Neuschnee: Geduldsprobe für den Autoverkehr

14.01.2013 | 10:47 |   (DiePresse.com)

Besonders auf der A2 und der A4 kam der Verkehr nur langsam voran. Winterdienste von Asfinag und Stadt Wien sind seit den Nachtstunden im Einsatz.

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Vor allem im Osten Österreich sorgte der viele Neuschnee für schwierige Straßenverhältnisse. Im Morgenverkehr kam es zu teilweise stundenlangen Verzögerungen. In Kärnten und im Burgenland sorgte der Neuschnee für mehrere Unfälle, in Villach verletzte sich ein Mann schwer, nachdem er gegen einen Baum gefahren war, am Knoten Mattersburg ereignete sich ein Tankwagenunfall.  Auch in den übrigen Bundesländern sorgte der Neuschnee zum Teil für Blechschäden und Verkehrsbehinderungen. In Salzburg und Vorarlberg war die Lage bis in die Mittagsstunden hingegen weitestgehend unspektakulär.

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Die Winterdienste der Asfinag und der Stadt Wien sind im Dauereinsatz. Das Wetter bleibt in der kommenden Woche auch tief winterlich: Viel Schnee und wenig Sonne.

Der Autobahnbetreiber Asfinag war mit 500 Fahrzeugen seit der Nacht auf Montag im Einsatz. Bisher gab es nur wenige Unfälle, vermeldete die Asfinag, ausschließlich Blechschäden. Ein Mann kam ums Leben, weil er nach einem Unfall auf die Fahrbahn gelaufen ist (>>mehr dazu hier). Auf der S 6, der Semmering-Schnellstraße, gilt noch bis mindestens 10 Uhr Kettenpflicht für Lkw. Auch auf der A2, der Südautobahn, mussten Schwerfahrzeuge über den Wechsel Ketten anlegen. Auch in Kärnten sind die Berg- und Passstraßen vielfach nur mit Ketten befahrbar, zum Beispiel Nassfeld, Plöckenpass, Katschberg oder Turrach.

Der mühsame Weg nach Wien

(c) APA/HELMUT FOHRINGER Schneefahrbahn auch auf der Außenringautobahn

(c) APA/HELMUT FOHRINGER Schneefahrbahn auch auf der Außenringautobahn

Auf den Autobahnen in Richtung Wien kam es im Morgenverkehr zu zahlreichen Verzögerungen. Auf der A2 kamen die Pendler nur im Schritttempo voran, der Ö3-Verkehrsfunk vermeldete eine Stunde Zeitverlust. Am späten Vormittag verbesserte sich die Lage nur leicht, die mittlere Geschwindigkeit betrug ab Kottingbrunn 20 km/h.

Ebenso zäh ging es auf der A4, der Ostautobahn, voran. Zwischen der Raststation Göttlesbrunn und Wien sorgte die Schneefahrbahn für Staus. Laut ÖAMTC Verkehrsservice kam man am späten Vormittag immer noch nur mit etwa 10 km/h voran.

Auf der Südosttangende (A23) sorgte im Morgenverkehr ein querstehender Lkw zwischen Laaer-Berg-Tunnel und der gesperrten Ausfahrt Simmering für Probleme. An der Unfallstelle kamen die Fahrzeuge nur langsam vorbei. 

(c) APA/HERBERT NEUBAUER Der Wiener Winterdienst im Einsatz

(c) APA/HERBERT NEUBAUER Der Wiener Winterdienst im Einsatz

Einige Unfallstellen auf den Autobahnen in Richtung Wien sind mittlerweile geräumt, die Situation sollte sich bis Montagmittag einigermaßen normalisiert haben. Die Asfinag appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, derzeit wirklich ausschließlich mit Winterausrüstung das Fahrzeug in Betrieb zu nehmen.

Wien: Kurzparkzonenregelung aufgehoben

Im Volleinsatz ist seit Sonntagabend die gesamte Winterdienst-Mannschaft der Wiener MA 48. Der Frühverkehr in Wien selbst ging ohne gröbere Probleme über die Bühne, vermeldet die Stadt Wien. Am Sonntag um 22:30 Uhr wurden 125 Fahrzeuge der privaten Winterdienste alarmiert, ab 3 Uhr wurden die 76 großen Schneeräumfahrzeuge der MA 48 und die 125 Streu- und Räumfahrzeuge der privaten Winterdienste durch 169 Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung unterstützt. Aktuell sind laut MA 48 rund 1400 Mitarbeiter und 370 Fahrzeuge im Einsatz. Am Montag soll es nach Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) noch bis 16 Uhr in Wien schneien.

Der Wintereinbruch in Wien hat auch seine guten Seiten für Autofahrer: Wegen des Schneefalls hat die Stadt die Kurzparkzonenregelung für den heutigen Montag aufgehoben, teilte die MA 48 in einer Aussendung mit. Somit kann auch in Zonen, in denen normalerweise Parkschein- bzw. Parkpickerlpflicht herrscht, der Pkw kostenlos abgestellt werden.

(c) DiePresse.com/felb In der Früh hieß es in Wien: Auto freischaufeln

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Auch die Öffis kämpfen mit bzw. gegen Schnee und Eis. "Grundsätzlich fährt alles, aber etwas langsamer", sprach ein Wiener-Linien-Sprecher von Verzögerungen. Grund dafür seien auch einige Blechschäden, die durch unverhältnismäßig rasante Autofahrer entstanden seien. Er appellierte an die Wiener hinterm Lenkrad, angesichts der aktuellen Gegebenheiten vorsichtiger unterwegs zu sein.

Verzögerungen im Flugverkehr

Der Wintereinbruch in der Nacht auf Montag hat in der Früh vereinzelte Verzögerungen auf dem Flughafen Wien - ebenso wie auf anderen europäischen Airports - verursacht. Winterdienst und Enteisung seien selbstverständlich im Einsatz, sagte ein Sprecher.

Zu Mittag sei der Betrieb weitgehend plangemäß gelaufen. Zu dieser Zeit schneite es in Schwechat nicht. Allfällige Verspätungen, die noch bestanden, sollten im Laufe des Tage aufgeholt werden.

Winterlicher Wetterausblick

Die kommende Woche wird in ganz Österreich überaus winterlich - sprich: von Montag bis Freitag werden viel Schneefall, stetige Minusgrade und kaum Sonne erwartet. Laut ZAMG schaffen es die Temperaturen landesweit nur in Einzelfällen knapp über den Gefrierpunkt. Schnee fällt vor allem südlich des Alpenhauptkammes.

Nach einer Wetterberuhigung am Dienstag kündigt sich nun für die zweite Wochenhälfte weiterer Schneenachschub an, prognostiziert der Wetterdienst Ubimet. Über dem Golf von Genua entsteht ein neues Tief, dessen Niederschlagsbereich ab Mittwoch von Süden her ganz Österreich erfasst. „Vor allem in dem aktuell betroffenen Bogen von Kärnten über das Grazer Becken bis ins Weinviertel sind dann neuerlich verhältnismäßig große Schneemengen um 20 cm zu erwarten“, so Steffen Dietz. Im äußersten Nordosten ist ein Anhalten des Schneefalls sogar bis in den Freitag hinein möglich. Die Temperaturen verbleiben dabei meist im Frostbereich, nur vereinzelt gibt es tagsüber leichtes Tauwetter.

Schneeräumpflicht

Unternehmer, Händler und alle anderen Personen, die über öffentlich zugängliche Grundstücke oder Wege verfügen, müssen dafür sorgen, dass sie sicher begehbar sind. "Es muss geräumt und gestreut werden." Darauf hat die Arbeiterkammer NÖ (AKNÖ) am Montag anlässlich des jüngsten Wintereinbruchs hingewiesen. Delegieren sei möglich. Für die Aufgaben können demnach auch Schneeräumdienste oder Dritte vertraglich verpflichtet werden.

Wer seinen Pflichten nicht nachkommt, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen, warnt die Arbeiterkammer. Anzeigen werden nach der Straßenverordnung (StVO) mit einer Geldbuße bis zu 72 Euro geahndet. Kommt es auf Gehsteigen und Wegen zu Unfällen, können überdies enorme Kosten für Schadenersatz anfallen.

(Red./APA)

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38 Kommentare
 
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Im Winter schneits!

(sorry, Tastenturbo war an).
wer auf Schnee nicht fahren kann/will, soll den Kübel stehen lassen. Wer fahren muss, soll's lernen.
Und Winterschuhe wird ja wohl jeder heutzutage sein Eigen nennen.
So what?

Im Winter schneits!


wie

sich eine Stadt so wie Wien, die das ganze Jahr mit Schneeeee zu tun hat, wenn es dann zuviel gibt 10 % mehr als sonst , so ins Trudeln gerät und nicht mehr alle Wiener mit Schnee versorgen kann?
der Häupl muss schuld sein.
Aber das muss man auch sagen ernimmt niemanden den Schneeee weg.
Er bleibt der Vetliner-Michl!

in vielen gemeinden

in österreich verzichtet man bei schneelagen unter 10cm auf den einsatz von schneepflügen und lässt den schnee schnee sein, nicht einmal salz wird gestreut!

die autofahrer fahren langsamer, die geräuschentwicklung geht gegen 0.

wäre es nicht sinnvoller (und billiger), nur die gehwege zu räumen?

in wien ist das offenbar undenkbar, naja steht ja schon an den stadteinfahrten: wien ist anders!

Überraschung!!!

Bevor die große Panik ausbricht, hier die Warnung, dass im Laufe der Woche noch weiterer Schnee fallen soll! Ich weiß, Mitte Jänner ist das äußerst ungewöhnlich, aber vielleicht schaffen es die Dauerüberraschten - allen voran die Bediensteten der Wiener Linien und der Schneeräumung - ja diesmal, sich auf dieses unglaubliche Ereignis rechtzeitig einzustellen ;-)

Re: Überraschung!!!

es soll schon passiert sein, daß es im Februar auch geschneit hat. Und im März. Unglaublich, aber wahr ;-).

schnee im jänner und jedes jahr diese schildbürger meldungen!

als wären alles verantwortlichen überrascht worden!!!!! vielleicht sollten mal im juni 15cm schnee fallen?

3 2

Neue (suggestive) Frage bei der Wiener Volksbefragung im März 2013:

Sollen bei Schneefall in Wien die öffentlichen Verkehrsmittel in Betrieb sein, oder wollen sie bei Schneefall in Wien freie Arbeitstage?

ich hab

gar nicht gewusst, dass keine Kurzparkzone bei Schneefall in Wien ist, gut zu wissen, gilt das auch bei Regen :-)).

Re: ich hab

Nein, weil regen sorgt nicht dafür dass

a) Parkplätze verloren gehen durch die Schneehaufen die bei der Räumung übrig bleiben

b) Bodenmarkierungen und Hinweistafeln für die Kurzparkzonen unkenntlich sind

und

c) die Parksherrifs bei jedem Auto die Windschutscheibe und/oder das Kennzeichen vom Schnee befreien müssen damit sie kontrollieren können ob ein Parkschein drinnen liegt oder das Auto per e-parking berechtigt ist.

Re: Re: ich hab

danke

Neuschnee in Wien

Irgendwie schon seltsam, bin heute mit dem Postbus nach Wien gefahren, der bis zur Stadtgrenze in Stammersdorf kaum verspätet war; aber in Floridsdorf gab`s beim Umsteigen in die S-Bahn Verspätungen einiger Züge, aber nicht zu reden bei der 18-Bim in der Staion St. Marx: 20 Minuten Wartezeit, obwohl gegn 11 Uhr der Schneefall längst aus war. Und einige Bimhaltestellen sind bis jetzt, 16.00, nicht geräumt (sehe ich vom Fenster aus).

Re: Neuschnee in Wien

Haben Sie sich erkundigt, wieviele Bim-Haltestellen es in Wien gibt ?

Re: Re: Neuschnee in Wien

Vom Fenster aus sehe ich auch einen Radweg, der gestern sofort gesäubert wurde;andererseits habe ich gestern eigentlich keine Radfahrer gesehen.
Fazit: Wenn es möglich ist Radwege zu säubern, muss es auch möglich sein die Bim-Haltestellen zu reinigen. Da ist man im Rathaus vor der Vassi und der Radfahrerlobby eingeknickt.

Vermisst!

Ich kann's ja nicht glauben, aber in dem ganzen Artikel finde ich nicht einmal den Terminus "Schneechaos". Vielleicht hat ja die Redaktion beschlossen, sich das "Schneechaos" für Mitte der Woche aufzuheben, wenn es denn wirklich noch einmal schneien sollte.

Was aber, wenn nicht?

Dann hat man trotz 10cm Neuschnee nicht einmal über ein Chaoserl berichten können. Arme Panoramaredaktion ...

Der mühsame Weg nach Wien,

heißt es im Bericht (oben bitte nachlesen)

Es ist anzunehmen, dass es sich nicht um Wiener sondern um Pendler/innen vulgo Landeier/innen handelt, die bei wenigen cm Schnee überfordert sind.


4 4

Sagt der Wiener der im SUV im Stau steht

xD

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Re: Der mühsame Weg nach Wien,

Für uns Landeier seid ihr Wiener einfach nur primitive Proleten.

Re: Der mühsame Weg nach Wien,

Aha, der gemeine Wiener kommt mit Schneefahrbahnen also besser zurecht?! Ist Ihnen das Mittagessen nicht bekommen?

Re: Re: Der mühsame Weg nach Wien,

Ich zähl mich nicht zu den "gemeinen" Wienern, nur soviel zu meiner Person.

Aber die angesprochenen Landeier/innen können gern einen Schneefahrkurs in unseren westlichen Bezirken (Wienerwald) absolvieren mit Steigungen jenseits der 15% und mehr und vor allem das Einparken üben und erlernen.


Re: Re: Re: Der mühsame Weg nach Wien,

Also sind Sie ein "besserer" Wiener? Auch gut zu wissen... Sie könnten ja höchstpersönlich einen Fahrkurs für die von Ihnen angesprochenen "Landeier" organisieren, vielleicht profitiert die Landbevölkerung dann von Ihren Fahrkünsten! ;-)

rodelbahn

und alle jahre wieder: attensam macht den schnee per traktor platt, anstatt ihn vom gehsteig zu räumen

Re: rodelbahn

Auf platt gefahrenem Schnee hatte ich noch nie einen Unfall. Auf geräumten Fahrbahnen fährt und geht es sich nicht sicherer.

Du meine Güte!

Wählts alle den Str.che, dann wirds wieder gut!

Re: Du meine Güte!

Depp

12 1

Re: Du meine Güte!

geistig nich ganz auf der höche wie immer.

 
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