Wienerin eingesperrt? Beschuldigter auf freiem Fuß

07.01.2013 | 10:20 |   (DiePresse.com)

Ein 30-Jähriger, der in Wien eine Frau tagelang eingesperrt haben soll, wird angezeigt, kommt jedoch nicht in U-Haft.

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Zwei Tage in Todesangst, weil sie ihr Ex eingesperrt und mit dem Umbringen bedroht hat, so schilderte eine Wienerin ihr Martyrium in der gemeinsamen Wohnung in Rudolfsheim-Fünfhaus. Erst als der 30-Jährige am Freitag fort ging, bat die sechs Jahre ältere Frau einen Bekannten um Hilfe. Der Mann wurde festgenommen, später jedoch freigelassen. Er wurde lediglich auf freiem Fuß angezeigt, ein Betretungsverbot wurde ausgesprochen.

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Thomas Vecsey, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, begründet das am heutigen Montag, damit, dass die Darstellung des Beschuldigten ganz anders lautet. Details über die Version des Beschuldigten könne er in einem laufenden Verfahren nicht sagen, so Vecsey. Das Paar sei bisher wegen Auseinandersetzungen noch nicht behördlich auffällig gewesen.

Der 30-Jährige sei nicht wesentlich vorbestraft und es habe - entgegen füheren Berichten - keinen Widerstand bei der Festnahme gegeben. Das angebliche Opfer weise keinerlei Verletzungen auf und habe, obwohl sie Zugang zum Computer gehabt hätte, zuvor nicht um Hilfe gebeten. Derartige Beziehungsstreitigkeiten, die von den Beteiligten völlig unterschiedlich dargestellt werden, kämen ständig vor, begründete Vecsey die unterbliebene Verhängung der U-Haft.

Eingesperrt und bedroht?

Die Frau hatte am Wochenende angegeben, dass ihr Lebensgefährte ihr Schlüssel sowie Handys weggenommen und sie immer wieder mit dem Umbringen bedroht habe. Auslöser dafür sei am vergangenen Mittwoch ihre Ankündigung gewesen, die langjährige Beziehung zu beenden. Der dem Drogenmilieu zuzurechnende 30-Jährige soll der Frau ihren Angaben zufolge mehrfach eine Gaspistole an den Kopf gehalten haben.

Als sie alleine war, verständigte sie via Facebook einen Bekannten, der die Polizei alarmierte. Der Verdächtige wurde in unmittelbarer Nähe seines Wohnhauses gefasst. Zuletzt hatte es geheißen, dass er versuchte, die Beamten mit einem Klappmesser zu attackieren. Eine Gaspistole soll der Mann ebenfalls bei sich gehabt haben.

(APA)

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  • Zwei Tage Todesangst: Freund sperrte Wienerin ein

    Zwei Tage Todesangst: Freund sperrte Wienerin ein / Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) Der 30-Jährige bedrohte die junge Frau mit dem Umbringen. Über Facebook konnte sie einen Freund kontaktierten, der die Polizei rief. Bei der Festnahme griff er die Beamten mit einem Klappmesser an.

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4 Kommentare

Keine U-Haft? Sehr erstaunlich!

Es gibt doch die TATBEGEHUNGSGEFAHR als Grund für die U-Haft. Die scheint mir in diesem Fall gegeben zu sein, hat doch der Tatverdächtige die Frau zwei Tage eingesperrt und MEHRMALS MIT DEM MORD BEDROHT! Muss erst jemand verletzt oder ermordet sein, bis die U-Haft verhängt wird???

Junkies

sind extrem gefährlich

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die junkies

stehen unter dem schutz der grünen gesellschaftsveränderer.

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