HTL-Schüler plante Überfälle: Drei Verächtige in Haft

16.01.2013 | 14:54 |   (DiePresse.com)

Der 21-Jährige aus Gerasdorf bei Wien soll vier Überfälle eingefädelt und mit ein bis zwei Komplizen durchgeführt haben. Der letzte Coup ging schief.

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Ein 21-jähriger HTL-Schüler aus Gerasdorf bei Wien steht unter dem Verdacht, insgesamt vier Überfälle in der Bundeshauptstadt eingefädelt zu haben. Das gab die Polizei am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. Demnach soll der junge Mann mit bis zu zwei Mittätern eine Trafik und eine Tankstelle sowie zwei Juwelierüberfälle verübt haben. Nach dem letzten Coup bei einem Uhren- und Schmuckhändler in Favoriten im Dezember zogen die Ermittler die Bande aus dem Verkehr.

Dabei war der Polizei einerseits der Mut der Geschäftsinhaber und andererseits die mangelhafte Vorbereitung der Verdächtigen behilflich: Ausgerechnet einen Juwelier am Keplerplatz 9 in unmittelbarer Nähe der Polizeiinspektion hatte der 21-Jährige für den Coup ausgewählt (>>DiePresse.com berichtete). Am 12. Dezember ging er laut Ermittler mit einem 18-jährigen Komplizen, der in der südserbischen Stadt Leskovac lebt, mit Sturmhauben getarnt und einer Spielzeugpistole bewaffnet in das Geschäft.

Sie zwangen die Anwesenden - fünf Kunden und zwei der Geschäftsinhaber - mit einer Pistolenattrappe zu Boden. Der 21-Jährige zertrümmerte laut Exekutive mit den Füßen Glasvitrinen, raffte einige Schmuckstücke zusammen und flüchtete. Der Überfall ging trotzdem schief, vor allem wegen der heftigen Gegenwehr der Juweliere, die den im Verkaufsraum verbliebenen Räuber, den 18-Jährigen, u.a. mit einem Laptop bewarfen und festhielten. Die Polizei war rasch zur Stelle und nahm den 18-Jährigen fest.

Schmierensteher vor dem Geschäft erwischt

Einige 100 Meter vom Tatort entfernt, so Klug, wurde ein dritter Verdächtiger - 23 und ebenfalls aus Leskovac - geschnappt. Er dürfte vor dem Geschäft Schmiere gestanden sein und erwartete seine Kompagnons mit frischer Oberbekleidung. In der Nacht klickten auch für den 21-Jährigen im elterlichen Wohnhaus in Gerasdorf die Handschellen. Die Beute des letzten Coups hatte er bei sich.

Seine Komplizen hatte der Schüler, der in Österreich geboren ist und serbische Wurzeln hat, bei Reisen nach Leskovac kennen. Mit dem 18-Jährigen dürfte er laut Robert Klug vom Landeskriminalamt schon bald vereinbart haben, in Wien Überfälle zu begehen. Am 28. August schlug das Duo das erste Mal zu, bei einem Trafikanten in der Pernerstorfergasse 60. Rund 300 Euro wurden erbeutet. Am 10. September sollen die beiden eine Tankstelle in der Altmannsdorfer Straße in Meidling überfallen und 800 Euro erbeutet haben.

Geständige Verdächtige

Am 6. November war ein Juwelier in der Leibnizgasse an der Reihe. Die Beute, ausnahmslos Schmuckstücke aus Gold, sollen die beiden Verdächtigen für 1000 bis 2000 Euro in Serbien zu Geld gemacht haben. Der Schaden wurde mit 11.000 bis 12.000 Euro beziffert. Der 23-Jährige dürfte übrigens nur beim letzten Überfall im Dezember dabei gewesen sein.

Alle drei Verdächtigen zeigten sich geständig. Als Motiv gaben sie an, das Geld zum Lebensunterhalt benötigt zu haben. Spiel- oder drogensüchtig waren sie offenbar nicht. Klug betonte, dass dieses Trio keine Verbindung zu der international agierenden Bande der "Pink Panther" hat.

Kein Rückgang bei Überfällen erwartet

Die Polizei rechnet für die nächste Zeit nicht mit einem Rückgang bei Juwelierüberfällen. "Ich gehe aber davon aus, dass sie schwerer werden", sagte Klug. So wollen die Behörden Juweliere künftig besser für den Ernstfall schulen.

 Im Jahr 2012 hatte sich die Zahl der Überfälle auf Juweliere und Uhrenhändler in Wien auf 26 erhöht, damit waren es um 60 Prozent mehr als das Vorjahr mit 16 Fällen. Von den Überfällen aus 2012 betrachtet die Polizei elf Fälle als gelöst. Weitere sollen bald folgen: Er rechne mit der baldigen Klärung einer Reihe von Überfällen aus dem Vorjahr, sagte Klug. Die Gesamtzahl gehe langfristig wieder zurück, sagte der Kriminalist.

(APA)

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20 Kommentare

Dem Strache...

war halt wieder einmal fad. Da hat er seine drei Schmalspuringenieure aktiviert und auf gehts zur Spendenbeschaffung.

Sind ja schließilch die einzigen Leut mit ordentlichem Schulabschluss in der FPÖ: Vollakademiker halt.

was

fantasiert Ihr hier? Überfälle? im (laut ObersHäuptl) so SICHERstem Wien doch nicht !

Re: was

Der Häupl kann nichts für den Zuwachs an blauen Verbrechern.

Die vergraben sich auch im Wald und machen Heilspiele. Ballischupfen und Rudelgezwudel mit Küsselkönigen in der Strachelgrotte.

Du meine Güte!

Und wieder macht sich keiner auch nur einen Gedanken darüber was für wirtschaftliche Not solche Menschen in die Kriminalität treibt.
Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie man solche Dinge durch gesellschaftspolitische Umverteilungsamassnahmen gleich verhindern kann, wird polemisiert.
Schämtz Eich!

Re: Du meine Güte!

Der Strache verteilt e schon fleißig um...

Alles in seine Tasche... das ist dem blauen Taschendieb gerade so nach dem Sinn...

bald wird es heißen

der 31-jährige htl-schüler...

Krimininalität


Die Ausländerkrimininalität steigt und steigt. Und das Innenministerium will mit Hilfe der Medien alles vertuschen. Am besten wäre es diese Täter in ein Gefängnis in Serbien abzuschieben!!


Wer die unzensierte Wahrheit wissen will, dem sei folgender Link ans Herz gelegt!

http://www.polizei.gv.at/wien/aktuell/presse.aspx

Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht Karl, Hans oder Robert hiessen?


Re: Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht Karl, Hans oder Robert hiessen?

Eigennamen sind, semantisch betrachtet, vollkommen bedeutungslos.

Re: Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht Karl, Hans oder Robert hiessen?

Ich stimme zu. Leute mit deutschen Vornamen bringen nur Gutes: Ernst St (Agentenjäger), Karl-Heinz G. (Geldbote), Josef F aus A. (Familienoberhaupt), Adolf H. (Kunstmaler), Udo P. (Konditor), Uwe Sch. (Landwirt), Johann "J." Unterweger (resozialisierter Schriftsteller), Peter M (Was-war-mei-Leistungsträger), Karl P. (Immobilienexperte), Alfons M.-P. (Bauer), Franz F. (Technikexperte aus Gralla, Stmk), Gernot R. (Werbeexperte) und viele mehr.

Re: Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht Karl, Hans oder Robert hiessen?

Ist das Ihre große Sorge? Wichtig ist, daß durchgegriffen wird, wichtig wäre, daß die Polizei dabei unterstützt wird (was jetzt nicht ausreichend geschieht). Ja, ich bekenne mich zu Law and Order, ganz ohne Diskriminierung. Wer sich nicht im Rahmen der Gesetze bewegt soll, zu Recht massiv Probleme bekommen, unabhängig vom Vornamen. Ein bißchen Amerika würde auch uns nicht schaden. Für Einrichtungsdenker vermutlich schwer nachvollziehbar.

Re: Re: Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht Karl, Hans oder Robert hiessen?

" Ja, ich bekenne mich zu Law and Order, ganz ohne Diskriminierung."

Sie sind wohl kein Richter?

Zwei der Räuber kamen mit Sturmhauben maskiert in das Favoritner Geschäft, der dritte dürfte Schmiere gestanden sein. Sie zwangen die Anwesenden - fünf Kunden und zwei Angestellte - mit einer Pistolenattrappe zu Boden. Einer der Männer, ein 21-Jähriger, zertrümmerte mit den Füßen Glasvitrinen, raffte einige Schmuckstücke zusammen und flüchtete. Die Angestellten bewarfen den im Verkaufsraum verbliebenen 18-Jährigen mit einem Laptop und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der dritte Komplize (23) wurde in Tatortnähe geschnappt.

Mutmaßlich also.

Es geht doch nichts über pc ...

Drei "Männer" sind in Haft...

Die drei haben wahrscheinlich verräterische Vornamen, deshalb die Unterschlagung der Information.

Aber Medienzensur hats in totalitären Regimen immer schon gegeben. Nur waren diese Medien nicht so blöd, SICH SELBST zu zensurieren! :-)

Re: Drei "Männer" sind in Haft...

Eigennamen sind, semantisch betrachtet, vollkommen bedeutungslos.


Unglaublich!

Da haben die Straftatenmigranten doch fest mit der Hilfe der Grünen gerechnet, da machen ihnen die Angestellten doch einen dicken Strich durch die Rechnung. Fahne nun auf Halbmast in den Parteibüros der Grünen.

Viel naheliegender ist der Verdacht, dass ...

... die Überfälle begangen wurden, um Staatsbürgerschaften kaufen zu können. Dass dabei ein kleiner Betrag an die Partei fällig wird, ist part of the game...

Re: Viel naheliegender ist der Verdacht, dass ...

Aber damit sie tatsächlich eine Staatsbürgerschaft bekommen, müssen sie sich in Salzburg an Frau Gabi Burgstaller wenden.

Re: Re: Viel naheliegender ist der Verdacht, dass ...

Ich glaube, dass der Strache die bessere Ansprechperson für solche "part of the game"-Anfragen ist.

wie soll der sich sonst sein Zahnbleaching leisten?

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