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Wien Marathon am Sonntag

40.000 auf den Beinen

Der Wiener Stadtmarathon, die größte Sportveranstaltung der Bundeshauptstadt, erlebt dieses Wochenende seine 34. Auflage.
von Manfred Seeh, Peter Huber, Sabine Hottowy, Markku Datler und Karin Schuh

Insgesamt etwa 40.000 Menschen werden auf den Beinen sein, also an einem der Bewerbe teilnehmen. Marathon, Halbmarathon und Staffelmarathon stehen am Sonntag am Programm. Auch schon am Samstag wird gelaufen. So finden beispielweise ein Zehn-Kilometer-Lauf und ein Kinderlauf statt. Wer weder läuft noch zuschaut, sondern etwa Auto fährt, muss sich auf etliche Sperren gefasst machen. „Die Presse“ liefert einen Überblick zum Phänomen Marathon – inklusive erstaunlicher Zahlen, Daten und Fakten.

 

Daten und Fakten

Schlechtwetter, Sperren und Rekorde

Insgesamt nehmen 40.000 Menschen teil. Die Königsdisziplin am Sonntag bewältigt jedoch nur eine Minderheit.

Menschen und Massen

Den bisherigen Melderekord in der Geschichte des seit 1984 bestehenden Stadtmarathons gab es im Jahr 2015, als sich 42.742 Läufer aus 130 Nationen registrieren ließen. Die Königsdisziplin, also die klassische Marathondistanz über 42,195 Kilometer, bewältigten damals laut Vienna City Marathon (VCM) Homepage (vienna-marathon.com) aber nur 5971 Menschen. Im Vorjahr gab es mehr (Hobby-)Athleten, die es ins Ziel schafften, nämlich 6501. Vor 15 Jahren gab es in dieser Hinsicht ein regelrechtes Hoch: 2001 wurden 9215 sogenannte Finisher gezählt.
Ein weiterer vielsagender Vergleich: Beim 1. Wien-Marathon, 1984, liefen 794 Personen über die Ziellinie, damals gab es 3,15 Prozent Frauen. Dieser Anteil war nie größer als voriges Jahr. Der Frauenanteil derer, die die volle Distanz packten: 20,4 Prozent.

Wahrlich beeindruckende Zahlen liefert der New York City Marathon. Im Vorjahr wurden 51.394 Finisher gezählt, das war auch für den Big Apple ein neuer Rekord, die durchschnittliche Zeit über die 42,195 Kilometer: 4 Stunden, 37 Minuten und 38 Sekunden.

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Zeiten und Strecken

„Unter vier Stunden“ ist eine sehr häufige Antwort, wenn man ambitionierte Freizeitläufer nach ihren Zielvorstellungen fragt. Wer sich an den besten der Welt orientiert, läuft (buchstäblich!) Gefahr, am Ende entmutigt zu sein. Ein gewisser Getu Feleke aus Äthiopien war der bisher schnellste Mann in Wien, mit einer Zeit von 2:05:41. Das schaffte er 2014. Übrigens bei relativ warmen 15,8 Grad Celsius.

Die schnellste Frau des VCM, die Italienerin Maura Viceconte, benötigte im Jahr 2000 eine Topzeit von 2:23:47. Seither wird Jahr für Jahr ein Angriff auf ihren „alten“ Rekord unternommen, bisher vergeblich.
Weltweit gesehen läuft es noch schneller: 2014 blieb der Kenianer Dennis Kimetto als erster Mensch der Welt unter zwei Stunden und drei Minuten, er lief in Berlin eine Fabelzeit: 2:02:57.

So als wäre die Marathonstrecke nicht lange genug, gibt es weltweit sogenannte Ultramarathonläufe, die sich teils über hunderte Kilometer ziehen. Besonders kurios in diesem Segment ist zum Beispiel der Self-Transcendence-Lauf in New York. Dabei müssen die Teilnehmer um einen Häuserblock im Stadtteil Queens laufen. Und zwar satte 5649 Runden! Das sind dann 3100 Meilen oder 4989 Kilometer. Österreich spielt dabei eine wichtige Rolle: Bei den Frauen hält Surasa Mairer aus Wien mit 49 Tagen, 7 Stunden, 52 Minuten und 24 Sekunden den Rekord.

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Wind und Wetter

Kaum etwas wird vor einem Marathon so bange erwartet, wie die Wetterprognose. Ist es zu heiß, verfehlt man in der Regel – auch bei bester Vorbereitung – seine persönliche Wunschzeit. Selbiges gilt natürlich auch bei hartnäckigem Gegenwind.

In der Geschichte des VCM wurde am 30. Mai 1999 um 14 Uhr die höchste Temperatur gemessen: 27,6 Grad Celsius. Beim Start um 9 Uhr hatte es damals schon 20,4 Grad. Den wahrlich heißesten Start legten die Teilnehmer am 25. Mai 2003 hin – bei 21,4 Grad (14 h: 27,5). Den größten Temperaturunterschied mussten die Marathoni am 23. April 1995 verkraften, nämlich 8 Grad (17,8 Grad in der Früh, 25,8 am Nachmittag)
Am kältesten war es laut den Aufzeichnungen der Veranstalter am 13. April 1986: Gestartet wurde bei minus 0,1 Grad. Die Tageserwärmung verdiente ihre Bezeichnung nicht so recht, das Quecksilber mühte sich auf 2,6 Grad. Für diesen Sonntag ist kühles, wechselhaftes, regnerisches Wetter angesagt, mit lebhaftem Wind bei 6 bis 13 Grad.

 

Eine Verpflegungsstelle beim Marathon 2012
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Eine Verpflegungsstelle beim Marathon 2012
Eine Verpflegungsstelle beim Marathon 2012 – (c) APA/ANDREAS PESSENLEHNER (ANDREAS PESSENLEHNER)

Essen und Trinken

Um genug Energie für die Bewerbe zu haben, werden von hunderten Helfern reichlich Lebensmittel an die Teilnehmer ausgegeben. In Summe 13,5 Tonnen Bananen, 9 Tonnen Äpfel, 90.000 Liter isotonische Getränke und Mineralwasser sowie 60.000 Energyriegel.
Was vor und nach dem Rennen konsumiert wird, entzieht sich jeder Statistik, feststeht, dass der VCM zuletzt jeweils um die 80.000 Nächtigungen bedingte. Gäste aus dem Ausland blieben im Schnitt drei Tage in der Stadt.

Wünsche und Träume

Wird es je ein Mensch schaffen die Marathondistanz von 42,195 Kilometern unter zwei Stunden zu laufen? Diese Frage wird besonders seit dem Sensationsweltrekord des schon erwähnten Kenianers Dennis Kimetto, 2:02:57, aufgestellt 2014 beim Berlin-Marathon, immer wieder gestellt. In Wien ist an einen Vorstoß in diese Sphären wohl nicht zu denken. Dafür ist die Topografie des Kurses zu wechselhaft.
Doch was vor kurzem noch als völlig utopisch galt, könnte in diesem Jahr Realität werden – wenn auch nicht unter Wettkampfbedingungen. Auf der Formel-I-Rennstrecke in Monza (Italien) will der Sportartikelhersteller Nike mit seinem Projekt „Breaking2“ drei auserwählte Topläufer unter künstlich aufgesetzten Bedingungen starten lassen: Der Olympiasieger von 2016, Eliud Kipchoge (33, Kenia), der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (35, Eritrea) und der Sieger des (von Bombenanschlägen überschatteten) Boston-Marathons 2013 Lelisa Desisa (27, Äthiopien) sollen versuchen die Zwei-Stunden-Schallmauer zu durchbrechen.

Ein Team aus Wissenschaftlern analysiert dafür alle auch noch so kleine Details. Ein Laufschuh mit Karboneinlage wurde eigens entwickelt. Tempomacher werden voraussichtlich je nach Belieben eingesetzt und ausgetauscht werden, eine Vorgangsweise, die bei regulären Rennen nicht erlaubt ist. Skeptiker sprechen von einem groß angelegten PR-Gag. Noch im Mai soll das Experiment über die Bühne gehen.
Indessen befasst sich – weniger medienoffensiv – auch Konkurrent Adidas mit dem Projekt, dort heißt es „Sub2“. Immerhin: Bei diesem Sportartikelriesen steht Weltrekordhalter Kimetto unter Vertrag.

Aufräumarbeiten nach dem Marathon 2015
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Aufräumarbeiten nach dem Marathon 2015
Aufräumarbeiten nach dem Marathon 2015 – (c) APA/HANS

Elitefeld

Auf 42,195 Kilometern den Bedingungen trotzen

Erwartet schwierige Bedingungen rücken Streckenrekorde bei der 34. Auflage in die Ferne, das Elitefeld verspricht dennoch Spannung. Valentin Pfeil jagt mit der Erfahrung des Vorjahres das WM-Limit.

Dichtes Schneetreiben und Temperaturen um den Gefrierpunkt kennen die Topläufer dieser Welt aus ihren Heimaten nicht, und so hat der plötzliche Wintereinbruch in Österreich auch die Stars des 34. Vienna City Marathon am Sonntag (ab 9 Uhr) überrascht. Titelverteidigerin Shuko Genemo konnte ihren Augen kaum trauen, als sie bei ihrer Ankunft am Mittwoch erstmals Schneeflocken zu Gesicht bekam. Regelrecht erschrocken sei sie, erzählte die 21-jährige Äthiopierin. Die Vorfreude auf das Rennen aber trübte das nicht, ihr Ziel: „Eine stärkere Zeit als im Vorjahr.“

2016 gewann Genemo bei windigen Bedingungen mit der persönlichen Bestzeit von 2:24:31 Stunden – die zweitbeste Frauenzeit in der Geschichte des Wien-Marathons. Der Streckenrekord liegt bei 2:23:47 von der Italienerin Maura Viceconte aus dem Jahr 2000. Diese Marke zu knacken wird heuer aufgrund der widrigen Wetterprognosen eine Herkulesaufgabe. Bis Sonntag sollen die Temperaturen zwar in den leicht zweistelligen Bereich steigen, allerdings wird auch mit kräftigen Böen gerechnet. „Unser Gegner ist nicht der Regen, sind nicht die Temperaturen, da kann man sich schützen– unser Gegner ist der Wind“, erklärte VCM-Veranstalter Wolfgang Konrad. „Es ist nicht ganz so, wie wir uns das vorstellen. Laut Statistik haben wir alle 20 Jahre in der zweiten Aprilhälfte so ein Wetter, damit müssen wir leben.“ Derart unwirtlich war es zuletzt 1996, als schließlich bei Schneeregen und vier Grad Celsius gelaufen wurde.

Vorjahressiegerin Shuko Genemo
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Vorjahressiegerin Shuko Genemo
Vorjahressiegerin Shuko Genemo – APA/HANS PUNZ

Die starken Elitegruppen versprechen dennoch ein spannendes Rennen. Das Männerfeld wird von Weltmeister Eliud Kiptani aus Kenia (Bestzeit: 2:05:21) und dem Äthiopier Deribe Robi (2:05:58) angeführt, insgesamt gehen gleich neun Läufer mit Bestzeiten von unter 2:09 Stunden an den Start. Auch bei den Frauen gibt es mehrere Sieganwärterinnen. „Es ist ein kompakteres Feld als in den Vorjahren. Daraus wird sich ein schönes, spannendes Rennen entwickeln“, ist Athletenkoordinator Mark Milde überzeugt. Erste Herausforderin von Titelverteidigerin Genemo ist deren äthiopische Landsfrau Meseret Mengistu, die 2015 in Paris, 2016 in Peking und am 2. Jänner 2017 in Xiamen gewonnen hat und mit der Bestzeit von 2:23:26 Stunden die schnellste Läuferin im Feld ist. Auch den beiden Kenianerinnen Rebecca Chesire (2:25:22) und Nancy Kiprop (2:25:13) wird viel zugetraut.

Deribe Robi (Ethiopien), Suleiman Simotwo (Kenia), Mustapha El Aziz (Marokko), Valentin Pfeil (Österreich) am Freitag bei der Pressekonferenz "Herren-Elite"
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Deribe Robi (Ethiopien), Suleiman Simotwo (Kenia), Mustapha El Aziz (Marokko), Valentin Pfeil (Österreich) am Freitag bei der Pressekonferenz "Herren-Elite"
Deribe Robi (Ethiopien), Suleiman Simotwo (Kenia), Mustapha El Aziz (Marokko), Valentin Pfeil (Österreich) am Freitag bei der Pressekonferenz "Herren-Elite" – APA/HANS PUNZ

Das Gefühl ab Kilometer 38

Die rot-weiß-roten Farben halten bei der 34. Auflage Valentin Pfeil und Christian Robin sowie Karin Freitag und Katharina Zipser hoch. Halbmarathonstaatsmeister Pfeil, 28, gab im vergangenen Jahr in Wien sein Debüt über die 42,195 Kilometer und verpasste in 2:16:37 das anvisierte Olympialimit als 13. um knapp zwei Minuten. „Ich bin heuer besser in Form als 2016, als ich gerade von einer Verletzung zurückgekommen bin. Ich konnte mein Training gut durchziehen und bin daher optimistisch, schneller zu sein als voriges Jahr“, erklärte Pfeil, der mit einer Zeit unter 2:15 Stunden das Ticket für die WM in London lösen will. Die Erfahrung aus dem Vorjahr sieht er als womöglich größten Vorteil. „Ich habe die gleichen Füße, das gleiche Herz, die gleiche Lunge und den gleichen Kopf. Ich bin aber ein Jahr älter und weiß jetzt, wie sich ein Marathon ab Kilometer 38 anfühlt“, erklärte der studierte Veterinärmediziner.

Freitag will nach 2014 und 2016 zum dritten Mal als schnellste Österreicherin das Ziel erreichen. Im Vorjahr gelang das der vierfachen Marathonstaatsmeisterin in 2:43:25 (13.).

Insgesamt werden am Sonntag über 42.000 Teilnehmer aus knapp 130 Nationen in diversen Bewerben im Laufschritt unterwegs sein. „Wir organisieren Laufkultur auf Gold-Niveau. Der Vienna City Marathon ist eine Veranstaltung, die in ihrer Dimension und Begeisterung in Österreich einzigartig ist“, betonte Konrad. „Das Theater der Emotionen wird weitergehen.“ (red.)

Rückblick

34 Jahre Wien-Marathon: Vom Laufen und Leiden

Seit 1984 ist der Marathon aus Wien nicht mehr wegzudenken. Keiner prägte das Ereignis so wie der Tiroler Gerhard Hartmann, der dreimal in Folge gewinnen konnte. Eine Zeitreise in 34 Bildern.

25. März 1984

Beim 1. Wiener Frühlingsmarathon, wie der Vienna City Marathon damals noch heißt, erreichen 794 Läufer, darunter 25 Frauen, das Ziel am Heldenplatz. Gestartet wurde am Rathausplatz.

Premierensieger ist der Pole Antonin Niemczak mit einer Zeit von 2:12:17 Stunden. Bei den Damen belegt die Österreicherin Monika Naskau (2:58:08 Stunden) hinter der Deutschen Renate Kieninger (2:47:32 Stunden) Platz zwei.

(c) VCM Archiv

25. März 1984

Auch die Lauf-Legende Emil Zapotek (in der Mitte, links Bürgermeister Zilk) ist 1984 zu Gast. Helmut Zilk, damals noch Unterrichtsminister (er wurde später Bürgermeister von Wien), gibt den Startschuss ab. "Wir werden Zeiten erleben, in denen mehr als zehnmal so viele Starter antreten", meint er voraussehend.

(c) VCM Archiv

25. März 1984

Auf Anhieb ist der Wiener Frühlingsmarathon die größte Laufveranstaltung Österreichs. Gelaufen werden drei Runden, die vom Rathausplatz über die Ringstraße Richtung Franz-Josefs-Kai, in den Prater und via Urania und Ringstraße wieder zurück Richtung Start führen.

Im Bild: Das Teilnehmerfeld auf der Wiener Ringstraße beim 1. Wiener Frühlingsmarathon 1984.

(c) VCM Archiv

13. April 1986

Im darauf folgenden Jahr, 1985, verbessert der Tiroler Gerhard Hartmann als Sieger mit 2:14:59 Stunden seinen eigenen österreichischen Rekord. Bei den Damen wird die Österreicherin Henriette Fina mit einer Zeit von 2:40:42 Stunden Zweite.

Die große Stunde des Gerhard Hartmann schlägt aber am 13. April 1986. Bei widrigsten Bedingungen (Null Grad Celsius) läuft er eine Zeit von 2:12:22 Stunden - der österreichische Marathonrekord wird 23 Jahre halten. "Ab Kilometer 35 habe ich wegen der Kälte die Muskulatur nicht mehr gespürt. Es war so kalt, dass ich das ganze Rennen über nichts getrunken habe, weil mir die Finger eingefroren sind", so Hartmann, der mit weißen Handschuhen den Marathon seines Lebens lief.

(c) VCM Archiv

5. April 1987

Bei der vierten Auflage des Wien-Marathons kommt es dann zu einer weiteren Sternstunde. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen gibt es Siege in Rot-Weiß-Rot. Hartmann läuft mit 2:16:10 zu seinem dritten Erfolg in Folge.

Österreichs erste Wien-Marathon-Siegerin, die Wienerin Carina Weber-Leutner, siegt mit einer Zeit von 2:40:57 Stunden. In den Jahren 1986, 88 und 91 gelingen ihr als jeweils Drittplatzierte weitere Sprünge aufs Siegespodest.

(c) VCM Archiv

1988-1989

Dennoch steht der Wien-Marathon 1988 kurz vor dem Aus, das Zuschauerinteresse sinkt. Allerdings sind mit Helmut Schmuck (Zweiter) und Carina Weber-Leutner (Dritte) wieder zwei Österreicher vorn dabei.

Doch dann gelingt mit einem neuen Organisator die Trendwende. Erstes erkennbares Zeichen: 1989 erfolgt der Start erstmals vor dem Schloss Schönbrunn (im Bild), das Ziel verbleibt am Heldenplatz.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

1989

Seit 1989 macht der ehemalige Weltklasse-Hindernisläufer Wolfgang Konrad (im Bild) den Wien-Marathon über die Jahre hinweg zum wichtigsten Sportereignis der Stadt. Konsequent wird aus einem Marathonlauf ein Großevent. Heute kommt ein Viertel der Teilnehmer aus dem Ausland, über die Marathon-Distanz sind es sogar mehr als 50 Prozent.

Die Organisation hat Konrad übrigens bis heute inne. In Konrads Debüt-Jahr als Organisator wird Gerhard Hartmann Zweiter.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

1990

1990 fällt dann die Traummarke von unter 2:10:00 Stunden. Gidamis Shahanga aus Tanzania läuft eine Zeit von 2:09:28 Stunden. Berglauf-Spezialist Helmut Schmuck kommt in persönlicher Bestzeit von 2:13:17 Stunden als Dritter aufs Siegespodest - er kann sogar Rekordhalter Hartmann um 28 Sekunden schlagen.

 

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

1991-1993

1991 stürzt Hartmann als Führender in der Rustenschacher Allee, verletzt sich am Oberschenkel und muss aufgeben. Bei den Damen wird Carina Weber-Leutner Dritte.

Ab 1993 wird der Wien-Marathon live im ORF übertragen.

Im Bild: Aufräumen nach dem Laufen.

(c) Reuters (Heinz-Peter Bader)

1994-95

1994 kommt es zu einem tragischen Vorfall: Ein Vorarlberger bricht auf der Ziellinie tot zusammen. Das Rennen gewinnt der Portugiese Joaqium Silva (2:10:42 Stunden), obwohl er einen Toiletten-Stopp kurz nach der Halbmarathon-Marke einlegen muss.

1995 findet zum ersten Mal ein Staffel-Marathon mit 251 Teams zu je vier Personen statt. Heute ist der VCM mit 3100 Teams der teilnehmerstärkste Staffelmarathon (heuer mit den Distanzen 16,3 km/5,5 km/9,1 km/11,3 km) der Welt. Auch Laufchips werden in diesem Jahr erstmals zur Zeitnehmung eingesetzt.

Im Bild: Der gefürchtete Schlusswagen.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

14. April 1996

Beim Start vor dem Schloss Schönbrunn zeigt sich noch die Sonne. Doch dieser Marathon hat alles zu bieten: Kälte (4,4 Grad beim Start), Wind, Schnee, Regen und sogar Hagel.

Nach diesem Marathon beschließt man, das Event in den Mai zu verschieben.

 

(c) VCM Archiv

21. Mai 2000

Eigentlich ist der Kenianer Willy Cheruiyot nur als "Hase", also Tempomacher, für seinen Landsmann Simon Bor engagiert. Bor zieht den Zielsprint an und wähnt sich unter einer Fußgängerbrücke bereits im Ziel am Rathausplatz - um 100 Meter zu früh. Im knappsten Finish der VCM-Geschichte gewinnt Cheruiyot völlig überraschend mit einer Zeit von 2:08:48 Stunden mit zwei Sekunden Vorsprung vor Bor.

Bei den Damen holt die Italienerin Maura Viceconte in der fabelhaften Zeit von 2:23:47 Stunden den Sieg. Es ist auch die bis heute beste von einer Frau in Wien gelaufene Zeit.

(c) Gepa (Hans Punz)

20. Mai 2001

2001 startet der Vienna City Marathon erstmals über die Reichsbrücke. Der neue, große Startbereich vor der UNO-City ermöglicht es dem Event, zu wachsen.

(c) VCM (ActionPhoto)

20. Mai 2001

Das Rennen gewinnt der Portugiese Luis Novo in einer Zeit von 2:10:28 Stunden. Aus österreichischer Sicht steht es aber ganz im Zeichen von Michael Buchleitner (im Bild, nach der Überquerung der Ziellinie). Denn Buchleitner verpasst das Stockerl als Fünfter nur um sieben Sekunden.

Vor allem aber ist er lange Zeit drauf und dran, den von Hartmann gehaltenen österreichischen Rekord aus dem Jahr 1986 zu brechen. Letztlich fehlen ihm mit einer Zeit von 2:12:57 Stunden bloß 35 Sekunden.

(c) Reuters

20. Mai 2001

Auch Polit-Prominenz zeigt sich gern beim Wien-Marathon. FPÖ-Chef Jörg Haider lässt sich beim VCM ebenso sehen wie die ÖVP-Politiker Reinhold Lopatka (Bestzeit: 2:58:08 Stunden) und Martin Bartenstein (Bestzeit 3:06:52 Stunden), die SPÖ-Politiker Josef Cap (Bestzeit 3:46:46 Stunden) und Karl Schlögl (Bestzeit 3:58:55 Stunden).

Im Bild: Der damalige FPÖ-Chef Jörg Haider vor dem Riesenrad im Jahr 2001 (2000 lief er eine Zeit von 3:41:56 Stunden, seine Bestzeit lag bei 3:33:19 Stunden).

(c) Reuters

26. Mai 2002

Ein Kuriosum prägt die 19. Ausgabe des VCM-Marathons. Der Startschuss wird fast zwei Minuten zu früh abgegeben. Daraufhin läuft die Masse der Hobbyläufer los, obwohl die Spitzenläufer noch nicht bereit sind und sich verwirrt umblicken. Nach 35 Schrecksekunden geht es dann aber auch für die Profis los.

Österreichisches Highlight dieses Jahres ist Dagmar Rabensteiner, die mit einer Zeit von 2:35:42 Stunden auf Platz drei läuft und ihren eigenen österreichischen Rekord egalisiert. Rabensteiner wird später Rennärztin des VCM.

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)

25. Mai 2003

Mit dem 20. Vienna City Marathon kehrt das Ziel des Rennens vom Rathausplatz wieder an den Wiener Heldenplatz zurück. New-York- und Boston-Sieger Joseph Chebet läuft bei einem Hitzemarathon (22,4 Grad beim Start um 9 Uhr!) mit einer Zeit von 2:14:49 Stunden als Sieger ein.

Die Österreicher schlagen sich hervorragend. Michael Buchleitner schaffte in 2:16:31 Stunden den vierten Platz – angesichts der extremen Bedingungen ist das einer der stärksten Marathons, den je ein Österreicher gelaufen ist.

(c) Reuters

25. Mai 2003

Eva Maria Gradwohl glückt an sechster Stelle mit 2:39:48 Stunde zum ersten Mal eine Marke unter 2:40 Stunden.

(c) Reuters

16. Mai 2004

Michael Buchleitner unterbietet als bester Österreicher mit einer Zeit von 2:12:58 Stunden in einem unglaublich spannenden Rennen das Olympialimit für Athen um zwei Sekunden. Am Hartmann-Rekord beißt er sich erneut die Zähne aus.

(c) Reuters

22. Mai 2005

Im Jahr 2005 wird erstmals statt des Frühlingslaufes (15,8 Kilometer) ein Halbmarathon im Rahmen des Vienna City Marathons ausgetragen. Bei den Damen gewinnt diesen die Österreicherin Susanne Pumper mit dem österreichischen Rekord von 1:13:20 Stunden.

Beim Marathon schafft es Eva Maria Gradwohl mit einer Zeit von 2:39:44 Stunden auf den zweiten Platz, Michael Buchleitner verabschiedet sich mit einem achten Platz und einer Zeit von 2:16:41 Stunden vom aktiven Spitzensport.

Mit 20,7 Grad beim Start zählt auch dieser Wien-Marathon zu einem der heißesten in der Geschichte. Wohl auch deshalb wird das Event in der Folge wieder in den April vorverlegt.

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)

7. Mai 2006

Das Jahr 2006 bringt bei den Damen einen japanischen Doppelsieg. Morimoto Tomo (links im Bild) siegt mit einer Zeit von 2:24:33 Stunden vor ihrer Landsfrau Yamasani Chieko (rechts), die 2:29:09 Stunden benötigt.

Im Halbmarathon gewinnt Kate Allen, die österreichische Olympiasiegerin im Triathlon des Jahres 2004. Erst im Zielsprint kann sie sich gegen Andrea Mayr (in der Mitte im Bild), Europameisterin im Berglauf 2005, durchsetzen. Nur wenige Zentimeter entscheiden, beide Athletinnen werden mit einer Zeit von 1:14:24 Stunden gewertet.

(c) Gepa (Christian Singer)

29. April 2007

Von Wien zum Weltmeistertitel: Der Kenianer Luke Kibet gewinnt nicht nur den 24. Vienna City Marathon (2:10:07), sondern nur vier Monate später auch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften die Goldmedaille.

Susanne Pumper wird mit der Zeit von 2:37:55 Stunden als beste Österreicherin Dritte.

(c) Reuters

19. April 2009

2009 jubelt die Österreicherin Andrea Mayr über ihren Überraschungssieg. Mit der österreichischen Rekordzeit von 2:30:43 triumphiert die 29-jährige Ärztin. Es ist der erst zweite österreichische Sieg beim Damenbewerb des Wien-Marathons.

(c) APA (Herbert Pfarrhofer)

19. April 2009

Weniger Grund zum Jubeln hat der stark laufende Günther Weidlinger, der wie Mayr debütiert. Wie schon Michael Buchleitner zerbricht auch er an der von Gerhard Hartmann seit 1986 gehaltenen Marathon-Marke von 2:12:22. Im Ziel fehlen ihm als Neunter ganze 17 Sekunden. Bis knapp vor Schluss lag er auf Rekordkurs.

Sein Trost: Noch im gleichen Jahr gelingt es ihm am 29. Oktober in Frankfurt mit einer Zeit von 2:10:47 den 23 Jahre alten Hartmann-Rekord zu brechen.

(c) APA (Herbert Pfarrhofer)

18. April 2010

Der Wien-Marathon 2010 steht im Zeichen eines Vulkans. Die durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull entstandene Aschewolke legt den Flugverkehr über Europa teilweise lahm. 2000 Läuferinnen und Läufer schaffen es dadurch nicht nach Wien.

Vorjahressiegerin Andrea Mayr erreicht mit einer Zeit von 2:34:09 Stunden den fünften Platz, Weidlinger kämpft sich mit Schmerzen und einer Zeit von 2:14:05 auf Platz zwölf. Ab Kilometer 26 war eine im Training erlittene Wadenverletzung wieder akut geworden.

(c) Reuters

17. April 2011

Eines der großen Highlights der VCM-Geschichte ist das erstmalige Antreten des zweifachen Olympiasiegers und neunfachen Weltmeisters Haile Gebrselassie im Jahr 2011.

Der Äthiopier sorgt mit 60:18 Minuten für die schnellste je in Österreich gelaufene Halbmarathonzeit. In einem Verfolgungsrennen ("Catch me if you can") überholt er die zwei Minuten vor ihm gestartete Marathonspitze.

(c) APA (Herbert Pfarrhofer)

15. April 2012

2012 liefert sich die Lauflegende Gebrselassie ein Halbmarathon-Verfolgungsrennen mit der britischen Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe, die mit 7:52 Minuten Vorsprung startet.

Nach 15,5 der 21,1 Kilometer ist die Läuferin eingeholt. Der Äthiopier siegt mit einer Zeit von 60:52 Minuten. Die von einer Bronchitis geschwächte und schwer enttäuschte Athletin benötigt 1:12:03 Stunden für den Halbmarathon.

Der Kenianer Henry Sugut gewinnt mit der bis dahin schnellsten in Österreich gelaufenen Marathonzeit von 2:06:58 Stunden, die aber bereits zwei Jahre später fallen soll.

(c) Reuters (Heinz-Peter Bader)

14. April 2013

Beim Jubiläumsmarathon siegt Lauflegende Haile Gebrselassie (61:14 Minuten) wenige Tage vor seinem 40. Geburtstag zum dritten Mal in Folge im Halbmarathon: "Ich laufe, weil ich es liebe und es brauche. Der Körper muss laufen, der Körper muss schwitzen. Der Genuss ist ein Extra".

(c) APA (Hans Punz)

13. April 2014

2014 sorgt der Äthiopier Getu Feleke - bei idealen Bedingungen mit 12 Grad beim Start - mit einer Zeit von 2:05:41 Stunden für einen neuen Streckenrekord. Er ist somit der schnellste Sieger der VCM-Geschichte.

(c) Reuters (Heinz-Peter Bader)

12. April 2015

Im Vergleich zum ersten Start über die Reichsbrücke im Jahr 2001 hat sich die Skyline verändert.

Im Bild: Die Reichsbrücke mit dem gleich neben dem Startbereich gelegenen DC Tower, fotografiert 2015.

(c) Reuters (Heinz-Peter Bader)

12. April 2015

2015 gewinnt der Äthiopier Sisay Lemma in einer Zeit von 2:07:31 Stunden im Alleingang mit dem größten Vorsprung in der Geschichte des Wien-Marathons. Erst mit 4:43 Minuten Rückstand kommt der Kenianer Duncan Koech ins Ziel.

(c) APA (Herbert Neubauer)

12. April 2015

Für Aufsehen abseits der sportlichen Leistungen sorgt 2015 vor allem ein kurzes Stück auf der Mariahilfer Straße, die zu dieser Zeit in eine Begegnungszone umgebaut wird und eigentlich Baustelle ist: Zwischen Kirchengasse und Stiftgasse wird ein Asphaltbelag (Kostenpunkt 7154 Euro) aufgezogen, der nach dem Großevent wieder weichen muss.

(c) APA (Hans Klaus Techt)

10. April 2016

Vom Winde verweht - Emotionen statt Rekorde: Die Äthiopierin Shuko Genemo liefert mit der Siegerzeit von 2:24:31 Stunden das Highlight der 33. Auflage, Robert Chemosin gewann das Herrenrennen. Valentin Pfeil verpasst das Olympia-Limit.

(c) APA (Herbert Pfarrhofer)

23. April 2017

Heuer soll es dank einiger Änderungen insgesamt weniger Beeinträchtigungen in der Stadt geben. Der Bereich Schüttelstraße werde heuer schneller - nämlich um drei Stunden früher - wieder offen sein, versprach VCM-Organisationsleiter Gerhard Wehr. Möglich ist das, weil die Laufstrecke hier vom Donaukanal weg und etwas näher an den Prater herangerückt wurde.

(c) APA
Gesundheit

Wie gefährlich sind Schmerzmittel beim Marathon?

Läufer, die vor dem Wettbewerb vorsorglich Schmerzmittel einnehmen, haben davon keinen Nutzen, riskieren aber Komplikationen. Ein Sportmediziner erklärt, wie man mit schmerzhaften Beschwerden beim Marathon umgehen kann - und warum man seine Nieren besser schonen sollte.

Hilft eine Tablette gegen das stechende Knie? Der Triathlet und Sportmediziner Robert Fritz betreut seit zehn Jahren Marathonläufe und leitet auch in diesem Jahr das medizinische Zentrum des Wien-Marathons, der am kommenden Sonntag stattfindet. Mit der "Presse" hat er über die Risiken der Schmerzmitteleinnahme beim Langstreckenlauf gesprochen.

Manche Läufer schlucken vor einem Wettbewerb Schmerzmittel, um Muskelkrämpfen und Gelenkbeschwerden vorzubeugen? Wie ratsam ist das?

Dr. Robert Fritz:
Im Prinzip ist es natürlich immer gescheiter ohne Medikamente zu laufen. Ich denke, dass es oft mit Angst zu tun hat. Vielleicht haben Teilnehmer, die sich auf einen Halbmarathon oder Marathon vorbereiten, gehört, dass es während des Laufs sehr anstrengend werden oder haken könnte. In Läuferkreisen hat es sich teilweise herumgesprochen, dass man hier besser vorsorglich ein Schmerzmittel nimmt. Erstens funktioniert das überhaupt nicht, weil Schmerzmittel unter Anstrengung nicht so arbeiten, wie man sich das vorstellt und zweitens haben sie natürlich ein gewisses Risiko an Nebenwirkungen, deshalb kann man die Einnahme von Schmerzmitteln nicht empfehlen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Es sind zwei große Gruppen, zum einen kann die Niere durch die Dehydrierung und die Medikamente überlastet werden. Das zweite Gebiet ist der Magen-Darm-Trakt, vor allem der Magen. Diese Medikamente können hier Entzündungen auslösen. Jetzt hat der Magen im Alltag aufgrund seiner guten Durchblutung meistens kein großes Problem mit Schmerzmitteln, aber im Wettkampf verlagert sich die Blutversorgung eher in die Muskulatur und das kann zu Nebenwirkungen von Magenschmerzen bis zu Magenblutungen führen. 

Von welchen Medikamenten sprechen wir eigentlich?

Wir sprechen von Schmerzmitteln der Gruppe NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika), das sind jene, die rezeptfrei zu bekommen sind. Dazu zählt Ibuprofen, Diclofenac oder der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), aber von Seiten der Wirkstoffe wirken diese sehr ähnlich. Sie werden über die Niere ausgeschieden, die beim Laufen schon belastet ist. Generell ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung bei Marathon/Halbmarathon für die regelrechte Funktion der Nieren sehr wichtig.  

Es gibt Studien, die belegen, dass beim Marathon die Nieren einen Schaden nehmen können.

Es gibt sowohl Studien, die sich mit Schäden am Nierengewebe durch die Belastung des Marathons befassen, als auch Studien, die belegen wollen, dass bis zu 50 Prozent der Starter bei einem Marathon Schmerzmittel nehmen. Das stimmt so mit Sicherheit nicht. Es gibt noch keine Untersuchung, die bleibende Schäden am Nieren- oder Herzgewebe nach einem Marathon beweisen kann, sondern immer nur kurzfristige Anstiege von Enzymen und Biomarkern, die jedoch nach wenigen Stunden bis einigen Tagen nach der Belastung wieder völlig normal sind. Auch die große Anzahl an Schmerzmittelmissbrauch glaube ich so nicht. Die Zahlen unterscheiden sich bei den einzelnen Untersuchung so gewaltig und sind für mich nicht nachvollziehbar. Es gibt überall "schwarze Schafe" und dass sich die damit ihre Gesundheit zerstören können, wissen sie hoffentlich. 

Wann sollte man nicht zum Wettkampf antreten?

Wir wollen im Marathon-Medical-Center vor allem jene erreichen, die vielleicht zu wenig trainiert haben und sich jetzt unsicher fühlen. Vielleicht hatten sie eine Überlastung und überlegen deshalb, zu einem Schmerzmittel zu greifen, damit es nicht ganz so hart wird. In diesem Fall kann man dezidiert sagen: Nein, bitte auf keinen Fall! Wenn diese Läufer jetzt beschwerdefrei sind, dann können sie den Wettkampf trotzdem ruhig angehen, man kann sich trauen, zu starten, auch wenn man im Rahmen eines regelmäßigen Trainings Ausfälle hatte. Aber während des Laufs - und das ist wirklich wichtig - muss man auf die Signale des Körpers hören. Wenn ich Schmerzen habe - und ich rede nicht von einem Muskelziehen -, wenn mir das Knie weh tut, die Hüfte oder das Sprunggelenk sticht, so sehr, dass ich kaum noch laufen kann, dann ist das ein Hinweis des Körpers, dann passt etwas nicht, dann sollte man nicht weiter laufen. In Wien kann man im Gegensatz zu anderen Marathonveranstaltungen zum Beispiel auch nach dem Halbmarathon ins Ziel laufen, obwohl man für den ganzen Marathon angemeldet ist. Es wird am Sonntag relativ kühl sein, für die einen ist das positiv, für die anderen wieder nicht. Und wenn man sich nicht fit fühlt: abbiegen zum Zieleinlauf. Der Halbmarathon ist auch ein schönes Ziel.

Und wenn es nicht das Muskelziehen ist, was sind die Ursachen für schwerwiegende Erkrankungen während eines Marathonlaufs?

Wirklich gefährlich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wir haben auf der Homepage des Vienna City Marathons einen Fragebogen, mit logischen Fragen wie: Hatten Sie schon einmal ein Herzproblem? Hatten Sie schon einmal Atemnot beim Laufen? Ganz simpel. Aber wenn wenn man diese Fragen mit "Ja" beantworten muss und unsicher ist, dann bitte einfach am Freitag oder Samstag in das Medical Center kommen. Wir sind mit 28 Spezialisten den ganzen Tag von 10 bis 19 Uhr vor Ort an der Messe Wien bei der Startnummernabholung. Wir können ein EKG schreiben oder Laborbefunde machen. Ein Belastungs-EKG ist allerdings nicht möglich, diese Untersuchung macht ein, zwei Tage vor dem Wettkampf überhaupt keinen Sinn mehr. Wer aber zum Beispiel wegen einer Verkühlung unsicher ist, ob er oder sie fit ist, dann einfach vorbeikommen.

Gibt es eine Läuferschicht, die am häufigsten von Startverboten betroffen ist und bekommt man im Falle des Falles sein Startgeld zurück?

Leider nein, außer man hat eine Stornoversicherung abgeschlossen. Das größere Problem, mit dem wir in diesem Zusammenhang jedes Jahr vor Ort kämpfen, sind nicht die Marathon- oder Halbmarathonläufer, die sind in der Regel gut vorbereitet und vernünftig. Beim Staffelbewerb laufen zum Teil viel untrainiertere Personen mit, außerdem ist die Gruppendynamik nicht zu unterschätzen. Der Gedanke: "Wenn ich jetzt nicht starte, kommt die ganze Staffel nicht zustande", kann gefährlich werden. An diesem Punkt treffen viele Teilnehmer eine unvernünftige Entscheidung. Auch ein paar Kilometer können ein Problem darstellen, wenn man verkühlt ist oder sich aus einem anderen Grund nicht fit fühlt. Also lieber jemand anderen laufen lassen oder in der Dreier-Staffel starten.

Gibt es viele Zwischenfällen dieser Art?

Wir haben zum Glück wenig Startverbote. Viele haben auch Angst, wenn sie in unser Gesundheitszentrum kommen, werden sie definitiv vom Marathon ausgeschlossen. Aber so ist es nicht, jeder Arzt, der bei uns im Team arbeitet, hat eine Liebe zum Sport. Wir versuchen, wenn es irgendwie Sinn macht, die Leute zum Laufen zu kriegen. Auch was zum Beispiel Sportverletzungen oder Überlastungen angeht. Wir haben Sportorthopäden und Physiotherapeuten vor Ort, um beispielsweise Probleme, die in den letzten Trainingswochen entstanden sind und jetzt akut werden, zu behandeln. Bei dem einen helfen Kinesiotape und Massagen, dem anderen muss man sagen, dass er besser nicht laufen sollte. Meistens wird das dann auch verstanden.

Wie steht es um die Einnahme von Schmerzhemmern nach dem Lauf?

Vernünftiger ist es, auch wenn man sich ein, zwei Tage schont, dann kann man auch diese typischen NSAR-Schmerzmittel verwenden. Nach dem Zieleinlauf sollte man auf jeden Fall zuerst ausreichend trinken und essen, um den Körper aus der Extrembelastung langsam zurückzuführen. Eigentlich sollte man nach dem Lauf auch keine wirklichen Schmerzen haben, außer Muskelschmerzen. Bei einem klassischen Muskelkater bringen Schmerzmittel herzlich wenig, da muss man durch. Das ist auch normal und darf so sein. Wer massive Schmerzen hat, sollte bitte zum Arzt gehen und nicht die Symptome unterdrücken.

Was empfehlen Sie in den letzten Tagen vor dem Lauf?

Ernährungsideen, bei denen man Low- oder No-Carb isst, sollte man jetzt über den Haufen werfen. Teilnehmer sollten viele Kohlenhydrate zuführen, in Form von Gebäck, Kartoffeln, Reis, was man mag. Kohlenhydrate bringen die Energie, die der Muskel dann beim Laufen verwenden kann und der Körper lagert sie gemeinsam mit Flüssigkeit ein. Und das ist der zweite Tipp: viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Isotone Getränke machen auch Sinn, weil hier verschiedene Kohlenhydrate enthalten sind, von der einfachen Glukose bis zum komplexen Maltodextrin. Und der Dritte: nicht mehr viel trainieren. Also mit der Kombination aus Wasser, Sportgetränken und Kohlenhydraten die Speicher auffüllen, entspannen und dann kann nichts mehr schief gehen.

Zur Person

Dr. med. univ. Robert Fritz (1977) leitet seit 2009 das medizinische Zentrum des Wien-Marathons. Der begeisterte Triathlet ist Mitbegründer der Sportordination Wien.

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Marathon-Drillinge

Aller guten Dinge sind drei

Als „Trio für Rio“ schrieben die Drillinge Lily, Liina und Leila Luik Olympiageschichte. Die Leichtathletinnen aus Estland stehen nächsten Sonntag auch beim Wien-Marathon im Blickpunkt. Ein Gespräch über Familie, Sport und Gemeinsamkeit.

Der Wien-Marathon schreibt jedes Jahr seine eigenen Geschichten. Es geht nicht bloß um afrikanische Sieger, die Distanz von 42,195 Kilometern, das 30.000 Menschen starke Starterfeld, das Streben nach Rekorden oder dem Siegerscheck. Es sind die Lebensgeschichten der Menschen, die dieses Rennen bestreiten, die unter die Haut gehen. Ihre Emotionen, Impressionen, Erlebnisse, ihre Freude, der Schmerz, das Meistern dieser Qualen.

Wien sah schon viele Sieger, aber viel zu lange und getrost noch viel länger keinen mehr aus Österreich, Weltstars wie Haile Gebrselassie oder Paula Radcliffe. Aber heuer ist ein Bild schon für die Ewigkeit reserviert, noch ehe am nächsten Sonntag, 9 Uhr, der Startschuss überhaupt gefallen ist. Nicht nur des Anblicks, sondern auch der Einzigartigkeit wegen. Denn es stehen Drillinge am Start, sie nehmen das 10-Kilometer-Rennen unter die Beine: Leila, Liina und Lily Luik aus Estland.

Die Estinnen schrieben Leichtathletik-Geschichte als „Trio für Rio“, nachdem sie im Vorjahr als erste Tripletts in der Historie bei Sommerspielen aufgelaufen waren. Das Interesse war immens, Statistiken wurden bemüht und Vergleiche gezogen. Liina ließ sich auf den Unterarm selbstredend drei „Luik“ tätowieren. Luik heißt auf Deutsch Schwan, und so fühlen sich die 31-jährigen, eineiigen Drillinge auch. Wie drei laufende Schwäne.

Familienausflug einmal anders

„Wir machen wirklich fast alles gemeinsam. Rennen, Events, Training – wir waren auch als Trio in Rio, bei den Sommerspielen 2016. Jetzt kommen wir erstmals nach Wien, natürlich alle drei. Nur in zwei Punkten gibt es Differenzen: Ich und Leila wohnen in Tartu, Liina in Tallinn“, erzählt Lily Luik stolz der „Presse“ am Telefon. „Und nur Leila hat das Limit für die Leichtathletik-WM im August in London geschafft. Schade, aber da kann man nichts mehr machen.“ Da sei sie auf sich allein gestellt, die Schwestern gehen derweil auf Trainingslager.

Dass das Trio den Weg nach Wien gefunden hat, ist einem Treffen im Vorjahr in Athen geschuldet. Die Wien-Organisatoren rund um Wolfgang Konrad hätten sie eingeladen, „wir waren noch nie in Österreich und freuen uns sehr darauf“, sagt Lily. Sie wisse, das Besuche in Schönbrunn, Oper und Stephansdom warten, „aber auch, dass der Kurs flach ist, das passt in unsere Planung.“ Denn für einen Marathon sei es noch zu früh, die volle Distanz verlange ein ganz anderes Training. Sie nahmen im Kollektiv Rücksicht auf Leila und ihre WM-Vorbereitung, also starten sie nur im 10-km-Bewerb.

Lily, Liina und Leila Luikbei der Pressekonferenz "Damen-Elite" am Donnerstag.
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Lily, Liina und Leila Luikbei der Pressekonferenz "Damen-Elite" am Donnerstag.
Lily, Liina und Leila Luikbei der Pressekonferenz "Damen-Elite" am Donnerstag. – APA/HANS PUNZ

Ungeplant war allerdings der Karrierestart, das Trio war 2010 am Ostsee-Strand als Lifeguard im Einsatz, verrät Lily, man erkannte ihr Lauftalent – und so nahm alles seinen Lauf. Sieben Jahre später ist Laufen ihr Beruf, dazu werden sie als Models gebucht, natürlich im Triple-pack. Sie malen und verlaufen ihr eigenes Merchandising, von Jacken bis Kaffeehäferln, Hauptsache auf allem thronen die drei Schwäne.

Der Familie gefällt dieser Auftritt. Mutter Lea wusste es ohnehin schon früh, sie verzichtete schnell darauf, dass ihre Töchter Geigen-, Cello- und Klavierstunden erhielten. „Wir konnten nicht stillsitzen, wir liefen immer nur herum“, fügt Lily hinzu. Weil sie aber erst in einem für die Leichtathletik sehr hohem Alter mit dem echten Training anfingen, „24 ist alt“, war der Versuch als Sprinterinnen schnell abgehakt. Auf der Langstrecke fühlen sie sich ohnehin wohler, man sei länger gemeinsam unterwegs. Wie bei einem Familienausflug, und doch anders.

Wie ein Lotto-Jackpot

Durch den Marathon-Sport hätten die Luik-Drillinge schon viel von der Welt gesehen, aber nur kleinere Rennen gewonnen, und dennoch: Der Auftritt in Rio blieb für Lily unvergessen. Die Wahrscheinlichkeit allein, dass einer von 1,3 Millionen Esten das Limit erbringt, war schon gering. Aber bei Drillingen, es glich einem Lotto-Jackpot. „Für uns war es wirklich sehr emotional, alle drei hatten wir es ja geschafft. Wir standen also in Rio gemeinsam am Start und konnten es gar nicht glauben.“ Sie wollten eigentlich auch zusammen, Hand-in-Hand, ins Ziel laufen. Es wäre eine Geste gewesen, ein unvergesslicher Augenblick; eine Medaille war ja ohnehin aussichtslos. Nur dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Liina musste aufgeben, Leila wurde 114. und Lily 97.

Wohin sie der Laufsport führen werde, konnte Lily Luik nicht beantworten. Sie laufe jetzt so richtig seit vier Jahren, sei mittendrin, habe Spaß. Man wachse gemeinsam, entwickle sich, dann könnte man überlegen, ob es noch Ziele gibt, die man als Familie erreichen wolle. Auch sei alles, darauf legte die Estin Wert, eine Frage der Gesundheit. Und, je älter man werde, desto mehr driften Interessen auseinander. „Abwarten, aber vielleicht schaffen wir es ja zu den Sommerspielen 2020 in Tokio. Eine Geschichte wäre das auf jeden Fall.“ Wenn, dann nur als Trio. Logisch. Aber das versteht sich bei den Luik-Drillingen von selbst.

Geschichte

Wien als Laufstadt

Wien hat eine lange Lauftradition – die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht. In jüngster Zeit hat die Bundeshauptstadt als Laufpflaster dennoch einen ordentlichen Schub erlebt.

Jubelnde Massen, tausende Schaulustige, ausgelassene Stimmung, Musik und die spannende Frage, wer denn der Schnellste sein wird. Das, was sich im Rahmen des Vienna City Marathon in Wien abspielt, reicht weit mehr als ein paar Jahrzehnte zurück. Auch wenn viele die Entwicklung der heimischen Bundeshauptstadt als Sport-, besser gesagt Laufpflaster in den letzten Jahrzehnten ansiedeln, hat Wien eine viel längere Lauftradition. Eine, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.

„Wien hatte als Residenzstadt richtige Berufsläufer. Der Habsburger Hof hat sich allein an die zwölf bis 15 Läufer gehalten“, erklärt Rudolf Müllner, der am Institut für Sportwissenschaft der Uni Wien den Arbeitsbereich Sozial- und Zeitgeschichte leitet. Diese Herrschaftsläufer, die auch viele Adelige hatten, sind nur bedingt mit den heutigen Fahrradboten vergleichbar. Denn natürlich wurden die Läufer in erster Linie als Boten engagiert. „Aber es ging auch um Prestige. Das war ein eigener Berufsstand, professionelle Läufer, die eine Geschwindigkeitsprüfung ablegen mussten. Auf einer Strecke von 18 Kilometern mussten sie vier Minuten pro Kilometer laufen“, so Müllner. Wer heute dieses Tempo läuft, zählt zu den sehr guten Läufern.

Prestigeobjekt Läufer

Weil diese historischen Läufer ein so hohes Prestige hatten, wurden auch regelrechte Laufspektakel veranstaltet, bei denen die jeweiligen Läufer in eigenen Uniformen gegeneinander antraten. Die Teilnehmerzahl kann zwar nicht mit der heutigen mithalten, bei den Besuchern hat sich das schon anders verhalten.

Ab 1822 wurde jedes Jahr zum Saisonauftakt im Wiener Prater ein solches Laufspektakel veranstaltet – genau genommen auf der Prater Hauptallee. „Der Prater ist also ein historisches Laufgelände, die Wiege des Sports in Österreich überhaupt“, so Müllner, sichtlich bewegt von der Geschichte.

1848 war dann mit den jährlichen Wiener Laufspektakeln und den Herrschaftsläufern Schluss. Der Berufsstand wurde aus gesundheitlichen Gründen verboten. Erst mit dem Vienna City Marathon und der Fitnesswelle, die spätestens ab den 1980er-Jahren von Amerika auch zu uns herüberschwappte, war dann Laufen – auch in der Stadt– wieder normal. „Wenn man in den 1970er-Jahren im Dorf laufen war, haben die Bauern gefragt, ob man spinnt. Erst seit den Achtzigern ist Laufen selbstverständlich“, erklärt Müllner.


Weltspitze Wien

Heute hat sich Wien zu einem wahren Laufeldorado entwickelt – zumindest aus der Sicht so mancher professioneller Läufer. „Es gibt keine Stadt der Welt, die bessere Voraussetzungen, Infrastruktur und Möglichkeiten für Läufer hat als Wien“, sagt dazu Tony Nagy, der vor 33 Jahren Tonys Laufshop in der Praterstraße eröffnet hat. Wien war – mit dem Prater, dem Wienerwald, Schönbrunn, dem Augarten, Oberlaa und dem Donaukanal – schon immer ideal, aber jetzt habe das eben auch die Stadt erkannt, meint Nagy, der dazu auch gleich eine schöne Anekdote parat hat. Als er vor 33 Jahren sein Geschäft gründete, wollte er auf der Prater Hauptallee Markierungen für Läufer anbringen. „Ich bin damals zum Stadtgartenamt gegangen und habe um Erlaubnis für die Markierungen gefragt. Der dortige Hofrat hat mich drei Minuten lang angeschaut und dann gesagt: ,Nur über meine Leiche.‘ Zwanzig Jahre später hat die Stadt selbst die Markierungen gemacht.“

Nagy hat in den Jahren 2000 bis 2003 einen „irrsinnigen Laufboom“ festgestellt. Damals wurden österreichweit 730.000 Paar Laufschuhe verkauft. Heute sind es rund 500.000 pro Jahr. „Wir stagnieren auf sehr hohem Niveau. Wobei ich sagen muss, dass ich noch nie so viele Laufschuhe verkauft habe wie jetzt“, so Nagy, der deshalb seine Pension unterbrochen hat und seiner Tochter im Verkauf hilft.

Auch sein Kollege Hans Blutsch, der in Mariahilf ein Geschäft führt, spricht von einem Laufboom rund um 1999. Wobei er meint: Heute laufen zwar besonders viele Menschen, allerdings weniger den Marathon, sondern vielmehr Teilstrecken wie den Halbmarathon oder den Staffellauf. „In anderen Städten wird das gar nicht angeboten, da gibt es nur den Marathon.“ Blutsch ist deshalb der Meinung, dass Wien mit Berlin oder Amsterdam (noch) nicht mithalten kann.

Er hat bei seinen Kunden beobachtet, dass Spaß und Wohlfühlen beim Laufen derzeit im Vordergrund stehen. „Quälen ist out. Weniger trainieren, mehr Event“, fasst er den Trend zusammen. Und: Laufen wird, ähnlich wie Radfahren, immer mehr in den Alltag eingebaut. Auf Auto wird also verzichtet, stattdessen nutzt man den Arbeitsweg für eine Laufrunde. Auch Blutsch hat seit vorigem Jahr einen erneuten Schub beim Thema Laufen beobachtet.

Das wiederum dürfte auch dem Wohlstand der Stadt zugute kommen. Otmar Weiß, stellvertretender Leiter des Instituts für Sport der Uni Wien, meint dazu: „Laufen hängt mit der Wohlstandsgesellschaft zusammen. Der Mensch braucht ein Mindestmaß an Spannung. Laufen bietet sich da an. Außerdem bedeutet mehr Bildung eindeutig auch mehr Sport“, so Weiß. Laufen stifte Identität und stärke das Selbstbewusstsein, weil dabei „die Eigenleistung des Menschen sofort sichtbar wird“. Es ist für Wien also nicht gerade das schlechteste Zeichen, wenn wieder mehr gelaufen wird.

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