Grippewelle nähert sich Österreich

13.01.2013 | 18:44 |  CHRISTINE IMLINGER (Die Presse)

In den USA ist eine frühe, heftige Grippewelle ausgebrochen. Auch in Deutschland breiten sich die Viren stärker aus. Hierzulande ist es - noch - ruhig.

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Wien. Mehr als 20 Kinder sind in den USA in den vergangenen Tagen an Grippe verstorben. In New York wurde der Notstand ausgerufen. Die Welle sei heuer früher ausgebrochen, der Verlauf heftiger als gewöhnlich, warnten Vertreter der Gesundheitsbehörden. Einer sprach gar von der schlimmsten Grippewelle seit den Wintern 2003 und 2004. In Deutschland sind seit dem Jahreswechsel ebenfalls verstärkt Meldungen von Grippefällen aufgetreten. Und auch in Österreich las man zuletzt von einer ungewöhnlich frühen Grippewelle, von einer anrollenden Epidemie.

 

7100 Neuerkrankungen in Wien

Noch gibt es dafür aber keine wissenschaftlich haltbaren Anzeichen, die Zahlen sind nach den Daten des Wiener Überwachungssystems zuletzt sogar zurückgegangen. Von einer Grippewelle spricht man erst bei 10.000 Neuerkrankungen in Wien in einer Woche, erklärt Ursula Karnthaler, die Leiterin der Infektionsvorsorge der MA15. In der ersten Jännerwoche (die Daten liegen erst mit einer Woche Verzögerung vor) sind in Wien 7100 Menschen an Influenza oder einer grippeähnlichen Infektion erkrankt. Das waren sogar weniger als in der Woche zuvor mit 7300 Neuerkrankungen.

Derzeit stelle man nur sporadisch Influenza-Erkrankungen fest, heißt es aus dem Department für Virologie der Medizinischen Universität Wien.

Gewöhnlich trifft die jährliche Influenza-Welle erst später in Österreich ein, voriges Jahr zum Beispiel war es im Februar so weit. Diese breitet sich gewöhnlich vom Westen aus über Österreich aus, erklärt Ursula Karnthaler. Das entspricht der europaweiten Tendenz, der zufolge sich die Influenza-Viren stets vom Westen aus über den Kontinent verbreiten. Woran das liegt, könne man nicht definitiv sagen, möglicherweise aber an klimatischen Unterschieden.

Anzeichen dafür, dass auch in Europa heuer, wie in den USA, mit besonders schweren Erkrankungen zu rechnen sei, gebe es nicht. Aktiv sind derzeit sowohl Influenza-A- als auch Influenza-B–Viren. Karnthaler spricht daher von einer Co-Zirkulation. Bisher wurden von den Experten sowohl A(H1N1)-Influenza-Viren – die „Nachkommen“ der „Schweinegrippe“-Erreger –, als auch A(H3N2)-Viren als Erreger identifiziert. Hinzu kommen noch Influenza B-Viren.

 

Die dominanten Stämme

Vor der sogenannten Schweinegrippe haben jahrelang H3N2-Stämme die jährliche, saisonale Influenza dominiert. Nach der H1N1-Pandemie-Welle war auch 2010/2011 dieser Virus dominant, voriges Jahr ist neuerlich der H3N2 hinzugekommen.

Der aktuelle Impfstoff umfasst beide Stämme. Einige Experten raten zur Influenza-Impfung. Zu spät ist es dafür noch nicht, da es einige Wochen dauert, bis sich die Erkrankungswelle in einer Region aufbaut. Nach der Immunisierung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz durch die ausgelöste Abwehrreaktion voll in Gang gekommen ist.

Auf einen Blick

Die saisonale Grippe hat momentan die USA fest im Griff. 20 Kinder starben. Auch in Deutschland und anderen Nachbarländern Österreichs steigt die Zahl der Infektionen. In Österreich ist das noch nicht zu beobachten. Wien lag mit 7100 Neuinfektionen pro Woche zuletzt deutlich unter dem Schwellenwert für eine „offizielle“ Grippewelle (10.000 Neuerkrankungen). Experten rechnen jedoch damit, dass sich das bald ändern könnte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2013)

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13 Kommentare

"Erkältungswelle nähert sich Österreich"

müsst der Titel richtig heißen.
Denn in die Statistik werden grippale Infekte (Erkältungen), Influenza und Erkrankungen der Atemwege aufgenommen, ohne sie dort extra auszuweisen. Das Ganze heißt dann "Grippe". So sieht es so aus, als ob die Welle eine Grippewelle ist - dabei ist es eine Grippale-Infekt-Welle, bei der natürlich auch ein paar Influenza-Fälle sind - es werden aber nur die Wenigsten labortechnisch nachgewiesen (Spitäler), in den meisten Fällen handelt es sich um Meldungen von (Haus-)-Ärzten.

Natürlich ist die Betonung von "Grippe" für die Pharmabranche wichtig, denn nur so kann sie Panik machen und Impfungen sowie (wirkungslose) Grippemittel verkaufen.

Wer gesund lebt,

bleibt auch gesund.

Du meine Güte!

Ah, deswegen.
Änderns halt den Lebensstil.

Liebe Frau Imlinger! Werte Presseredaktion!

Grippe, echte Grippe, ist eine sehr schwere Erkrankung. Das dürfte wohl in halbwegs irgendwie gebildeten Kreisen beaknnt sein. Es ist also diese Virusinfektion keine Spassangelegenheit.
Warum erscxheint dieser Artikel nicht unter der Rubrik GEsundheit sondern unter Panorama, wo üblicherweise Berichte sind, die mehr von unterhaltsamer Relevanz sind wie z. B. : "Feuerwehr rettet Kätzchen von Dachfirst" und ähnlicher Schmozes!!!

ich

liege seit Sa. im Bett und mir geht es echt besch.......

Re: ich

Lassen Sie sich Essigpatscherl machen. Sieht und hört sich zwar saublöd an, hilft aber. LOL!

Gegen das Symptom Fieber,

nicht aber gegen die Krankheit Influenza an sich.

Wie bitte? Jetzt ist noch eine Grippewelle im Anmarsch?

Hör doch auf du, ich war heuer schon zweimal krank.

grippenvirenmutationen

entwickelt in den laboren von grossen pharmakonzernen, die (zum glueck?) bereits gegenmittel in ausreichenden dosen zur verfuegung haben ...

Es gab schon Epidemien,

als die Menschen diese noch für die "Strafe Gottes" hielten.

Waren diese damals von den Kirchen herbeigebetet?

Demokratie und Meinungsfreiheit haben auch Nachteile

Ihr Post ist dafür ein gutes Beispiel. Viel blöder kann man sich nicht äußern. Aber bitte die Entblödung ist auch ein Men,schrenrecht!

Das was "civil liberties" schreibt ist zu kurz gefasst...

Da gibt es schon seit einiger Zeit die "Georgia Guidestones".

Und was in diversen Papieren der grünen Ökofaschisten steht ist auch nicht ohne.

Re: grippenvirenmutationen

ich liebe dolchstosslegenden - aber die ist übertrieben

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