Wiener Hauptbahnhof: 335 Meter zur U-Bahn

Die Hauptbahnhofpassage "Südtiroler Platz" wird im Dezember eröffnet. Zwei Jahre später wird die U-Bahn-Station in "Hauptbahnhof Wien" umbenannt.

Wiener Hauptbahnhof Meter UBahn
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(c) APA/Wiener Linien (Wiener Linien)

Die von der Opposition kritisierte Passage unter dem Wiener Südtiroler Platz, welche künftig die öffentlichen Verkehrsmittel mit dem neuen Hauptbahnhof verbinden wird, wächst. Eröffnet wird der Großteil der Anlage bereits im heurigen Dezember. Ab Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofs im Dezember 2012 wird die jetzige U1-Station "Südtiroler Platz" dann offiziell in "Hauptbahnhof Wien" umbenannt. Die dortige S-Bahnstation trägt ab diesem Zeitpunkt hingegen den Namen "Wien Hauptbahnhof".

Bereits jetzt wird in Teilen des Bauwerks der Boden verlegt. Dank zahlreicher Tageslichtöffnungen werde es keine Angsträume geben, versicherte Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) bei einer Begehung der Baustelle. Die Passage verbindet den Hauptbahnhof unterirdisch mit den Straßenbahnlinien 18 und O, der Schnellbahn und der U-Bahnlinie U1. "Der Bahnhof ist damit hervorragend an das hochrangige Öffinetz angeschlossen", so Schicker.

Keine Rollbahnen in der Passage

Für Rollbahnen in der Passage sei die Strecke zwischen den einzelnen Abgängen jedoch schlicht zu kurz, nahm Schicker Bezug auf eine der Oppositionsforderungen, um die Distanzen zwischen U-Bahn und ÖBB zu verkürzen. Man brauche viel Platz, um die Verkehrsströme zu entflechten, betonte ebenso Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien. Deshalb wären die Distanzen zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln auch dann nicht nennenswert anders ausgefallen, wenn man nicht mit einem bestimmten Bestand hätte planen müssen.

Die Entfernung von 335 Metern zwischen dem Hauptbahnhof und der U-Bahn entspräche internationalem Standard. In Wien sei dies vergleichbar mit der Distanz zwischen Westbahnhof und der U-Bahnlinie U3. Die Wiener Opposition hatte hingegen wiederholt die Wegstrecke als zu lange kritisiert und eine Anbindung des Bahnhofs an die zu verlängernde U2 gefordert - eine Idee, für die sich auch der Rechnungshof in seinem Bericht Mitte Mai erwärmen konnte. Diese Anbindung sei jedoch unnötig, da U1 und U2 ansonsten zwischen Karlsplatz und Bahnhof parallel geführt würden, so die Argumentation der Stadt. Es sei das Ziel, mit der U2 die neuen Entwicklungsgebiete im Süden des Bahnhofs zu erschließen, nicht das Bauwerk selbst.

(APA)

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