Rotlicht missachtet: Neuer Rekord bei Anzeigen

09.01.2013 | 18:15 |   (Die Presse)

31.008 Anzeigen hagelte es 2012 für Autofahrer, die eine rote Ampel missachtet hatten. Mit 40 Prozent mehr als im Jahr davor ist das ein neuer Rekord.

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Wien/Red. Eine rote Ampel wird von manchen Autofahrern nicht als Stoppsignal, sondern nur als Empfehlung gesehen. Im Vorjahr wurden 31.008 Autofahrer bestraft, weil sie eine rote Ampel ignoriert hatten. Das sind laut ÖAMTC um rund 40 Prozent mehr als im Jahr davor. Wobei die Verkehrssünder nicht von Polizisten ertappt wurden, sondern von Überwachungsanlagen, die auf Ampeln montiert sind.

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Derzeit gibt es in Wien nur sechs Kreuzungen mit automatischen Überwachungsanlagen. Bei Rot über die Ampel zu fahren kostet im besten Fall 70Euro. Wobei der ÖAMTC die Steigerung auch relativiert hat. Denn heuer gingen zwei neue Überwachungsanlagen in Betrieb. Die Standorte der Rotlicht-Überwachungsanlagen (siehe Grafik): Schottenring vor Franz-Josefs-Kai, Reinprechtsdorfer Straße/Schönbrunner Straße, Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße, Universitätsstraße/Währinger Straße, Altmannsdorfer Straße/Sagedergasse und Neubaugürtel/Felberstraße. Ein weiterer Ausbau ist derzeit nicht geplant.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2013)

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  • Bei Rot über die Ampel: Immer mehr Anzeigen in Wien

    Bild: dapd 31.000 Autofahrer wurden im Vorjahr in Wien angezeigt, weil sie bei Rot über eine Kreuzug gefahren sind. Im Jahr davor waren es um ein Viertel weniger. Der Grund für den Anstieg sind neue Überwachungsanlagen.

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30 Kommentare
 
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öffis

wer bei rot über ampeln fährt sollte von der persönlichen verantwortung schwerwiegende entscheidungen im strassenverkehr treffen zu müssen entbunden werden. strassenbahn fahren wäre sicher besser. 70€ für sowas sind ein scherz.

Rotlicht-Anzeigen: Pisa-Test

Manche Meldungen regen zu neuen Pisa-testfragen an: Wenn 6 Überwachungsanlagen zu 31.008 Anzeigen führen, wieviele Anzeigen würden erstattet werden (müssen), wenn anstatt 6 insgesamt a) 120 b) ein überwiegender Anteil von.....(?) Ampeln mit derartigen Anlagen versehen werden würden. Unter der Annahme selbstverständlich, dass bei diesen Ampeln eine ähnliche "Trefferquote" erzielt wird (diese Prämisse erscheint nicht ganz falsch, wenn man das Verkehrsgeschehen aufmerksam beobachtet). Man könnte dieses Beispiel natürlich erweitern: Zahl der verhinderten Verkehrsunfälle, Verletzten oder Todesopfer. Die richtigen - und vielleicht auch bestkommentierten Ergebnisse - sollten ans Innenministirium (Cc Autofahrerklubs) gesendet werden. Zum Nachrechnen und - Nachdenken.

Rotlicht-Anzeigen: Pisa-Test

Manche Meldungen regen zu neuen Pisa-testfragen an: Wenn 6 Überwachungsanlagen zu 31.008 Anzeigen führen, wieviele Anzeigen würden erstattet werden (müssen), wenn anstatt 6 insgesamt a) 120 b) ein überwiegender Anteil von.....(?) Ampeln mit derartigen Anlagen versehen werden würden. Unter der Annahme selbstverständlich, dass bei diesen Ampeln eine ähnliche "Trefferquote" erzielt wird (diese Prämisse erscheint nicht ganz falsch, wenn man das Verkehrsgeschehen aufmerksam beobachtet). Man könnte dieses Beispiel natürlich erweitern: Zahl der verhinderten Verkehrsunfälle, Verletzten oder Todesopfer. Die richtigen - und vielleicht auch bestkommentierten Ergebnisse - sollten ans Innenministirium (Cc Autofahrerklubs) gesendet werden. Zum Nachrechnen und - Nachdenken.

Was man nicht vergessen darf

Ist wieviele unschuldige ständig von radlern totgefahren werden. Wie schrecklich der verkehrslärm durchs radfahren ist, wie sehr die radfahrer die ganze stadt zuparken, staus verursachen und vor allem wieviel geld sie sinnlos für sprit nach saudi arabien überweisen. Bedenkt man das alles sollte man nicht so herzloses autofahrerbashing betreiben nur wegen ein paar zehntausend delikten deren dunkelziffer sicher das x-fache beträgt.

Re: Was man nicht vergessen darf

und wieso äußern sie sich nicht zum Thema ? offenbar einmal zu oft bei rot über eine Kreuzung gelaufen, was ?

Re: Was man nicht vergessen darf

Sie lasen einen Beitrag der Grünen.

Radfahrkommunismus, meine Rede!

Rote Ampeln ignorieren...


Kann mich noch gut an den Sommer erinnern wo Autofahrer auf Radfahrer laufend hinpeckten. Ich meinte damals schon das auch Autofahrer laufend bei Rot über die Kreuzung fahren. Hui, da hagelte es rote Minuspunkte. Nun ist es offiziell. Es werden auch laufend Öffis durch Autofahrer behindert. Egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer, überall gibt es schwarze Schafe, AUCH unter den Autofahrer! Also, nicht immer nur auf schwächere Verkehrsteilnehmer hinpecken!

Gleiches Recht für alle

Bei Rotlicht über die Kreuzung zu fahren, gehört bestraft. Das ist keine Frage. Was geschieht mit Fußgängern? Die überqueren die Straße mindestens so oft bei Rot. Das wird nicht geahndet. Wäre es vielleicht eine Aufgabe für unsere neue "Fußgängerbeauftragte", darauf aufmerksam zu machen, wie gefährlich diese Ignoranz ist? Eine Notbremsung muss nicht immer gelingen.

Re: Gleiches Recht für alle

hat die bergziege zu wenig sauerstoff? ein auto, das bei rot eine ampel und damit meist einen zebrastreifen überquert, kann menschen erfassen, verletzen und töten.

ein mensch der bei rot eine ampel überquert kann sich wohl maximal selber schaden. einfach mal ab und zu ins tal absteigen und mit dem bus in eine stadt mit ampel fahren und selber ausprobieren. dann reflektieren und erst dann wieder ans iphone...

Re: Re: Gleiches Recht für alle

Die Bergziege ist bestens mit Sauerstoff versorgt. Am Berg ist die Luft rein. Der städtische Sauerstoffmangel lässt so manchen Fußgänger immer präpotenter bei Rot die Straße überqueren und vergessen, dass kein Mensch unsterblich ist.

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Re: Re: Re: Gleiches Recht für alle

Wenn die Bergziege vom Berg aus das Verkehrsverhalten der Wiener Fussgänger bestens erfassen kann, dann kann sie sich höchstens auf dem grünen oder roten Berg oder in der Berggasse befinden. Und dort ist die Luft wesentlich schlechter!

Re: Gleiches Recht für alle

in new york geht jeder über rote ampeln und es stört niemanden und der grosse unterschied ist ein fussgänger kann niemanden töten.

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Re: Re: Gleiches Recht für alle

Über rote Ampeln zu gehen ist für geübte Kletterer ungefährlich, für Normalbürger ohnehin nicht zu schaffen.
Allerdings frage ich mich, wozu man über rote Ampeln geht, das wäre doch nur ein Umweg. Was macht man, wenn man auf der roten Ampel angekommen ist und diese wird grün?

Re: Re: Gleiches Recht für alle

Wenn alle Fußgänger und Radfahrer bei Rot die Straße überqueren wird es nicht richtig. Wozu braucht man Ampeln, wenn sie ohnehin missachtet werden?
Ein Fußgänger tötet niemanden, das stimmt. Derselbe Fußgänger kann jedoch getötet werden, wenn er bei Rot die Straße überquert und ein Auto nicht mehr abgebremst werden kann.

Re: Gleiches Recht für alle

Nicht zu vergessen, die Radfahrer!

Re: Gleiches Recht für alle

also auch an fussgängerampeln 5-6 minuten "grüne welle"??!!!!?
'ßltestens,wenn die zweite U4 die wien richtung ober st.veit überquert,humpelt jede 90-jährige über die westeinfahrt,oft direkt vor einem schrittfahrenden kübel!
Und womit?-mit recht!
(radler:immer schiben!!!)

ach neee...

wenn man den Benzinkutschern so zuhört, könnte man ja glauben, nur Radfahrer würden Rot nicht kennen. So kann man sich täuschen. Zuerst mal vor der eigenen Türe kehren!

In Wien..

...herrscht Anarchie!

Ich musste unlängst Strafe zahlen,..

..obwohl ich nicht bei Rot über die Ampel fuhr. Ein Streifenwagen verfolgte mich mit Blaulicht und die Insassen behaupteten das einfach. Dass Rotlichtfahrer zahlen müsse ist ja gut und die Strafen könnten ruhig höher sein. Leider aber dienen Verkehrsstrafen in Wien meisst nur zur Abzocke. Wenn man sowie Strafe zahlt, egal ob man bei Rot fährt oder nicht, könnte das manchen dazu veranlassen, die Ampelfarbe nicht mehr allzu ernst zu nehmen.

Re: Ich musste unlängst Strafe zahlen,..

Eigentlich müssten Sie schon bei GELB stehenbleiben. Gelb = HALT.

Das haben offensichtlich nicht nur Sie schon verdrängt.

Re: Ich musste unlängst Strafe zahlen,..

"Ein Streifenwagen verfolgte mich mit Blaulicht und die Insassen behaupteten das einfach."

Und Sie BEHAUPTEN, dass Sie unschuldig sind.

Tja.

Nur 31.000 Anzeigen?

Ich kreuze jeden Tag 2mal den Praterstern. Ich alleine könnte jeden Tag mindestens 10 AutofahrerInnen wegen rot anzeigen. Kostet 100 EUR. (weiß ich aus eigener Erfahrung).

Viele kennen die StVo offensichtlich nicht: Was gelb (und dann rot) bedeuten.

Aber genauso wie die Exekutive offensichtlich bei den Am-Steuer-Telefonierer wegschaut, genau so ist diese auch farbenblind.

Dabei wär das ein einfacher Beitrag zur Budgetsanierung (und Verkehrsicherheit).

"Rotlichtfahrer"

Die können gar nicht hoch genug bestraft werden.
Bei einem starken Ansteigen dieses Deliktes kann man den in der STVO vorgesehenen Vertrauensgrundsatz in der Praxis vergessen und ein einigermaßen geordneter Ablauf des Verkehrsgeschehens wird unmöglich !

Re: "Rotlichtfahrer"

Wie oft ist es bei ihnen schon zu gefährlichen Situationen gekommen, weil jemand bei gelb/rot noch bewusst in die Kreuzung gefahren ist?

Re: Re: "Rotlichtfahrer"

1 mal in 5 bis 10 Zebrastreifenquerungen sind die AutomobilistInnen ihrer Räumphase hinterher.

Re: "Rotlichtfahrer"

Stellen Sie sich einfach mal an die Kreuzung Aspernbrückengasse/Donaustraße. Am besten direkt an den Radweg. Da haben Sie pro Ampelphase 2 oder 3 Irre, die rot ignorieren.

Statt Strafen einzutreiben könnte man gleich die Räder beschlagnahmen und verkaufen...

 
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