Wien will Schwimmsportzentrum

30.01.2013 | 16:26 |  von Martin Stuhlpfarrer (Die Presse)

Auf dem Gelände des Stadionbades soll um 11,3 Millionen Euro ein Schwimmsportzentrum entstehen, das Profis seit Langem fordern. Die Finanzierung ist offen. Es gibt auch noch keinen Zeitplan für die Umsetzung.

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Wien. Seit Jahren kritisieren Wassersportler wie der Schwimmstar Markus Rogan katastrophale Trainingsbedingungen für Profisportler in Wien. Das soll sich nun ändern. Am Dienstag präsentierte Sportstadtrat Christian Oxonitsch eine Machbarkeitsstudie, die mehrere Standorte zwecks Errichtung eines Schwimmsportzentrums untersucht hat. Das Ergebnis: Das Stadionbad eignet sich am besten zum Bau des lange geforderten Zentrums.

„Es gibt dort eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, genügend Parkplätze, das Grundstück gehört der Stadt Wien, und es ist eine spätere Erweiterung möglich“, argumentierte Oxonitsch, der erklärte: Jetzt würde die vertiefende Planungsphase beginnen. In welchem Ausmaß das neue Schwimmsportzentrum realisiert wird, ist noch offen.
Derzeit gibt es vier Varianten. Die teuerste kostet rund 40 Millionen Euro (Wettkampfstätte und Training für alle Wassersportarten), die billigste rund neun Millionen Euro (Trainingszentrum nur für Schwimmer).

Bund müsste mitzahlen

Es soll auf folgende Variante hinauslaufen: Um 11,3 Millionen Euro würden sechs Bahnen in einem 15 mal 50 Meter großen Becken entstehen. Dort würde es Trainingsmöglichkeiten für Schwimmer, Wasserballer und Synchronschwimmer geben. Ein „normaler“ Badebetrieb für die Wiener ist nicht vorgesehen. Ein Grund, warum es die zweitbilligste Variante wird: Die Stadtkassen sind leer. Deshalb möchte Oxonitsch, dass der Bund beim Bau des Sportzentrums mitzahlt: „Weil es ein Zentrum für den österreichischen Spitzensport ist.“ Nachsatz: „Ohne Bund wird es nicht gehen.“

Anders formuliert: Beteiligt sich der Bund nicht an den Kosten, ist offen, ob und in welcher Form das Sportzentrum in Wien realisiert wird. Deshalb gibt es noch keinen Zeitplan für die Umsetzung, wie Oxonitsch eingesteht. Das Sportministerium signalisiert auf „Presse“-Anfrage Entgegenkommen: „Wir sind gesprächsbereit.“ Derzeit würden dem Ministerium aber keine Details vorliegen, weshalb man sich das Projekt erst ansehen müsse. Voraussetzung für eine Beteiligung sei, dass das Zentrum dem österreichischen Sport, nicht nur Wien, zur Verfügung stehen muss.

Neben dem Stadionbad wurden auch Standorte in Aspern und im Kurpark Oberlaa untersucht. Sie unterlagen in der Bewertung allerdings dem Stadionbad.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2013)

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7 Kommentare

Soll das ein

erster Schritt zu Olympia in Wien sein?
Wenn man das Stadthallenbad auch so exzellent wie das Amalienbad hergerichtet hätte, würde es diese Diskussion vmtl. nicht geben.

Gute Idee!

Es wäre Zeit, wenn Wien (Österreich) endlich ein Schwimmsportzentrum auf "Weltniveau" bekommen würde. Deshalb, ja!
Andererseits bin ich als gelernter Wiener und Österreicher ein Seher.
Ich sehe die Explosion der Baukosten mindestens auf das Dreifache der veranschlagten Summe.
Ich sehe unzählige Anzeigen der beauftragten Baufirmen in SP-Bezirkszeitungen.
Ich sehe Skandale, ohne die es offensichtlich bei öffentlichen Bauaufträgen nicht geht.

BITTE Hr. Oxonitsch !!!!

eine "alte Bauernregel" besagt: Bau kein neues Bad, bevor das Alte nicht fertig und dicht ist. bringt nur Unglück, insbesondere mit dem Auftraggeber Stadt Wien.

Die Finanzierung ist offen....

Diese Tatsache wird wohl das Wiener "Finanzmanagement" in den nächsten Jahren begleiten.
Der "Bürgermeisterjubilar" wird wieder beginnen, laut zu denken und die eine und auch andere Idee dürfte seinem Munde entschlüpfen. Jede Idee ein Projekt ,Marke Finanzierung offen. Na ja, vielleicht könnter Bund........,oba der is AA pleite. Und darüber hinaus wissen alle Bundesverantwortwortlichen längst, dass ein Projekt aus dem Wiener Rathausfilz, welches 100Mio € kosten soll, mindesten 200 MIO. verschlingen würde, Fertigstellung ebenfalls offen. Olympia auf dieser Basis, Nein danke. Ein neuer Laufbewerb könnte allerdings in zwei, drei Jahren in Wie norganisiert werden : EinHalbmarathon von der Haltestelle Hauptbahnhof zur nächsten U-Bahn.

Die Gemeinde Wien,würde sich auch selbst penetrieren.Hauptsache es bringt Stimmvieh !


Der nächste Bauskandal

Ist das Stadthallenbad schon fertig? Naja, da gibt es auch nichts mehr zu holen...

die roten werden es schon bezahlen

und ein parr steuern erhöhen.

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