Erste Radwege sind grün - Stenzel: "Eine Frechheit"

16.05.2013 | 12:16 |   (DiePresse.com)

Zwei der drei Teststrecken haben den neuen grünen Belag. City-Bezirksvorsteherin Stenzel sieht wichtigere Themen als die "Umfärbung".

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Neue Farbe auf 50 Metern Radweg: Zwei Tage nach der Ankündigung von Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) sind die ersten zwei von insgesamt drei Teststrecken nun grün bepinselt worden. Die beiden Abschnitte - 20 und 30 Meter lang - befinden sich am Gürtel-Radweg vor dem Westbahnhof. Der eher im Pastellton gehaltene grüne Belag wurde in der Nacht auf Donnerstag aufgebracht. Die Einfärbung des dritten, 40 Meter langen Testbereichs am Burgring erfolgt erst nächste Woche, so ein Vassilakou-Sprecher auf.

Die grüne Ressortchefin will bekanntlich in den kommenden Jahren sämtliche Radwege der Bundeshauptstadt einfärben - und zwar bevorzugterweise in Grün. Dadurch wären Bike-Strecken besser sichtbar, was Gefahren bzw. Konflikte zwischen Autofahrern, Fußgängern und Radlern vermeiden und die Orientierung erleichtern würde, so das Hauptargument. Die Aufregung darüber geht aber weiter. Anlässlich der ersten, testweise grün eingefärbten Radwegabschnitte hat sich am Donnerstag auch Wiens City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (ÖVP) zu Wort gemeldet.

Sie ließ im Gespräch mit der Austria Presse Agentur keinen Zweifel an ihrer Ablehnung der Maßnahme: "Das ist eine Frechheit." Die Grünen würden hier Steuergelder für eine Parteiwerbeaktion im Wahljahr ausgeben. "Das ist nicht zu tolerieren", unterstrich Stenzel.

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Die Farbe Grün sei international keinesfalls üblich, um Radwege zu sichern, argumentierte die Bezirkschefin der Inneren Stadt. "Man merkt die Absicht und ist verstimmt", ärgerte sich Stenzel. Es gebe außerdem wichtigere Stadtthemen als die "Umfärbung" von Bike-Anlagen. Es sei ja überhaupt widersprüchlich, einerseits die Radwege für teures Geld einfärben zu wollen und gleichzeitig für die Aufhebung der Radwegebenützungspflicht zu sein, zeigte sich die schwarze Vorsteherin irritiert.

"Die Grünen neigen bei der Verkehrspolitik zu Laborversuchen", wie sich auch am Beispiel Mariahilfer Straße zeige, analysierte sie. Was die Farbgebung für Radwege betrifft, "will ich auch kein Blau oder Schwarz haben". Jedwede derartige Maßnahme sei unnötig.

Wirkung wird getestet

Bevor die umstrittene Maßnahme schrittweise umgesetzt wird, soll die Wirkung des neuen Belags einmal bis Juni an den genannten drei Abschnitten getestet werden. Nach Vorliegen der Ergebnisse wird dann über das weitere Vorgehen entschieden. Die Verkehrsstadträtin hatte erst gestern, Mittwoch, betont, sie gehe davon aus, dass sich der Testlauf bewähren werde. Über die endgültige Farbe signalisierte sie jedoch noch Gesprächsbereitschaft.

Nicht nur die Tatsache, dass Vassilakou ausgerechnet Grün als Farbton favorisiert, hatte zuletzt für Spott und Empörung bei ÖVP und FPÖ, aber auch beim ARBÖ gesorgt. Die Bepinselung sei Geldverschwendung und bringe in Sachen Verkehrssicherheit gar nichts, so der Tenor. Doch auch der Koalitionspartner SPÖ hatte sich äußerst skeptisch gezeigt. Die Radlobby begrüßt hingegen die farbenfrohen Pläne.

 

 

(APA)

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339 Kommentare
 
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Autofahrer und Fußgänger

Die Kernfrage ist ob die Beiden durch die Einfärbung der Radwege abgehalten werden sie zu benützen?
Zu befürchen ist nach wie vor die Verparkung und die Begehung.
Ein Aufwand dessen Nutzen gegen null tendiert!

ich wiederhole mich :

ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, (15.05.2013 14:01)

daß mit diesem völlig mooshirnigen Vorschlag von etwas abgelenkt wird, was wir nicht wissen sollten :

- gibt es neue BeauftragteInnen ? (vielleicht für die konsequente Genderung der Verkahrsampeln ??)
- hat das FrauIn Brauner noch mehr Geld in der Karibik versenkt ?
- sollte das Parlament grün lackiert werden ?
- müssen wir in Zukunft für jedes gefahrene Auto den Besitz eines entsprechend großen Waldes nachweisen (der dann grundbesteuert werden kann) ?
- hat ein Mafioso - Capo einen hoch dotierten Konsulentenvertrag zur Beratung in Steuereintreibungsfragen erhalten ?
- werden in Schönbrunn statt des faden Barockgartens endlich die Cannabis - Plantagen verwirklicht ?
- stellt man NICHT - GRÜNES Denken unter Strafe ?
- werden die Import - Bettler endlich einer breiten Öffentlichkeit als leuchtendes Beispiel der Internationalität Wiens vorgestellt ?
- plant man Verbotszonen für Konditoreien ?

Jeder ist herzlich eingeladen, die Liste fortzusetzen.

eine Frechheit ist,


daß wir uns ständig mit überflüssigen, mooshirnigen Ideen auseinandersetzen müssen, deren Kosten wir dann alle tragen müssen.

Und die Kosten bestehen nicht nur aus Geld, sondern vor allem Zeit (künstliche Staus zur "Entschleunigung" des Verkehrs) und auch Auslagen für Antidepressiva, weil keiner verstehen kann, daß man auf höchster Ebene ungestraft völlig tralala sein darf.

ACHTUNg: nicht vergessen!

Der Diskurs über die Farbe, lenkt vom eigentlichem Problem ab!
http://honzosblog.wordpress.com/2013/05/16/nicht-die-farbe-ist-entscheidend/

Obwohl

...ich die Stenzlerin nicht leiden kann, muß ich ihr diesmal recht geben.
Urschl - jetzt handle mit derselben Energie, als handelte es sich um ein zb. Rockpub.
Na los!!!
Zeig was du an Fiesität drauf hast und stoppe das....wennst di traust.

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Interessant ist....


dass zwar die SPÖ Wien über 1200 km Radwege in den letzten Jahrzehnten gebaut hat, aber in der öffentlichen Wahrnehmung die Grünen dieses System überhaupt erst erschaffen hätten.

Grenzgeniales: "sich mit den Federn anderer Schmücken die 10te"

0 6

rund um die Stenzel Rauchverbot


Re: rund um die Vasilakuh.... Audi A8

oder fährt sie inzwischen endlich öffentlich?

Wählt....

diese verrückten Grünen Öko Kommunisten endlich ab! Und den Häupl Salat gleich mit.

vorweg: wohne nicht in Wien; hab aber mitbekommen, dass Rad und Auto da nicht so gut zusammenleben, wie's sein könnte

kann nur aus eigener Erfahrung sagen: eingefärbte Radwege wie in Holland verändern die Verkehrswahrnehmung; nach einer Tour von 1 - 2 Tagen war in meinem Hirn die Farbe rot (fietspaad, Radweg) mit raschem und vor allem sicheren Vorankommen verbunden, sodass ich nach Abstieg vom Rad und Umsatteln auf zu Fuß eine Zeit lang echt aufpassen musste, nicht automatisch auch zu Fuß immer auf den Radwegen zu gehn; die anderen Verkehrsteilnehmer in Holland sind Radfahrern gegenüber extrem rücksichtsvoll; is ja auch klar, da oben gbt's so viele davon, sie haben eigene Spuren überall, sogar im Kreisverkehr; beeindruckend zu erleben, wie ein tonnenschwerer LKW ohne Stress abbremst, um den Radfahrer im Kreisverkehr vorbeizulassen. also grundsätzlich ist die Idee gefärbter Radwege nich schlecht finde ich, weil die Wahrnehmung und damit die Sicherheit verbessert wird. ob das auf einer Teststrecke von ein paar Metern messbar ist, ist eine andere Frage; und ja, die guten hätten sich vielleicht für eine andere Farbe entscheidne sollen, da wäre die Optik nicht so schief :)

Österreich fordert: Nummerntafel und regelmäßige Alkotest für die Frau Bezirksvorsteherin!

http://youtu.be/_Dze0kDekrQ


in 10 jahren

werden sich die bürger fragen, was von den grünen in der stadtregierung geblieben ist.

antwort: sie haben die autofahrer abgezockt und grüne radwege (welche grüne firma hat da wieder den reibach gemacht?) bepinselt.

3 14

Re: in 10 jahren

in zehn jahren gibt es einen grünen Bürgermeister/in!

Solange

Nur die radwege umgefärbt werden können Stenzel und ihre Parteifreunderln ruhig schlafen

4 0

Das ich einmal offen für den Häupl Partei ergreife hätte ich mir auch nicht gedacht.


Nein bitte keinen Grünen Bürgermeister - so viel "Rampensau-haftes Verhalten" würde selbst diese Stadt nicht unbeschadet überstehen.

Re: Solange

wenn sie gerne für jeden blödsinn der grünen zahlen ---> spende an vasilakou und co.

ich habe das geld nicht dafür.

2 12

stricherl initiative.

ich finde das presse forum echt super! wirklich, bin begeistert, weil man sich mit soviel respekt begegnen muss. ich meine rotes stricherl ist schon super, und grünes ist ganz ganz super. warum sollen aulso die radwege nicht super grün sein?

Wieso fällt mir bei dem Pleitegeier die

Tortenattacke auf Bill Gates vor ettlichen Jahren ein?

Hmm, so eine Torte oder ein paar faule Tomaten hätten schon was!

Re: Wieso fällt mir bei dem Pleitegeier die

war da nicht so eine lustige torte bei einem der blauen in wien. keine ahnung wie der heißt aber das war urlustig. ich glaube der hat das wegen der publicity gemacht. torte gekauft, werfer gedungen, da war er dann im fernsehen. erinnert irgendwie an den lugner. aber torte ist superidee.

Re: Re: Wieso fällt mir bei dem Pleitegeier die

ein kommentar auf kindergartenniveau.

1 4

Re: Re: Re: Wieso fällt mir bei dem Pleitegeier die

die Wahrheit tut den blauen Versagern weh.
auch wenn es schon jahre aus ist!

8 22

Witzig

Immer blau sein aber keine grünen Radwege mögen.

Die UdSSR ist ebenfalls untergegangen,

vor allem wegen der hohen Kosten und sinnlooser Politik. Die Grün-Stalinisten mit ihrem Pleitegeier aus Griechenland leben dies weiter!

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Re: Die UdSSR ist ebenfalls untergegangen,

vorher ist aber schon das dritte rei-h in der versenkung verschwunden!

Stimmt alles nicht!

Die Grüninnen sind ja gar keine Grünen, denn alle Radwege müßten doch - wenn wir ehrlich grün denken - mit Gras bewachsen sein! Ein Stück Natur am Radlweg das wäre der Hammer. Aber nein die Grüninnen wollen die Radwege bepinseln, mit grüner umwelt-unfreundlicher Farbe!
Wo doch ein richtiger Radlweg zuerst ausgehoben, dann mit Erde befüllt, und dann Gras angebaut werden müßte, zum Wohle der wiener Gärtner!
Bitte die Gänseblümchen und den Löwenzahn dazwischen nicht vergessen, die sind strapazierfähiger als Gras. Gemäht wird mit freilaufenden Schafen.

Re: Stimmt alles nicht!

Vorschlag zur Güte: Warum legen wir auf den Radwegen nicht diesen Kunstrasen aus den manche Leute mit Geschmacksverirrung am Balkon liegen haben? Ist Grün, weicher als Asphalt, kostet sicher weniger als 30€/m²

;-)

 
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