Aktivisten: Die Unterstützer der Asylwerber

05.01.2013 | 19:28 |  von Duygu Özkan (Die Presse)

Sie stehen hinter den Hungerstreikenden in der Votivkirche, teilen ihre Forderungen und gelten bisweilen als Anstifter der Proteste: Was die Aktivisten wirklich denken.

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Was ist eigentlich passiert? Kann es sein, dass eine überschaubare Anzahl an Asylwerbern, die zunächst mit einem Protestmarsch von Traiskirchen nach Wien, dann mit dem Protestcamp im Sigmund-Freud-Park vor der Wiener Votivkirche, mit ihrem Einzug in die Kirche und anschließend mit einem noch andauernden Hungerstreik das Asylsystem in Österreich tatsächlich verändern können? Am Anfang ihrer Proteste stand der Wunsch nach menschenwürdiger Unterbringung, mittlerweile sind die Forderungen – die Asylwerber nennen sie bisweilen Lösungsvorschläge – weitreichender. Kritik an der (oft überfüllten) Erstaufnahmestelle Traiskirchen oder am Asylsystem selbst gibt es aber nicht erst seit gestern.

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Der Unterschied ist nur, dass es in diesem Fall die Asylwerber selbst sind, die den Protesten – mit einem radikalen Mittel, dem Hungerstreik – voranstehen. Und genau das, die Selbstorganisation, wird von vielen angezweifelt. Der Vorwurf der Instrumentalisierung stand im Raum, die Asylwerber würden, so die Lesart, von einer Handvoll Anarchochaoten benutzt und angestachelt. „Es gibt einzelne junge Leute, die in diesem Moment begeistert sind. Das wirkt aus einem konservativen Blickwinkel rebellisch“, sagt Petja Dimitrova, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der bildenden Künste und eine der Unterstützerinnen.

Rebellisch, also impulsiv, chaotisch vielleicht – ja, auch diese Aktivisten gebe es in der Votivkirche. Dass am Weihnachtsabend eine Aktivistin die Christmette störte, sei bei den anderen Unterstützern und vor allem den Asylwerbern nicht gut angekommen, meint der Zivildiener Louis Reumann: „Das war nicht abgesprochen.“ Man organisiere sich basisdemokratisch, und „Chaos ist halt die schlechte Form von Basisdemokratie“.

Dimitrova, Reumann und Lisbeth Kovačič sind drei jener Menschen, die fast täglich in die Votivkirche kommen, den Asylwerbern Tee kochen, dieses und jenes besorgen, Pressetexte schreiben, Deutschkurse geben, Zeitungsartikel übersetzen. Sie sehen sich als Sprachrohr der rund 40 Hungerstreikenden. Ihre Motive, sich an diesem Protest zu beteiligen, sind unterschiedlich. Kovačič ist Fotografin und Deutschlehrerin. Sie hat Asylwerber in niederösterreichischen Dörfern unterrichtet, erzählt sie. Einmal pro Woche, „also ein nicht ernst zu nehmender Kurs“. Der Unterricht müsse eben öfter stattfinden, und das sei in den Bundesländern, in den Dörfern, oft schwierig.

Und: „Sie haben dort keine Möglichkeit auf Bildung, auf soziales, kulturelles Leben. Oder auf psychologische Unterstützung.“ Kovačič verweist damit auf eine von den Asylwerbern gestellte Forderung, dass sie im Falle eines Transfers das Bundesland aussuchen können. Und was ist mit den anderen Forderungen? Das Löschen der Fingerabdrücke zum Beispiel, damit die Betroffenen im Falle eines negativen Bescheids in einem anderen EU-Land um Asyl ansuchen können, muss auf EU-Ebene verhandelt werden. Für die Unterstützer ist klar, dass eine Veränderung möglich ist, „wenn man das will“ – EU hin, EU her.

Daher stehen sie auch relativ geschlossen hinter dem Hungerstreik; Vertreter von Caritas und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) hatten ja die Betroffenen aufgerufen, den Hungerstreik zu beenden und in die bereitgestellten Quartiere zu ziehen. Und genau hier scheiden sich die Geister. Die Caritas ist seit dem Einzug der Asylwerber in die Votivkirche ständig vor Ort, hilft und vermittelt. Zwischen ihr und den Unterstützern, die etwa Mitglieder von Initiativen wie „Familien und FreundInnen gegen Abschiebung“ sind, wird der Ton aber immer rauer. „Caritas und Diakonie machen schon wichtige Arbeit“, sagt Kovačič, „aber sie haben begrenzten Handlungsspielraum.“

In Wahrheit gehe es um die Politik, sagen die Unterstützer. Während sich die Caritas für das Wohl der Asylwerber einsetze und abseits der politischen Bühne agiere, wollten die Asylwerber selbst grundsätzliche Fehler im Asylsystem anprangern.

Hetzkampagne? Erpressung? Das geht nicht an der Politik vorbei, heißt es. Wenn die Hungerstreikenden das Angebot der bereitgestellten Quartiere annehmen würde, würde das auch bedeuten, dass sie von der Öffentlichkeit verschwinden und ihre Forderungen praktisch ungehört verhallen, meint Dimitrova. Schärfere Töne gegen die Caritas schlägt indessen die „Sozialistische Linkspartei“ (SLP) an, deren Vertreter ebenfalls in der Votivkirche aktiv sind; in einer Aussendung heißt es, die Caritas beteilige sich an einer „unglaublichen Hetzkampagne auf dem Rücken der Schwächsten“ und desavouiere den von den Asylwerbern selbst organisierten Protest.

Das Spektrum der Unterstützer ist jedenfalls breit. Neben der SLP haben auch NGOs wie SOS Mitmensch sowie Ordensgemeinschaften ihre Solidarität bekundet, Kardinal Christoph Schönborn war die Asylwerber in der Kirche besuchen. Die Unterstützer wollen nicht Repräsentanten von Parteien oder NGOs sein, sagt Reumann; sie würden sich als Privatpersonen solidarisieren. Was sie wohl auch weiter tun werden: Derzeit sieht es nicht danach aus, dass der Hungerstreik beendet wird. Das passiere erst dann, wenn sie die Sicherheit haben, in Österreich bleiben zu dürfen, so die Unterstützer.

Erpressung? Nein, das sei keine Erpressung, sagt Reumann. Man könne sich heute nicht mehr vorstellen, dass Menschen für Rechte kämpfen, und nicht für persönlichen Wohlstand. Die Belange der Geflüchteten könne man auch nur dann verstehen, wenn man entweder selbst geflüchtet ist oder sich ein persönliches Bild von ihrem Leben macht. Für Reumann ist sein Einsatz – bisweilen übernachtet er auch in der Kirche – „mein Zeichen der Solidarität“.

Trotz aller Unterstützung: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat zwar Vertreter der Asylwerber getroffen, aber auch Änderungen im Asylsystem abgelehnt. Genau das wollen die Hungerstreikenden. Die Caritas und andere NGOs, die einige Forderungen der Asylwerber teilen, wünschen sich das Ende des Hungerstreiks; der Wunsch prallt aber an einer Wand von Unterstützern ab. Die Hungerstreikenden selbst haben in einer Pressekonferenz bekräftigt, den Streik fortführen zu wollen. Alles in einem: Es ist eine Pattsituation. Gesundheitsgefährdende Folgen nicht ausgeschlossen.

Die Forderungen

Die rund 40 Hungerstreikenden haben sechs Forderungen gestellt: 1) Grundversorgung für alle Asylwerber, solange sie in Österreich sind. 2) Freie Wahl des Aufenthaltsorts und Zugang zum öffentlichen Wohnbau. 3) Zugang zu Arbeitsmarkt, Bildungsinstitutionen und Sozialversicherung. 4)Stopp aller Abschiebungen im Zusammenhang mit der Dublin-II-Verordnung. 5) Einrichtung einer unabhängigen Instanz zur Überprüfung aller negativ beschiedenen Asylverfahren. 6) Anerkennung von wirtschaftlichen Fluchtmotiven als Fluchtgrund. Die Innenministerin hat strukturelle Änderungen im Asylwesen abgelehnt.

Protest

24. November: Rund 100 Asylwerber sowie 400 Unterstützer nehmen an einem Protestmarsch von Traiskirchen nach Wien teil und errichten ein Protestcamp im Sigmund-Freud-Park.

24. Dezember: Ein Dutzend Asylwerber, die zuvor in die Votivkirche gezogen sind, beginnen mit dem Hungerstreik.

28. Dezember: Das Protestcamp wird von der Polizei geräumt, immer mehr nehmen am Hungerstreik teil.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.01.2013)

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322 Kommentare
 
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würde mir wünschen, dass presse auch forenregeln thematisiert ...

... wie es der standard hier tut: http://derstandard.at/1356426730330/Forum-geschlossen?ref=article

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Re: würde mir wünschen, dass presse auch forenregeln thematisiert ...

so - verabschiede mich hiemit wieder, hab in dieser geifergesellschaft nix verloren. treibt eure spirale weiter nach unten + bestätigt euch gegenseitig in eurer ignoranz und eurem hass - aber ohne mich. tschüss + aufatem!

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Re: würde mir wünschen, dass presse auch forenregeln thematisiert ...

Jep, schleunigst alle Möglichkeiten abschalten, dass Bürger ihre vom gewünschten Mainstream abweichenden Meinungen äussern können. Das würde euresgleichen gefallen, hm? Aber soweit sind wir noch nicht!

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Re: würde mir wünschen, dass presse auch forenregeln thematisiert ...

Da geht's nur um das Ausselektieren und Löschen unangenehmer aber waren Worte (auch wenn sie drastisch ausgesprochen werden)!!

Ware Worte auch wenn sie überzogen oder nicht PC sind sollen unterdrückt werden. Aber das ist schon egal, der Großteil der Menschen weiß schon um was es geht. Und der Rest wird auch bald aufwachen!!

Warum? Ertragen Sie keine anderen Meinungen?

Das sollte man in einer pluralistischen Demokratie aushalten. Wenn Proteste gegen demokratisch beschlossene Gesetze abgehalten werden dürfen (die Sie offensichtlich unterstützen), dann akzeptieren Sie bitte auch Meinungen, die nicht ihr Weltbild teilen und die die Protestforderungen kritisieren.

Re: würde mir wünschen, dass presse auch forenregeln thematisiert ...

Wow, toller Kommentar. Wenn man sich ihre Postings ansieht - nur drei Beispiele unten angeführt - würde Ich Ihnen raten, mit gutem Beispiel voranzugehen.
Das Standardforum ist übrigens von persönlichen Beleidigungen und Untergriffen gegen Poster, deren Meinung von der "Gutmenschendoktrin" abweicht, nur so durchzogen. Die Kontrolle der Einhaltung der Forumsregeln dürfte daher eher einseitig erfolgen. Von Sachlichkeit ist, wie diese sehr exemplarischen Beispiele zeigen, auch bei Ihnen im Regelfall wenig zu sehen. Daher sind Sie - kleiner Ratschlag, dem sie natürlich nicht folgen müssen, wir sind ja in diesem Forum (noch) nicht in einer "grün-jakobinischen" Meinungsdiktatur - wahrscheinlich dort besser aufgehoben: Baba und fallens net (was bei Ihrem sprachlichen und intellektuellen Argumentations- und Sprachtalent wahrscheinlich gar nicht so leicht sein dürfte. Das ist natürlich rein subjektiv beurteilt, Sie mögen das, wie das in ihren Postings sich offenbarende Selbstbild zumindest nahelegt, "naturgemäß" anders sehen)

Posting I:
Der Entacher macht sich wieder wichtig;-)

Posting II: "Würstelprater' (03.01.2013 10:37)
LOL, irgendein Würstel aus der HEUTE-Redaktion berichtet heute über Großbrand im 'Würstelprater'. .....

Posting III (Siehe Postings 1 und 2)
"leider hier überhaupt keine posting-kultur - sogar in der deutschen 'bild' sind die beiträge sachlicher als im presse-forum :-("


Warum haben diese Menschen

nicht in ihren Islamischen Heimatländern eine Moschee besetzt und den Staat mit Hunger und Durststreiks erpresst?


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Re: Warum haben diese Menschen

Warum lassen wir sie in der Kirche...?

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Re: Warum haben diese Menschen

Da wären diese Menschen zumindest mit einer "Peitsche" aus der Moschee gejagt worden ....

Re: Re: Warum haben diese Menschen

Das wäre aber noch das Harmloseste!

2007 islamabad rote moschee

sprengte man die einfach aus der moschee...

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Re: Warum haben diese Menschen

Das ist einfach: Weil sie Ihnen und mir den Islam näher bringen wollen. Was sie mit Ihrer mutigen Aktion hoffentlich auch schaffen werden.

17 0

Re: Re: Warum haben diese Menschen

so viel sche.....in einem Satz!!!

12 0

Re: Re: Warum haben diese Menschen

Das sind sozusagen alles Missionare

15 0

Re: Re: Warum haben diese Menschen

den islam näher bringen wollen ? danke !
mit den diktatorischen und mörderischen suren und versen wollen europäer nicht leben müssen.

Re: Re: Warum haben diese Menschen

Nimm Deinen Islam und verpiss Dich nach Jeddah.

117 6

danke spö

das mitleid der aktivisten endet beim geld alle die wollen das die flüchtlinge hier bleiben sollen auch die kosten übernehmen.aber was hat man in wien seit 70 jahren sozialismus gelernt der staat wird es schon richten.

0 17

Re: danke spö

würde ich jederzeit lieber übernehmen als die spekulationsverluste der maroden banken und kosten für sonstige in dunklen kanälen versickerten gelder!

48 2

Die Caritas hat sogar ein blondes Engerl in der Votivkirche stationiert, dass den armen Hungernden optisch ihr schweres Los ein wenig versüssen soll!

http://www.krone.at/Oesterreich/Schutzengel_der_Fluechtlinge_ueber_Not_und_Hungerstreik-Im_Krone-Interview-Story-346532

16 0

Re: Die Caritas hat sogar ein blondes Engerl in der Votivkirche stationiert, dass den armen Hungernden optisch ihr schweres Los ein wenig versüssen soll!

Ob die engagierte Caritas-Mitarbeiterin weiß, wie der Stellenwert einer Frau in Pakistan ist?

Schönborn und Caritas

in Geiselhaft der "Aktivisten"! Diese Aktion beschränkt sich nicht auf Österreich, dasselbe Theater startete auch in Frankreich, dort wurde zuerst die Kirche in Lille besetzt und danach die Vertretung des Vatikan in Paris, und beides wurde umgehend geräumt, weil sich FR nicht derart vorführen läßt wie Österreich. Gut, dass die Innenministerin bereits ein klares Schlußwort gesprochen hat. Schönborn täte gut daran, zunächst die "Aktivisten" per Hausverbot zu deaktivieren, denn die arbeiten den Interessen der Kirche diametral dagegen, was er offenbar noch nicht bemerkt hat.

Re: Schönborn und Caritas

Schönborn wird den Teufel tun. Der sieht sich doch schon im Vatikan und dafür macht sich eine Kirchenräumung in der Vita nicht besonders gut!

in Ö bleiben

9 von 10 abgewiesenen asylwerbern bleiben im land. nicht einmal ein zehntel verlässt österreich nach negativem bescheid.

mit pakistan besteht keine einigung. das land nimmt ohnehin keinen zurück.

also viel vergnügen hier, freue mich auf die nachzüge der anderen weitverzweigten "taliban-kämpfer" der paschtunen aus dem swat-tal.


Seltsam!

Immer wird über die Scheinasylanten geschimpft, die lediglich ein Angebot vollumfänglich annehmen.
Über jene, die diese Scheinasylanten bewusst reinschaufeln, nicht konsequent abschieben und ihnen jeden Monat das Geld auszahlen, das die Scheinasylanten für den Daueraufenthalt benötigen, verliert man kein Wort. Was daran liegen dürfte, dass diese Personen nach wie vor typische österreichische Namen tragen.

93 1

keine Erpressung?

wie nennt man es sonst "wenn du mir nicht gibst, dann werde ich..."? sind die.alle... ach was soll's... ich kanns eh nicht ändern, dass es ******* gibt...

91 3

Die Unterstützer der Asylwerber ...

Also mich würde interessieren, ob irgendein sogenannter Aktivist in Österreich zumindest wahlberechtigt ist ? ! ?

Wenn nicht, dann sollten diese "Aktivisten" zumindest mal .......

Österreich


sollte sich nicht erpressen lassen.


17 0

Re: Österreich

Leider wurde das bei Arigona schon übersehen, jetzt versuchens andere auch auf diesen Weg. Wenn man eine Regierung ohne Charakter hat funktionierts auch.

Recherche? Gegenrecherche? Nicht nötig ...

Hier werden leider Unwahrheiten verbreitet. In meinem Bezirk in NÖ gibt es Deutschkurse für Asylanten, die werden extra bei ihren Quartieren abgeholt, ins Rote-Kreuz-Haus gebracht und erhalten dort Deutschunterricht.
Zu einem Qualitätsjournalismus gehört auch die Prüfung von Aussagen auf deren Wahrheitsgehalt ...

Interessant - bevor man den Artikel anklickt: "7 Kommentare" (Stand 20:07)

und keiner scheint auf?

es ist eine pattsituation ?

na sowas ! ein PATT kann bei einem schachSPIEL - einem spiel für zwei spieler - entstehen ! ----hier "spielt" aber nur EINE seite - noch dazu nach regeln, die sie sich selbst macht !
im übrigen eine interessante "recherche" mit der suggestion, es gäbe im hintergrund keine steuernde internationale anarchovernetzung !!
seriöse berichterstattung halt .........

Re: es ist eine pattsituation ?

Da wünscht man sich einen Fleischhacker zurück..

Und ich dachte schon...

einmal ein Tag ohne Berichterstattung in der Presse über den "Bleiberechtserpressungsversuch". Der Kurier hat ja schon vorgelegt, da darf die Presse ja nicht auslassen. Scheinbar dürfte es für das Selbstverständnis "grün-jakobinischer" Journalisten in Österreich nicht nachvollziehbar sein, dass das Innenministerium trotz der insgesamt mehr als einseitigen Medienkampagne durch ORF, Kurier, Standard, Presse (mit einigen Farbtupfern) etc noch nicht "eingeknickt" ist. Die Frau Figl von der künstlich am Leben gehaltenen Wiener Zeitung gibt der Innenministerin bereits Ratschläge, wie sie einige Forderungen der Asylwerber schnell politisch umsetzen kann (da offenbart sich ein sehr eigenes demokratisches Verständnis dahinter, daher ausnahmsweise lesenswert)
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/kommentare/513547_Der-Asylprotest-laesst-sich-nicht-einfach-abwuergen.html
Gut, die Zeitung liest eh kaum jemand.

Es wäre übrigens ein Wahnsinn, wenn es sich um eine Pattsituation handeln würde. Das wäre nämlich eine Niederlage für den Rechtsstaat. Wie viele der "Hungerstreikenden", die ja laut Eigenaussage den Hungerstreik Jahre durchhalten können, haben bereit ein abgeschlossenes negatives Asylverfahren? Man hilft diesen Personen übrigens am ehesten, wenn man sie zur freiwilligen Rückkehr in ihre Heimatstaaten motiviert, und sie dabei auch - hier ist die Unterstützerszene mit ihren Privatmitteln gefragt - dann auch vor Ort monetär unterstützt.

85 1

"stehen geschlossen hinter dem Hungerstreik"

Den Hungerstreik von anderen anzufeuern, ist wirklich eine große, mutige Tat, die einem wirklich alles abverlangt. Das kann man auch vom warmen Cafe Stein gegenüber machen und jeden Aperitiv auf das Wohl der Hungerstreikenden trinken.
Man möchte am liebsten lauthals auslachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Kritik an der Caritas von noch weiter links

das ist ja schon geradezu amüsant. Abstruseste Forderungen, wie der Verzicht auf Fingerabdrücke, damit Asylmißbrauch auch weiterhin europaweit möglich bleibt, werden von Herrn Özkan mit dem Hinweis referiert: "Das Spektrum der Unterstützer ist jedenfalls breit." Machen Sie eine repräsentative Umfrage in der österreichischen Bevölkerung,meine Damen und Herren Journalisten, dann werden Sie erkennen, dass es eine verschwindende Minderheit ist, deren radikalen und weltfremden Ansichten in den Medien dieses Landes ständig Raum gegeben wird.

4 0

Re: Kritik an der Caritas von noch weiter links

Nur zur Information: FRAU Özkan -jetzt Journalistin bei der Presse vorher beim Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit.

Leider bleibt die Berichterstattung in allen Medien politisch korrekt (dafür sorgen linkslastige Verantwortliche und linkslastige Journalisten) und wie man weiß bedeutet das unobjektiv und die ganze Wahrheit wird nicht veröffentlicht.

Wer und was sind die Besetzer wirklich? Sind das wirklich Menschen in Not denen Österreich menschenwürdige, warme Unterkünfte verweigert wie gerne kolportiert wird oder doch politische Aktivisten die propagandistische Lügen verbreiten, Asylwerber mit abgelehnten Asylbescheiden, Schlepper, Illegale?

Schade dass Frau Özkan auch nicht anspricht (oder ansprechen darf) dass Gotteshäuser -Kirchen und Moscheen- gerade in demokratischen Ländern nicht für politische Aktionen verwendet werden sollten. Die meisten Christen sind bestimmt nicht begeistert über derartige Zweckentfremdung der Votivkirche. Tja und wie wäre die Reaktion bei einer Besetzung einer Moschee?

Aber darüber gibt es leider keine Berichte, Meinungen, Veröffentlichungen.


Der "doppelte Maßstab" scheint der wichtigste Maßstab dieser von politischer (vermeintlicher) Korrektheit

geprägten heutigen Zeit zu sein.

Was die Aktivisten wirklich denken

Ich will gut sein und die anderen sollen es zahlen. Hoffentlich bekomme ich danach mit meinem selbstlosen Einsatz einen Job in der geschützten Wohlfühlindustrie.

Aktivisten?

Wann wird endlich das Kasperltheater in der Votivkirche beendet. Schließlich haben wir Gesetze in Österreich die auch von den Aktivisten und den Asylwerbern einzuhalten sind.

74 2

Das letzte Aufgebot? - Die Revolution frisst ihre Kinder

Die Innenministerin ist als einzige nicht überfordert und handelt strategisch klug!

Kühlen Kopf bewahren und "NICHTS TUN" - einfach abwarten bis die Revolution ihre Kinder frisst.

Sie verdient unseren Respekt für ihre klare Linie gem. dem gültigen Gesetz sozusagen die "Margaret Thatcher" Österreichs - Ehre, wem Ehre gebührt!

Die Caritas und die NGO´s müssen mit der Situation in ihren "Immobilien" selber zurecht kommen.
Sollten sie Hilfe von der Polizei benötigen, wird diese ihnen gerne behilflich sein, hi.

Die Namen sind bekannt,

wann wird die Staatsanwaltschaft aktiv?

41 2

Re: Die Namen sind bekannt,

und genau denen die Rechnung schicken(Kosten f. ärztl. Versorgung etc.)
Bei Nichtbezahlung-ab ins Häfn!!!!!

66 2

Gesundheitsgefährdende Folgen nicht ausgeschlossen

Nur so weiter!

Die Sympathie der Bevölkerungsmehrheit bewegt sich gegen Null!

Leider auch gegen anständige Asylwerber, die von diesen Erpressern mithineingeritten werfen!

59 1

Clowns

Dimitrova und Co. sollten zuerst in ihrer Heimat für bessere Zustände kämpfen und sich dort einbringen, anstatt sich hier wichtig zu machen!

41 3

Bei allem Verständnis für diese Menschen,

aber von denen wird nur ein Teil jene Asylgründe habe, die heute in internationalen Verträgen als Voraussetzung für Asylgewährung festgeschrieben sind.

Jene, die rechtskräftige Abweisungsbescheide haben, können und dürfen ein Bleiberecht nicht erzwingen, weil damit eine Türe geöffnet werden würde, die man nicht mehr zubringt. So sehr sie einem menschlich leid tun, damit würden wir neue Probleme schaffen.

Über Veränderungen und Verbesserungen kann und soll man immer reden, es gab tatsächlich auch unzumutbare Quartiere und miese Behandlung durch einzelne Quartiergeber. Das ist zu kontrollieren und abzustellen.

Zu sagen, das sei nur ein Kampf um Rechte und nicht um persönlichen Wohlstand, ist bei näherer Betrachtung unhaltbar, denn hinter den geforderten Verbesserungen, die großteils eben (noch) keine Rechte sind, steht natürlich das bessere Leben. Was denn sonst?

Das ist auch legitim, es zu leugnen ist unehrlich.


Wenn es nur um Rechte, aber nicht um "persönlichen Wohlstand" (also wirtschaftliche Verbesserung

der persönlichen Lebenssituation) geht, warum wird dann gefordert, wirtschaftliche Motive als Asylgründe anzuerkennen? Was ja mit der GK nichts mehr zu tun hat.

Weiters der Punkt "Zugang zum Sozialsystem"- das beeinhaltet nach meinem Verständnis Zugang zu (allen?) Sozialleistungen (KBG, Familienbeihilfe, Wohnbeihilfe, Mindestsicherung etc) und das nur, weil ein Asylantrag abgegeben worden ist?
Das gibt es in keinem Land der EU und das aus gutem Grund. Personen in laufendem Asylverfahren haben Anrecht auf die Grundversorgung.

Ist es so absurd anzunehmen, dass bei Umsetzung der Forderungen, Armutszuwanderung via Asyl enorm steigen und die eigentliche Bedeutung von Asyl ad absurdum geführt würde? Hat sich schon mal jemand der Unterstützer Gedanken gemacht, welche Auswirkungen das alles auf das Sozialsystem des Kleinstaates Österreich hätte? Bei 14.400 Asylanträgen wie im Jahr 2011 würde es wohl sicherlich nicht bleiben.

Worauf basieren die geforderten "Rechte"? Auf der Ideologie der "No-Border- One-Nation"-Träumer?
Auf der EMRK wohl kaum. Der Sozialstaat ist jedenfalls begrenzt und kann auch nur in einem definierten Rahmen funktionieren. Solange weltweit ein massives Armuts- und Sozialgefälle existiert und solange nicht überall dieselben wirtschaftlichen und sozialen Standards gegeben sind, sind Zuwanderungsregelungen unerlässlich.
Denn um Asylrecht im klassischen Sinn (Schutz für politisch Verfolgte u. Kriegsflüchtlinge) geht es bei den Forderungen schon lange nicht mehr.

Diese "Forderungen" sind unannehmbar !

Und die,die sie gestellt haben (wer auch immer) sind sind es auch.

Sollte die Kirche diese Aktion weiter gutheissen (san eh nur bescheidene Anliegen) hat sie ihre "spirituelle Leitfunktion" verloren.

 
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