Zwei Tage Todesangst: Freund sperrte Wienerin ein

Der 30-Jährige bedrohte die junge Frau mit dem Umbringen. Über Facebook konnte sie einen Freund kontaktierten, der die Polizei rief. Bei der Festnahme griff er die Beamten mit einem Klappmesser an.

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Zwei Tage Todesangst: Freund sperrte Wienerin ein
Zwei Tage Todesangst: Freund sperrte Wienerin ein – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Eine Frau in Wien hat zwei Tage in Todesangst verbracht, nachdem ihr gewalttätiger Lebensgefährte sie in der gemeinsamen Wohnung im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus eingesperrt und ihr Schlüssel sowie Handys weggenommen hatte. In dieser Zeit bedrohte der 30-Jährige sein Opfer nach Angaben der Polizei vom Samstag immer wieder mit dem Umbringen. Erst als der Mann am Freitag die Wohnung verließ, konnte die 36-Jährige einen Bekannten um Hilfe bitten. Dieser verständigte die Polizei, die den 30-Jährigen in unmittelbarer Nähe der Wohnung festnahm.

Auslöser für das Verhalten des Mannes war offenbar die Ankündigung der Frau, die langjährige Beziehung zu beenden. Am Mittwoch eskalierte der Streit darüber, worauf laut Polizei der dem Drogenmilieu zuzurechnende 30-Jährige sich und seine trennungswillige Partnerin einsperrte. Den Angaben zufolge hielt er der Frau mehrfach eine Gaspistole an den Kopf. Das Martyrium des Opfers dauerte bis Freitag, als der Gewalttäter die Wohnung verließ - möglicherweise, um sich Suchtmittel zu beschaffen. Seine Lebensgefährtin erreichte via Laptop und Facebook einen Bekannten, der die Polizei alarmierte. Angehörige der Wega und Feuerwehrleute brachen die Wohnungstür auf und befreiten die Frau. Unterdessen bewachten Polizisten das Stiegenhaus und sicherten die Umgebung.

Auf seinem Rückweg lief der 30-Jährige den Einsatzkräften buchstäblich in die Arme: Er wurde in unmittelbarer Nähe seines Wohnhauses gefasst. Bei seiner Festnahme versuchte er noch, die Beamten mit einem Klappmesser zu attackieren. Die Gaspistole hatte der Mann ebenfalls bei sich. Er wurde in Haft genommen.

(APA)

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