Schuldsprüche im Wiener Mafiaprozess: Zehn Jahre Haft für "Edo"

Im Wiener Prozess um angebliche Schutzgelderpressungen ergingen am Donnerstagabend die Urteile.

FORTSETZUNG PROZESS GEGEN ANGEBLICHE MAFIA-BANDE IN WIEN
Schließen
FORTSETZUNG PROZESS GEGEN ANGEBLICHE MAFIA-BANDE IN WIEN
Eine Szene aus dem Gerichtssaal, aufgenommen am Donnerstagvormittag. – (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Nach einem halben Jahr Verhandlungszeit sind im Wiener Mafia-Prozess am späten Donnerstagnachmittag die Urteile ergangen. Alle Angeklagten, die in Wien auf Schutzgelderpressungen spezialisiert gewesen sein sollen, wurden schuldig gesprochen. Der mutmaßliche Kopf der Bande, der Hauptangeklagte Edin D. alias "Edo", erhielt zehn Jahre Haft.

Seine mutmaßlichen Komplizen wurden unter anderem wegen schwerer Erpressung, Mitgliedschaft einer kriminellen Vereinigung und Körperverletzung zu 18 Monate bis sechs Jahre verurteilt. Die einzig angeklagte Frau - eine 29-Jährige, die in "Edo" verliebt war - fasste zwei Jahre aus, wobei ihr 16 Monate bedingt nachgesehen wurden.

Alle Urteile sind nicht rechtskräftig. Drei Angeklagte, die 18 Monate, zweieinhalb bzw. dreieinhalb Jahre Haft erhalten haben, verzichteten auf Rechtsmittel, alle anderen erbaten sich drei Tage Bedenkzeit. Staatsanwalt Filip Trebuch meldete jedoch sofort Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.

(APA)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Schuldsprüche im Wiener Mafiaprozess: Zehn Jahre Haft für "Edo"

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.