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Wien: Unterirdische Gasblase gibt Rätsel auf

04.11.2009 | 14:05 |   (DiePresse.com)

Die Nutzung des ausströmenden Gases aus dem Probebohrloch für die U1-Verlängerung ist nicht möglich. In den nächsten Tagen soll das Bohrloch verschlossen werden.

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Die unterirdische Gasblase, die am vergangenen Freitag bei Probebohrungen zur Verlängerung der U-Bahnlinie U1 in Wien-Favoriten angebohrt worden war, gibt den Experten weiterhin Rätsel auf. Laut Geologen ist nämlich ein Erdgasfeld in dieser Lage "äußerst selten". Eine kommerzielle Nutzung des ausströmenden Rohstoffes sei allerdings nicht möglich. Die Verschließung des Bohrloches an der Ecke Favoritenstraße-Franz-Koci-Straße ist für die nächsten Tage geplant, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Stadt Wien.

Zur Vorgeschichte: Die MA29 (Brückenbau und Grundbau) ist bei Probebohrungen für die Verlängerung der U1 in 38,5 Meter Tiefe auf eine "natürliche Gasansammlung" gestoßen. Nachdem sich das Gas rasch entzündet hatte, wurde der Bereich gesperrt und bewacht, der fossile Brennstoff mittels eines Rohres abgeleitet.

In der Nähe des "Oberlaa-Hochs"

Geologisch gesehen liegt das Gebiet in der Nähe des "Oberlaa-Hochs". "Dabei handelt es sich um eine tektonische Hochzone, in der, begrenzt von Brüchen und Störungen, die geologischen Formationen auf deutlich seichterem Niveau liegen. So kann es sein, dass sich gasführende, hohlraumreiche Sand- und Kieslagen in dieser außergewöhnlich oberflächennahen Lage befinden", so die Experten-Analyse.

Die Nutzung des ausströmenden Gases ist nach Angaben der MA29 in der derzeitigen Situation nicht möglich. "Das für die Erkundungsbohrungen des Untergrundes gewählte Verfahren sowie die Ausrüstung des Bohrloches sind nicht für Gaserkundungen und Gasförderungen geeignet. Es ist auch die Frage, ob die Größe für eine kommerzielle Nutzung gegeben wäre. Diese Aspekte wären durch spezielle Bohrungen in Hinblick auf Gaserkundungen zu klären. Jedenfalls werden die Bohrungen nicht in dieser Weise weiter vertieft", so Kurt Wurscher von der MA29.

Da die U1 in diesem Abschnitt in Hochlage gebaut wird, sollen Eingriffe in den Boden punktuell durch Bohrpfähle erfolgen. Bis Ende des Jahres werden entlang der geplanten Trasse 66 Aufschlussbohrungen mit einer Gesamtlänge von 2500 Metern durchgeführt. Der Teilabschnitt U1-Süd beginnt bei der derzeitigen Endstelle Reumannplatz, verläuft entlang der Favoritenstraße, unterführt das "Alte Landgut" beim Verteilerkreis Favoriten und reicht bis zur Donauländebrücke. Unmittelbar nach der Querung der Bahn schwenkt die Trasse in die Mühlstraße und mündet schließlich in Rothneusiedl.

(APA)

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3 Kommentare
Prolet
08.11.2009 14:42
0 0

Etwas schräg angebohrt vom Keller aus und keine Energiekosten mehr!

Ein Bohrmaschine habe ich schon nur noch den Anschluß verlegen und den Hahn zum Absperren.

Aber ist der jetzt nicht in Brüssel?

Auf nix ist verlass!

Gast: gast
04.11.2009 15:35
2 0

aha...

also ein Maxl von einer MA entscheidet, ob das ein lohnendes Gasvorkommen ist oder nix.

Was qualifiziert den Mann dazu diese Entscheidung zu treffen?
Etwa wie in Wien üblich, das Parteibuch?

Re: aha...

einfach nur mehr dumm.

Schon mal was von Geologen gehört?

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