Wiener Linien werden teurer

Ab Juli werden die Preise für Einzel-, Wochen- und Monatskarten erhöht. Die 365-Euro-Jahreskarte bleibt. Begründet werden die Preiserhöhungen vor allem mit steigenden Personal- und Betriebskosten.

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Wiener Linien teurer – (c) FABRY Clemens

Wien/Apa. Wiens öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen wird ab Juli teurer. Von der Preiserhöhung betroffen sind Einzelfahrscheine sowie Wochen- und Monatskarten. Die im Mai 2012 eingeführte Jahreskarte um 365 Euro – ein Prestigeprojekt der rot-grünen Stadtregierung – bleibt vorerst unangetastet.

Die neuen Preise im Detail: Ein Einzelfahrschein kostet künftig 2,10 Euro statt wie bisher zwei Euro. Der Preis für eine Wochenkarte erhöht sich von 15 auf 15,80 Euro, jener für die Monatskarte von 45 auf 47 Euro und nähert sich damit wieder ihrem ursprünglichen Preis – vor der Tarifreform im Vorjahr hatte sie 49,50 Euro gekostet. Die Kosten für die Acht-Tage-Klimakarte steigen um zwei Euro von 33,80 auf 35,80 Euro.

Während die Gelegenheitskarten teurer werden, sollen die Stammkunden weitgehend verschont bleiben. Die 365-Euro-Jahreskarte sei äußerst beliebt, heißt es dazu von SP-Finanzstadträtin Renate Brauner; diesen Preis zu halten sei ihr ein wesentliches Anliegen gewesen. Für die Grünen versichert Verkehrssprecher Rüdiger Maresch, dass damit nun garantiert sei, dass an den 365 Euro in dieser Legislaturperiode (bis 2015) nicht mehr gerüttelt werde. Die Steigerungen seien „moderat“.

Nicht erhöht werden auch die Preise für das Studententicket, die Senioren-Jahreskarte und das Top-Jugendticket. „Mehr als 60 Prozent unserer Kunden sind von den Anpassungen nicht betroffen“, betont ein Sprecher der Wiener Linien.

Begründet werden die Preiserhöhungen vor allem mit steigenden Personal- und Betriebskosten. Außerdem werde das Angebot laufend ausgebaut, auch das verursache Kosten. Teurer wird übrigens auch das Schwarzfahren: Wer ohne Fahrschein erwischt wird, muss statt 100 künftig 103 Euro zahlen.

 

Kurzstrecke wird abgeschafft

Abgeschafft wird mit 1. Juli die Kategorie der Kurzfahrscheine. Sie würden kaum noch verwendet und immer wieder zu Missverständnissen in Sachen Gültigkeitsbereich führen, heißt es. „In jeder dritten bummvollen U-Bahn sitzt genau ein Fahrgast, der das verwendet.“ Nur jede 3000. Fahrt werde mit einem Kurzstreckenschein zurückgelegt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

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