Wiens unbeliebteste Linie

19.12.2012 | 18:18 |   (Die Presse)

Sie ist überfüllt, es ist laut und es stinkt – die U6 bekommt die schlechtesten Noten aller U-Bahn-Linien. Als besonders negativ gilt, dass die Linie zur Stoßzeit überfüllt ist.

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Wien/Eko/G.b. Die U6 ist das ungeliebte Stiefkind der Wiener U-Bahn-Familie. Man benützt sie, sie erfüllt ihren Zweck – aber auf der emotionalen Ebene rangiert die Linie bei den Wienern ganz unten. Dass es sich dabei nicht nur um einen subjektiven Eindruck handelt, belegt auch eine Gfk-Studie aus dem September 2011.

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Demnach gaben rund 20 Prozent der Befragten (Passagiere der U6) an, dass sie die U6 für die unbeliebteste Linie der Stadt halten – gefolgt von der U2 mit 14 und der U4 mit 13 Prozent. Als größte Störfaktoren betrachteten die Befragten den Körpergeruch anderer Fahrgäste (95 Prozent), den Konsum von Alkoholika (77 Prozent) und Körperkontakt mit anderen (66 Prozent). Als besonders negativ gilt, dass die Linie zur Stoßzeit überfüllt ist.

Dass es die U6 nicht so recht in die Herzen der Wiener schafft, kann auch damit zusammenhängen, dass sie von vielen gar nicht so recht als U-Bahn betrachtet wird. Schließlich verkehrt die mit 24 Stationen und einer Streckenlänge von 17,4 Kilometern längste U-Bahn-Linie Wiens mehr ober- als unterirdisch. Sie ist die einzige Linie, auf der manche Züge mangels Auslastung nicht einmal bis zur Endstation durchfahren. Und: Auf ihr verkehren andere Garnituren als im übrigen Netz. Das wiederum hat historische Gründe.

Die U6 fährt zu einem großen Teil dort, wo fast hundert Jahre lang die Stadtbahn gefahren ist. Diese zählt zu den Hauptwerken des Architekten Otto Wagner und ist 1898 eröffnet worden. Ab 1976 wurden die Strecken der Stadtbahn schrittweise ins neue U-Bahn-Netz übernommen (U4). Auf der heutigen U6-Strecke verkehrte einst die G-Stadtbahn, die Gürtellinie. 1989 wurde diese zur U6 umgebaut – mit historischen Stationen und teilweise altem Schienenbestand.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.12.2012)

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21 Kommentare

Beschämend

Die Presse kann für sich in Anspruch nehmen das kleingeistigste, rassistischste Forum zu haben. Es ist immer wieder interessant hier hereinzuschauen um zu sehen wie intolerant der Presseleser mittlerweile sein kann. Vorbei die Zeiten des großen Horizonts

die benützer sind mitschuld an der optik der öffis

es hat entlang der u4 den regelmässigen drogenaustausch,
die u6 ist mit diesen strassenbahngarnituren eine notlösung, das zentralasiatische publikum wird immer mehr auch deren kinderwagen.....beim AKH wirds dann leerer.

ESSEN UND TRINKEN SOLLTE NICHT ERLAUBT SEIN!

DIE GRATISZEITUNGEN MACHEN AUS DEN U BAHN WAGEN UND STATIONEN MÜLLHALDEN

und wo sind die so grossartigen kontrollen ich fahre jetzt seit 1 jahr UNKONTROLLIERT durch die stadt, ALLE linien!

die liste würde endlos!

Re: die benützer sind mitschuld an der optik der öffis

sehr geehrter herr verdi!
sie haben einen "ausländischen" namen. einen schönen. also rede ich mit ihnen.
zu ihren worten sage ich ihnen: "die" haben wenigstens noch einen kinderwagen!

Re: Re: die benützer sind mitschuld an der optik der öffis

dafür landet das endprodukt dieses kinderwagens leider oft genug arbeitslos, ohne pflichtschulabschluss.religionskrank oder landessprachlos auf der strasse und die(noch)mehrheit muss dafür zahlen.

wer vom westbahnhof

in die u6 einsteigt kriegt tatsächlich ein paar migranten-und-grantgesichter-urbane watschen, was für eine fürcherliche abgefuckte endzeitstimmung in diesen zügen herrscht ist gewaltig. die u3 dagegen wirkt seltsamerweise entspannter dagegen.

die gesamte Wr. Linien sind derart grindig geworden,

dass man nur wenn man wirklich MUSS, solche benutzt. Freiwillig würde sich das niemand antun wollen, entweder ständig angerempelt zu werden oder einen der vielen Rucksäcke als seltsamer Sitzplatzfahrgast in den Rücken gedroschen bekommen !

Die Befürworter (Vaselinkuh....) all dieser Linien fahren seltsamerweise ja alle mit luxiorösen Fahrzeugen welche der Steuerzahler bezahlen muss.

Re: die gesamte Wr. Linien sind derart grindig geworden,

Vollkommen richtig.

Überfüllt...

Es zeigen sich die großen Planungsfehler im Wiener U-Bahn-Netz, immer die parallel führenden Straßenbahnlinien einzustellen. Der 8er Wagen war eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zur mittlerweile unerträglich überfüllten U6 und konnte mit niedrigeren Stationsabständen auch den lokalen Verkehr besser abdecken. Dasselbe gilt für die Einstellung von 52er und 58er auf der Mariahilferstraße...

Meine Lieblingslinie ist die sogenannte "U2" (U für U-bahn Anm. für Restösterreicher)

Mit der komme ich spitzeschnell von der Babenbergerstrasse zum Rathaus. Ist dann nur mehr ein (roter) Katzensprung in die Löwelstrasse.
MEINE Lieblingslinie.

Re: Meine Lieblingslinie ist die sogenannte "U2" (U für U-bahn Anm. für Restösterreicher)

Also von der Babenbergerstrasse (Grassers Penthouse) in die Löwelstrasse ist man schneller zu Fuß durch den Volksgarten.

Re: Meine Lieblingslinie ist die sogenannte "U2" (U für U-bahn Anm. für Restösterreicher)

wirklich interessant !
Gratuliere !!

Hoch die correctness!

Aber WARUM die Leut' die U 6 net mögen, also der HAUPTGRUND, das steht natürlich nicht im Artikel. Bravo! Jeder waaß es, kaner sagt's! Unsere Medien!!

Re: Hoch die correctness!

Ich habe die Gründe gesagt(geschrieben), aber mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht. Die Wahrheit darf man halt nicht immer laut sagen.

U6

Die U6 durchquert die Bezirke mit dem höchsten Ausländeranteil. In ihrem Einzugsgebiet gibt es die meisten Kebabstände, Knoblauch-Falafel, es geht an Klein-Istanbul vorbei etc. Auch Asylwerber aus Traiskirchen steigen am Schedifkaplatz von der Badnerbahn in die U6 um. Wen wundert es, wenn hier diese Linie von echten Wienern so bewertet wird. Alleine die vielen fremdsprachigen Dialoge, Kinder mit südländischem Temperament, behagen nicht allen. Ohne Ausländerfeind zu sein, kann das durchaus eine Begründung sein. Die Kinder, die in Ober St.Veit in die U4 einsteigen, um ins Theresianum oder ins Schottengymnasium zur Schule fahren, sind eben weniger störend.

um Gottes Willen:

"fremdsprachige Dialoge". Oder war Ihre Wortmeldung als Satire gedacht?

Re: um Gottes Willen:

Ich glaube eher Ihre Antwort ist Satire

Re: U6

Muß es denn gleich das Theresianum oder das Schottengymnasium sein.

Manchmal bin ich mir nicht sicher was mir lieber ist - diese arroganten jungen Schnösel aus Hietzing die ins gemachte Nest geboren wurden und sich nichts mehr selbst erkämpfen müssen, oder eine Mischung aus (vernüftigen) Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Wenn die U6 so unbeliebt ist, wieso florieren dort soviele Kebap-Standln in den Stationen und Pizza-Stuben?

Klar, dass der verwöhnte U-Bahnbenützer das Zeugs auch konsumieren will und das in der U-Bahn passiert.
Und das mit dem Körpergeruch, ja mei, das verstehe ich überhaupt nicht. Geht doch diese Linie durchs elitäre Währing, durch Hernals, durch Döbling, durch.....
Simmering und Favoriten sind da nicht im Fahrplan!!!!

Re: Wenn die U6 so unbeliebt ist, wieso florieren dort soviele Kebap-Standln in den Stationen und Pizza-Stuben?

Wie wärs denn mal mit einer Dusche, MIT Duschgel?

.

interessant wäre auch, ob die leute die neuen u-bahn-züge, die auf den anderen u-bahn-linien verkehren, besser oder schlechter finden als den silberpfeil ! ich empfinde nämlich, dass sie nicht nur optisch hässlicher sind, sondern auch das gefühl, dass ich in den neuen zügen weniger platz beim stehen (in den eingangesbereichen) habe.

Re: .

So ist es.

Ganz toll sind auch die neuen Garnituren OHNE GRIFFE an der Decke.

Auf so eine gehirnamputierte Idee muss man mal kommen...ein Massenverkehrsmittel ohne Haltegriffe an der Decke. Dabei wäre das sowohl praktischer als auch ein klein bischen weniger grindig als die Stangen.

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