23-Jähriger in Wiener Wohnung erstochen

Der junge Mann wollte einen Beziehungstreit in einer Wohnung in Brigittenau schlichten und dürfte von seinem Cousin erstochen worden sein.

In diesem Haus hat sich die Bluttat ereignet
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In diesem Haus hat sich die Bluttat ereignet
In diesem Haus hat sich die Bluttat ereignet – APA/HERBERT PFARRHOFER

Ein 20-jähriger Mann soll in der Nacht auf Mittwoch in der Wohnung seiner Freundin seinen 23-jährigen Cousin in einer Wohnung in Wien-Brigittenau erstochen haben. Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger war der Täter mit seiner Lebensgefährtin in deren Appartement in der Hannovergasse in Streit geraten. Sein Cousin ging dazwischen. Der 20-Jährige ging daraufhin mit einem Messer auf ihn los.

Die Wohnung gehört einer 25-jährigen Frau aus Ungarn, die in Wien als Hausfrau lebt und Mutter eines dreijährigen Kleinkinds ist. Die beiden Cousins waren laut Polizei aus Bratislava bei ihr auf Besuch, mit dem 20-Jährigen dürfte es eine Beziehung gegeben haben. Der junge Mann ist Hahslinger zufolge aber nicht der Vater. Um 23.20 Uhr hörten Nachbarn Schreie aus der Wohnung. Das Paar war in Streit geraten. Mehrere Personen alarmierten die Polizei, darunter die Wohnungsinhaberin selbst.

Vier weitere Slowaken in der Wohnung

Sie gab an, dass sie mit ihrem Freund in Streit geraten sei und er ihr eine Ohrfeige gegeben habe. Sein 23-jähriger Verwandter wollte weitere Gewalt verhindern und geriet zwischen die Fronten. Ihr Freund holte ein Messer aus der Küche und rammte es seinem Cousin in den Rumpf, der an Ort und Stelle starb.

Neben den drei unmittelbar Beteiligten waren zumindest vier weitere slowakische Staatsbürger in der Wohnung. Hahslinger zufolge handelte es sich bei ihnen allesamt um Familienmitglieder der beiden Cousins. Einer hatte noch gehört, wie das Opfer rief: "Er hat mich gestochen!" Dann habe man nur mehr Blut auf dem Boden gesehen.

Der 20-Jährige wurde jedenfalls nach der Tat dabei gesehen, wie er aus der Wohnung mit einem Messer in der Hand flüchtete. Er wurde wenig später festgenommen. Laut Hahslinger gab es keine Hinweise darauf, dass bei der Auseinandersetzung Alkohol im Spiel war.

(APA )

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