Schönborn besucht die Votivkirchen-Asylwerber

31.12.2012 | 14:36 |   (DiePresse.com)

Kardinal Schönborn betont, die Sorge um die Not der Menschen sei ein Kernauftrag des Evangeliums.

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Auch wenn Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag klargestellt hat, dass sie nicht mit den Votivkirchen-Asylwerber reden will, werden Kirchenvertreter wie Franz Küberl und Michael Chalupka nicht müde, sich für den Dialog einzusetzen. Als Vorbild könnte Kardinal Christoph Schönborn dienen: Er besuchte Sonntagabend die Asylwerber, die seit gut einem Monat - teils im Hungerstreik - in der kalten Kirche ausharren, um Gehör bei der Politik zu finden.

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"Es war ein Besuch bei Menschen in Bedrängnis", sagte Schönborn in einer Kathpress-Aussendung vom Montag - und bat "die verantwortlichen Politiker und Beamte, bei der Lösung der schwierigen Grundsatzfragen und der Behandlung der persönlichen Schicksale genau das im Blick zu haben: dass es sich hier um ganz konkrete Mitmenschen handelt, die vor völlig unsicheren, düsteren Zukunftsaussichten stehen." Die Sorge um die Not der Menschen sei Kernauftrag des Evangeliums, betonte der Kardinal.

"Persönlich bewegt"

Schon mehrfach in der Votivkirche war der Direktor der evangelischen Diakonie, Michael Chalupka. Auch Politikern würde "kein Stein aus der Krone fallen", wenn sie mit den Menschen vor Ort sprächen, sagte er im ORF-"Morgenjournal". Aber: "Wenn man mit ihnen redet, kann man danach vielleicht weniger politische Härte an den Tag legen, weil es einen sicher persönlich bewegt", vermutete er als Grund für die Gesprächsverweigerung. "Ein bisschen unglaubwürdig" ist für ihn das Argument, man wolle sich nicht erpressen lassen. Denn die Diakonie habe - in "ganz leiser Diplomatie" - im Sommer ein Papier mit Verbesserungsvorschlägen vorgelegt, und auch keine Antwort bekommen.

Caritas-Präsident Franz Küberl appellierte am Montag laut Kathpress an die Politik, im Sinne einer Lösung "vernünftige Formen des direkten Kontakts" mit den Betroffenen aufzunehmen. Es sei Aufgabe der Regierung, eine "politisch und menschlich kluge Entschärfung für die Situation der Asylwerber in der Votivkirche und damit ein Grundmaß an Lebensperspektive anzubieten". Die von den Asylwerbern deponierten Wünsche - etwa nach besserer Unterbringung oder Zugang zum Arbeitsmarkt - würden zum Großteil mit jenen Forderungen übereinstimmen, die Caritas, Diakonie und andere Hilfsorganisationen seit langem erheben.

Arbeitsmöglichkeit

Von Regierungsseite kam Montag kein Gesprächsangebot, sondern eine Aussendung des Sozialministeriums mit dem Hinweis auf Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber. Sie könnten während des Verfahrens - nach drei Monaten Wartefrist - in Saisonberufen im Tourismus und in der Landwirtschaft tätig werden, teilte das Ministerium mit. Außerdem könnten jugendliche Asylwerber bis zum 18. Lebensjahr eine Lehre in einem "Mangelberuf" (also wo sich keine sonstigen Bewerber finden, Anm.) beginnen.

In der Votivkirchen harrten weiterhin rund 40 Asylwerber aus, ein guter Teil von ihnen Hungerstreik. Ihr Gesundheitszustand ist "erfreulich stabil für diese Situation", ergab eine Untersuchung durch die Johanniter. Zwölf Personen mussten vorübergehend ins Krankenhaus, sind jetzt aber wieder in der Kirche. Die Lage ist dort ruhig, die Asylwerber würden "sehr respektvollen Umgang mit dem Gotteshaus" pflegen, alle Gottesdienste könnten in normalen Bahnen verlaufen, berichtete Caritas-Wien-Sprecher Klaus Schwertner.

 

(APA)

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567 Kommentare
 
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Bitteschön,

welche NOT ????? Hungern tun's ja freiwillig; warme Quartiere mit Essen und Trinken stehen bereit, also was soll dieses Gequarqel von "NOT" ??? Der Psalmdudler soll sich gefälligst um seine schwarzen Schafe kümmern, aber ansonsten lieber den Mund halten!

Unglaublich!

Wie lange will man sich eigentlich von diesen Scheinasylanten und Kriminellen noch auf der Nase herumtanzen lassen und dafür auch noch finanziell aufkommen? Kein einziges Land mit einer ordentlichen Rechtsordnung lässt sich derart vorführen und mit Forderungen erpressen. Unglaublich wie sich einige unwillkommene Gäste hier aufführen und die Ressourcen verbrauchen, die echten Flüchtlingen zustehen würden.

Echt leiwand die Forderung

zum Arbeitsmarktzugang,bei ca.400bis 500tausend Arbeitslosen.Heißt:Zugangsberechtigung zur Schwarzarbeit(bei Prostituition ja schon erlaubt)[geniale Politikarbeit]noch mehr Lohndumping und Lohnsenkung bei legalen Beschäftigungen.Bald werden sich die Protagonisten wegen einen ein Euro "Job"in die Goschn haun.Für jeden Zug und alles und jedes gibts Personenbegrenzung.Das muß es auch für ein Land geben.

Re: Echt leiwand die Forderung

Zugangsberechtigt über "Geringfüging"und dann schwarz, meine ich.

Sag zum Abschied recht laut ...

Hat jemand von den Schwarzen etwas anderes erwartet?

Und wenn ja, dann wird es Zeit, dieser traurigen Truppe endlich ein letztes "Servus!" zu sagen.

19

fryu mikl-leitner

sind sie noch zu retten. als innenministerin ist es ihre aufgabe für recht und ordnung zu suchen.
ihre einzig richtige aufgabe ist diesen zustand durch eine bedingungslose räumung zu beenden.

wenn der eigentümer ...

... (sprich: die scheinheiligen kirchenoberen) die aktionisten als ihre gäste sieht und gern beherbergt, dann hat die polizei dort nichts zu suchen.

da muss schon die kirche die räumung fordern. aber das wollen sie ja scheinbar nicht ...

Wie stehts eigentlich mit den hygienischen Verhältnissen in der Votivkirche

Und können die Besatzer dort auch ihr Menschenrecht für sexuelle Aktivität durchführen? Ihre medizinische Versorgung scheint ja hoffentlich in Ordnung zu sein. Sie werden von den Maltesern immer wieder in ein Krankenhaus und nach Kurzbehandlung in einer Ambulanz wieder zurück gebracht.

Vorschlag:

Fotos von den am Boden in der Votivkirche Kauernden an Zeitungen in Pakistan, Afghanistan, Somalia .... senden.
Dazu den Hinweis, dass muslimische Flüchtlinge in Wien in einer katholischen Kirche mit Orgelklang und Weihrauchduft untergebracht werden und sie dann auch noch einem Kardinal die Hand geben sollen.
Was könnte das bewirken ...?

Hungerstreik

Am Hungern würde sie in den Herkunftsländern keiner hindern, warum also unbedingt in Österreich ?
Traiskirchen würde entlastet werden wenn Asylwerber in Kirchen untergebracht werden wollten, da gibt es genug und leer sind sie meistens auch und die Caritas könnte sich mit dem Einbau von Klo und Dusche profilieren.
Damit wäre dann allen geholfen.

hätte da mal eine frage:

lese seit Tagen Foren zum Thema und bis jetzt hat noch kein einziger Befürworter der Asylanten und ihrer Forderungen sich die Mühe gemacht, zu erklären wie das funktionieren soll, dass ö auch in Zukunft die geforderten sozioökologische Motive etc anerkennt? weil gleiches recht würde dann ja für alle gelten, nicht wahr? und wie solle ö dann mit einem etwaigen Ansturm aus DIV Ländern umgehen? wo sollen diese Menschen untergebracht werden, bei den derzeitigen Mietpreisen und wohnungsmangel und wie soll das finanziert werden? wie sollen diese Flüchtlinge medizinisch versorgt werden, was müsste ihnen zu stehen und wer trägt die kosten? das wäre für eine konstruktive Diskussion mal wichtig! die Forderungen sind ja allen bereits bekannt, die Meinungen und Vorurteile auch!

Re: hätte da mal eine frage:

naja ich denke mir halt das dann die bundesregierung beschliesst, dass eine familie nur noch ein haus bzw eine wohnung haben darf - sozusagen die kinder wieder bei den eltern einziehen sollen - und dann wären doch einige wohnungen und häuser frei. allerdings muss vorher noch ein energieausweis gemacht werden, damit die asylwerber auch am stand der technik sind.

(das war jetzt bitte nicht ernst gemeint)

Genfer Flüchtlingskonvention Artikel 2

Artikel 2

Allgemeine Verpflichtungen

Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere der Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten.

Re: Genfer Flüchtlingskonvention Artikel 2

Das sind ja keine Flüchtlinge! also betrifft sie nicht!

22

Im Sinne einer friedlichen Lösung

sollte man Vassilakou, Bures und Heinisch-Hosek in die Votivkirche schicken.
Das Gotteshaus wäre blitzartig geräumt.
Und die Herrschaften könnten sich erstmals zurecht als Flüchtlinge bezeichnen

Wanderprediger Schönborn

Der Kardinal Schönborn, soll sich seine salbungsvollen Worte sparen und die "Flüchtlinge" im Erzbischöflichen Palais einquartieren und auf Kosten der Kirche verpflegen ! Geldmittel müßten ausreichend vorhanden sein, da diese Institution ja doppelt kassiert, vom Staat und von den Beitragszahlern !

Re: Wanderprediger Schönborn

Bitte keinen Cent der Kirchenbeiträge dafür verwenden. das soll jetzt nur schön der Herr Landau aus seiner Privatschatiulle bezahlen!

Missbrauch

Der 153. Grund die Rot/Schwarz/Grünen Rechtsstaatschänder und Österreichverräter 2013 nicht zu wählen.

Re: Missbrauch

Stimme Ihnen voll und ganz zu !!!!

gut so, mikl-leitner!

... caritas, was nu?!

Kirchenasyl ? Das gibt es im österreichischen Rechtssystem gar nicht !

Das ist eine Mär aus dem Mittelalter, als Staat und Religion noch nicht getrennt waren. Wieso lässt sich die katholische Kirche damit erpressen ?

wenn

wir alle wirklich armen in österreich aufnehmen würden, hätten wir mindestens 3 milliarden menschen in unserem land und jeder dieser flüchtlinge ist als einzelfall wirklich zu bedauern. darum dürfen in österreich niemals soziale träumer das sagen haben.

Re: wenn

cARITAS UND VIELE POLITIKER SIND ZU NAIV UM DAS ZU ERKENNEN

Bravo

Frau Minister(in).

Ich bin für eine beschränkte Beschäftigungsmöglichkeit abgelehnter Asylwerber !

Sie sollen so lange arbeiten, bis die Kosten für den Abschiebeflug gedeckt sind- wieso soll dafür auch noch der Steuerzahler aufkommen müssen ?

Hört die zuständige Behörde nicht auf die Leute?

Die Frau Ministerin sollte sich die hier abgedruckten Kommentare durchlesen und sie würde danach voll= ständig informiert sein; was die Leute denken. Und ich finde hier durchaus brauchbare Vorschläge. Warum kann man hier nicht - bei Wahrung aller rechts staatlichen Vorschriften - rasch durch greifen? Ich versteh die Welt nicht mehr.

 
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