Stephansdom

Künstlerin hüllt Heilige in Rettungsfolie

37 der Heiligenstatuen im Wiener Stephansdom sind während der Fastenzeit großteils verhüllt, was auf die Notlage Schutzsuchender anspielen soll. Auch das Fastentuch im Dom ist heuer neu.

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108 Heiligenstatuen zieren die Säulen im Inneren des Wiener Stephansdoms. 37 von ihnen zeigen sich während der Fastenzeit großteils verhüllt.

APA / Herbert Neubauer

Die Figuren wurden von der Wiener Künstlerin Victoria Coeln in Rettungsfolie eingewickelt.

APA / Herbert Neubauer

Damit soll auf die existenzielle Notlage Schutzsuchender angespielt werden, wurde bei der Präsentation am Dienstag betont.

APA / Herbert Neubauer

Auch das Fastentuch im Dom ist heuer neu.

 

APA / Herbert Neubauer

Victoria Coeln hat bereits wiederholt in den Innenräumen von Sakralbauten - auch im Stephansdom - beeindruckende Lichtspiele entstehen lassen. Die diesjährige Arbeit ist auf den ersten Blick hingegen wenig spektakulär. Sie erschließt sich erst bei genauerem Hinsehen, da die Figuren immerhin fast zehn Meter über den Besuchern der Kathedrale postiert sind. Die gotischen Statuen sind fast vollständig eingehüllt, nur die Gesichter oder manche Heiligenattribute sind zu erkennen.

APA / Herbert Neubauer

Gleichzeitig sind die steinernen Beschützer aber sichtbarer als sonst: Wenn Sonnenlicht oder das Licht aus eigens montierten Spots auf die Objekte fällt, beginnt es im Kirchenraum zu glitzern.

 

 

APA / Herbert Neubauer

Ein weiterer Teil - genannt "Lebenszeit" - der als Trilogie angelegten Arbeit ist eine Projektionsfläche im Altarraum. Sie ersetzt heuer das traditionelle Fastentuch. Gemeinsam mit der Schweizer Künstlerin Susanne Lyner hat Coeln ein Video konzipiert, das auf dem Gobelin gezeigt wird.

APA / Herbert Neubauer

Besucher sind mit einem sich stetig verändernden Muster konfrontiert, das sich theoretisch 81,5 Jahre nicht wiederholt, was der durchschnittlichen Lebenszeit eines Mitteleuropäers entspricht - aber nach der Fastenzeit wieder deinstalliert wird.

 

APA / Herbert Neubauer

Der dritte Teil ("Geschlecht") wird im Mai, dem traditionellen Frauenmonat der katholischen Kirche, eröffnet. Männliche Säulenheilige werden dann mit halbtransparenten Tüchern verhüllt, weibliche Skulpturen und Mariendarstellungen sollen hingegen mittels Licht sichtbarer gemacht werden.

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108 Heiligenstatuen zieren die Säulen im Inneren des Wiener Stephansdoms. 37 von ihnen zeigen sich während der Fastenzeit großteils verhüllt.

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Die Figuren wurden von der Wiener Künstlerin Victoria Coeln in Rettungsfolie eingewickelt.

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Damit soll auf die existenzielle Notlage Schutzsuchender angespielt werden, wurde bei der Präsentation am Dienstag betont.

APA / Herbert Neubauer

Auch das Fastentuch im Dom ist heuer neu.

 

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Victoria Coeln hat bereits wiederholt in den Innenräumen von Sakralbauten - auch im Stephansdom - beeindruckende Lichtspiele entstehen lassen. Die diesjährige Arbeit ist auf den ersten Blick hingegen wenig spektakulär. Sie erschließt sich erst bei genauerem Hinsehen, da die Figuren immerhin fast zehn Meter über den Besuchern der Kathedrale postiert sind. Die gotischen Statuen sind fast vollständig eingehüllt, nur die Gesichter oder manche Heiligenattribute sind zu erkennen.

APA / Herbert Neubauer

Gleichzeitig sind die steinernen Beschützer aber sichtbarer als sonst: Wenn Sonnenlicht oder das Licht aus eigens montierten Spots auf die Objekte fällt, beginnt es im Kirchenraum zu glitzern.

 

 

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Ein weiterer Teil - genannt "Lebenszeit" - der als Trilogie angelegten Arbeit ist eine Projektionsfläche im Altarraum. Sie ersetzt heuer das traditionelle Fastentuch. Gemeinsam mit der Schweizer Künstlerin Susanne Lyner hat Coeln ein Video konzipiert, das auf dem Gobelin gezeigt wird.

APA / Herbert Neubauer

Besucher sind mit einem sich stetig verändernden Muster konfrontiert, das sich theoretisch 81,5 Jahre nicht wiederholt, was der durchschnittlichen Lebenszeit eines Mitteleuropäers entspricht - aber nach der Fastenzeit wieder deinstalliert wird.

 

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Der dritte Teil ("Geschlecht") wird im Mai, dem traditionellen Frauenmonat der katholischen Kirche, eröffnet. Männliche Säulenheilige werden dann mit halbtransparenten Tüchern verhüllt, weibliche Skulpturen und Mariendarstellungen sollen hingegen mittels Licht sichtbarer gemacht werden.

APA / Herbert Neubauer