Asyl: Mikl-Leitner kritisiert "Aktionisten aus Deutschland"

21.12.2012 | 17:12 |   (DiePresse.com)

Der Runde Tisch zur Situation der Asyl-Camper in der Votivkirche wird als "konstruktiv" bezeichnet. Die Innenministerin übt aber auch Kritik.

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Der von der Erzdiözese Wien anberaumte "Runde Tisch" am Freitagnachmittag zur Situation der Asyl-Camper in der Wiener Votivkirche hat "sehr gute, konstruktive Gespräche" gebracht. Das erklärte Caritas-Sprecher Klaus Schwertner nach Ende des Treffens, auch Vertreter des Innenministeriums bezeichneten das Treffen als "konstruktiv".

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Innenministerin Johanna Mikl-Leitnerv (ÖVP) übte in einer Aussendung allerdings auch Kritik: Sie habe "kein Verständnis", wenn "Aktionisten aus Deutschland Asylwerber zur Stimmungsmache instrumentalisieren", sagte sie. Die Caritas bot den Flüchtlingen an, in ein warmes Quartier zu ziehen.

An dem Treffen hatten Bischofsvikar Dariusz Schutzki, mehrere Asylwerber, Vertreter des Innenministeriums sowie des Bundeskanzleramtes, der Caritas und der Diakonie sowie Mitglieder von Amnesty International und dem UNHCR teilgenommen, berichtet Caritas-Sprecher Schwertner. Es sei bei dem Gespräch um mehrere Themen gegangen, etwa um den Zugang der Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt und die Qualitätsstandards der Grundversorgung.

Mikl-Leitner: "Nicht instrumentalisieren"

Vertreter des Innenministeriums hätten klargestellt, kein Flüchtling solle in einem Zelt schlafen müssen, niemand solle unversorgt auf der Straße stehen, sagte Schwertner. In diesem Zusammenhang erklärte Mikl-Leitner via Aussendung, in Österreich müsse niemand frieren. Daher appelliere sie an die Aktionisten, "die Asylwerber nicht weiter zu instrumentalisieren, sondern sie in die sowohl vom Innenministerium, von der Stadt Wien als auch von der Caritas zur Verfügung gestellten Unterkünfte ziehen zu lassen."

Schwertner sagte gegenüber der APA, die Asylwerber hätten beim Runden Tisch das Angebot der Caritas, in einen warmen Schutzraum zu ziehen, "grundsätzlich positiv aufgenommen". Sie wollten aber zunächst noch mit den anderen Asylwerbern im Lager vor der Kirche besprechen, ob sie das Angebot annehmen oder nicht.

Zugesagt wurde laut Innenministerium, dass der Rechtsanspruch auf Grundversorgung jedes einzelnen "Asyl-Campers" noch einmal geprüft werde. Bei jenen, die keinen Anspruch auf Grundversorgung haben werde man mit der Caritas eine Lösung suchen, hieß es aus dem Innenministerium.

Mikl-Leitner verweist auf große Hilfsbereitschaft Österreichs

Schwertner sagte, der Wiener Caritasdirektor Michael Landau wolle auch weiterhin mit dem Innenministerium in Kontakt bleiben: Hinsichtlich den Themen Zugang zum Arbeitsmarkt und den Qualitätsstandards wünscht er sich weitere Gespräche.

Mikl-Leitner betonte in ihrer Aussendung, die österreichische Bevölkerung beweise "seit Jahrzehnten ihre große Hilfsbereitschaft für Menschen, die auf der Flucht sind". Die Österreicher könnten zu Recht stolz darauf sein, "dass diese Tradition auch international große Anerkennung findet – wenn etwa die UNHCR in ihrem Bericht 2010 ausdrücklich die Qualität der Asylverfahren lobt und als 'Best-Practice-Beispiel' für Europa bezeichnet", so die Ressortchefin.

(APA)

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75 Kommentare
 
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Nie mehr ....

Von mir bekommt eine Caritas keinen Cent mehr !!!

Das passende Weihnachtsgeschenk...

Wenn ich von einem Land politisches Asyl erwarte, dann habe ich keine Forderungen aufzustellen, sondern alles zu tun, damit ich mich meinem vielleicht zukünftigen Heimatland würdig erweise. Diesen Rabauken gebührt ein passendes nachträgliches Weihnachtsgeschenk: Ein Flugticket in die alte Heimat ! Gegenfrage: Was würde mit 30 Österreichern passieren, die sich weigern, weiterhin Steuern zu zahlen ? Ist glaube ich selbsterklärend .....

Auf

Aktionisten im Ausland verweisen ist zu wenig Frau Ministerin!

Eine Innenministerin die sich selber nicht zu helfen weiß???


WO SIND MEINE KOMMENTARE??????????????????


Habe schon zweimal einen Kommentar ges.???????


Asyl:Mikl-Leintner kritisiert.......

Was heißt Mikl-Leitner kritisiert?Sie soll endlich ihren Job machen und den ganzen Schwachsinn auflösen.
Das erwartet die Bevölkerung von Wien.

Re: Asyl:Mikl-Leintner kritisiert.......

Dieser Dame gebührt der Hilflosenzuschuß!

wo ist mein kommentar?


Wo ist mein Beitrag?


Asyl:Mikl-Leintner kritisiert.......

Was soll das heißen Mikl-Leitner kritisiert?
Sie soll endlich handeln und den ganzen Schwachsinn auflösen was ihr eigentlich ihre Arbeit währe.

zuerst lernen sie mal ordentliches deutsch ...

... und dann erklär ich ihnen, warum sie auch inhaltlich daneben sind

Das Innenministerium "wird nochmal jeden Fall prüfen" heißt im Klartext: das Stempelkissen für den Stempel: "abgelehnt" wird neu aufgefüllt und alsbald wieder leergestempelt sein!

Der Schmäh die organisierten Menschen wieder alle auseinander zu dividieren und dann jeden Einzelnen wieder abzuschassen, der ist Beamtenroutine.
Und so wie die Beamten mit den Asylanten umgehen, sogehen sie auch mit den Österreichern um.
Eine Zusicherung des Innenministeriums ist in Echtzeit eine fette Lüge!

allmählich reicht's wirklich!

ORF-Meldung:
"„Wir werden niemanden zwingen, Hilfe anzunehmen“, hieß es seitens der Caritas am Samstag. Bis zum frühen Nachmittag hätten die Flüchtlinge aus der Votivkirche und dem Sigmund-Freud-Park das von der Caritas eingerichtete Notquartier nicht in Anspruch genommen."

Und die Kirchenoberen und die Innenministerin merken noch immer nicht, wie sie da von ein paar Hanseln gepflanzt werden!

Woher kamen die Matratzen?

Offenbar hat ja die Kirche die Besetzung unterstützt. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass in der Votivkirche normalerweise Matratzen für Übernachtungen gelagert sind.
Wieso Österreich, das mitten in Europa liegt, das erste "sichere" Asylland sein soll, ist nicht nachvollziehbar. In Griechenland, wird aber die Versorgung sicher ungleich schlechter und auch Proteste werden nicht zielführend sein.
Zur Beschäftigung ist zu sagen, dass sich die Asylanten selbstverständlich selbst versorgen und auch für die Reinigung ihrer Unterkünfte sorgen sollten. Den angeblich unzureichenden Dolmetschern könnt mit eigenen Sprachkenntnissen (zumindest Englisch) begegnet werden. Ich frage mich, was die Leute eigentlich hier arbeiten wollen, wenn sie nicht einmal rudimentäre Kenntnisse der Landessprache haben.

sie hat keine verständnis für aktivisten aus deutschland

dann soll sie einmal anfangen etwas zu tun. z.b. könnte sie mit erkennungsdienstlichen maßnahmen beginnen, lassen.

nochmal, weils einige offenbar nicht begreifen:

nichts schmerzt die linken chaoten mehr, als sie zu ignorieren, bzw. KEINE kampf-bilder mit der polizei zu liefern ...
die strategie des innenministeriums ist goldrichtig! weiter so!!!

... bis nach weihnachten, dann schaut die Welt wieder ein bissl anders aus ....

und wieder

stapelt sich der schwachsinn hier.gibts noch einen unterschied zwischen krone und presse?erbärmlich

das ist aber lieb

frau innenminister mikl-leitner "kritisiert".

diese frau ist quasi oberste polizisten in diesem land.

da könnte man meinen dass man auch etwas mehr möglichkeiten ausser "kritisieren" gegenüber nichthiesige aggitatoren hat.

aber was will man heutzutage von quotenpolitikern (und innen) auch erwarten.
ausser ein paar weinerliche lulus gibts nur mehr rückgratlose sesselkleber und sonderschulabsolventen.


Die braucht nicht zu kritisieren,

sondern soll endlich die Cobra ausrücken lassen.

Armutsgrenze

Wir haben eine halbe Million ÖsterreicherInnen, die unter der Armutsgrenze leben müssen (heizen oder essen). Diese Wirtschaftsflüchtlinge und Aktivisten wissen vor lauter Übermut nicht was sie tun sollen und werden immer unverschämter. Haben warmes Essen und Schlafen, erhalten Taschengeld, aber das ist noch zu wenig! Die Asylantenindustrie kostet uns viele Mio €, die besser für die ÖsterreicherInnen verwendst werden sollte. Diese (nicht echte Flüchtinge) gehören schnellstens abgeschoben in die sicheren Drittländer, über die sie gekommen sind! Alle Flüchtlinge könnten sich für öffentliche Einrichtungen nützlich machen, dafür dürfen sie bis zum Bescheid bleiben.

wird denn die Marie Zaster nicht dringend in NÖ gebraucht ?


Die Väter der Genfer Konvention würden sich im Grab umdrehen wenn sie die lächerliche Aufblähung eines vormalig lebensrettenden Menschenrechtes zur Allerwelts-Reiseförderung miterleben müssten!



Nur noch Per!
Und Vers!

Frau Mikl-Leitner

kritisiert die "Aktionisten" aus Deutschland.
Kritisieren ist entschieden zu wenig, das geht den Kritisierten beim linken Ohr rein und flugs rechts raus.

Die Frau ist als Innenministerin nicht geeignet.
Was kann man aber von einer gelernten Wirtschaftspädagogin in diesem Job schon erwarten??

Re: Frau Mikl-Leitner

Bedenken Sie bitte, dass Frau Mikl-Leitner Mitglied einer Regierung mit einem "roten" Kanzler ist. Die Innenministerin kann daher nicht schalten und walten wie sie es für richtig hält, sondern muss ihre Aktivitäten mit dem Kanzler abstimmen. So gesehen macht sie einen guten Job, denn was wäre wenn..... wir eine(n) grüne(nen oder rote(n) Innenminister(in) hätten? Noch mehr Asylanten und noch mehr radikale "Besucher" aus dem Ausland und noch mehr Steuergelder für SOS-Mitmensch und weitere linkslinke Vereine. Will man das wirklich?

Re: Re: Frau Mikl-Leitner

Die von ihnen so gelobte Mikl-Leitner sollte nur in diesem Fall für die Einhaltung der Gesetze sorgen anstatt dem Druck der "Unterstützerszene"samt Mediensupport nachzugeben. Nachdem eine Einzelfallprüfung durch das IM zugesagt wurde (auf was eigentlich hinaus?) dürfte der Instanzenweg bei diesen ca. 30 Wirtschaftsmigranten, wie diese ja selbst implizit in ihren Forderungen zugestehen, ziemlich ausgeschöpft sein. Dem Erpressungsversuch nachgegeben zu haben, muss sie ganz alleine auf ihre Kappe nehmen.
Führen wir wieder eine neue Instanz ein - gleiches Recht schliesslich für alle Asylwerber - und prüft das Innenministerium jetzt alle Fälle abgewiesener Asylanträge noch einmal? Sollten durch die Etablierung des Asylgerichtshofes nicht die Verfahren verkürzt werden?

Die Proporzpolitikerin Mikl-Leitner, die IM dank Prölls Gnaden wurde, ist vor allem durch eines charakterisiert: Überforderung. In Zeiten ausufernder Kriminalität und zunehmender Zuwanderung durch Wirtschaftsmigranten über den Asylweg bedarf es einer geeigneteren und entscheidungsstärkeren Person auf diesem Posten, die sich basierend auf rechtsstaatlichen Prinzipien ggfs. auch gegen NGO´s wie die Caritas stellt, anstatt sich von den Befürwortern unkontrollierter Massenzuwanderung auf der Nase herumtanzen zu lassen. Es würde mich nicht wundern, wenn wir von so manchen der "Besetzer" in einigen Jahren in den Medien lesen werden, dass aufgrund des langen Aufenthaltes in Österreich eine Abschiebung "inhuman" wäre.

 
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