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Kranke Lipizzaner: Herpesvirus als Ursache

02.04.2010 | 13:39 |   (DiePresse.com)

Der Befund der Veterinärmedizinischen Universität liegt vor. Ursache der Hustenerkrankung ist ein noch relativ wenig untersuchtes Pferde-Herpesvirus.

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Die Ursache für die Erkrankung eines Teils der Lipizzaner in der Spanischen Hofreitschule ist geklärt: Laut einem Befund von Norbert Nowotny, Virologe an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, sind die Tiere an einem Herpesvirus erkrankt. Die Absage der Vorstellungen wird begrüßt. Gleichzeitig geht der Experte davon aus, dass die Wiederaufnahme der Vorführungen bald möglich sein wird.

Nach "umfangreichen virologischen, molekularbiologischen und serologischen Untersuchungen" auf alle infrage kommenden Virusinfektionen bei Pferden konnte ein Großteil möglicher Erreger - inklusive der Pferdeinfluenzaviren - als Ursache der Hustenerkrankung ausgeschlossen werden, heißt es in dem Befund.

Prophylaxe gibt es nicht


In Tupferproben akut erkrankter Lipizzanerhengste sei jedoch der Herpesvirus Typ-5 (EHV-5) nachgewiesen worden. EHV-5 ist laut Nowotny ein noch relativ wenig untersuchtes Pferde-Herpesvirus aus der Gruppe der Gamma-Herpesviren. EHV-5-Infektionen dürften weltweit verbreitet sein. Eine spezifische Prophylaxe, also etwa eine Impfung, gibt es laut dem Experten nicht.

"Die an den erkrankten Pferden vorgenommenen tierärztlichen Behandlungen und ergriffenen Maßnahmen (Stallruhe etc.) inklusive der zur Schonung der Pferde notwendigen Absage von Vorstellungen waren somit aus virologischer Sicht richtig", wird betont. Nowotny geht jedoch davon aus, dass in "absehbarer Zeit" wieder ein Normalbetrieb möglich sein wird.

Auch eine Sprecherin der Hofreitschule zeigte sich gegenüber der APA zuversichtlich, dass die Vorführungen bald wieder aufgenommen werden können. Bereits fix abgesagt ist der Termin am Ostersonntag. Die Vorstellungen am 10. und 11. April sollten, so hieß es, jedoch stattfinden - wenn keine Neuerkrankungen dazukommen.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: ökono-mist
06.04.2010 01:46
0 0

Gut, daß die "Nationalbank" wenigstens diesen Fall so genau geprüft hat...


Endlich kommen "relativ unerforschte" Viren daher und entlasten Frau Gürtler! Böse Zungen haben ja sofort die plumpe Behauptung aufstellen müssen, SIE hätte die teuren Pferde krank gemacht; bloß weil sie den ebenfalls nicht gerade billigen Herrn Holender (ich hoffe, er nimmt das als Kompliment) auch "krank gemacht" haben soll?

P. S.: Da trifft es sich gut, daß erst vor wenigen Tagen Menschenärzte ein bisher unerforschtes Gen entdeckt haben, das nun jedes österreichische Herzversagen - von Amry und Apfalter über Bogner, Hundertwasser und Omofuma bis hin zu Proksch und Quantschnigg - "schlüssig erklärt"...

Das mutmaßliche "Generalversagen" der heimischen Gerichtsmedizin (und das Teil-Totalversagen der "heimeligen" Exekutive und Justiz) wird jedoch auch das nicht schlüssig erklären können...bis hin zu Kaprun?

Es gilt - wie immer - für alle und jeden die Unschuldsvermutung...

P.P S.: Sollten noch Relikte übriggeblieben sein, die auszuufern drohen: Wozu haben wir denn den immer gleichen Bundespräsidenten? Der könnt' sie doch alle begnadigen! Das Amt ist nämlich nicht so saft- und kraftlos, wie Hinz und Kunz vielleicht meinen mögen...

(Ein thematisches Ausufern und Ausschweifen ist da fast unvermeidlich: Auf kranken Rössern schnurstracks in die Welt der politischen Geheimdienste...)

Gast: Schlagobersbaiser
02.04.2010 18:53
0 0

soll sich doch die umtriebige Frau Dkfm.Gürtler

statt der Pferde im Winterreitsaal vor zahlenden Gästen produzieren! Trense rein, lächeln, lächeln, lächeln und hopp!