Augartenspitz: Häupl mischt sich nicht ein

Im Streit um den Bau des Sängerknaben-Konzertsaals im Wiener Augarten sieht sich Bürgermeister Häupl nicht in der Verantwortung, vermitteln zu müssen. Schließlich sei er Partei: "Ich akzeptiere dieses Projekt."

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(c) APA/DORIT KROBATH (DORIT KROBATH)

Wiens Bürgermeister Michael Häupl wäscht im Konflikt um den Bau des Sängerknaben-Konzertsaals im Augarten seine Hände in Unschuld. Es habe von beiden Seiten unüberbrückbare Standpunkte gegeben - "daher war meine Lösungskompetenz in dieser Frage nicht gefragt", beschied Häupl am Donnerstag im Gemeinderat.

Er sei in die Gespräche zwischen Sängerknaben und Bürgerinitiative gegen das Bauprojekt nicht eingebunden gewesen: "Ich hätte daran nur teilnehmen können, wenn beide Parteien mich einvernehmlich eingeladen hätten - das haben sie nicht."

Immerhin habe er dazu beitragen können, die Gespräche zu vermitteln. "Ich werde versuchen, in Zukunft meine Rolle darauf zu beschränken, dass es zu keinen gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt", kündigte Häupl an. Größer sei die Rolle der Stadt nicht, auch wenn die Grünen versuchen würden, ihn als Bürgermeister in die Causa zu involvieren. Dabei bleibe seine Position stets klar: "Ich bin Partei - ich akzeptiere dieses Projekt."

Die Bauarbeiten für die neue Konzerthalle der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz sind vor zwei Wochen nach langem Hin und Her mit der Bürgerinitiative endgültig angelaufen. Die Gegner hatten zuletzt noch die Bäume besetzt, die gerodet werden sollten - wurden jedoch großteils von der Exekutive entfernt.

(APA)

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