Was in Wiener Parks (nicht) erlaubt ist

17.05.2013 | 16:17 |   (DiePresse.com)

Schönbrunner Schlosspark, Burggarten, Volksgarten und Augarten stehen unter Denkmalschutz. In städtischen Parks gibt es kein Liegeverbot.

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Die Sonne scheint, die Menschen strömen in die Wiener Parks - und legen sich dort auch einmal auf die Rasenflächen. Doch das kann mit Konflikten enden, wenn dies eigentlich nicht erlaubt ist. Zu so einer Situation ist es kürzlich im Augarten gekommen. Dort wurde die Einhaltung der Parkordnung nach Beschwerden wieder strenger kontrolliert. Das sorgte für Aufregung unter den Besuchern. Was in den städtischen Grünanlagen erlaubt ist und was nicht, das ist klar geregelt. Bei Verstößen kann es auch zu Strafen kommen.

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Die Wiener Parks werden nicht nur von der Stadt verwaltet. Einige der bekanntesten Anlagen - der Schönbrunner Schlosspark, der Burggarten, der Volksgarten, der Augarten und der Belvederegarten - liegen im Zuständigkeitsbereich der Bundesgärten. Dabei handelt es sich um mehr als eine Formalität oder gar Arbeitsteilung.

Denn die Anlagen der Bundesgärten stehen unter Denkmalschutz: "Die österreichischen Bundesgärten sind Kunst- und Kulturgut. Sie unterliegen einem besonderen Schutz", unterstrich Direktorin Brigitte Mang. Deswegen gelten hier zum Teil auch strengere Regeln als in den städtischen Anlagen.

Von "Rasern" und Gefährdungen

Es gibt in den Bundesgärten gekennzeichnete Aufenthaltsbereiche, entweder Liege- oder Spielflächen. Mit Verweis auf die Situation im Augarten unterstrich Mang, dass es nicht der Punkt sei, ob jemand gemütlich in der Wiese sitze. Vorausgesetzt, dass kein Schaden am Rasen oder an den Blumenbeeten entstehe. Vielmehr gehe es um Radfahrer, die durch die Anlage "rasen" oder nicht angeleinte Hunde. Beides würde Gefährdungen für die Besucher darstellen.

Radfahren ist in den Anlagen der Bundesgärten nicht genehmigt. Ebenfalls ausdrücklich in der Parkordnung untersagt ist etwa Skifahren. Erlaubt sind hingegen Joggen und Walken, wie Mang versicherte. Was Hunde anbelangt: Im Schönbrunner Park, Burggarten, Volksgarten und im Belvederegarten sind die Vierbeiner verboten. Der Grund dafür: "Hundeexkremente können massiven Schaden an den Pflanzen anrichten", so Mang. In den Augarten haben Hunde hingegen Zutritt. Dort müssen sie aber an die Leine bzw. gibt es dort auch eine Hundezone. Von Grün- und Pflanzenflächen sind die Tiere allerdings fernzuhalten.

Städtische Parks haben andere Regeln

In jenen Parkanlagen, die von der Stadt Wien verwaltet werden, gibt es weniger Regeln zu beachten. 2008 wurde das Liegeverbot aufgehoben. Besucher seien eingeladen, Wiens Rasen und Wien in den Parkanlagen zu genießen, wie es bei der zuständigen MA 42 (Stadtgärten) hieß. Es gebe aber einige Regeln für ein konfliktfreies Miteinander: "Sauberkeit ist oberstes Gebot." Abfälle gehören in den Mistkübel, Hundekot muss von den Tierhaltern vom Rasen entfernt werden. In manchen Parks herrscht Hundeverbot, in den meisten Leinenpflicht. Auf Kinderspielplätzen gilt Rauch- und Hundeverbot.

Was das Radfahren anbelangt: Kinderfahrräder seien erlaubt, erwachsene Radfahrer werden jedoch "nicht so gerne" gesehen, hieß es vonseiten der MA 42. Wobei: Einige offizielle Radrouten und -wege führen durch städtische Parks. Hier ist das radeln naturgemäß kein Problem.

Die Einhaltung der Regeln kontrolliert die städtische Aufsichtstruppe "Waste-Watcher". Diese dürfen Besucher, die es mit den Vorschriften nicht so genau nehmen, ermahnen bzw. gegebenenfalls auch strafen. Was die Kontrolle in den Bundesgärten anbelangt: Dort sorgen die Parkaufsicht und zum Teil auch Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen dafür, dass die Parkordnung eingehalten wird. Bei Verstößen würden die Besucher "höflichst ersucht, das zu unterlassen", so Mang. Anzeigen gebe es keine, auch die Polizei würde nicht gerufen werden, versicherte sie.

(APA)

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  • Liegen verboten? Protest im Augarten

    Liegen verboten Protest Augarten / Bild: (c) Fabry Die Burghauptmannschaft kontrolliert die Einhaltung der Parkordnung stärker. Prompt gab es Widerstand gegen ein Liegeverbot - das allerdings nie ausgesprochen wurde.

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    Eher billig. Die Grünen setzen auf das Recht der Lässigen.

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    Bild: (c) Fabry Kein Rodeln, Skifahren, Radfahren – in den Wiener Parks ist ziemlich klar geregelt, was in Ordnung ist und was nicht. Geldstrafen oder Einsätze der Polizei sind bei Verstößen in der Regel allerdings nicht vorgesehen.

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11 Kommentare

Hundekot?!?

Dass Hundekot den Pflanzen schadet, ist Schwachsinn. Hundepi..e hingegen schadet sehr wohl. Wenn ein Hund mehrmals auf die selbe Stelle pi..t, dann entsteht dort ein gelber Fleck und es wächst kein Gras mehr...

hundeexkremente schädlich für Pflanzen ?!

das wäre mir neu. soviel ich weiß wirkt das wie ein natürlicher Dünger.
Aber was weiß ich schon, ich bin ja vom Land ....

Re: hundeexkremente schädlich für Pflanzen ?!

Ob schädlich oder nicht, als Hundesbesitzer weiß ich, was ich mit den Hinterlassenschaften meines Tieres zu machen habe, nämlich mit einem mitgebrachten Säckchen aufzusammeln und in einem Abfalleimer zu entsorgen. Für mich kein Problem, aber leider für viele gewissenlose Hundesbesitzer doch eines. Und diese Hundehalter sind dann jene, die uns gewissenhafte Hundebesitzer in ein schlechtes Licht rücken.

schön wäre....

...ein Campingplatz im Augarten, aber wer will schon im stehen schlafen!

rauchverbot

die sollen lieber erstmal das rauchverbot auf spielplätzen besser kontrollieren und sanktionieren kann gar nicht aufzählen wie oft auf diversen spielplätzen zigarettenstummel und auch alkoholikafläschchen auf dem boden herumkullern

Re: rauchverbot

am besten einen verbotsbeauftragten schaffen das noch mehr in die privatspähere eingedrungen werden kann
und bitte seit wann ist auf einem spielplatz im frein rauchverbot ????

Schönbrunn

versandelt leider immer mehr. Seit der Ostöffnung kommen Busladungen voll mit Billigtouristen, die ihren Dreck einfach fallen lassen, obwohl es dort wahrlich keinen Mangel an Mülleimern gibt und gerne auch nach Belieben irgendwo hinschei*en.

Immer wieder sieht man Menschen mit Hunden herumspazieren, Kinder mit Skateboard oder Fahrrad, diverse Ballspiele, massenhaft Menschen im Gras (die pfeifen sich mittlerweile überhaupt nichts mehr), ausgegrabene Pflanzen und - worst of all - auch das importierte Subproletariat macht sich mittlerweile in dem vormals recht stilvollen Ambiente breit.

Dazu kommen noch die billigen Jahrmarktattraktionen für Touristen...


Re: Schönbrunn

um schönbrounn istes wirklich schade der erholungswert für die anreiner ist inzwischen null da so fürchterlich überlaufen

weitere vorschläge

-Wege nach Altersgruppen aufteilen
- Seperate Begegnungszonen für Singles, Familien und Paare
- Heickle Wege nur am Mo, Do und Sontag freigeben um Schotter und Kieselsteine zu schonen
- Und sicherheitshalber noch Anmeldung bei der MA und sich die zugangsnummer auf die Stirn picken

da müssen die stadtmenschen dann am Land ja fast vor Glück zum weinen anfangen ;)

eine Bekannte von mir.....

....ist mit ihren Sohn(3) von Wien aufs Land gezogen....das Erste was der Sohn nach der ersten Nacht in der Früh gefragt hat, war, Mama wo sind denn die Menschen hingekommen;-)) kein Schmäh!

Wahlplakate

Hoffentlich sind auch Wahlplakate in Parks verboten. Es ist jetzt schon unerträglich die ganzen abgebildeten Fratzen sehen zu müssen.

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