Die Probleme mit den Widmungen

20.12.2012 | 17:17 |   (Die Presse)

Es werden immer weniger Bauflächen gewidmet, was die Mieten in die Höhe treiben kann. Die SPÖ ortet Probleme im Vassilakou-Ressort. Das stimmt (nur) teilweise. Eine Analyse.

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Es ist eine unangenehme Situation für Maria Vassilakou. Seit Tagen steht die grüne Vizebürgermeisterin, die auch Stadträtin für Verkehr und Planung ist, im Zentrum der Kritik. Angefangen hatte es mit einem „Presse“-Interview von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Dieser forderte von Vassilakou mehr Tempo bei den Widmungen, damit das Wohnbauressort genügend Wohnungen bauen kann. Immerhin wächst die Einwohnerzahl von Wien ständig.
In der Folge schossen sich Wohnbauträger auf Vassilakou ein, beispielsweise der Obmann der gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen Herbert Ludl: Es würden immer weniger Wohnbauten gewidmet. Das notwendige Flächenangebot würde verknappt, die Mietpreise stiegen dadurch.
Anders formuliert: Von SP-Seite kommt immer mehr Kritik an Vassilakou, dass sie das Planungsressort nicht im Griff hat, wodurch der notwendige Bau von neuen Wohnungen blockiert wird.
Vassilakou rechtfertigt sich damit, dass sie für Widmungen auch auf andere Ressorts angewiesen sei. Und in diesen Ressorts würde es mitunter zu Verzögerungen kommen. Was stimmt jetzt?
Faktum ist, dass Widmungen mit dem Regierungseintritt der Grünen schwieriger wurden. Denn gegen viele Projekte gibt es Proteste und Bürgerinitiativen, die meist von den Bezirksgrünen unterstützt werden. Auf diese grüne Basis muss Vassilakou Rücksicht nehmen, will sie keinen parteiinternen Aufstand riskieren. Vassilakou nennt das Bürgerbeteiligung. Der Effekt ist, dass Widmungen oft verzögert werden, weil die ursprünglichen Pläne abgeändert bzw. die dortigen Proteste befriedet werden müssen. Und es gibt heute kaum mehr ein Bauprojekt, gegen das es keine Bürgerproteste gibt. Dazu kommt, dass unter Rot-Grün Widmungen länger dauern als unter einer SP-Alleinregierung, weil sich die Koalitionspartner erst intern abstimmen müssen.
Abgesehen davon: Dass sich Vassilakou lieber um das Verkehrs- als um das Planungsressort kümmert, ist auch bekannt.
Mit einer Aussage hat die grüne Stadträtin natürlich recht: Bei den Widmungen ist sie sehr stark von den Bezirken und anderen Ressorts abhängig. Aber in diesem Fall liegt es an ihr, Druck auf diese Ressorts und Bezirke aufzubauen, dass Widmungen rascher umgesetzt werden. stu

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7 Kommentare

Wie soll bei zehntausenden leerstehenden Wohnungen eine Wohnungsnot herrschen?

Und der Baugrund ist wohl immer noch das unwesentlich biligste am Hausbau.
Hat das Forum wieder mal null Ahnung!

was

soll das für ein propagandaartikel sein?
um welche widmungen geht es hier?
das ist sehr undifferenziert!
haben das die wiener bauträgerverbände in auftrag gegeben?

Umwidmungen erfolgen im DDR-Stil:


Da werden bewohnte Teile privater Zinshäuser in Wien seit Jahrzehnten einfach in "Grünland" umgewidmet, ohne dass die Eigentümer befragt, oder auch nur über die diktatorische Zwangs-Maßnahme verständigt werden.

Beweise vorhanden.

Re: Umwidmungen erfolgen im DDR-Stil:

Und?
Wollen Sie in eier solchen abgefuckten feuchten Kaluppen hausen müssen?
Für 700 Euro Miete kalt auf 80 m2?

Re: Re: Umwidmungen erfolgen im DDR-Stil:


Es ist leider anzunehmen, dass Sie - wie üblich - nicht den Anflug einer Ahnung haben, wovon eigentlich die Rede ist.

Re: Re: Re: Umwidmungen erfolgen im DDR-Stil:

Ach so?
Ich dachte hier wird ein übliches "Frau darf nicht Chef sein"-Bashing veranstaltet.
Oder ein "Frau darf nicht gscheit sein"-Bashing kombiniert mit "Wenn die aus dem Ausland kommt muss sie überhaupt den Schlapfen halten und kuschen"-Bashing.
Wir haben hier ja ein außerordentlich beeindruckendes Posterniveau, nicht wahr?

Tja, so geht´s halt

wenn man wichtige Ressorts nicht nach Qualifikation,sondern nach Parteizugehörigkeit besetzt.
Der Dolmetscherin Vasilakou hätte ich nicht einmal einen Sekretärinnenposten gegeben.
Die Intelligenz scheint sie ja nicht zu belasten.

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