WIEN(stu). Monte Laa ist der Prototyp. In dem Favoritner Stadtteil nahe der Südost-Tangente wird im Herbst das erste Campus-Schulmodell Österreichs (250 Kindergartenkinder, 400 Volksschüler) eröffnet, wie Neo-Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch am Dienstag erklärte.
Das Konzept: eine gemeinsame ganztägige Bildungseinrichtung für Kindergartenkinder und Schulkinder; also Lernen und Freizeit an einem Ort, mit kontinuierlicher Kinderbetreuung, ohne dass Schüler für die Freizeitgestaltung (z. B. Fußball) quer durch die Stadt fahren müssen. Ein weiterer Vorteil: Kinder können vom Kindergarten in die Schule aufsteigen, ohne die gewohnte Umgebung zu verlieren; womit Umstellungsprobleme wegfallen sollen.
Vom Kindergarten zur Matura
Deshalb sieht Oxonitsch in dem Campus-Modell die Zukunft des Bildungssystems: Am Nordbahnhof-Gelände (Leopoldstadt) wird im September 2010 die nächste Campus-Schule eröffnen, Donaufeld-Nord (Floridsdorf) folgt 2012/13. Und für die „Seestadt Aspern“ (22. Bezirk) wird ein Campus-Modell entwickelt, das die gesamte Schullaufbahn an einem Campus abdeckt (von der Kinderkrippe bis zur Matura). In einer Campus-Schule beginnt der Unterricht um 8 Uhr und dauert bis 15.30 Uhr. Die Kinder können dort allerdings von 6 bis 18 Uhr, auch in den Ferien, betreut werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.04.2009)
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