Wiener Linien werden teurer

01.05.2013 | 18:15 |   (Die Presse)

Ab Juli werden die Preise für Einzel-, Wochen- und Monatskarten erhöht. Die 365-Euro-Jahreskarte bleibt. Begründet werden die Preiserhöhungen vor allem mit steigenden Personal- und Betriebskosten.

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Wien/Apa. Wiens öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen wird ab Juli teurer. Von der Preiserhöhung betroffen sind Einzelfahrscheine sowie Wochen- und Monatskarten. Die im Mai 2012 eingeführte Jahreskarte um 365 Euro – ein Prestigeprojekt der rot-grünen Stadtregierung – bleibt vorerst unangetastet.

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Die neuen Preise im Detail: Ein Einzelfahrschein kostet künftig 2,10 Euro statt wie bisher zwei Euro. Der Preis für eine Wochenkarte erhöht sich von 15 auf 15,80 Euro, jener für die Monatskarte von 45 auf 47 Euro und nähert sich damit wieder ihrem ursprünglichen Preis – vor der Tarifreform im Vorjahr hatte sie 49,50 Euro gekostet. Die Kosten für die Acht-Tage-Klimakarte steigen um zwei Euro von 33,80 auf 35,80 Euro.

Während die Gelegenheitskarten teurer werden, sollen die Stammkunden weitgehend verschont bleiben. Die 365-Euro-Jahreskarte sei äußerst beliebt, heißt es dazu von SP-Finanzstadträtin Renate Brauner; diesen Preis zu halten sei ihr ein wesentliches Anliegen gewesen. Für die Grünen versichert Verkehrssprecher Rüdiger Maresch, dass damit nun garantiert sei, dass an den 365 Euro in dieser Legislaturperiode (bis 2015) nicht mehr gerüttelt werde. Die Steigerungen seien „moderat“.

Nicht erhöht werden auch die Preise für das Studententicket, die Senioren-Jahreskarte und das Top-Jugendticket. „Mehr als 60 Prozent unserer Kunden sind von den Anpassungen nicht betroffen“, betont ein Sprecher der Wiener Linien.

Begründet werden die Preiserhöhungen vor allem mit steigenden Personal- und Betriebskosten. Außerdem werde das Angebot laufend ausgebaut, auch das verursache Kosten. Teurer wird übrigens auch das Schwarzfahren: Wer ohne Fahrschein erwischt wird, muss statt 100 künftig 103 Euro zahlen.

 

Kurzstrecke wird abgeschafft

Abgeschafft wird mit 1. Juli die Kategorie der Kurzfahrscheine. Sie würden kaum noch verwendet und immer wieder zu Missverständnissen in Sachen Gültigkeitsbereich führen, heißt es. „In jeder dritten bummvollen U-Bahn sitzt genau ein Fahrgast, der das verwendet.“ Nur jede 3000. Fahrt werde mit einem Kurzstreckenschein zurückgelegt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

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    Wien Zahlreiche oeffiTickets werden / Bild: (c) Die Presse / Fabry Die Wiener Linien erhöhen mit 1. Juli viele Ticketpreise. Die Einzelfahrt wird um zehn Cent teurer, die Monatskarte um zwei Euro. Die 365-Euro-Jahreskarte - Prestigeprojekt der rot-grünen Stadtregierung - bleibt hingegen unverändert.

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213 Kommentare
 
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Anderes Wort für Öffi-fahrer?

Melk-kuh.

Nachdem die Politiker zweifelsfrei festgestellt haben, dass ihre Glaubwürdigkeit und ihr Ansehen schon länst den Nullpunkt mühelos unterschritten haben, läßt es sich gleich viel einfacher stehlen.

Nach dem Motto "Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert..."

Zockerei

Banken, Länder und Gemeinden zocken.
Gewinne werden behalten, obszöne Boni bezahlt.

Verluste werden an den Bürger und Steuerzahler ausgelagert.

Anscheinend stört das aber niemanden. Sonst würden die zunehmend schamloser geschröpften Steuerzahler ja schon längst auf die Barrikaden gehen. Oder...??

Das Radfahren soll attraktiver werden,

hört man immer wieder von der Stadtregierung. Aber als Radfahrer brauche ich nur Einzelfahrscheine (die immer teurer werden) für Schlechtwettertage oder etwaige Gepäcktransporte, aber nicht die (billiger gewordene) Jahreskarte. Wenn ich die kaufen würde, hätte ich ja keinen Anreiz mehr, mich abzustrampeln.

Und wann kommen endlich die Schleusen?


Der Preis muß und wird noch weiter steigen

Schließlich liegt der "fair value" eine Netzkarte für Wien zwischen 2000.- und 3000.- pro Jahr. Eher am oberen Rand des Spektrums.

Eine solche Erhöhung in einem Schritt ist undenkbar, aber der Trend ist schonmal vorgegeben.

Schade nur, das das die nächsten Regierungen (ohne SPÖ und grünin) machen müssen. Da werden die rotgrünen Khmer dann aufschreien, aber es sind nur die Versäumnisse die sie selber angerichtet haben, die die nächsten dann aufräumen müssen.

Re: Der Preis muß und wird noch weiter steigen

Dieser "fair value" ist aber nur dann angemessen, wenn im gleichen Ausmaß die Steuern sinken. Und das ist ein Wunsch ans Christkind.

Oder sind die Steuern gesunken als plötzlich die Benutzer für die Autobahnen zahlen mussten?

wieso 2 mal?

Ich wars nicht, da stimmt was mit der ForenSW nicht

Der Preis muß und wird noch weiter steigen

Schließlich liegt der "fair value" eine Netzkarte für Wien zwischen 2000.- und 3000.- pro Jahr. Eher am oberen Rand des Spektrums.

Eine solche Erhöhung in einem Schritt ist undenkbar, aber der Trend ist schonmal vorgegeben.

Schade nur, das das die nächsten Regierungen (ohne SPÖ und grünin) machen müssen. Da werden die rotgrünen Khmer dann aufschreien, aber es sind nur die Versäumnisse die sie selber angerichtet haben, die die nächsten dann aufräumen müssen.

Das rote System braucht immer mehr Geld.


Zu offensichtlich...

daß man die Leute auf die Jahreskarte "trimmen" will...
Der Preis IST definitiv günstig, aber was ist mit den 5 oder 6 Wochen Urlaub, zum Teil ausser Landes verbracht, oder Krankenständen? Diese Zeit schenkt man her....! Ein Radfahrer, der 45 Minuten früher aufsteht, damit er sich bewegt und zugleich den Zuständen in und um der U-Bahn entgeht... Das Einsparen von bald 47,- ist dann nur das Zuckerl obendrauf...

Re: Zu offensichtlich...

heute wohl das richtige Wetter um 45€ zu sparen? ( in Wien zumindest )

Hoffentlich

haben sich gestern die Marschierer Beim Michi und beim Faygi bedankt, oder ist es wirklich so, daß sich die Genossen von den eigenen Leuten so ausnehmen lassen? Weiß man eigentlich schon, wo die Milliarden der BAWAG geblieben sind?

Hallo

Zuerst Parkplätze vernichten und dann Öffi - Preise erhöhen. Eine tolle Idee der Wiener Stadtregierung!

doppelt kassieren

irgendwie muss die SPÖ-Sporthalle ja auch finanziert werden.

Re: doppelt kassieren

Und auch die vielen Inserate und Werbespots.

Re: Re: doppelt kassieren

und die div. Stadtfeste: "Brot und Spiele"

Wegen der Spekulationsverluste der Öffentlichen Hand ...

... und den Milliarden für die Finanz-Industrie wird noch sehr vieles teurer werden ...

Jänner 2013......

....Grüne: Heuer(2013) keine Preiserhöhung für Wiener Öffis!
Klubchef Ellensohn: Gilt für alle Tickets!!!

Diese Unglaubwürdigkeit und Unverfrorenheit dieser Politiker, nimmt den Menschen noch den letzten Glauben in diese Stadt!

günstige Konditionen im Bereich Öffis

Also ich muss wirklich sagen, dass die Jahreskarte für die Wiener Linien mit EUR 365 ein Geschenk ist. Für eine Jahreskarte auf einer mittleren Pendlerstrecke in Oberösterreich zahlt man ungefähr das Doppelte und da ist noch keine Straßenbahn oder Stadtbus inkludiert. Also bitte liebe Wiener hört auf zu Raunzen, ihr habt unverschämt günstige Konditionen im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel.

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Re: günstige Konditionen im Bereich Öffis

Ab 1. Juli 2013 kostet die LinzLinien-Jahreskarte für die Hauptwohnsitz-LinzerInnen **285 Euro**..............ist ÜBERTRAGBAR und berechtigt zur kostenlosen Mitnahme von bis zu 4 Kindern unter sechs Jahren.

Da haben die Linzer aber noch ein größeres Geschenk, als wir Wiener, weil Ihr obendrein um 80 € weniger bezahlen müsst.

Pendlerpauschale OÖ: sind die Fahrtkosten für den Arbeitsweg mit dem Verkehrsabsetzbetrag von 291 € abgegolten, der mit der Lohnabrechung berücksichtigt wird. Zusätzlich können Arbeitnehmer/-innen unter bestimmten Voraussetzungen aber auch das kleine oder das große Pendlerpauschale und ab 2013 auch einen "Pendlereuro" geltend machen.

Pendlerstrecken soweit mir bekannt - werden österreichweit überall gleich abgerechnet.


Re: Re: günstige Konditionen im Bereich Öffis

Und wie groß ist das Linzer netz im Vergleich zum Wiener Netz?

Re: Re: Re: günstige Konditionen im Bereich Öffis

Was hat denn die Größe des Netzes mit den Preisen zu tun???
OK, Wien hat ein größeres Netz, Wien kann aber auch wesentlich mehr Tickets verkaufen (Mehr Einwohner = Mehr Nutzer)
Ein Bus kostet mit 400.000 Euro wesentlich mehr als ein Golf, kann aber bei guter Auslastung wesentlich günstiger seine Transportleistung anbieten, weil 1. nicht 5, sondern 80 Personen damit von A nach B kommen und weil er 2. nicht 200.000 KM sondern 600.000 KM hält.
Also: Größe (Netz, Auto...) treibt den Preis nicht in die Höhe, sondern senkt ihn, wenn man vernünftig wirtschaftet.

Re: Re: Re: günstige Konditionen im Bereich Öffis


ja mei - dann fahren`s halt jeden tag zusätzlich mit ihren oder geborgten 4 kindern (kostenlos für jahreskarteninhaber) ein paar mal am pöstlingberg damit sich die investition auch rentiert.....

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Re: günstige Konditionen im Bereich Öffis

Die Jahreskarte ist nur gegen Registrierung und Lichtbildausweis erhältlich.
Sie wird subventioniert - teils mit überhöhten Einzeltickets, teils mit Steuergeldern.
Die Jahreskarte ist eine große, kontrollierte Umverteilung und Datensammlung.

Nur ein Beispiel aus Salzburg

Die Jahreskarte für den dortigen O-Bus kostet jährlich 481,- Euro, wobei die Größe und die damit verbundenen Fahrmöglichkeiten beider Städte nicht miteinander zu vergleichen sind.

Ich selbst arbeite in Salzburg, wohne aber ca. 20 km ausserhalb und deshalb zahle ich schon 660,- Euro für meine Jahreskarte. Okay, das Land Salzburg übernimmt davon 20%, bleiben immer noch 528,- Euro. Selbstverständlich werden die Preise jährlich an den Verbraucherpreisindex angepasst.

Natürlich ist das kein Wettstreit, aber ihr Wiener seid mit eurem 365,- Euro-Jahresticket wirklich gut bedient und vielleicht sollen ja auch die Preissteigerungen auf der Kurzstrecke und beim Gelegenheitsverkehr die Menschen zum umdenken anregen.

 
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