Wiener Beamter soll Parkpickerln gefälscht haben

Der Mitarbeiter des Bezirksamts Leopoldstadt soll gefälschte Parkpickerln verkauft und sich damit 80.000 Euro verdient haben. Er wurde entlassen.

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(c) FABRY Clemens

Ein Wiener Beamter hat offenbar zahlreiche Parkpickerl gefälscht und unter der Hand verkauft. Rudolf Gerlich, Sprecher der Magistratsdirektion, bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Zeitungsbericht. Man sei dem betroffenen Mitarbeiter des Bezirksamts Leopoldstadt im Zuge von Kontrollen auf die Schliche gekommen und habe sofort Anzeige erstattet. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Der Beamte sei außerdem sofort fristlos entlassen worden, sagte Gerlich.

Juristisch gesprochen bestehe ein "dringender Tatverdacht", so der Sprecher. Aus Sicht des Magistrats sei die Sache aber eindeutig. Man habe den Vorfall intern zum Anlass genommen, gewisse Abläufe nachzujustieren, um ähnliche Fälle in Zukunft zu vermeiden.

Wie hoch der Schaden ist, konnte Gerlich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht beziffern. Laut "Kronen Zeitung" soll sich der Beamte 80.000 Euro Körberlgeld verdient haben, da er angeblich rund 400 gefälschte Pickerl zu je 200 Euro verkauft hat.

(APA)

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