Brand in Wien: 16 Menschen aus Haus gerettet

In Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus wurden vier Personen leicht verletzt. In einer Nachbarwohnung entdeckten die Feuerwehrleute eine Hanfaufzucht.

Bei einem Zimmerbrand in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus haben die Einsatzkräfte am Mittwochabend 16 Menschen aus dem betroffenen Gebäude gerettet. Vier wurden leicht verletzt. In einer Nachbarwohnung entdeckten die Feuerwehrleute eine Hanfaufzucht mit 40 bis 50 Pflanzen, berichtete die Polizei am Donnerstag. Ursache für das Feuer dürfte eine unbeaufsichtigte brennende Kerze gewesen sein.

Gegen 16.45 Uhr alarmierte eine Frau die Einsatzkräfte. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Wohnung in der Sechshauser Straße in Vollbrand. "Flammen schlugen bereits aus den Fenstern, das Stiegenhaus war verraucht", schilderte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. Mehrere Bewohner "haben auch aus den Fenstern um Hilfe gerufen", sagte Figerl. Die Mieterin der Brandwohnung - eine 72-Jährige - konnte aus ihrer Wohnung flüchten. Auch mehrere Bewohner liefen selbstständig ins Freie. Die Feuerwehr musste zahlreiche Mieter beruhigen und auffordern, wegen des verrauchten Stiegenhauses vorerst in den Wohnungen zu bleiben.

Die Berufsrettung versorgte die Mieterin der Brandwohnung, eine 69-Jährige und einen 65 Jahre alten Mann wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung an Ort und Stelle. Eine 84-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Im Zuge der Löscharbeiten kontrollierten die Einsatzkräfte auch Nachbarwohnungen. In jener eines 51-Jährigen entdeckten sie die Aufzuchtanlage mit den Cannabispflanzen. Der Mieter wurde angezeigt.

 

(APA)

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