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Wiener Wagenplatz: Neue Suche nach neuem Standort

04.08.2009 | 17:41 |   (DiePresse.com)

Die Wagenplatz-Bewohner müssen das Grundstück in der Baumgasse, das sich im Besitz des Baukonzerns Porr befindet, räumen. Die Aktivisten stehen somit wieder am Anfang.

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Die Baumgasse 131 wird für die Wiener "Wagenplatz"-Leute nicht zur Daueradresse werden: Die Freunde des alternativen Wohnstils müssen die Fläche, die sich im Besitz des Baukonzerns Porr befindet, im Bezirk Landstraße bis 20. August verlassen. Das ist das Ergebnis von Gesprächen, dass die beiden Parteien am Dienstagnachmittag geführt haben. Man akzeptiere die Entscheidung der Porr AG und werde das Grundstück fristgerecht räumen, teilte Miriam, die als Sprecherin der zehn Menschen umfassenden Gruppe fungiert, mit.

Die Langzeit-Camper hatten vor rund zwei Wochen die Baufläche nahe der Südosttangente in Beschlag genommen. Grund dafür ist, dass sie von ihrem bisherigen "naturnahen" Wohnort in Simmering wegen rechtlicher Auflagen bis spätestens Ende August abgezogen sein müssen. Ein Teil der Clique hatte sich daraufhin auf einem der Stadt gehörenden Grundstück in der Leopoldstadt niedergelassen, was aber ebenfalls nur eine Zwischenlösung ist. Ein weiterer Kreis zog in die Baumgasse.

"Wir sind etwas vor den Kopf gestoßen und deprimiert", drückte Miriam ihre Enttäuschung über das Gesprächsergebnis aus. Man wisse nun nicht, wie es weitergehen solle: "Wir stehen wieder am Anfang." Angestrebt wurde von den "Wagenplätzlern" eine sogenannte Zwischennutzung bis zum Baubeginn auf dem Areal, wobei sich die Freiluft-Bewohner bereiterklärt hatten, monatlich 500 Euro für karitative Initiativen zu spenden. Eine Begründung für die Entscheidung konnte weder von den urbanen Nomaden noch von der Porr gegeben werden.

Im Zuge der Suche eines neuen Standorts, der künftig als Stellplatz für die zu Wohn- und Schlafräumen umfunktionierten Klein-Lkw, Busse und Wohnwägen dienen könnte, hatte auch die Stadt Unterstützung angeboten. Vorgeschlagen wurde schließlich ein 3200 Quadratmeter großer Platz im 22. Bezirk für eine Gesamtjahresmiete von rund 21.150 Euro - was von den Campern jedoch abgelehnt wurde. Diese Variante komme auch weiterhin nicht infrage, bekräftigte Miriam mit Verweis auf zu hohe Kosten bei gleichzeitig zu geringer Fläche.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Sylvia
15.08.2009 12:57
0 0

Besetzen?

Die jungen Leute wirken sympathisch und sind auch gebildet. Warum sie wohl SO leben wollen?
Letztendlich ihre Sache, nur: ein Grundstück
"in Beschlag nehmen", egal ob es brachliegt oder wem es gehört, das geht in unserem Rechtsstaat nicht und wirkt auch unsympathisch. Jeder Staatsbürger muß sich nach den Gesetzen richten und vielleicht wäre VORHER fragen günstiger?
Bei allem Verständnis für das "freie" Leben, es kann nur auf dem Boden der Realität - im wahrsten Sinne des Wortes - stattfinden.

Gast: renate
06.08.2009 15:23
0 0

ein stückchen brache

ich habe die geschichte in den medien verfolgt und es scheint mir doch ein bissl unverhältnissmässig....den 176 Euro für stückchen Wiese irgendwo am stadtrand ohne öffentliche verkehrsmittel, keinerlei Anschlüsse ( laut dem ORF Themabericht betrage es sich ja hier nochmal um 30 000 Euro)
quasi ohne jegliche infrasstruktur. hinzu kommen heizkosten , Gaskosten ,Versicherungskosten die sie ja selbst tragen. und ein stückchen Brache mit einer Wohnung zu vergleichen scheint mir weltfremd ...da is die frage wer da hippie ist.
bevor ihr hier schwachsinn postet informiert euch mal richtig. ich kenne diese menschen nicht und ich persönlich bevorzuge auch meine wohnung aber etwas objektiv sollte man dann doch bleiben.

Gast: pan
04.08.2009 21:21
0 0

Bitte was?????

Was sind denn das für weltfremde Hippies???

Die können doch nicht echt erwarten, kostenlos ein Grundstück zu erhalten. Wo sind wir denn bitte?

Jede(r) muss für seinen Lebensraum Miete bezahlen oder diesen käuflich erwerben.

EUR 21.150 durch 10 Leute durch 12 Monate ergibt eine monatliche Miete pro Person in Höhe von 176,25.

Solche Irren findet man nur in der Stadt ...


Gast: Tiger
04.08.2009 17:58
0 0

Wie wär's wenn die Aktivisten in den Wald ziehen?