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Aktivisten: Die Unterstützer der Asylwerber

05.01.2013 | 19:28 |  von Duygu Özkan (Die Presse)

Sie stehen hinter den Hungerstreikenden in der Votivkirche, teilen ihre Forderungen und gelten bisweilen als Anstifter der Proteste: Was die Aktivisten wirklich denken.

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Was ist eigentlich passiert? Kann es sein, dass eine überschaubare Anzahl an Asylwerbern, die zunächst mit einem Protestmarsch von Traiskirchen nach Wien, dann mit dem Protestcamp im Sigmund-Freud-Park vor der Wiener Votivkirche, mit ihrem Einzug in die Kirche und anschließend mit einem noch andauernden Hungerstreik das Asylsystem in Österreich tatsächlich verändern können? Am Anfang ihrer Proteste stand der Wunsch nach menschenwürdiger Unterbringung, mittlerweile sind die Forderungen – die Asylwerber nennen sie bisweilen Lösungsvorschläge – weitreichender. Kritik an der (oft überfüllten) Erstaufnahmestelle Traiskirchen oder am Asylsystem selbst gibt es aber nicht erst seit gestern.

Der Unterschied ist nur, dass es in diesem Fall die Asylwerber selbst sind, die den Protesten – mit einem radikalen Mittel, dem Hungerstreik – voranstehen. Und genau das, die Selbstorganisation, wird von vielen angezweifelt. Der Vorwurf der Instrumentalisierung stand im Raum, die Asylwerber würden, so die Lesart, von einer Handvoll Anarchochaoten benutzt und angestachelt. „Es gibt einzelne junge Leute, die in diesem Moment begeistert sind. Das wirkt aus einem konservativen Blickwinkel rebellisch“, sagt Petja Dimitrova, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der bildenden Künste und eine der Unterstützerinnen.

Rebellisch, also impulsiv, chaotisch vielleicht – ja, auch diese Aktivisten gebe es in der Votivkirche. Dass am Weihnachtsabend eine Aktivistin die Christmette störte, sei bei den anderen Unterstützern und vor allem den Asylwerbern nicht gut angekommen, meint der Zivildiener Louis Reumann: „Das war nicht abgesprochen.“ Man organisiere sich basisdemokratisch, und „Chaos ist halt die schlechte Form von Basisdemokratie“.

Dimitrova, Reumann und Lisbeth Kovačič sind drei jener Menschen, die fast täglich in die Votivkirche kommen, den Asylwerbern Tee kochen, dieses und jenes besorgen, Pressetexte schreiben, Deutschkurse geben, Zeitungsartikel übersetzen. Sie sehen sich als Sprachrohr der rund 40 Hungerstreikenden. Ihre Motive, sich an diesem Protest zu beteiligen, sind unterschiedlich. Kovačič ist Fotografin und Deutschlehrerin. Sie hat Asylwerber in niederösterreichischen Dörfern unterrichtet, erzählt sie. Einmal pro Woche, „also ein nicht ernst zu nehmender Kurs“. Der Unterricht müsse eben öfter stattfinden, und das sei in den Bundesländern, in den Dörfern, oft schwierig.

Und: „Sie haben dort keine Möglichkeit auf Bildung, auf soziales, kulturelles Leben. Oder auf psychologische Unterstützung.“ Kovačič verweist damit auf eine von den Asylwerbern gestellte Forderung, dass sie im Falle eines Transfers das Bundesland aussuchen können. Und was ist mit den anderen Forderungen? Das Löschen der Fingerabdrücke zum Beispiel, damit die Betroffenen im Falle eines negativen Bescheids in einem anderen EU-Land um Asyl ansuchen können, muss auf EU-Ebene verhandelt werden. Für die Unterstützer ist klar, dass eine Veränderung möglich ist, „wenn man das will“ – EU hin, EU her.

Daher stehen sie auch relativ geschlossen hinter dem Hungerstreik; Vertreter von Caritas und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) hatten ja die Betroffenen aufgerufen, den Hungerstreik zu beenden und in die bereitgestellten Quartiere zu ziehen. Und genau hier scheiden sich die Geister. Die Caritas ist seit dem Einzug der Asylwerber in die Votivkirche ständig vor Ort, hilft und vermittelt. Zwischen ihr und den Unterstützern, die etwa Mitglieder von Initiativen wie „Familien und FreundInnen gegen Abschiebung“ sind, wird der Ton aber immer rauer. „Caritas und Diakonie machen schon wichtige Arbeit“, sagt Kovačič, „aber sie haben begrenzten Handlungsspielraum.“

In Wahrheit gehe es um die Politik, sagen die Unterstützer. Während sich die Caritas für das Wohl der Asylwerber einsetze und abseits der politischen Bühne agiere, wollten die Asylwerber selbst grundsätzliche Fehler im Asylsystem anprangern.

Hetzkampagne? Erpressung? Das geht nicht an der Politik vorbei, heißt es. Wenn die Hungerstreikenden das Angebot der bereitgestellten Quartiere annehmen würde, würde das auch bedeuten, dass sie von der Öffentlichkeit verschwinden und ihre Forderungen praktisch ungehört verhallen, meint Dimitrova. Schärfere Töne gegen die Caritas schlägt indessen die „Sozialistische Linkspartei“ (SLP) an, deren Vertreter ebenfalls in der Votivkirche aktiv sind; in einer Aussendung heißt es, die Caritas beteilige sich an einer „unglaublichen Hetzkampagne auf dem Rücken der Schwächsten“ und desavouiere den von den Asylwerbern selbst organisierten Protest.

Das Spektrum der Unterstützer ist jedenfalls breit. Neben der SLP haben auch NGOs wie SOS Mitmensch sowie Ordensgemeinschaften ihre Solidarität bekundet, Kardinal Christoph Schönborn war die Asylwerber in der Kirche besuchen. Die Unterstützer wollen nicht Repräsentanten von Parteien oder NGOs sein, sagt Reumann; sie würden sich als Privatpersonen solidarisieren. Was sie wohl auch weiter tun werden: Derzeit sieht es nicht danach aus, dass der Hungerstreik beendet wird. Das passiere erst dann, wenn sie die Sicherheit haben, in Österreich bleiben zu dürfen, so die Unterstützer.

Erpressung? Nein, das sei keine Erpressung, sagt Reumann. Man könne sich heute nicht mehr vorstellen, dass Menschen für Rechte kämpfen, und nicht für persönlichen Wohlstand. Die Belange der Geflüchteten könne man auch nur dann verstehen, wenn man entweder selbst geflüchtet ist oder sich ein persönliches Bild von ihrem Leben macht. Für Reumann ist sein Einsatz – bisweilen übernachtet er auch in der Kirche – „mein Zeichen der Solidarität“.

Trotz aller Unterstützung: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat zwar Vertreter der Asylwerber getroffen, aber auch Änderungen im Asylsystem abgelehnt. Genau das wollen die Hungerstreikenden. Die Caritas und andere NGOs, die einige Forderungen der Asylwerber teilen, wünschen sich das Ende des Hungerstreiks; der Wunsch prallt aber an einer Wand von Unterstützern ab. Die Hungerstreikenden selbst haben in einer Pressekonferenz bekräftigt, den Streik fortführen zu wollen. Alles in einem: Es ist eine Pattsituation. Gesundheitsgefährdende Folgen nicht ausgeschlossen.

Die Forderungen

Die rund 40 Hungerstreikenden haben sechs Forderungen gestellt: 1) Grundversorgung für alle Asylwerber, solange sie in Österreich sind. 2) Freie Wahl des Aufenthaltsorts und Zugang zum öffentlichen Wohnbau. 3) Zugang zu Arbeitsmarkt, Bildungsinstitutionen und Sozialversicherung. 4)Stopp aller Abschiebungen im Zusammenhang mit der Dublin-II-Verordnung. 5) Einrichtung einer unabhängigen Instanz zur Überprüfung aller negativ beschiedenen Asylverfahren. 6) Anerkennung von wirtschaftlichen Fluchtmotiven als Fluchtgrund. Die Innenministerin hat strukturelle Änderungen im Asylwesen abgelehnt.

Protest

24. November: Rund 100 Asylwerber sowie 400 Unterstützer nehmen an einem Protestmarsch von Traiskirchen nach Wien teil und errichten ein Protestcamp im Sigmund-Freud-Park.

24. Dezember: Ein Dutzend Asylwerber, die zuvor in die Votivkirche gezogen sind, beginnen mit dem Hungerstreik.

28. Dezember: Das Protestcamp wird von der Polizei geräumt, immer mehr nehmen am Hungerstreik teil.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.01.2013)

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322 Kommentare
 
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Re: Jene Besetzer, die einen negativen Asylbescheid in Händen haben,

Bei denen ist doch nichts zu holen.

Re: Re: Jene Besetzer, die einen negativen Asylbescheid in Händen haben,

...stimmt.
Aber abschieben kann man sie trotzdem...!!!!!!

Nicht aliquot

Haftung zu ungeteilter Hand. Diese Leute haben i.d.R. keinen Job und kein Vermögen. Sollte einer über solche verfügen, soll er gefälligst auch für seine "Mitstreiter" mitblechen.

69 2

Interessant ist auch

Dass die unverschämtesten Forderungen und die präpotentesten Aktionen, von Angehörigen eines bestimmten Kulturkreises kommen!

Und genau vor diesen buckeln unsere "Aktivisten" am Meisten!

65 2

Re: Interessant ist auch

Mir ist in den letzten Wochen immer mehr bewußt worden, das sich ein Staat im Staat gebildet hat. Caritas-Präsident Franz Küberl will den "Ländern" sogar Vorschriften machen.

Die Aktionen seitens "Gesetzesverweigerer" sind ein guter Indikator für das Synonym des "Failed State".

Wenn die demokratisch gewählte Bundesregierung jetzt nicht hart gegenüber den "Gesetzesverweigerer", Caritas, Diakonie, NGO´s, etc. durchgreift und zeigt wer die vom Volk legitimierte Macht besitzt, dann sind wir verloren.
Diese Organisationen wird in der Zukunft weitere utopische Forderungen stellen und die Macht an sich reißen.
In anderen Ländern der Welt wurde man dies als einen Staatsstreich. bezeichnen.

jetzt beginnt die wirklich interessante phase :

schwarz (waldheims schwiegersohn mit kirchenbesuch ) blau (strache himself) und grün (nach stoisits glawischnig himself) ließen von sich hören

Re: jetzt beginnt die wirklich interessante phase :

hat man eigentlich schon eine vermisstenanzeige wegen häupl und vassilakou aufgegeben?

Re: Re: jetzt beginnt die wirklich interessante phase :

Es ist wirklich eigenartig ! Sonst melden sich die zwei zu jedem Furz, aber in dieser Sache habe ich von den beiden noch nichts gehört ? Wo sind die 2 ???

jetzt beginnt die wirklich interessante phase :


Aktivisten sind der -Beweis dass man auch eine Nachgeburt gossziehen kann.

Nur rauskommen tut dabei nix..........

wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?



wo schadet das uns denn?

und wieso ist es "erpressung", wenn leute von ihrem demontsrationsrecht gebrauch machen? sollen wir alle demos verbieten, weil die ja in der presseforums-logik auch "erpressung" sind?

was ist mit dem hochhalten der bürgerlichen freiheiten, ihr angeblichen "bürgerlichen"? wieso habt ihr immer schaum vor dem mund wenn es
a) um demonstarnten
b) um asylwerber
geht?

wo nimmt die republik denn schaden, wenn sich ein paar hanseln dafür einsetzen, dass sie eine arbeitserlaubnis bekommen?

Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

Sie haben anscheinend überhaut nicht begriffen worum es hierbei geht.
Danke 5 setzen

Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

Eine Hausbesetzung in Tateinheit mit Kirchenschändung ist keine Demonstration, sondern eine Straftat.

51 1

Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

Erstens geht es nicht um Arbeitserlaubnis, sondern da sind noch weitere Forderungen: Anerkennung von ökonomisch-sozialen Interessen als Asylgrund, Zugang zum so genannten Sozialen Wohnbau und freie Wahl des Wohnortes in Österreich, Recht auf alle sozialen und medizinischen Leistungen Österreichs.
Und komisch ist es, wenn Ausländern ein Demonstrationsrecht in Österreich gegen die österreichische Republik gewährt werden muss.
Man stelle sich vor, Österreicher würden in irgendein anderes Land in Europa, Asien, Afrika oder Amerika reisen, womöglich illegal, und dort für die volle Inanspruchnahme aller politischen, medizinischen, schulischen und sozialen Rechte, für freie Wohnwahl, Zugang zu Sozialwohnungen etc. demonstrieren, Gebäude oder Heiligtümer von Religionen besetzen und beschmutzen - und dort fordern, dass Regierungsmitglieder, der Staatspräsident und Kardcinäle zu ihnen zu kommen haben.

Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

Gegen die Demonstration hatte niemand was. Die war, als sie von Traiskirchen nach wien marschiert sind.

Einen Park und eine Kirche über Wochen/Monate zu besetzen ist keine Demonstration mehr.

Re: Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

"Gegen die Demonstration hatte niemand was."

Doch, ich.

Die sollen gefälligst dankbar sein für Traiskirchen. Undankbare noch am selben Tag abschieben!

37 1

Re: Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

Gegen Flüchtlinge, Vertriebene und um Asyl Ansuchende haben wir alle nichts, sondern umso mehr, wie diese Herrschaften bei uns als "Asylanten" auftreten, wie sie nicht ersuchen, sondern fordern, wie sie ultimativ eine Änderung unser Gesetze verlangen ohne diese je gelesen zu haben.

30 2

Re: wen stört das, wenn die in der votivkirche protestieren?

... für "bürgerlich" müsstens aber zuerst Bürger sein.

27 1

Klarheit schaffen!


sechs Forderungen =

die beste Wahlwerbung für HC

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Flüchtlinge weltweit

Laut UNO-Flüchtlingshilfe sind die größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen nicht europäische Länder, und schon gar nicht Österreich!

"Pakistan was host to the largest number of refugees worldwide (1.7 million), followed by the Islamic Republic of Iran (887,000) and the Syrian Arab Republic (755,400; Government’s estimate)." (2011)

http://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten/weltfluechtlingszahlen-2011.html

Die aktuell fünf größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen:

Pakistan - fast 2 Millionen
Iran - rund 1 Million
Syrien - rund 1 Million
Deutschland - knapp 600.000
Jordanien - 450.000

Die aktuell fünf größten Herkunftsländer von Flüchtlingen:

Afghanistan - rund 3 Millionen
Irak - fast 1,7 Millionen
Somalia - 770.000
Demokratische Republik Kongo - fast 500.000
Myanmar - etwas mehr als 400.000

Auf den Seiten der UNO-Flüchtlingshilfe kann man sich über Fakten und Zahlen informieren: http://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten.html

P.S.: Es würde so manchem Poster hier nicht schaden, sich auch einmal mit objektiven Fakten auseinanderzusetzen und das Gehirn zu gebrauchen.
Finanzkrise und Finanzskandale kosten den Steuerzahlern um "einiges" mehr als die Flüchtlingsbetreuung. Der Aufschrei darüber war bei weitem nicht so emotionell wie im Falle der Flüchtlinge hier. Das klingt mehr nach Fremdenhass und Geiz, und nicht um eine tatsächliche objektive "Bedrohung". Von christlichen Werten haben viele Poster hier offensichtlich keine Ahnung

Re: Flüchtlinge weltweit

Die Aufstellung in absoluten Zahlen ist hier sehr irreführend!

Einwohnerzahl Pakistan 176,7 Mio, 2 Mio Flüchtlinge = 1,1%
Iran 74,8 Mio Einwohner, 1 Mio Flüchtlinge = 1,33%
Einwohner Syrien 20,8 Mio, 1 Mio Flüchtlinge = 4,8%
Deutschland 81,7 Mio Einwohner, 600.000 Flüchtlinge = 0,73%
Jordanien 6,1 Mio Einwohner, 450.000 Flüchtlinge = 7,3%

Einwohner Österreich 8,5 Mio, 48.000 Flüchtlinge = 0,6%

Also hat Österreich gemessen an der Einwohnerzahl nicht viel weniger Flüchtlinge aufgenommen als Deutschland. Oder erwarten Sie allen ernstes, dass österreich auch 600.000 Flüchtlinge aufnimmt so wie Deutschland mit 10 mal so vielen Einwohnern?

Abgesehen davon das Österreich mitten im Schengenraum ist, es laut Dublin-Verträgen also überhaupte keine Asylansuchen hier geben dürfte.

Re: Re: Flüchtlinge weltweit

...und wie sieht ein vergleich der grundversorgung eines flüchtlings etwa in pakistan mit jener eines flüchtlings in austria aus ? ---und sind proteste von flüchtlingen etwa in pakistan oder syrien gegen ihre behandlung bekannt?
war nur eine rhetorische frage !!

40 1

Re: Flüchtlinge weltweit

Den meisten Steuerzahlern reicht es völlig, für die Finanzkrise und Finanzskandale zusätzlich aufkommen zu müssen. Aber auch noch Wirtschaftsflüchtlinge unser gutes Asyl-System ausnützen zu lassen, damit es der Asylindustrie noch besser geht, ist zu viel verlangt.

33 1

Re: Flüchtlinge weltweit

Wenn man das als Maßstab nimmt gäbe es in Österreich genau null Asylanten mangels kriegführendem Nachbarland. Was wollens denn?

39 1

Re: Flüchtlinge weltweit

Hier gehts nicht darum, Menschen zu zählen wie Rinder einer Herde, sondern zu überlegen, wem die Aufnahmepflicht von Verfolgten in erster Linie zukommt.
Und das sind zweifellos zunächst die Nachbarländer, in weiterer Folge die Länder gleicher oder ähnlicher Kulturen die sich auch in geografischer Nähe der Herkunftsländer befinden.
Der undifferenziert zu Ende gedachte Asylgedanke würde bedeuten, dass jene Länder und Kontinente, in denen Ordnung und Rechtsstaatlichkeit besteht, verpflichtet wären, allen Verfolgten aus 90% aller anderen Länder der Erde, wo diese Verhältnisse nicht bestehen, Zuflucht zu gewähren.
Ein Schelm, der meint mehr geben zu müssen als er hat. Das gilt auch hier.

40 1

Re: Flüchtlinge weltweit

Na, und?
Ist doch das, was man unter "Asyl" normalerweise versteht:
Wer sich verfolgt fühlt, soll in Nachbarländern Zuflucht suchen.
Wenns in einem asiatischen Staat drunter und drüber geht, dann bitte um Asyl in Asien ansuchen, ist ein grosser Kontinent.
Das gleiche gilt für Afrika.
Warum wollen alle nach Europa mit seiner bösen kolonialistischen Vergangenheit kommen?
Mach doch aus euren grossen Kontinenten sowas wie eine USA und aus den kleinen Staaten eine Art Österreich oder Dänemark.

Re: Flüchtlinge weltweit

Diese Zahlen beeindrucken nur einfache Gemüter, da sie nichts aussagen.
Die Flüchtlingsbetreuung in Somalia oder Pakistan sieht sicher anders aus als in Österreich. Warum sonst würden wiederum Menschen aus genau diesen Ländern zu uns flüchten?

Interessant wären andere Zahlen/Fakten: Flüchtlinge je Einwohner, Dauer und Umfang der Betreuungsleistung, Ausgaben pro Flüchtling in absoluten Zahlen während des Betreuungszeitraums inkl. Kosten des Verwaltungsaufwands in Euro, um nur einige zu nennen.

Dann haben Sie ein ganz anderes, ehrliches Bild; wenn Sie daran interessiert sind.

Re: Flüchtlinge weltweit

Christliche Werte...
...die Familie,die Freunde u Bekannten das eigene Volk.
Wenn das dann zu 100% positiv erledigt ist,sehen wir weiter.

Warum in der Ferne schweifen-wenn das Elend (die Not) so nah?

Über Menschen die bei uns in Not geraten sind,wird ja von den "Weltverbesserern" nur behauptet dass die das eh nicht besser verdient haben.(die Verlockung ein Leben zu führen wie man es sich vorstellt)

Aber den Flüchtlingsmassen die davon träumen denen wollen sie helfen das Streichholz an die Lunte zu halten.........

"Wir wollen so leben wie ihr"
Ich habe 30 Jahre daran gearbeitet (in unserem Land,Steuern gezahlt usw)um so leben zu können.

Wenn ich mir diese Forderungen anhöhre fühle ich mich verarscht.

29 1

Re: Flüchtlinge weltweit

Zahlen sagen nichts aus!

Am Beispiel von Pakistan und Afghanistan.

Die beiden Staaten dürften, wenn es nach einer ethnischen Aufteilung(tribes) geht nicht getrennt sein.

Vergleich:
D.h. die Menschen übersiedeln am Beispiel von Österreich vom OÖ nach NÖ.

Bitte nehmen sie Nachhilfe bei Ethnologen, bevor sie falsche Schlüsse aus dem Statistikmaterial ziehen!

Statistik kann einem sehr schnell hinters Licht führen, hi

Re: Flüchtlinge weltweit

Ob dass Christen sind die in Islamischen Ländern um Asyl ansuchen?

Kann sich ein Christ in einem Islamischen Land überhaupt Hilfe erwarten?

52 2

Re: Flüchtlinge weltweit

Nachdem bei Ihnen zwei Links durch die Z-Abteilung gelangt sind, hoffe ich nun auf selbige Kulanz.

Mit Stand 2007 haben Migranten in Deutschland 1 Billiarde Euro weniger in diverse Sozialtöpfe eingezahlt als sie erhalten haben. Können Sie sich das vorstellen? Zum besseren Verständnis: Deutschland hat derzeit Schulden in der Höhe von 1,7 Billiarden Euro. Und die Massenmedien verschweigen dies ganz bewusst vor dem Volke. Bei Krankenkassen, Pensionisten, Arbeitern und Angestellten wird überall gespart. Die Energiekosten steigen ohne Ende und dann führen Sie sich mal diese unfassbare Summe vor Augen. Ich könnte hier noch weiter ausführen, aber da werde ich zu emotional und würde die Sachlichkeit und eventuell die Contenance verlieren.

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Re: Re: Flüchtlinge weltweit

Zu Ihrem Kommentar habe ich einigermaßen aktuelle Zahlen zu Österreich gefunden, und zwar von der AK Salzburg (2011):
"Zuwanderung, Sozialstaat und Arbeitsmarkt
Daten und Fakten rund um das Thema Migration in Österreich"
(http://www.ak-salzburg.at/online/zuwanderung-sozialstaat-und-arbeitsmarkt-63531.html?mode=711&STARTJAHR=2008)

S. 11:

"Zuwandernde sind Nettozahler und -zahlerinnen für das beitragsfinanzierte
Sozialversicherungssystem! Das zeigen die Daten des Sozialministeriums aus
den Jahren 2008 und 2009:

> Während österreichische Personen 89,3 % aller Beiträge einzahlen, aber
93,8 % der eingezahlten Gelder erhalten, zahlen Personen mit Migrations-
hintergrund 10,7 % in das Sozialversicherungssystem ein und bekommen
lediglich 6,2 % heraus (Daten 2008).
> in den Sozialversicherungstopf zahlen Zuwandernde laut Sozialministerium
jährlich 4,2 Milliarden euro ein, entnehmen aber nur 2,7 Milliarden: Sie zah-
len also 1,5 Milliarden mehr in das Sozialsystem ein, als sie herausnehmen
(Daten 2009).
> Auch die Krankenkasse profitiert: Von den zugewanderten Personen wer-
den 820 Millionen euro eingezahlt, aber nur 535 Millionen in Form von Leis-
tungen beansprucht – das ergibt einen Überschuss von 285 Millionen euro
in der Krankenversicherung (Daten 2009)."

Bitte belegen Sie Ihre Aussagen auch durch seriöse Quellen.

Re: Re: Re: Flüchtlinge weltweit

Blödsinn !

1. Zuwanderung und Asyl sind 2 verschiedene Themen und sollten nicht vermischt werden

2. Migranten sind (wie Nichtmigranten) keine homogene Masse
3. Es gibt Unterschiede zw. den Migr.Gruppen, was Bildungsniveau, Arbeitslosigkeit und Frauenerwerbstätigkeit betrifft.

Migrations-/Integrationsbericht der Statistik Austria für das Jahr 2011

http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Service/STS/Web_Jahrbuch_72dpi.pdf

Die Kapitel "Arbeit und Beruf" (ab Seite 49) und "Soziales und Gesundheit" (ab Seite 60) sind sehr lesenwert.

4. Integrationsmaßnahmen müssen auch finanziert werden (spezielle Schulungen und Diversity Management, interkulturelle Sozialarbeit, zielgruppengerechte AMS-Programme (zb für migr. Frauen), Deutschkurse/ -förderung, mutterspr. Unterricht in mehreren Sprachen in Pflichtschulen, Subventionen für beratende Migr. Vereine usw)
Wurden diese "indirekten" Kosten auch erfasst?

Meiner Meinung nach sollte in Ö Migr. mehr auf Infrastruktur und Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abgestimmt werden.
Klassische Einwanderungsländer wie Kanada und Australien tun das sehr strikt und suchen sich Zuwanderer nach best. Kriterien aus (Sprachkenntnisse, gesuchte berufliche Qualifikationen, Alter, finanzielle Ressourcen usw).

Asyl ist hingegen ein ganz anderes Thema - da ein unverhandelbares Menschenrecht (das jedem, der Asylgründe vorweisen kann, gewährt werden MUSS).
Es gibt aber kein Grundrecht auf Wirtschaftszuwanderung. Diese kann von den Aufnahmeländern gesteuert werden (Ausnahmen: Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger im Rahmen der angestrebten Einigung Europas)

Re: Re: Re: Flüchtlinge weltweit

Zuwanderer sind aber etwas anderes als Alsylsuchende. Und erst recht etwas anderes als Wirtschaftsflüchtlinge.

Zuwanderer werden nach ihrer Qualifikation und dem Bedarf am Arbeitsmarkt gezielt ins Land geholt. Flüchtlinge (die natürlich aufgenommen werden sollen) und Wirtschaftsflüchtlinge (die nicht aufgenommen werden sollen, wir haben selber genug Arbeitslose) kommen aber ohne diese Lenkung durch den Staat.

Re: Flüchtlinge weltweit

Wie wäre es, diese Zahlen a) mit der Bevölkerungszahl des Aufnahmelandes, b) mit den Ausgaben pro Asylant und c) mit der relativen Nähe zu Krisenherden zu korrelieren?

Dass täglich Tausende Menschen im Tausende Kilometer entfernt liegenden Europa landen, hat in den seltensten Fällen etwas mit akuter Bedrohung von Leib und Leben zu tun.

Liebe Presse - wovor habt ihr Angst, dass ihr sooooo viele Beiträge nicht veröffentlicht? Wo ist unsere Freiheit geblieben? Ist Zensur Zeitgeist geworden?

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als Meinungsfreiheit- und zwar unzensurierte- DER entscheidende Leuchtturm war, der hinüber- über den Eisernen Vorhang - leuchtete. Damit dürfte Schluss sein- Zensur wird zu einem Alltagsphänomen, was mich sehr traurig stimmt. Es ist schon klar, dass Beschimpfungen und persönliche Beleidigungen keinen Platz im Forum haben- aber das was ihr macht- liebe Redakteure- das ist unserer Demokratie nicht würdig- denkt mal ein wenig nach darüber.........

Ich hätte nie für möglich gehalten,

dass ich in Österreich jemals Tage und Wochen erlebe,wo die Regierung es zuläßt und zuschaut wie Islamische Asylbetrüger uns ihre eigenen Asylgesetze diktieren und aufzwingen wollen.

Ist dass jetzt die Kapitulation vor dem Islam?


38 1

nachdem...

... der politkommissar für propaganda und zensur meinen link nicht und nicht durchlassen will:

im unterberger-blog ist ein sehr aufschlussreicher gastkommentar von christian zeitz! bitte lesen.

31 1

Re: nachdem...

Die freie Meinungsäußerung in einem dieser Medien gibt es nicht mehr. Und was politisch korrrrrekt ist, wird dort bestimmt.

Selber zahlen

In einem freien Land ist es jedem unbenommen, im Rahmen geltender Gesetze Leute, Gruppen und/oder Ideen zu unterstützen.

Was allerdings die Voraussetzung ist, die gern unter den Tisch fallen gelassen wird: es ist nicht die Aufgabe der Öffentlichkeit, das zu finanzieren!

Die Unterstützer der Asylwerber können sich das also gern selbst finanzieren (oder meinetwegen für Spenden werben), können sich aber nicht erwarten, dass die Allgemeinheit mit ihnen konform geht und sie sowie ihre Schützlinge durchfüttert.

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Och, mir zerbricht gerade mein Herz.

Mir tun die Leute so leid, dass ich mir am Liebsten einen mit nach Hause nehmen würde. Den würd' ich dann so richtig aufpäppeln, baden, eine anständige Frisur verpassen, die Zehnegel schneiden und was halt noch so alles dazu gehört um einen anständigen Preußen mit Disziplin und Anstand aus ihm zu machen - quasi einen Vorzeigeösterreicher. Vielleicht könnte er dann auch bald hier im Forum posten, wenn er unter meinen Fittiche käme.

Re: Och, mir zerbricht gerade mein Herz.

Du solltest lieber mal daran arbeiten, dass aus dir selber ein "anständiger Preuße" wird, der als "Vorzeigeösterreicher" die deutsche Sprache beherrscht und "Zehennägel" richtig schreiben kann.

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Re: Re: Och, mir zerbricht gerade mein Herz.

Lieber ahnungsloser Freund!

Ze­hen­na­gel, seltener Zeh­na­gel, der

Wortart: Substantiv, maskulin

Worttrennung:
Ze|hen|na|gel, Zeh|na|gel

Und Tschüss, du vermeintlicher Pensionssicherer.

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Das nach wie vor Asylanträge gestellt werden ...

... kann nur bedeuten:

1. Die Länder mit Schengenaussengrenzen erledigen ihren Job nicht.

2. Das beenden der Grenzkontrollen und die reduktion der Grenzüberwachung war schwachsinnig.

-> löschen der Fingerabdrücke => -lol-

Es steht den obigen und natürlich auch den anderen "Aktivisten" jederzeit frei eine Bürgschaft für einen Schützling zu übernehmen. Wäre interessant wie weit die Solidarität dann reicht.

ich würde gerne wissen, was sie davon hielten, wenn IHNEN beim stellen eines antrags die fingerabdrücke abgenommen werden würden.


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Re: ich würde gerne wissen, was sie davon hielten, wenn IHNEN beim stellen eines antrags die fingerabdrücke abgenommen werden würden.

Ich mußte, wie alle anderen Österreicher, um zu einem neuen EU-Paß zu kommen, sehr wohl meine Fingerabdrücke abgeben!

30 0

Re: ich würde gerne wissen, was sie davon hielten, wenn IHNEN beim stellen eines antrags die fingerabdrücke abgenommen werden würden.

Sie besitzen offenbar keinen Pass neueren Datums oder besuchten in den letzten Jahren nicht die USA, denn sonst hätten Sie Ihre Fingerprints abgeben müssen.


37 1

Re: ich würde gerne wissen, was sie davon hielten, wenn IHNEN beim stellen eines antrags die fingerabdrücke abgenommen werden würden.

Waren Sie schon einmal in Japan ?
Da werden Ihnen bei der Einreise ,auch als Tourist, die Fingerabdrücke abgenommen.
Wem das nicht passt, der kommt eben nicht rein.
Jeder Staat hat seine Gesetze und wem das nicht passt, der soll halt nicht kommen !

Re: ich würde gerne wissen, was sie davon hielten, wenn IHNEN beim stellen eines antrags die fingerabdrücke abgenommen werden würden.

stellen Sie sich das vor!
Für meinen Reisepass hat man/frau mir meine Fingerabdrücke abgenommen!
Kann ich mich jetzt bei der Caritas und SOSUnmensch beschweren??

 
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