Wien: Beklebung der 15.000 Mistkübel

"Ganz Wien bleibt clean": Zehn Slogans sollen zur Bewusstseinsbildung für eine saubere Stadt beitragen. Präsentiert wurde auch die bisherige Jahresbilanz der "Waste Watcher".

Wiener Mistkübel
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(c) FABRY Clemens

"Ganz Wien bleibt clean" - Dieser und neun weitere Sprüche werden demnächst in Stickerform alle 15.000 Wiener Mistkübel zieren. Sie konnten sich in einer Internetabstimmung aus 30 Vorschlägen durchsetzen. "Wir haben viele Aktionen gesetzt, um das hohe Sauberkeitsniveau in Wien weiter auszubauen, die Beklebung der Mistkübel mit witzigen Sprüchen soll zur weiteren Bewusstseinsbildung für eine saubere Stadt beitragen", so Umweltstadträtin Ulli Sima.  


Die neuen Sprüche lauten:

  • Ganz Wien bleibt clean.
  • Schaut net weg, hau eine dein´ Dreck!
  • Bin für jeden Dreck zu haben.
  • Mist für mich, Lob für dich.
  • Tag- und Nachtaktiv.
  • Gib meinem Hängen einen Sinn.
  • Bitte füttern!
  • Für Sie rund um die Uhr geöffnet.
  • Ihre Papiere, bitte!
  • Gebaut nach dem Reinheitsgebot von 2009.

Slogans wie "Ich bin eine Dreck-Queen", "Für Kübeltäter" oder "Dosenkavalier" haben sich nicht durchgesetzt. Bereits am Montag wird mit der Anbringen der Kleber begonnen. Insgesamt 5803 Menschen haben am Voting teilgenommen. Rund die Hälfte der Einzeiler stammt aus der Feder von Mitarbeitern der Magistratsabteilung 48, die für die Müllabfuhr zuständig ist.

Jahresbilanz der "Waste Watcher"

Präsentiert wurde auch die bisherige Jahresbilanz der "Waste Watcher". Die Müllsherifftruppe musste bis einschließlich Mai 1618 Mal einschreiten. Dabei haben die 320 meist nebenberuflich tätigen Watcher 739 Ermahnungen und 548 Organmandate zu je 36 Euro verhängt sowie 331 Anzeigen erstattet, wobei hier die Strafen zwischen 1000 und 2000 Euro liegen kann.

Hauptsächlich aktiv wurden die Kontrollorgane in Sachen Hundekot (431 Mal), gefolgt von Verstößen bei illegalen Sperrmüllablagerungen (194) und zurückgelassenen Einkaufswagen (132). Diese drei Bereiche bilden auch die Schwerpunkte der Mist-Wächter. Der Rest entfiel auf sonstige Angelegenheiten. Eingeführt wurden die Waste Watcher 2008.

(APA)

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