Schlägerei nach Scheidung am Wiener Bezirksgericht

In Anschluss an eine Verhandlung rannte eine frisch geschiedene Frau im Bezirksgericht Fünfhaus aus dem Saal und ging mit Schlägen auf den Schwiegervater los. Am Schluss gab es sieben Anzeigen.

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Symbolbild: Gericht – Clemens Fabry / Die Presse

Eine Scheidungsverhandlung ist Donnerstagvormittag am Wiener Bezirksgericht Fünfhaus dermaßen aus dem Ruder gelaufen, dass sich die Familienmitglieder im Anschluss eine handfeste Schlägerei lieferten. Am Ende erlitten fast alle blaue Flecken, der Vater der trennungswilligen Frau kassierte vom Ex-Schwiegersohn eine Nasenfraktur, berichtete die Polizei.

In Anschluss an die Verhandlung rannte die 20-jährige, geschiedene Frau aus dem Saal und ging sofort mit Schlägen auf den Schwiegervater los. Seine drei Söhne - darunter der 24-jährige Ex-Mann - wollten den Streit schlichten und hielten die Frau zurück. Dabei kam der Vater der 20-Jährigen seiner Tochter zu Hilfe und schlug auf einen der Brüder ein. Das Ganze mündete in einem Tumult zwischen der Frau und ihren Eltern sowie dem Ex-Mann, dessen Vater und Brüdern.

Am Ende kassierte der 46-jährige Vater der Frau einen Schlag des Ex-Schwiegersohns im Gesicht. Die eine Partei meinte, der junge Mann wollte bei der Schlägerei nur schlichtend eingreifen, die Gegenpartei meinte, der Geschiedene hätte absichtlich zugeschlagen. Alle sieben Beteiligten - teilweise handelte es sich um türkische Staatsbürger - wurden wegen Raufhandels angezeigt. Der 46-jährige Verletzte musste wegen der Nasenfraktur von der Wiener Berufsrettung behandelt werden.

(APA)

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