11.02.2012 10:06 | Meine Presse Merkliste0

Wiener U-Bahn: Überfall mit Reizgas und Messer

18.11.2008 | 15:48 |   (DiePresse.com)

Ohne Vorwarnung attackierte der Räuber in der Station Volkstheater sein erstes Opfer mit Pfefferspray und Tritten. Als ein Mann helfen wollte, stach der Räuber auf ihn ein.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ein Räuber hat Montag in Wien gleich zwei Männer attackiert: Zuerst besprühte er den 33-jährigen Rene H. mit Reizgas, schlug ihn nieder und stahl sein Geld. Weil der Täter nicht von seinem Opfer abließ, wollte ihm ein Passant, der 36-jährige Bahran K., zu Hilfe kommen: Diesen attackierte der Unbekannte aber mit einem Messer und versetzte ihn zwei Stichwunden. Ein dritter Zeuge, der 36-jährige Sascha K., zerrte den Schwerverletzten schließlich aus der Reichweite des Täters.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor 21.00 Uhr in der U-Bahn-Station "Volkstheater" in Wien-Neubau. Der Unbekannte ging auf Rene H. zu und besprühte ihn sofort mit Reizgas, berichtete Polizeisprecherin Karin Strycek. Selbst als das Opfer bereits wehrlos am Boden lag, habe der Täter noch immer auf ihn eingeschlagen. Als Bahran K. dem Opfer helfen wollte, versetzte ihn der Tobende mit einem Messer zwei Stiche bzw. Schnitte im Gesicht und am Hals. "Er traf auch eine Arterie - aber Gott sei Dank bestand keine Lebensgefahr", so die Sprecherin.

Sascha K., der sich ebenfalls zufällig in der U-Bahn-Station aufhielt, zerrte den Schwerverletzten schließlich vom Täter weg in eine U-Bahn. Die beiden Männer fuhren bis zur Station "Herrengasse" und verständigten U-Bahnaufsicht und Polizei. Währenddessen flüchtete der Unbekannte und sein erstes Opfer blieb am Boden liegend zurück. Bahran K. wurde in ein Spital eingeliefert, Rene H. wollte nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Räuber wurde als 25- bis 30-jähriger und etwa 1,65 Meter großer, schlanker Mann beschrieben.

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

7 Kommentare
Gast: perro
25.02.2011 21:36
0 0

Was soll das !?!

Das gibt's doch nicht wie kann sowas um 21:00 passieren was bringt dann überhaupt noch die U-Bahn wenn man schon nach 21:00 ein Opfer werden kann dann können nach 21:00 ja nur noch Leute fahren die aussehen wie Bodybuilder und leute die sowas machen echt sinnlos
ICH HASSE DIE WIENER U-BAHN!!

Gast: 123
22.11.2008 10:25
0 0

Zivilcourage

Es ist einfach furchtbar, dass jemand für ein bisschen Geld bereit ist, einen aus Zivilcourage handelnden Mann derart zu verletzen.

Insider
18.11.2008 21:01
0 0

Wo waren die Mitarbeiter der Wiener Linien?

Wie kann so etwas passieren, ohne dass die Wiener Linien etwas bemerken? Auf den U-Bahnsteigen gibt es doch Kameras? Gibt es von diesem Typ wenigstens Aufzeichnungen? Zum Glück gab es couragierte Fahrgäste, die ohne zu zögern eingriffen und selbst Verletzungen riskierten. Es wäre interessant, was man bei den Wiener Linien zum Thema Sicherheit in nächster Zeit vor hat. Mit der U-Bahn zu fahren wird immer unsympathischer. Zeitweise fährt man in öffentlichen Mülltonnen, muss sich vor Fahrgästen fürchten während die anderen oft unbeteiligt zusehen. Nur so weiter.

Antworten Peterbär
19.01.2009 06:06
0 0

Re: Wo waren die Mitarbeiter der Wiener Linien?

Für die Mitarbeiter der Wiener Linien sind die Fahrgäste doch nur störende Kunden. Jedenfalls schließe ich das aus dem unmöglichen Verhalten mancher Straßenbahnfahrer. Die Videoüberwachung gibt nur ein Gefühl der Sicherheit. Sicherheit bietet sie nicht, da ja keiner hinschaut, wie sich nun wiedereinmal zeigt.

Antworten Gast: Niederösterreicher
20.11.2008 19:43
0 0

Re: Wo waren die Mitarbeiter der Wiener Linien? Ein Passant hat beherzt eingegriffen

und seine Gesundheit dabei riskiert. Nach den "Emfehlungen" der Polizei hätte er aber nichts tun und die Polizei verständigen sollen, die dann - womöglich eine halbe Stunde später - eingetroffen wäre! Bis daher wäre der Überfallene vielleicht schon tot gewesen!

Meine Empfehlung an die Wiener Politik: Den Drogensucht massiv bekämpfen (die ist kein Kavalliersdelikt) und das Gesindel, das sich in Wien eingenistet hat, hinausschmeissen (am besten nach Spanien, wo es offenbar mit offenen Armen aufgenommen wird)!

Inländisches Gesindel könnte man nach solchen Straftaten den russischen Behörden für den Arbeitsdienst in Sibirien leihweise zur Verfügung stellen. Den Verdienst könnte man der Caritas überweisen und damit eine gute Tat leisten!

Kantig
18.11.2008 18:58
0 0

Diese Brutalität und Angstfreiheit vor Folgen ist mir unerklärlich!

Handeln Menschen unter Drogen so?

Es setzt eine gewisse Primitivität voraus, denn es ist doch offensichtlich dass unter normalen Umständen eine Verhaftung erfolgt.

Kopfschüttel..., Ratlosigkeit, wohin sind wir unterwegs?

Antworten Gast: Gast
18.11.2008 19:43
0 0

Re: Diese Brutalität und Angstfreiheit vor Folgen ist mir unerklärlich!

Wenn der Totschlag Nathschlagers bloss 3 Monate unbedingt bringt, wunderts mich nicht. Das ist eben ein Justizproblem.