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Lobau-Autobahn: Das letzte Wort von Häupl

19.03.2010 | 17:41 |   (DiePresse.com)

Bürgermeister Michael Häupl besteht auf eine Tunelllösung unter dem Nationalpark Lobau im Zuge der S1-Verbindung. Eine Brücke werde es mit ihm definitiv nicht geben.

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Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) pocht definitiv auf einer Tunelllösung unter dem Nationalpark Lobau im Zuge der S1-Verbindung zwischen Schwechat und Süßenbrunn. "Man baut keine Brücke über den Nationalpark. Das ist mein letztes Wort", beschied das Stadtoberhaupt im Interview mit der Tageszeitung "Standard" kategorisch. Eine Brücke werde es mit ihm deshalb definitiv nicht geben: "Ich bin mindestens so stur wie Erwin Pröll."

Häupl replizierte damit auf Gerüchte, wonach der projektierte Lobautunnel von der Asfinag durch eine Brücke ersetzt werden soll, um sich 500 Mio. Euro an Kosten zu sparen - was erst nach der Wien-Wahl im Oktober bekanntgegeben werden soll. "Wenn die Asfinag glaubt, dass sie sich Geld sparen kann, dann ist das nicht mein Problem", so Häupl. Es gebe eine gültige Abmachung zwischen Wien und dem Bund und er warte sich, dass diese eingehalten werde. Die Option für ihn laute nur: Nordostumfahrung mit Tunnel oder gar nicht - in letzterem Fall bedeute dies aber: "Dann wird es die erste gemeinsame Volksbefragung von Wien und Niederösterreich geben."

(APA)

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12 Kommentare
Gast: Dr. Troootzi
22.03.2010 14:43
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Das letzte Wort. Die Komplexität dieses Projekts wird imer grösser.

Diese Information muss man mit grosser Sensibilität lesen und sich gleichzeitig auf viele offizielle und informelle Informationen stützen.

Ich gehe davon aus, dass dies nicht wirklich das letzte Wort von BM Dr. Häupl war, sondern ein klarer Hinweis auf seine bisherige und zukünftige Haltung ist.

Was soll aber der Hinweis auf eine gemeinsame Volksbefragung? Klingt da nicht eine gewisse Unsicherheit durch?

Wenn aber eine solche Volkbefragung ins Auge gefasst wird, stellt sich die Frage, worüber das Volk denn befragt werden soll.

Wäre es nicht angebracht, wenigstens jetzt intensiv über weitere Lösungen dieses Problems nachzudenken und nach dem Vorliegen dieser Überlegungen das Volk über - mehrere - Varianten zu befragen?

Die Hauptaufgabenstellung:

Information und Überzeugung politischer Entscheidungsträger über die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Entwicklung ökonomisch- und ökolgisch optimaler Lösungen bei diesem Projekt.

Aufgrund der klaren Haltung von BM Dr. Häupl könnte durchaus eine Chance für ein solches Projekt bestehen. Was Wahlkampfzeiten so alles bewirken?

Das Ganze wird noch sehr spannend.

http://so-for-humanity.com2000.at" target="_blank">http://so-for-humanity.com2000.at SFH-1905, SFH-0280-428

Gast: lustig
21.03.2010 15:24
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die meisten posten nur ohne ahnung zu haben

aktuell der tunnel über 8km lang, man muss ja industriegebiet, den ölhafen und die donau auch untertunneln

witzigerweise wird der nationalpark donau-auen (lobau) an der breitesten stelle gequert, dies macht es erforderlich IM nationalpark tunnelentlüftungen zu bauen, traumhaft

da kann man ja nur dagegen sein, was wäre die alternative:

oberirdisch bis zur donau, donaubrücke, im ölhafen dann übergang in den tunnel unter dem nationalpark durch, tunnelende östlich von groß-enzersdorf (etwa 2km tunnellänge, keine entlüftungen im nationalpark nötig) und fertig

das ganze wäre wahrscheinlich 1-2 jahre früher fertig (entlastung für wien vom durchzugsverkehr) und um einige hundert millionen billiger, weil man nebenbei die a22 nördlich der donau verlängern kann (unterflurtrasse) und sich da auch nen tunnel unter der donau durch spart und nebenbei noch den nötigen ausbau der a4

kostenersparniss ungefähr 700-1 milliarde EURO beider dinge gemeinsam, witzigerweise wäre das sogar besser für den nationalpark

gruß

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Re: die meisten posten nur ohne ahnung zu haben

Ich versteh nicht, welche Entlüftungsprobleme ein 8 km langer Tunnel machen soll.
Die Engländer und Franzosen bauten einen 6,5 mal längeren Tunnel unter dem Ärmelkanal und alles funktioniert bestens.

So gesehen sollte die Untertunnelung der Lobau ein Klaks sein, oder??

Antworten Antworten Gast: 1020
23.03.2010 13:21
0 0

Re: Re: die meisten posten nur ohne ahnung zu haben

Sie kenne den Unterschied zwischen elektrischer Eisenbahn und motorisiertem Straßenverkehr?

Antworten Antworten Antworten Gast: Seifensieder Wanninger
23.03.2010 16:35
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Re: Re: Re: die meisten posten nur ohne ahnung zu haben

Wie glauben Sie, kommt die Luft in eine 50 km lange Röhre für die "Leit" zum Atmen und wie wird die verbrauchte Luft entsorgt???

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1020
24.03.2010 10:20
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Re: Re: Re: Re: die meisten posten nur ohne ahnung zu haben

Das ist ja wohl nicht die Frage.
Problematisch sind Verbrennungsmotoren, die einerseits viel O2 verbrauchen und andererseits viele Abgase produzieren.
Da braucht man (aktive)Entlüftungsschächte

Gast: lobAuWeh
20.03.2010 15:57
0 0

vergesst nicht es kommen wahlen ...

... und der bürgermeister weiß, was sein zielpublikum hören will. eine brücke ist billiger und paradoxer weise umweltfreundlicher, da ein tunnel mehr energie im betrieb braucht, den grundwasserstrom beeinträchtigt u.s.w

und das weiß auch der bürgermeister, er ist ja immerhin biologe

politgeplänkel - sonst nichts

rowa
20.03.2010 07:21
0 1

Lobau – Zerstörung – Tunnel oder Brücke!

Ob es einen Tunnel um 4 Milliarden Euro oder eine billigere Brücke gibt, ist egal.
Beides zerstört die Lobau für immer.

Dann gibt beides - Fluglärm und KFZ-Lärm mit zusätzlicher Luftverpestung.

Nur eine Brücke ist wäre das schlimmste, sieht man ja im Prater.

Antworten Gerald
20.03.2010 09:35
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Re: Lobau – Zerstörung – Tunnel oder Brücke!

Beides zerstört also die Lobau?

So wie der Tauerntunnel ja auch die Tauern ökologisch zerstört hat und der Plabutschtunnel den Plabutsch usw...

Viel schonender als eine Röhre unter der Erde zu graben, kann man eine Straße kaum noch bauen.

Antworten Antworten rowa
20.03.2010 12:02
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Re: Re: Lobau – Zerstörung – Tunnel oder Brücke!

Also ein Vergleich mit dem Tauerntunnel, Plabutschtunnel oder einen anderen Tunnel mit mehr als 6 km ist nicht angebracht.
Durch die beiden gewaltigen (mit je 18 Meter Durchmesser) Betonrohre in ca. 30 Meter Tiefe und einer Länge von mehr als 8 km wird das gesamte Grundwasservorkommen enorm gestört.

Re: Re: Re: Lobau – Zerstörung – Tunnel oder Brücke!

Na aber der Semmering-Basistunnel stört doch unterirdisch stark... ? ;)

der__mann
19.03.2010 17:56
2 1

eine brücke

über die lobau - welchem kranken hirn kann sowass nur einfallen. ist die sudosttangente nicht schon schrecklich genug, die mitten im prater steht.

hirn - arme - bauernschädeln!