Zehn Verletzte durch Brand und Explosion in Wiener Wohnhaus

Ein Küchengerät fing in Wien-Favoriten Feuer, die Flammen griffen auf Gaskartuschen über und sorgten für eine Explosion.

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Bild der Feuerwehr vom Einsatzort – (c) LICHBILDSTELLE MA68

Bei einem Brand und eine dadurch ausgelöste Explosion in einem Wohnhaus in Wien-Favoriten sind am Mittwochabend zehn Personen verletzt worden. Die Bewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, fünf von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht, sagte Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung. Das Feuer war nach Polizeiangaben vom Donnerstag von einem Küchengerät ausgegangen.

Der Brand brach gegen 21.00 Uhr in einer als Büro genutzten Wohnung im ersten Stock eines Hauses in der Laxenburgerstraße am Eck zum Arthaberplatz aus. Durch das Feuer explodierten dort gelagerte Gaskartuschen, berichtete die Polizei am Vormittag. Laut Feuerwehr wurden Fenster und Büromöbel auf die Straße geschleudert. Passanten wurden nicht verletzt, das Büro war außerdem zum Unglückszeitpunkt leer. Die Flammen schlugen jedoch beim Eintreffen der Feuerwehr bereits ins Stiegenhaus.

Wegen des Rauchs konnten die Bewohner nicht ins Freie flüchten. Eine Person stand im dritten Stock an einem Gangfenster zum Innenhof. Zur Sicherheit wurde ein Sprungkissen aufgestellt, die Feuerwehr konnte aber schließlich aller Bewohner mit Fluchtfiltermasken durchs Stiegenhaus oder über eine Drehleiter in Sicherheit bringen. Insgesamt zehn Personen wurden im Katastrophenzug der Berufsrettung versorgt.

Durch die Druckwelle der Explosion waren mehrere Wände eingestürzt oder eingedrückt, berichtete die Feuerwehr in einer Aussendung. Drei Wohnungen wurden wegen Einsturzgefahr gesperrt, die Bewohner mussten in Ersatzwohnungen untergebracht werden.

Die Feuerwehr war mit 15 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften ausgerückt, auch Rettung und Polizei standen im Großeinsatz. Zwei Straßenbahnlinien wurden zumindest streckenweise eingestellt, Busse umgeleitet. Der Autoverkehr auf der Laxenburger Straße war ebenfalls eingeschränkt. Erst nach mehr als vier Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Die Brandermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes Wien nahm noch in den Nachtstunden ihre Untersuchungen auf. Am Vormittag wurde festgestellt, dass ein Küchengerät in Flammen aufgegangen war. Daraufhin flogen mehrere kleine Gaskartuschen in die Luft, die der Wohnungsmieter zu Arbeitszwecken gelagert hatte, erläuterte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. "Hätte sich jemand in der Wohnung aufgehalten, wäre das auf jeden Fall lebensgefährlich gewesen", fügte er hinzu. Die Polizei ging von einem Unfall aus, die Ermittlungen waren aber noch nicht abgeschlossen.

(APA)

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