Votivkirche: Verhandlungen über Auszug sollen starten

14.02.2013 | 19:31 |   (DiePresse.com)

Die Menschen in der Votivkirche wollen offene Gespräche über einen Auszug aus der Kirche führen. Sie fürchten aber, dass die Gruppe getrennt wird.

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Die Flüchtlinge, die seit mehreren Wochen die Wiener Votivkirche besetzen, wollen ab Sonntag mit der Caritas und der Diözese über eine mögliche Übersiedlung in ein anderes Quartier verhandeln. Der Ausgang dieser Gespräche sei aber offen, hieß es am Donnerstag aus dem Kreis der Aktivisten. Die Caritas betonte, laufend im Gespräch mit den Asylwerbern zu sein, konkrete Pläne zum Auszug gebe es aber noch nicht.

Mir Jahangir, einer der Besetzer, erklärte im Ö1-"Mittagsjournal": "Wenn wir tot sind, ist das keine Lösung. Vielleicht starten wir nächste Woche einen Dialog und übersiedeln dann woanders hin. Ich hoffe es." Sie wollen jedoch eine Garantie dafür, dass "die Behörden nicht unsere Gruppe zerstören und aufteilen", erklärte Adalat Khan, ebenfalls ein Betroffener.

Solidaritäts-Demo vor Verhandlungen

Zunächst warten die Flüchtlinge aber die Solidaritäts-Demo am Samstag in Wien ab. Gleich danach wolle man mit der Kirche und der Caritas in konkrete Verhandlungen treten und die Bedingungen diskutieren. So könnten die Flüchtlinge, wenn in den anderen Quartieren ein ähnlicher Schutz wie in der Votivkirche geboten werde, schlussendlich übersiedeln. Der Auszug stehe nicht unmittelbar bevor, es seien jedoch konkrete Verhandlungen ab Sonntag gewünscht, hieß es aus dem Kreis der Aktivisten.

Negative Asylbescheide

Der an die Flüchtlinge gerichtete Brief von Bundespräsident Heinz Fischer sei sicher hilfreich gewesen. Ob die angebotene Hilfe aber nun tatsächlich angenommen werde, sei noch nicht abzusehen, meinte Caritas Wien-Sprecher Klaus Schwertner. Er hielt auch fest, dass man mehrmals täglich mit den Flüchtlingen in der Kirche im Gespräch sei.

Das Innenministerium wies am Donnerstag auch darauf hin, dass sich der Anteil der Personen in der Votivkirche mit negativem Asylbescheid seit Beginn der Besetzung erhöht hat. Wesentlich für Asylverfahren sei die Mitwirkung des Antragstellers. Aufgrund etwa von versäumten Fristen mangle es jedoch zum Teil an dieser Mitwirkung. Die Folge sei eine höhere Zahl von Personen mit rechtskräftigen negativen Bescheiden.

(APA)

 
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373 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7 8
Polyflatus
16.02.2013 12:31
1

Passt schon

Wenn irgendwo 'Besetzt' ist, muss er sich ja angesprochen fuehlen.

Karl Lueger 2.0
16.02.2013 10:46
4

Totales Versagen

Dieser Fall zeigt ein totales Versagen der staatlichen Strukturen auf - die Polizei (Innenministerium) kann ihre unstrittigen Aufgaben nicht wahrnehmen, weil deren Verantwortliche Angst vor politischer Einflussnahme haben.

Und praktisch alle Politiker haben Angst vor den Medien.

Wen sollte man also zuerst eine reinhauen?


elissa
15.02.2013 17:17
9

Mich wundert nicht.

ARIGONA war der Anfang.

Alle Betrüger wissen jetzt, das hier alles möglich ist.
Aus illegal legal zu machen, man braucht dazu nur lügen und Jemanden aus der Kirche.

Islamischen Österreich steht nichts in Wege.

eg
15.02.2013 12:24
23

Der neue Trend!

"Österreich den Asylanten, ÖsterreicherInnen raus"

EdwinHemingway
15.02.2013 12:11
19

Mit Erpressern wird nicht mehr verhandelt !

Wir werden anscheinend nur noch von der mieselsüchtigen Politik in Symbiose mit manchen Medien und dem Rotfunk ‘regiert’, Asylmissbrauch und Erpressung wird toleriert und die Polizei schaut wie paralysiert zu.

Auf geht’s Polizisten der zuständigen Polizeiinspektion, gegen diese Erpresser einschreiten, festnehmen und abschieben.

Das Volk ist der Souverän – und das Volk steht hinter Euch wenn ihr den gesetzmäßigen Zustand wieder herstellt – Ihr braucht euch weder von der Innenministerin , weder vom Bundespräsidenten, noch von den div Medien fürchten.

Östereich ist nur von sicheren Nachbarländern umgeben und alle Asylmissbraucher und Erpresser sind unrechtmäßig in unser Land eingereist, alle halten sich hier unrechtmäßig auf und für alle dieser Herrschaften bezahlen die anständigen und arbeitsamen Österreicher(innen) durch die hohen Steuern alle hohen anfallenden Kosten – und das seit Jahr(zehnt)en !

Wenn wir nicht die Notbremse ziehen, schaut’s schlecht aus für Österreich

EdwinHemingway
15.02.2013 12:08
17

Gegen diese Typen gehört mit voller Härte durchgegriffen, damit es sich in aller Welt herum - und umherspricht, dass Österreich nicht erpressbar ist. Leben wir noch in einem Rechtsstaat, oder nicht mehr ? Warum kommt die Polizei dem Auftrag des Volkes - des Souveräns - nicht nach ? Wir brauchen keine dummen Politiker(innen) mehr, wir brauchen eine Polizei die den rechtmäßigen Zustand herstellt ! Bestehen unsere staatlichen Organe aus Waschlappen, oder was ?


Antworten Franz55
16.02.2013 13:25
3

Re: Gegen diese Typen gehört mit voller Härte durchgegriffen, damit es sich in aller Welt herum - und umherspricht, dass Österreich nicht erpressbar ist. Leben wir noch in einem Rechtsstaat, oder nicht mehr ? Warum kommt die Polizei dem Auftrag des Volkes - des Souveräns - nicht nach ? Wir brauchen keine dummen Politiker(innen) mehr, wir brauchen eine Polizei die den rechtmäßigen Zustand herstellt ! Bestehen unsere staatlichen Organe aus Waschlappen, oder was ?

Ja eigentlich sollte es so sein. Aber unsere Gesetze werden ja nur gegen Österreicher angewendet.
Das alles ist eine Frechheit. Die tanzen allen auf der Nase rum.

piraa
15.02.2013 09:34
19

Gesetze werden vollzogen,

dann, wenn es sich um kleine Sünden handelt.

Bei der letzten Verkehrskontrolle, hatte ich leider den Führerschein nicht mit, sehr wohl aber sonstige Papiere und auch Pass.
Selbstverständlich musste ich, da es das Gesetz so vorgibt, Strafe zahlen und in der Hoffnung mehr kassieren zu können, wurde auch gleich Verbandskasten und Pannendreieck kontrolliert.

Auf Gesetze verweist man gerne, wenn es um Österreicher geht.

Bei anderen sieht man keine Verfehlung.


grant
15.02.2013 08:13
21

Nur so nebenbei bemerkt

Afghanistan und Pakistan gehören zu den Spitzenländern, in denen Christen gnadenlos verfolgt werden!

http://diepresse.com/home/panorama/religion/435337/Weltweit-250-Millionen-Christen-verfolgt

Boris
15.02.2013 01:27
14

Ich bin für eine Massendemo...

Richtung Österreichische Grenze und dann sollte man Reisende weiter motivieren...

gastwriter
14.02.2013 22:39
5

zum ersten mal bin ich froh dass er sich zu wort meldet


gastwriter
14.02.2013 22:39
0

schön dass er sich einschaltet. bin sons


Politbüro
14.02.2013 21:59
32

Sie nehmen uns langsam aber sicher unseren Rechtsstaat weg-

-und wir können nichts, absolut nichts dagegen unternehmen. Wenn dann die Zeit des zivilen Aufruhrs da sein wird- dann, wenn Bürger mit Hinweis auf die Rechtspraxis bei den Kirchenbesetzern keine Urteile und keine Bescheide mehr akzeptieren,sondern diese einfach zerreissen bzw. nicht befolgen werden.........dann soll sich kein politischer Funktionär darüber beklagen, wieso man das nicht schon früher hätte erkennen müssen-diese fatale Entwicklung- denn sie sind es, die dann eigentlich vor Gericht gestellt gehörten, diese Damen und Herren von Schwarz und Rot-angeklagt wegen vorsätzlicher Staatszersetzung Anfang 2013 !

Antworten Koprolalist
15.02.2013 08:09
10

Wie Naiv! Sie gehen davon aus dass gleiches Recht für alle gilt!

Nix da. Wir werden im eigenen Land diskriminiert. Mit diesem System gehört sehr sehr gründlich aufgeräumt, bis es wieder Gerechtigkeit gibt.

Higgs B
14.02.2013 21:12
13

Es gibt...

...doch Firmen, die ganze Gebäude am Stück übersiedeln. - Wäre doch einer Überlegung wert, wenn unsere Politiker zu feige sind die Polizei IN die Kirche zu schicken.

Higgs B
14.02.2013 21:08
28

Was...

...passiert wohl, wenn sich ein Einbrecher nach einem Raub in eine Kirche stellt, wie ein Kleinkind mit dem Fuß stampft und schreit: "Ich mag aber nicht ins Gefängnis!"?

edmundoros
14.02.2013 20:06
18

Was mich betroffen macht ist,

dass in dieser Geschichte Österreich als Land dargestellt wird in dem verfolgte Menschen aus anderen Ländern keine Aufnahme finden und Fremden generell ablehnende Haltung gegenübergebracht wird. Ich kenne viele “ehemalige “ Flüchtlinge aus dem Jugoslawienkrieg aus der ersten, zweiten, dritten Generation, die da andere Erfahrungen gemacht haben. Ich kenne Menschen die ehedem Flüchtlinge aus Iran, Irak Afghanistan, usw waren, die auch gerne hier leben.

Antworten wirneue
14.02.2013 22:19
5

Re: Was mich betroffen macht ist,

Es war die Instrumentalisierung eines vom Lösungsansatz absolut verbesserungswürdigen Themas: Asyl. Die "Landnahme" fordert einen Konflikt heraus, der öffentlich von unseren Regierenden zu diskutieren und zu lösen ist. Jede Banalität bekommt schon einen runden Tisch - der ORF möge alle politisch Zuständigen das Thema so oft wie nötig ausdiskutieren lassen- sie sind in der Pflicht!
Rot-Schwarz regiert derzeit, und nicht Blau-Grün.

Antworten MikeAusWien
14.02.2013 20:28
28

Re: Was mich betroffen macht ist,

Das ist ja genau das Bild das die Linken (Grüne, SLP, ...) erzeugen wollen.

Und leider ist die heutige Aussage, das viele schon eine rechtskräftige Ablehnung des Asylantrags haben, die erste offizielle Bestätigung dessen, was ohnehin jeder Österreicher schon gewusst hat. Damit lässt die Regierung dieses Bild absichtlich unwidersprochen.

Antworten Antworten edmundoros
14.02.2013 21:02
1

Re: Re: Was mich betroffen macht ist,

bin selber links, in meinem Fall Sozialdemokrat.

Antworten Antworten Antworten MikeAusWien
14.02.2013 21:42
2

Re: Re: Re: Was mich betroffen macht ist,

Ich auch. Noch. Aber wenns so weiter geht nicht mehr lange.
Aber die SPÖ ist für mich Mitte-Links und nicht Links

Streupfeffer
14.02.2013 19:42
38

Diese Armen Menschen dürfen ...

... nicht länger den Zuständen in diesem grausamen Österreich ausgeliefert sein. Ich fordere daher, dass man sie heute noch geschlossen in ihre gelobte Heimat verfrachtet.

Antworten MikeAusWien
15.02.2013 12:59
2

Re: Diese Armen Menschen dürfen ...

Wenn der Spuk dann vorbei ist von mir aus sogar mit 1. Klasse Tickets.

Adsumus
14.02.2013 19:39
9

Es ist angeblich beschlossen Sache

Rot/Grün/Stronach kommt.

Antworten MikeAusWien
14.02.2013 21:18
8

Re: Es ist angeblich beschlossen Sache

Sogar wenn es beschlossen wäre......um es umzusetzen brauchen sie 50% + 1 Stimme bei der Wahl.

Antworten Higgs B
14.02.2013 21:11
9

Re: Es ist angeblich beschlossen Sache

Vertehe ich nit. Rot/Grün ist bereits da und versagt kläglich, und Stronach hat mit Ausländerpolitik kaum etwas am Hut.
Ich hoffe ja auf eine Koalition von Strache und Stronach - Der eine für die Wirtschaft, der andere für die Österreicher...

 
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