U6-Station Josefstädter Straße ab Ende April teilgesperrt

08.04.2013 | 17:17 |   (DiePresse.com)

Für acht Wochen werden die Züge in nur einer Fahrtrichtung halten. Die Großsanierung der Station dürfte dann im Herbst abgeschlossen sein.

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Zahlreiche Fahrgäste der Wiener U-Bahn-Linie U6 werden demnächst wieder etwas stärkere Nerven brauchen. Die Station Josefstädter Straße, die seit Juli 2011 saniert wird, muss nämlich ab Ende April teilgesperrt werden. Konkret bedeutet dies, dass die Bahnsteige abwechselnd für jeweils vier Wochen für Passagiere nicht benützbar sind und somit die Züge in der entsprechenden Fahrtrichtung nicht stehen bleiben. Das sei nötig, um die letzten Sanierungsetappen erledigen zu können, teilte Wiener-Linien-Sprecher Dominik Gries mit.

Die Teilsperre der Haltestelle beginnt am 29. April und betrifft vorerst alle U6-Züge Richtung Floridsdorf. Sie werden bis einschließlich 24. Mai nicht in der Station Josefstädter Straße halten. Das selbe gilt dann zwischen 27. Mai und 14. Juni für die Züge Richtung Siebenhirten. Danach wird die Station wieder regulär eingehalten. Betroffen sein werden von den Bahnsteigsperren rund 20.000 Öffi-Fahrer, die laut Wiener Linien die Haltestelle täglich benutzen. Aushänge, Durchsagen und Info-Personal sollen für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen.

Fliesen ersetzen provisorischen Gussasphalt

Die Verkehrsbetriebe begründen die Maßnahme mit aufwendigen Bodenarbeiten an den Bahnsteigen. Zuerst muss der derzeit aufgebrachte, provisorische Gussasphalt entfernt werden, anschließend erfolgt die Neuverfliesung. Rund 600 Quadratmeter Bodenfläche werden originalgetreu nach den Plänen von Otto Wagner wiederhergestellt. Da die 110 Jahre alte Station denkmalgeschützt ist, wird auch das Denkmalamt den Handwerkern auf die Finger schauen.

Während der Arbeiten können die Bahnsteige nicht betreten werden, das Aus- und Einsteigen ist somit für den betreffenden Zeitraum unmöglich. Ein eingleisiger Betrieb, bei dem die Züge beider Richtungen an jeweils einem Bahnsteig halten könnten, sei aufgrund des dichten Intervalls nicht machbar, versicherte Gries.

Großsanierung mit Herbst endgültig abgeschlossen

Die Station Josefstädter Straße hat die Geduld der U6-Benützer in der jüngeren Vergangenheit des öfteren auf die Probe gestellt. Da sich die projektierte Gesamtsanierung des historischen Bauwerks als komplizierter denn angenommen herausgestellt hatte, musste im Sommer 2011 sogar ein Teilstück der U-Bahn-Linie - konkret der Abschnitt zwischen Westbahnhof und Alser Straße - für mehrere Wochen gesperrt werden. Nach Wiederaufnahme des Fahrbetriebs in diesem Bereich blieben die Züge wegen Renovierungsarbeiten trotzdem bis Ende November 2011 nicht in der Josefstädter Straße stehen.

Die Wiener Linien versprechen nun, dass die Großsanierung am Otto-Wagner-Bau mit Herbst endgültig abgeschlossen sein wird. Neben der Neuverfliesung stehen etwa noch kleinere Erledigungen an Außen- und Innenfassade an. Insgesamt zehn Millionen Euro werden die gut zwei Jahre dauernden Arbeiten dann verschlungen haben.

(APA)

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9 Kommentare

U 6 Baustelle

Diese Station wird jetzt seit 2011 (mit Unterbrechungen) saniert; wenn 0tto Wagner die damalige Stadtbahn auch so "schnell" gebaut hätte, wäre sie jetzt noch nicht fertig.

Nach unzähligen Tagen Sperrung..

..sieht die Station genauso hässlich und hinfällig wie früher aus. Gänzlich neu bauen (was leider nicht möglich ist) wäre hier die bessere Option gewesen.

Geldbeschaffungsmaschinerie im Wahljahr ...

Und wieder ein paar Aufträge für ein paar Firmen, die ein paar Kröten für ein paar SPÖ-Wahlkampfstrategen springen lassen – weil sie ja ein paar Aufträge bekommen haben ... Widerlich!

Geldbeschaffungsmaschinerie im Wahljahr ...

Und wieder ein paar Aufträge für ein paar Firmen, die ein paar Kröten für ein paar SPÖ-Wahlkampfstrategen springen lassen – weil sie ja ein paar Aufträge bekommen haben ... Widerlich!

Achja.

Das obligatorische Rot-Grün-ist-schuld-Posting darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Das Otto-Wagner-Spital/Steinhof muß UNESCO-Weltkulturerbe werden!

Die Stadtbahn von Otto Wagner – die gar nicht von Abriß bedroht ist (und daher lt. Rathauslogik welterbe-„würdig“ ist) – wird top-saniert – bravo.
Das architektonische und sozialpolitische Meisterwerk, das Gesamtkunstwerk Otto Wagner-Spitalsareal am Steinhof wird vernachlässigt und zerstört, der Denkmalschutz aufgeweicht und schnödem Mammon „geopfert“.

http://www.steinhof-erhalten.at/medienberichte.html

http://www.steinhof-erhalten.at/bauvorhaben_vamed.html

http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=183

Warum wohl weigert sich die Kulturstadt Wien beharrlich, für das weltweit einmalige Jugendstilensemble Otto-Wagner am Steinhof den UNESCO-Welterbeschutz zu BEANTRAGEN?
Das ist Rot-Grün-Logik: In der Josefstädter Straße gibt es nichts zu verbauen und für GESIBA und KAV keine Möglichkeit zum Kassieren.

http://www.steinhof-erhalten.at/Aussendungen/zusammenfassung_gutachten.pdf

Ab Herbst

ist die U-Bahn-Station Josefstädter Straße wieder zum Versauen bereit.

Warum,

bitteschön, hat man den Boden nicht schon bei der ERSTEN Sperre saniert??? Diese roten Wiener-Linien-Blindgänger sind wirklich total bescheuert!

Re: Warum,

Warum fängt man mit dem Hausbau nicht beim Dach an?

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