„Burkaverbot“: Tumult, Anzeige und Attacken

Seit Einführung ist es offenbar bereits mehrmals vorgekommen, dass Privatpersonen das "Burkaverbot" durchsetzen wollten. Zuletzt gab es einen Tumult in einer Wiener U-Bahnstation.

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Symbolbild – APA/HERBERT P. OCZERET

Seit einer Woche gilt das Verbot der Vollverschleierung, und während der Start vergleichsweise ruhig verlaufen ist, mehren sich nun Zwischenfälle: In der U3 Station Zieglergasse hat offenbar eine 41-Jährige eine 17-Jährige aufgefordert, den Gesichtsschleier abzunehmen, worauf die 17-Jährige die Frau offenbar stieß.

Eine zweite Frau kam dazu und wurde offenbar ebenfalls von der Muslimin attackiert, worauf dieser 20 Personen zur Hilfe kamen, heißt es von der Polizei, die den Tumult schnell auflöste. Die Frau wurde wegen versuchter Körperverletzung und Nichtbeachtens des Verschleierungsverbotes angezeigt.

Dokustelle: Verschleierte Frauen würden auswandern

Wie in diesem Fall ist es offenbar mehrmals vorgekommen, dass Privatpersonen das Verbot durchsetzen wollten: In der U6 kam es laut Augenzeugen zu einer Betriebsunterbrechung, weil eine verschleierte Frau von Passantinnen bedrängt wurde. Die „Dokustelle Islamfeindlichkeit & antimuslimischer Rassismus“ berichtet von einer Häufung derartiger Vorfälle: Fünf entsprechende Meldungen seien eingegangen.

Diese (von Kritikerinnen des Verschleierungsverbotes) betriebene Stelle berichtet auch von zwei Familien, die beschlossen hätten, nach Serbien bzw. Ägypten (zurück) auszuwandern. Und von zumindest einem Fall, in dem Kinder von der Schule abgemeldet wurden und nun zuhause unterrichtet würden, weil die Niquab-tragende Mutter sie nicht mehr abholen könne.

(cim)

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