle Parkraumbewirtschaftung der groten. da ich als leidgeprüfter in währing, an der Grenze zu Hernals wohne, werde ich trotzdem mit "ja" Stimmen...

Re: dagegen..

Kann mich Ihrem posting nur anschliessen.Auch ich bin geschädgter Grenzbewohner, und bin grundsätzlich gegen die rot/grüne abzockerei. Aber wie sich die Lage jetzt darstellt, wäre das Pickerl das geringere Übel.

Re: dagegen..

leider gehts nicht anders. die grünen sind großmeister im bevölkerung ausspielen mit ekeligen zwielichten methoden.

das darf ihnen nicht vergessen werden: kunstzensur; volksbefragungen ohne inhalt; ablehnung demokratischer entscheidgunsfindung, aber fest beamtengehälter erhöhen....

wann endlich auch im 19.bezirk?


Re: wann endlich auch im 19.bezirk?

... wieder ein "Gscheiter mit Auto" der nur von seiner Wohnung zum Billa Parkplatz und wieder zurück denkt/fährt. Weitere Fahrstrecken gehen sich leider nicht aus, den außerhalb der Bezirksgrenze muss ja zusätzlich bezahlt werden.
... oder ein "Gscheiter ohne Auto" der gerne zusieht wie die Kaufkraft vom NÖ Umland abgeschöpft wird.
So g'scheit ist er also doch nicht.

kein märchen

ich geschäftlich mit auto in wien. teures zahlen. ja, die gemeinde wien bekommt pro jahr viel geld von mir. nach dem geschäftlichen bräuchte ich privat noch dies und jenes. nein, ich kaufe es nicht in den wiener einkaufsstraßen, weil ich sonst noch mehr den raubrittern bezahlen müßte. also eile ich schnell zum auto und fahre in die pampa und kaufe dort ein. dort bekommen alle einen gratisparkplatz (nur manche orte haben es noch nicht kapiert). da spielt es keine rolle, ob wiener oder niederösterreicher oder burgenländer. da wird die bevölkerung nicht gegeneinander aufgehetzt.
dieses aufhetzen kam bisher von rechts. dass es nun von den grünen kommt, irritiert mich.

Seit dieser Befragung hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Durch die Ausweitung im 17. Bezirk hätte der Parkplatzdruck auf Währing deutlich zugenommen.

man musste kein nostradamus sein, um das im frühjahr vorherzusehen. der hausverstand eines volksschülers sollte dafür ausreichen.

ich gehe nicht davon aus, dass in diesen bezirken das geistige prekariat des landes wohnt. ein bisserl denkvermögen muss doch vorhanden sein.
doch dieses wurde durch juracka und öamtc mittels billiger und irrealer propaganda zugekleistert.

wird es ein dacapo geben oder DENKEN die bürger doch mal nach, bevor sie ihr kreuzerl machen? (das gilt übrigens für jede wahl)

Re: Seit dieser Befragung hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Durch die Ausweitung im 17. Bezirk hätte der Parkplatzdruck auf Währing deutlich zugenommen.

nur weil die anderen bezirke das pickerl undemokratisch aufs aug gedrückt bekommen haben soll die bürgerbeteiligung in währing einen mangel an denkvermögen darstellen?

wer im glashaus sitzt.....

Re: Re: Seit dieser Befragung hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Durch die Ausweitung im 17. Bezirk hätte der Parkplatzdruck auf Währing deutlich zugenommen.

Überall wo ein (Parkpickerl)-Vakuum entsteht, strömen Autos hin. Das ist ein physikalisches Prinzip und wird so in der Unterstufe gelehrt.

Danke für die Unterstufenweisheit!

Die besagt also dass das Parkpickerl nicht die Lösung sondern die Ursache ist. Wenn dass nur noch die v-kuh verstehen würde...

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schilda muss wohl das vorbild für wien gewesen sein:


erst teuer einen damm für eine schutzzone errichten, und dann die anderen (denen daraufhin das wasser bis zum hals stand) fragen, ob sie nicht auch einen teuren damm haben wollen, den sie natürlich mitbezahlen müssen.

grün ist die farbe der kotze.

Re: schilda muss wohl das vorbild für wien gewesen sein:

besser kann man es nicht formulieren

 
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