Kenianerin auf U-Bahngleise gestoßen: Kein Mordversuch

10.01.2013 | 11:29 |   (DiePresse.com)

Laut Medienbericht geht die Staatsanwaltschaft von absichtlicher schwerer Körperverletzung aus.

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Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Stoß, mit dem ein 51-jähriger Wiener eine Kenianerin (36) auf die Gleise der U2 befördert haben soll, keinen Mordversuch. Laut der Tageszeitung "Österreich" ist dieser Vorwurf fallen gelassen worden. Die Ermittlungen laufen jetzt wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung. Bei der Staatsanwaltschaft war Donnerstagvormittag niemand erreichbar.

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Nur acht Stunden habe der 51-Jährige in der Justizanstalt Josefstadt verbracht, nachdem ihn die Polizei unter Verdacht des versuchten Mordes dort eingeliefert hatte: Der Mann soll am vergangenen Samstag in Begleitung seiner Frau zwei Afrikanerinnen rassistisch beschimpft haben, weil ihn zu lautes Telefonieren gestört habe. Die 36-Jährige habe der Beschuldigte schließlich auf die Gleise der U2 gestoßen.

Täter weist Vorwürfe zurück

Der 51-Jährige weist diese Vorwürfe zurück. Mit dem Stoß habe er das Opfer nur von seiner Begleiterin weghalten wollen, die beiden Frauen hätten nämlich zu streiten begonnen, sagte er laut "Österreich".

Die Kenianerin brach sich bei dem Sturz das Fersenbein. Augenzeugen betätigten den Notstopp und halfen ihr auf den Bahnsteig. Etwa eine halbe Minuten später wäre ein Zug in die Station eingefahren. Der Beschuldigte war da bereits geflüchtet, ohne der Frau zu helfen. Der Vorfall wurde von einer Überwachungskamera festgehalten.

(APA)

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31 Kommentare
 
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kompetente Berichterstattung bei ZDF und ARD

Diese Äußerung halte ich für eine Satire

Desinformation!

Wieder ein Beweis wie unser Wrabetz-ORF Desinformation begeht! Kein Hintergrundbericht,nur Vorverurteilung,Hetze usw. Wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt: Schweigen! Diese Art der Berichterstattung war in Bolschewistischen Ländern üblich!Schön langsam wird die Einseitigkeit der Nachrichten unerträglich!Man sollte sich die kompetente Berichterstattung bei ZDF u.ARD ansehen.Dieser Zwangsgebührensender ORF gehört privatisiert!Man nehme sich Servus-TV als Vorbild!

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Was wäre

wenn der Mann auf die Gleisanlage gestürzt wäre ?
Wie hätte die Berichterstattung dann ausgesehen ?
Berechtigte Notwehr der Damen ?


warum wird dieses Video nicht öffentlich gezeigt!

Zeigt sich vielleicht, das der 51 jährige Wiener die Wahrheit sagt und die Medienlandschaft mit Ihrer Vorverurteilung falsch gelegen ist?

Sollten sich Aussagen des Wieners bewahrheiten wird man nie wieder was von dem Fall hören, wetten?

wichtigste frage

hat man die bänder der überwachungskameras schon ausgewertet? wer hat den streit begonnen, wer wen bedroht und wer ist wem zur hilfe gekommen und wie ist der sturz zu stande gekommen? alles leicht mittels der bilder zu bewerten, oder ist alles doch komplizierter schwieriger und nicht so einfach?

Zwei Menschen haben sich gestritten

einer davon ist schwarz. Und jeder im Presseforum weiß wer schuld war.

Tja

Ich kenne dıese "nette" Dame vom Sehen und ihre "ıntegrıerten" Landsleute,die ein sıcherlich "legales" Geschaeft ın unserer Gasse betreiben.
Urınieren auf der Strasse,Rudelbildung vor dem Lokal mıt ganz "leıser und dezenter" Unterhaltung der Gaeste bıs spaet ın dıe Nacht sınd nur die Lichtblicke der Bereıcherung,dıe diese Leute ın unsere Umgebung gebracht haben.
Dass dann ırgendwer begınnt auszuzucken war dann nur mehr dıe logische Kosequenz,zumal dıese Schwarzafrıkaner bei allen Zurechtweısungen sowieso stets den Krıtıkern Rassısmus vorwerfen.

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Er wird spaeter noch behaupten,

dass er nichts gewusst hat! Diese hat Tradition in Österreich!

Re: Er wird spaeter noch behaupten,

"Diese hat Tradition in Österreich" - Geh bitte, lern' erst einmal Deutsch.

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Re: Re: Er wird spaeter noch behaupten,

immer der selbe mist lassen sie sich was anderes einfallen.

Gewiss war es nur ein einmaliger Ausraster?!?

Wenn er auf freiem Fuß angeklagt wird, soll er sich persönlich (mit einem riesigen Blumenstrauß) beim Opfer entschuldigen. Und den Scheck gleich mitbringen. Dann kommt er vielleicht mit einer saftigen Bedingten davon.

Re: Gewiss war es nur ein einmaliger Ausraster?!?

Schuldig ist nur der, der schuldhaft handelt!

Den Typen sperr ich nicht einmal ein.

Von diesen rechtslastig angehauchten Rassisten (beinah aller Altersschichten) „rennen“ in Wien genug herum. Ihre offensichtliche Allgemeingefährdung wird auch häufig von unserer „Rechtsprechung“ als vernachlässigbar abgetan. Wichtig wäre für mich zu erfahren, was ist der wutentbrannte „Rempler“ von Beruf? Was ist sein monatliches Einkommen. Und was ist bei ihm an Schmerzensgeld rauszuholen? Hat er genug Cash, überweist er dem Opfer (ohne langes herumfeilschen) monatlich 500€/oder auf einem Schlag werden 30.000.- schlagend. Daselbst, kann man solche widerwärtigen ...löcher am empfindlichsten treffen.

11 1

Österreich ist nicht Amerika

In Österreich wird man nicht reich mit Schmerzensgeldforderungen (in diesem Fall vllt 3-10 Tausender, reduziert um ihr Mitverschulden), unabhängig davon wie viel der Täter verdient.
Reich wird man allenfalls mit gravierenden Dauerschäden wie Querschnittslähmungen. Nur bringt es dann auch nicht mehr viel.

Das nur zur faktischen Klarstellung. Ihre sonstigen Ergüsse lasse ich an der Stelle unkommentiert.

Re: Den Typen sperr ich nicht einmal ein.

Ihr Vokabular lässt aber auch tief blicken, lieber Freund. Ich nenne Sie Choleriker und bin mir dabei ziemlich sicher, dass Sie diesen Begriff bezugnehmend auf Ihre Person nicht zum ersten Mal hören.

Re: Re: Den Typen sperr ich nicht einmal ein.

Sie sind wohl allwissend. Einer der offenbar das Gras wachsen hört?!?
Aus ihrer Kritik lese ich eine Ur-österreichische Spezialität heraus: Alles was mir nicht in den „WERTNORMFASCHISTISCHEN“ (es gilt die Unschuldsvermutung) Kram passt, wird beleidigend untergebuttert. Dessen ungeachtet, entscheiden sowieso die Gerichte, über ein angemessenes Strafmaß, für den rabiaten „Volltrottel“. Wenn der Täter, mit seiner maßlos-überzogenen Reaktion auf die beiden farbigen Mitbürgerinnen kein abartiger geistig-emotionaler Windelhosenträger ist, bin ich tatsächlich der von ihnen so forsch apostrophierte „Choleriker“. Bleiben Sie mir trotzdem gewogen?!?-und rutschen sie mir den Buckel runter…

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Hätte der Mann der Frau geholfen,

nachdem sie auf die Gleise gestürzt war, so wäre es glaubwürdig, dass er sie nicht hinunterstoßen wollte.

So aber ist der geflüchtet und hat die Frau im Stich gelassen und das spricht gegen seine Version, dass er sie nur wegschupfen hat wollen.

Ein Mordversuch dürfte dennoch nicht vorliegen, denn dazu bedarf es des Vorsatzes, einen Menschen zu töten.

Re: Hätte der Mann der Frau geholfen,

Dolus eventualis würde auch genügen. Das hat das Gericht zu klären.

Re: Hätte der Mann der Frau geholfen,

und wenn man den Tod eines Menschen in Kauf nimmt, das ist dann kein Mordversuch?

Re: Re: Hätte der Mann der Frau geholfen,

"wenn man den Tod eines Menschen in Kauf nimmt"

Hat er das denn? Wenn er nicht beabsichtigte, die Dame auf die Gleise zu stoßen, kann man davon nämlich nicht ausgehen. Wäre da eine U-Bahn gekommen, wäre das wohl eher Körperverletzung mit tödlichem Ausgang. (Und das Weglaufen könnte auch aus Schreck passiert sein.)

Übrigens gibt es im österreichischem Strafrecht auch noch Totschlag: https://de.wikipedia.org/wiki/Totschlag_%28%C3%96sterreich%29

Re: Re: Re: Hätte der Mann der Frau geholfen,

Wenn, dann würde ich mich aufs Rechtsinformationssystem des Bundes und nicht auf Wikipedia beziehen. Ansonsten stimme ich Ihnen zu.

Re: Re: Hätte der Mann der Frau geholfen,

nein

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Re: Re: Re: Hätte der Mann der Frau geholfen,

Doch.

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Wäre es umgekehrt gewesen?

Was wäre dann passiert?

Mordversuch oder nicht?

Re: Wäre es umgekehrt gewesen?

Es war aber nicht umgekehrt. Ein Mensch stößt einen anderen auf ein U-Bahn-Gleis. Logischerweise richtet sich der mediale Aufschrei gegen den Täter und nicht gegen das Opfer. Welche Hautfarbe die beiden haben, ist völlig irrelevant.

Re: Wäre es umgekehrt gewesen?

umgekehrt hätte die headline getitelt.
irrer rassistischer fpö-sympatisant stürzte betrunken vor zug nachdem er zwei ahnungslose damen der gesellschaft belästigt hatte.

 
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