Votivkirche: Künstler besuchten Flüchtlinge

15.01.2013 | 16:21 |   (DiePresse.com)

Schriftsteller Waterhouse blieb über Nacht und hielt seine Eindrücke schriftlicht fest. Die Diskussion sei "von Diskreditierung geprägt".

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Der 2012 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnete österreichische Schriftsteller Peter Waterhouse hat aus Solidarität mit den Asylwerbern eine Nacht bei ihnen in der Votivkirche verbracht. Pianist Paul Gulda besuchte die Menschen und blieb zwei Stunden. Waterhouse, Mitglied des österreichischen Kultursenats, hielt seine Eindrücke danach in einem Text fest.

Der Schriftsteller war in der Nacht des 12. Jänner unter den Flüchtlingen und vermerkte hinterher: "Ich glaube, dass der sakralste Ort in dieser Stunde und in diesen Tagen in der Votivkirche dieses große Bett ist, in dem 67 Personen in eisiger Kälte seit einigen Wochen wohnen." Insgesamt finde er, dass das Berichten und auch Nachdenken über Flüchtlinge in Österreich zu sehr geprägt sei "von Diskriminierung und genauer gesagt eigentlich Diskreditierung". Er ortet auch eine "allgemeine Entmutigung" in den Politikerreden, vor allem beim Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ).

Foto statt Werbung auf Fassade

Waterhouse kritisiert in seinem Text auch das Werbeplakat einer Autofirma auf dem Portal der Votivkirche. Auf diese Fläche solle "endlich eine große Photographie dieser außerordentlichen Krippe anzubringen". Mit der Krippe meint Waterhouse das Matratzenlager der Menschen in der Votivkirche. Er würde auch 2000 Euro zu den Produktionskosten beitragen. Außerdem fordert er die Kirche auf, "nicht alle Last der Caritas zu übertragen".

Gulda besuchte Flüchtlinge

Der Musiker Paul Gulda hat am Dienstag Berichte dementiert, wonach er eine Nacht mit den Asylwerbern in der Wiener Votivkirche verbracht habe. Er habe am Abend zwei Stunden in der Kirche mit den Flüchtlingen gesprochen, aber nicht die ganze Nacht dort verbracht, wie das in einer Aussendung der Flüchtlinge behauptet worden war.

Er stehe den Flüchtlingen "mit Sympathie" gegenüber und habe seine Solidarität mit ihnen sowie seinen Respekt zum Ausdruck gebracht, sagte Gulda am Dienstagnachmittag.

(APA)

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155 Kommentare

Re: Re: Du meine Güte!

Es ist interessant, dass Sie
Österreicher
Gesetze
und Mehrheit

klein schreiben....

Das sind Grundpfeiler der Demokratie in
Österreich!

Re: Re: Du meine Güte!

http://bit.ly/13yN4Tw

So sind sie, die Freunde des Stechschritts! Hirn aus, Gesetzbuch her! Und 1-2-3...

Und die verbitterten Hardliner und arbeitslosen Frusthatschn im Presse und Unterbergerforum als 99% von Österreich darzustellen, ist zum Wiehern!

Re: Re: Re: Du meine Güte!

Ich bin fasziniert ob Ihrer ausgewogenen und wohldurchdachten Argumentationsführung. Und dann auch noch so ganz ohne Allgemeinplätze und Vorurteile, Hut ab!

Auch der Link war sehr erhellend, so wissen wir jetzt wenigstens, dass Sie das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit als G'schichtl ansehen: Da kennt man sich wenigstens gleich aus, woher der Wind weht

Re: Re: Re: Re: Du meine Güte!

Apropos "woher der Wind weht":
Ich meinerseits würde nicht wie Onkel Uberchrist "wiehern", ich würde ob der vielen Nabelgucker und "Frusthatschn" ein drauf fahren lassen :-))

Re: Re: Re: Re: Re: Du meine Güte!

Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass das Geruchserlebnis in Ihrer Umgebung ein ganz spezielles Aroma hat.

Btw: Ihr überaus eingeschränkter Wortschatz spricht nicht unbedingt für die Weite Ihres intellektuellen Horizonts.

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Zuwarten, bis der Letzte aufgibt

ist keine Lösung. Bringt sie doch in eine anständige Versorgung, päppelt sie auf und wenn sie wieder bei Kräften sind, besprecht mit ihnen die neue Lage und die Zeit danach.

Re: Zuwarten, bis der Letzte aufgibt

* Zuwarten, bis der Letzte aufgibt
ist keine Lösung *

finde ich sogar die beste lösung, bei trotzigen kindern hilft es auch meist, sie einfach zu ignorieren

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Re: Zuwarten, bis der Letzte aufgibt

Das hat man den Asylwerbern angeboten, doch sie lehnten ab. Damit haben sie sogar die Caritas in eine missliche Situation gebracht. Ich glaube auch nicht, dass die Asylwerber das Caritas-Angebot gerne ablehnten, eher drangen sie die Aktivisten dazu, denn die hätten dann kein Podium mehr, auf dem sie sich "austoben" können.

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Jetzt kommen die ganzen Minderleister wieder aus ihren Höllen gekrochen.


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Frage der Interpretation

Es ist die Frage wen man mit den sogenannten Minderleistern identifiziert.

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Re: Jetzt kommen die ganzen Minderleister wieder aus ihren Höllen gekrochen.

Hochmut kommt vor dem fall - die Steuerzahler die dieses ganze Asylwesen finanzieren als Minderleister abzuqualifizieren ist gelinde gesagt ungut. und die leute, welche auf rechtstaatlichkeit pochen, als blaue minderleister zu erachten ebenso. Woher nimmst du eigentlich diese arroganz?

Re: Jetzt kommen die ganzen Minderleister wieder aus ihren Höllen gekrochen.

Aber sie haben vielleicht ein darwinistisch-elitäres Weltbild. Wobei das "Elitäre" mehr auf der Diffamierungsebene als auf der sprachlich-gestalterischen und argumentativen Ebene seinen Ausdruck findet. "Minderleister", was für ein grausliches Wort. Und dann so viele Vorurteile und Pauschalisierungen ("ganz pfui") in ihren an Witz und Esprit reichhaltigen Postings (Achtung Sarkasmus - bei Gutmenschen muss das ja leider dazu gesagt werden). Zum komplexen Denken hat es am Ende dann halt doch nicht ganz gereicht. Schade eigentlich. Am Ende entlarvt sich der "Gutmensch" doch dann immer wieder selbst. Und jetzt brav weiter empören. Aber aufs Zähneputzen am Abend nicht vergessen, sonst schimpft die Mutti, und es gibt morgen dann Internetverbot. Und das können wir ja alle unmöglich wollen.

3 29

Re: Jetzt kommen die ganzen Minderleister wieder aus ihren Höllen gekrochen.

Höllen ist im Übrigen bewusst so geschrieben. Nur zur Erklärung, bevor einer der blauen Minderleister meint, es sollte Höhlen heißen.

PS: Danke Paul Gulda für ihren wertvollen Beitrag.

28 2

Jetzt kommen die ganzen Minderleister wieder aus ihren Höllen gekrochen ->

und spielen sich als "Unterstützer" in der Votivkirche auf.

PS: Da Sie ja solchen wert auf Rechtschreibung legen (siehe Ihr Posting unten). Schlagen S' bei Gelegenheit einmal das Wort "Höhle" im Wörterbuch nach.

Du meine Güte!

Und dann wundern Sie sich, dass die nicht ordentlich Deutsch tun!

39 2

Da brauchen "Künstler" wohl ein neues Prodium

und diese miese Votivkirchen-Aktion kommt ihnen da sehr entgegen. Dass die Kunst "politisch links steht", ist ja bekannt. Dass aber der Aslywerber-Missbrauch durch dunkelrote Aktivisten zu keinen Lösungen führen wird, auch. Nicht die Politik ist auf ihrem rechten Auge blind, die Künstler sind es auf ihrem linken Auge. Künstler, die die Erpressung des Staates unterstützen, sollten von diesem keinen Cent Subvention (Steuergeld) mehr erhalten.

3 11

Re: Da brauchen "Künstler" wohl ein neues Prodium

Aber, aber, wer wird denn gleich so hinhacken. So erfreulich es sein mag, dass sich Mitmenschen ein Herz nehmen und den Protestierenden nahe sein wollen, so unwürdig ist der momentane Zustand. In einer akkordierten Aktion aller sollte ein rasches Ende gefunden werden.

Warum

bringen die Herren Gulda und Waterhous die Kirchencamper nicht einfach auf eigene Kosten in ihren eigenen Privatwohnungen unter?

Naja, es ist eben alles relativ.

Gutmenschen leisten wenig und fordern viel - und das auf unsere Kosten.

46 4

Unlängst nannte es ein User sehr treffend :


Ein linker Streichelzoo.

Die Linken denken ja doch marktwirtschaftlich.

Wie anders ist es zu erklären, daß sie diese klaffende Lücke im Freizeitangebot für Linksextreme, den Asylanten-Streichelzoo, geschaffen und ihm so regen Zulauf verschafft haben?

35 4

... und die katholische Kirche bietet für das alles die Bühne!

Damit vertreiben die noch die letzten Katholiken in der Hoffnung, dass die Wirtschaftsflüchtlinge diese ersetzen werden.

3 2

das sind Muslime,

die denken höchstens über den Umbau der Votivkirche zu einer Moschee nach.

3 39

Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Leute, bei der Presse gibt's keine Zensur!!! Es ist nur so, dass ab zwei Rechtschreibfehler pro Zeile die Kommentare automatisch in die Rundablage weitergereicht werden. Also, wer nicht zensuriert werden will, der sollte einen Crash-Kurs in Deutsch besuchen.

Re: Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Da würden sich doch Deutschkurse für Ausländer anbieten.
Die sind preislich günstig, dort lernen sie Deutsch und gleichzeitig verlieren sie ihre Scheu vor Ausländern.

3 2

Krash

....kurs.

Re: Krash

Ein kleiner Fernkurs für den ersten Nabelgucker:

Crash [ ] der; -[s], -s <engl.>:

1. Zusammenstoß, Unfall (bes. bei Autorennen).

2. (Wirtsch.) Zusammenbruch eines Unternehmens, einer Bank o. Ä. mit weit reichenden Folgen.

3. (Börsenw.) starker Abfall der Kurse innerhalb einer kurzen Zeit

7 2

Re: Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Na, dann sind wir aber froh, dass Sie nur einen pro Zeile machen!

Re: Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Es heißt zensiert, lern selber .

Re: Re: Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Und her haben wir schon den zweiten Nabelgucker, dem wir eine kleine Lektion erteilen dürfen:

zen|su|rie|ren <lat.-nlat.>: (österr., schweiz.) zensieren

11 2

Re: Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Als Rentner. der genug Zeit hat dutzende von Online-Portalen der EU-Medien zu besuchen, und der dort "unakzeptable" Beschimpfungen findet und andererseits "glattgebügelte" online Seiten die nur die "genehme" Richtung der Post`s zulassen: Presse findet gaenau den optimalen Mittelweg, interssante Meinungen jenseits des Mainstreams zuzulassen und Blockierung von Beiträgen die "zu weit gehen". Weiter so.

12 1

Re: Re: Weil ich's immer wieder lesen muss, dass sich die Leute über angebliche Zensur beschweren

Stimme Ihnen zu. Allerdings handelt die PRESSE erst seit kurzem so. Es gab Zeiten, da hatte die Zensur jeden Tag Hochbetrieb, doch die sind nun (hoffentlich!) vorbei.

29 3

Wann

ist endlich Schluß mit dem ganzen Kasperltheater ! ? !

Schön, einfach nur schön, dass die österreichische...

...Prominenz nun endlich erwacht und ihrer Verantwortung nachkommt. (• ̮•)

Re: Schön, einfach nur schön, dass die österreichische...

Und ich dachte das war sakrastisch gemeint.......

Re: Re: Schön, einfach nur schön, dass die österreichische...

Ja, wer weiß das schon. ;-)

jetzt tun anerkannte staatswünstler

für eine nacht asylanten spielen. wie lieb.

26 3

nur

mehr lustig, schräg und sehr daneben... wir brauchen diese Asylwerber damit wir was zu tun haben...

Auf ins Fernsehen

Der typische österreichische Möchtegernkünstlerreigen ist gestartet - auf ins Fernsehen liebe selbsternannte Künstler - als Prämie gibts vielleicht noch einen fetten Staatsauftrag!!

"Künster" müssen sich ja solidarisch fühlen .....

auch SIE sitzen am Umverteilungstrog bei den Subvention!
In welcher Anderen Berufsgruppe werden Erfolglose
SUBVENTIONIERT ???
Ich kenne keine.

8 4

Re: "Künster" müssen sich ja solidarisch fühlen .....


wie wahr, wie wahr !

41 5

Gschaftlhuberei

Die Votivkirchenbesetzung verkommt immer mehr zur Selbstinszenierungsplattform zweit- und drittrangiger Künstler, eine Art Dschungelcamp im Kirchenschiff.
Beim Dschungelcamp blamieren sich die abgehalfterten (Selbst)darsteller wenigstens nur selbst, hier aber missbrauchen sie die Asylwerber für ihre Zwecke.

Wenn diesen Künstlern wirklich so viel an diesen Menschen läge, dann könnten sie jederzeit eine Aufenthaltsbewilligung beantragen und mit ihrem Einkommen dafür bürgen. Jedoch zu verlangen, dass mit dem Geld der anderen Gesetze gebrochen und Präzedenzfälle geschaffen werden, ist weder gut noch edel sondern einfach nur schäbig.

Re: Gschaftlhuberei

Völlig richtig. Eine unglaubliche Heuchlerpartie (noch dazu die fünften Zwerge von links), die sich da ein Stelldichein in der Votivkirche geben, und so ins Rampenlicht medialer Berichterstattung gelangen. Nur die Hofberichterstattungslinie der Presse (hamma jetzt schon die 100er-Grenze überschritten) ist auch nicht ohne. Das sprengt ja den Rahmen seriöser und ausgewogener Berichterstattung deutlich.

Re: Gschaftlhuberei

http://bit.ly/13yN4Tw

... und was tragen Sie so zur Gemeinschaft bei?

19 3

Re: Re: Gschaftlhuberei

Mit meinen Steuergeldern wohl mehr wie diese Staatskünstler.

2 18

Re: Re: Gschaftlhuberei

Super Link. Danke dafür.

28 3

Stoppt den Asylmissbrauch! Nur mehr Asyl für Werber aus europäischen Ländern!


8 4

verhungert in der Stille der Nacht

welch glück dieser mann,dass er bei den asylanten die nacht verbringen durfte..was etwas nach monty pythons klingt,gewiss.

ansonsten jedoch wachtrupps den eingang versperren,sowie die umgebung der asylanten,dass niemand hinein darf sowie die asylanten nicht urplötzlich vom terrorismuswahn gepackt und wilder schlaghandlungen gegen mauer,-oder sitzwerk.

es hiess,es dürfe niemand zu den asylanten,zudem die kirche ja offiziell schon geschlossen hätte..ansonsten müsse die caritas die polizei verständigen.

den asylanten wird also wie der Künstler wohlbemerkt das recht auf Krippenbehandlung gewährt,jedoch nicht das der politischen abhandlung der angelegenheit-ansonsten es "Besetzung" wäre und nichts mehr mit "Mitleid"zu tun hätte,somit nicht mehr kirchlicher organisation Obhut bedürfe,sondern der Polizei.

Seitens der kirchenvertreter sogar das argument aufgeführt wurde,dass ja somit auch nicht möglich ,dass Ströme von fotografen und paparazzis die ganze nacht hindurch,-denn der anzahl dieser könne es keine regelung geben,blitzlichtgewitter veranstalten.man denke nur an ein plötzliches interesse weltweiter nachrichtenkanäle,magazine usw...

Die Stellung der Flüchtlinge ist klar-bevor man aufgeteilt und in verschiedene Kasernen gebracht wird,man lieber das Auge der Öffentlichkeit sucht und hungert.

wild wurden sie auf der wiese im gebären,-das essen der caritas wäre grausam,vorallem im nachhinein..Dürften wohl schon bakterien der verendung im fleisch und brot gewesen sein.

Na dann hoffen wir, dass diese Herren auch mal ein Gebet sprechen.


14 2

Re: Na dann hoffen wir, dass diese Herren auch mal ein Gebet sprechen.

Ein Gebet sprechen? Die haben mit der Religion und mit der Kirche nichts am Hut. Denen geht es rein darum, auf sich aufmerksam zu machen. Und da kommt ihnen die Votivkirche gerade sehr gelegen. Die suchen nur ein neues Podium für ihre Auftritte.

26 5

Amüsant

Das wird jetzt immer amüsanter, ziemlich schräg diese Situation.

Hier nehmen sich Künstler aus der fünften Reihe

offensichtlich sehr wichtig.

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