Caritas: Erste Übersiedlungen aus dem Servitenkloster

27.06.2013 | 11:13 |   (DiePresse.com)

Das Kloster wird umgebaut und soll ab 2014 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge beherbergen. Die "Votivkirchen-Gruppe" wird aufgeteilt.

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Das Servitenkloster in Wien-Alsergrund wird umgebaut. Ab 2014 sollen dort unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beherbergt und betreut werden, erklärte der Generalsekretär der Wiener Caritas, Klaus Schwertner. Die im Kloster untergekommenen Personen, die vom Asylwerber-Protest in der Votivkirche übrig geblieben sind, müssen nun in andere Einrichtungen übersiedeln. Die ersten Flüchtlinge haben bereits eine neue Bleibe bezogen.

"Seit Wochen führen wir nun intensive Einzelgespräche mit den Betroffenen, denn schon seit dem Auszug aus der Votivkirche war klar, dass der Verbleib hier im Kloster nur befristet möglich ist", erklärt Schwertner. Die Gruppe, die seit Mitte Dezember zusammen für ein Bleiberecht kämpft, wollte gemeinsam untergebracht werden. Bis heute konnte laut Caritas kein entsprechendes Gebäude gefunden werden. Der sogenannte Theaterkeller im Kloster soll der Gruppe aber vorläufig bis Oktober weiterhin als Ort der Begegnung zur Verfügung stehen. 

Einen Monat hat der Fonds Soziales Wien den Grundversorgungsvertrag noch verlängert. Damit kann die Gruppe noch bis Ende Juli im Kloster versorgt werden, bzw. in dieser Zeit auf die anderen Einrichtungen verteilt werden. Rund 50 Personen sind derzeit noch im Kloster untergebracht, einige wurden bereits umgesiedelt. Etwa die Hälfte von ihnen hat einen negativen Asylbescheid, heißt es von Seiten der Caritas.

Dass sie nicht abgeschoben werden, liegt auch an ihrem Herkunftsland Pakistan. Abschiebungen dorthin sind zwar aus österreichischer Sicht möglich, allerdings lassen sich die pakistanischen Behörden Zeit mit den notwendigen Dokumenten oder verweigern diese. Schwertner fordert die Bundesregierung dazu auf, generell Abschiebungen in Länder zu überdenken, "die sie für ihre eigenen Bürger als zu gefährlich erachtet und daher vor Reisen dorthin ausdrücklich warnt". Die Behörden würden die Gefahrenlage in Pakistan falsch einschätzen, glaubt  Schwertner.

Junge Flüchtlinge ins Kloster

Nach dem Auszug der letzten Mitglieder der Asyl-Protestgruppe wird im Servitenkloster umgebaut, damit hier ab 2014 minderjährige Flüchtlinge, die ohne Begleitung nach Österreich gekommen sind, betreut werden können. Das Kloster ist im Besitz der Erzdiözese Wien. Der letzte verbliebene Pater ist bereits ins Servitenkloster nach Gutenstein gezogen. Längere Zeit war darüber spekuliert worden, ob aus dem Kloster ein Hotel gemacht wird. Diese Pläne sind vom Tisch.

Die Forderungen der Asylwerber unterstützt die Caritas zum Teil - etwa dann, wenn es um fairere und qualitätsvollere Asylverfahren gehe, "oder wenn es darum geht, dass Flüchtlinge in Österreich de facto noch immer nicht arbeiten dürfen und zum Teil in Grundversorgungseinrichtungen untergebracht werden, die jeder menschlichen Beschreibung spotten", sagt Schwertner. Der betroffenen Menschen hätten mit ihrem Protest erstmals selbst die Finger in die Wunden der heimischen Asylpolitik gelegt. Eine Lösung könne nur von der Bundesregierung kommen.

(Red.)

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50 Kommentare
 
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Na das ist schon eine Schlagzeile wert

Was würde die österreichische Wirtschaft ohne der Asylindustrie machen ??
Es werden noch Hunderte Unternehmen zusperren aber das Wachstum der Asylindustrie ist immer im steigen:

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Wann wird endlich österr. Recht angewendet???

Krone Heute Abend:

Da in den Storypostings keine sinnvolle Diskussion mehr stattgefunden hat und gegen die Netiquette verstoßende Postings überhandgenommen haben, sehen wir uns gezwungen, das Forum bis auf Weiteres zu deaktivieren.

Österreich will keine Illegalen, liebe Caritas!!!

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Sie fordern und sind unverschämt! mehr als 50% von ihnen hat einen negativen Asylbescheid!!!

http://www.krone.at/Oesterreich/Fluechtlinge_fordern_neues_Quartier_fuer_alle_50_Asylwerber-Keine_Trennung-Story-366945

Servitenkloster als "Gefängnis"
"Wir werden zusammenbleiben", stellten sich mehrere Sprecher der "Refugees" gegen eine getrennte Umsiedlung und forderten die österreichische Gesellschaft auf, ein neues Quartier in Wien für alle 50 Personen zu finden. Aus diesem Grund benötige man auch mehr Zeit im Servitenkloster - das dennoch als "Gefängnis" bezeichnet wurde. Man sei "wütend", "diese Menschen wollen die Gruppe zerstören", lautete die Anklage an die Verantwortlichen.

Sind die noch immer da?

Haben nicht etliche von denen rechtsgültige Abschiebungsbescheide? Warum hat man sie nicht sofort abgeschoben? Fragen über Fragen und keine Antworten

Alle Schüblinge sind mit der angebrachten Härte sofort abzuschieben!

Österreich und sein Volk lassen sich nicht länger auf der Nase herumtanzen und erpressen.
Im Herbst werde die wahren Schuldigen abgewählt!

Re: Alle Schüblinge sind mit der angebrachten Härte sofort abzuschieben!


Hoffentlich - Zeit wird´s!

Im September

werden die Schuldigen abgewählt

kotz würg

mehr ist dazu nicht zu sagen

27-06-13 19:37

Asylaktivisten

Komisch was wollen diese katholischen Würdenträger mit all den Kinder aus d.islamischen Pakistan, dem hinduistischen(?) Indien u.allen Sekten der Seidenstrasse http://tinyurl.com/nm3thu4 hinter den Klostermauern machen?
Was ist eigentl. wenn an der Hetze, die uns hier v.der britischen Gehaltsempfängerin
http://tinyurl.com/o9qkho8 erzählt wird, doch etwas dran ist?
Sollte diese kleinen Ausreißer nicht ihren rechtmäßigen Eltern zurückgegeben werden? Komisch wie leicht man durch alle Staaten ohne Papiere u.ohne Geld durch gefährliche Gegenden http://snipurl.com/27bryg7 als Minderjähriger reisen kann?
Ich mußte, daß letzte Mal nach Wien zurückreisen als a.d.türkischen Grenze bemerkt wurde, daß mein Paß 4 Monate abgelaufen war.

Oder ist d.Aufnahme aller Waisenkinder dieser Welt ein neuer Geschäftszweig, der erst entdeckt wurde http://snipurl.com/27brrmm

"Votivkirchen-Gruppe"

Aha, so nennt man jetzt die illegalen Asylanten bei uns!

Gute Abschiebungen gelingen nur, wenn das BM.I (geübte Praxis) dem Schübling einige tausend Euro mitgeben.



Re: Gute Abschiebungen gelingen nur, wenn das BM.I (geübte Praxis) dem Schübling einige tausend Euro mitgeben.

Vielleicht sollte man in USA (Texas, Californien) nach erfolgreichereren Methoden der Abschiebepraxis erkundigen. Ich kann und will nicht glauben,d ass das offizielle öSterreich auf ""Dokumente aus Pakistan" wartet anststatt diese Asylbetrüger sofort sediert ider eben randalierend im dortigen ransist oder auf dem Rollfled auszusetzen.
Im Herbst ist Wahltag und das wird ein rot-schwarz-grüner Zahltag für alle Asylantenfreunde !!

Re: Gute Abschiebungen gelingen nur, wenn das BM.I (geübte Praxis) dem Schübling einige tausend Euro mitgeben.

"Gute Abschiebungen gelingen nur, wenn das BM.I (geübte Praxis) dem Schübling einige tausend Euro mitgeben"

Mag sein. Allerdings brauchen andere Länder die ihre Gesetze konsequent anwenden nicht tausende Euros in die Hand nehmen für Scheinasylanten. Dort genügt die nötige Härte zur Abschiebung.

Re: Gute Abschiebungen gelingen nur, wenn das BM.I (geübte Praxis) dem Schübling einige tausend Euro mitgeben.

Und wenn schon, besser als sie hier durchfüttern. Noch dazu mit einem negativen Aufenthaltsbescheid. Die Schweiz macht das mit Tunesiern. Hat mager angefangen, doch mit der Zeit sollte es besser werden. 5000 Franken sind dort eine Menge Geld und ein gutes Startkapital.

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Nicht Schwerner, der vorgeschickt wird ...

... ist der Entscheidungsträger der kath. Kirche in der Sache, es ist inzwischen nicht einmal Caritasdirektor Michael Landau (der seit einm paar Monaten abgetaucht ist) und Bischofsvikar Dariusz Schutzki, es ist Bischof Schönborn der hier die letztgültige Entscheidung traf und weiter trifft.

Re: Nicht Schwerner, der vorgeschickt wird ...

Noch haben wir Gesetze die einzuhalten sind - auch von berührten Gut- und Bessermenschen. Die Mehrheit der Österreicher will diese Scheinasylanten besser gestern als morgen abgeschoben sehen.

Nachzug

"Ab 2014 sollen dort unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beherbergt und betreut werden"

Auch die jungen Flüchtlinge werden bald ihre Grossfamilien nachziehen, sobald die Aufenthaltsgenehmigung erteilt ist. Um den weiteren Geldfluss in die Sozialwerke zu gewährleisten, sind die Arbeitszeiten und Steuern für Einheimische massiv zu erhöhen, damit die jungen Flüchtlinge und ihre Grossfamilien reibungslos im Sozialsystem integriert werden können. Die minderjährigen Flüchtlinge und ihre nachziehenden Grossfamilien müssen dringenst mit sichren Sozialwerken aufgefangen und unterstützt werden.

Re: Nachzug

ankerkinder werden diese jungen bezeichnet. dies wohl deshalb weil sie als rettungsanker für die ganze zu hause wartende großsippe ausgeworfen wurden.

keine Rechtsverbindlichkeit

Die Reisewarnungen des Außenministeriums besitzen keinerlei Rechtsverbindlichkeit. Warum sollen sie also für Asylverfahren herangezogen werden? Eine pauschale Reisewarnung für ein bestimmtes Gebiet macht die Geschichte eines Asylwerbers nicht wahrscheinlicher, weil es sich dabei ja um ein individuelles Schicksal dreht. Schwertner ist ein intellektueller Schwächling, der die Leute für dumm verkaufen möchte. Was er anstrebt ist eine Aufweichung des Individualprinzips. Deshalb kommt die Reisewarnung ins Spiel, obwohl die auf die speziellen Risiken für Ortsfremde ausgerichtet ist (Entführungen) und nicht auf die Gefahren für die einheimische Bevölkerung, die oft andere Ursachen haben.

wie ist das mit der Fremdenpolzei

Untersteht das Fremdenpolizeiliche Büro in Wien nicht dem Wiener Polizeipräsidenten?
Was macht Dr. Pürstl - schon lange nichts von ihm gehört ...

Re: wie ist das mit der Fremdenpolzei

Pürstl ist rot der darf nichts machen.Befehl vom Vetliner Michl.

Schön langsam werden die Kameraden von der Kirche wirklich unerträglich......


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Re: Schön langsam werden die Kameraden von der Kirche wirklich unerträglich......


und ihre Unterstützer, Förderer!


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Passt!

dann schaffen wir das Asylsystem für Pakistani komplett ab - jeder der 176 Millionen, der es bis hierher schafft, darf bleiben und unser Sozialsystem geniessen. Die Schlepper haben ein perfektes Verkaufsargument noch dazu! Also, macht Platz Leute, wenn sich das dort herumspricht, wirds eng im schönen Alpenland...

Re: Passt!

"wirds eng im schönen Alpenland... "
Noch enger als ohnehin schon.

Reform

Es liegen soviele Länder zwischen den Heimatländern der Asylwerber und uns, das man daraus schon schließen kann, dass es hier nicht um Asyl im Sinne der Menschenrechte geht.

Wir müssen darauf drängen, dass das Asylrecht auch einen geographischen Bezug erhält.

 
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