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Über eine Million Kinderpornos: Wiener festgenommen

18.06.2010 | 08:22 |   (DiePresse.com)

Es ist der bisher größte Fund von kinderpornografischem Material in Österreich. Der 53-jährige Frühpensionist soll auch zwei kleine Mädchen sexuell missbraucht haben. Er lebte von der Außenwelt isoliert.

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Die Polizei hat einen 53-jährigen Wiener festgenommen, der in seiner Wohnung und auf seinem Computer Unmengen an kinderpornografischem Material gesammelt hat. Außerdem soll er zwei kleine Mädchen mehrfach sexuell missbraucht haben.

Der Hinweis war von deutschen Netzwerkfahndern gekommen: Ein Österreicher sei sehr aktiv auf einer Kinderporno-Tauschbörse. Über die IP-Adresse seines Computers haben die heimischen Ermittler den Mann schließlich ausgeforscht. Die Festnahme erfolgte Mitte April, nach Abschluss der Befragungen der Opfer und der Datenauswertung, die noch weiter läuft, hat das Bundeskriminalamt (BK) den Fall am Freitag bekannt gegeben.

Größter Fund von Kinderpornos

Bei einer Hausdurchsuchung durch das Landeskriminalamt Wien (Gruppe Brozek) stießen die Ermittler auf mehr als eine Million Bilder, auf denen spärlich bekleidete Mädchen und Buben unter 14 Jahren posierten. 30.450 Bilddateien zeigten Kinder bei sexuellen Handlungen, zudem wurden etwa 450 Filmdokumente mit Missbrauchsfilmen sichergestellt. Insgesamt fanden die Beamten acht Festplatten, einen PC und einen Laptop sowie 250 DVDs mit einschlägigem Material. Noch nie war in Österreich eine derartige Menge an Daten sichergestellt worden, sagte Ewald Ebner, Leiter des Büros für Kapital- und Sittlichkeitsdelikte im Bundeskriminalamt (BK).

Der Mann hatte nach seiner Scheidung vor drei Jahren vorübergehend eine Thailänderin bei sich wohnen lassen. Die Frau brachte aus der Heimat zwei Töchter (fünf und sechs Jahre) mit, die der Mann mehrfach sexuell missbraucht haben soll. Auf die Kinder wurden die Ermittler aufmerksam, nachdem sie in der Wohnung Bilder der Kleinen fanden. Bei einer anschließenden Befragung der Mädchen stellte sich heraus, dass sie von dem 53-Jährigen sexuell missbraucht wurden. Die Mutter gab an, davon nichts mitbekommen zu haben.

Bei seiner Einvernahme spielte der Mann seine Taten herunter. Er wolle die Mädchen nur auf den Schoß genommen und mit ihnen herumgeblödelt haben. Zu den Kinderpornos war der Frühpensionist geständig. Er schaue so etwas gerne und hätte Interesse daran. Die enorme Datenmenge rechtfertigte er damit, dass er Abwechslung haben wollte.

Sozial isoliert

Der Frühpensionist lebte in seiner stark verschmutzten Messie-Wohnung sozial isoliert. "Er hatte kaum Kontakte nach außen", sagte Ermittler Jürgen Ungerböck vom Bundeskriminalamt. "Von der normalen Welt hat er nicht mehr viel mitbekommen."

Der Mann dürfte außerdem in Foren aktiv gewesen sein. "Dort kommt man nur als Insider hinein. Man muss Material anbieten, dann erhält man Zutritt und man muss den szenetypischen Jargon beherrschen", sagte Ebner. Technisch müsse man dafür nicht sehr avisiert sein.

(APA)

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35 Kommentare
 
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Kinderpornos auf Kosten der Steuerzahler

Als Frühpensionist hat man offenbar zuviel Zeit - wie hätte er sich sonst so eine gigantische perverse Sammlung zulegen können...

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Welchen Beruf hatte der Mann?

Ich würde gerne alle Menschen dieses Berufes als potentielle Kinderschänder verdächtigen.

Re: Welchen Beruf hatte der Mann?

Im Artikel stheht es doch: Er ist ein Messie. Das sind Leute die Müll anbeten und sammeln, deswegen hatte er so viel von dem Müll.

Antworten Gast: martinmartin
18.06.2010 23:09
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Re: Welchen Beruf hatte der Mann?

...hört sich sehr nach priester an

Re: Welchen Beruf hatte der Mann?

ÖBB'ler? :P

Antworten Antworten Gast: ostblocker
18.06.2010 09:24
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Re: Re: Welchen Beruf hatte der Mann?

Wenn es nach dem Medien ginge, muss er ein Pfarrer gewesen sein.
Und: Auf keinem Fall ein Grüner..

Re: Re: Re: Welchen Beruf hatte der Mann?

Genau. Wenn es nach Ihnen ginge würde der Kindesmissbrauch in der Kirche weiterhin "intern geregelt", d.h totgeschwiegen und wie üblich fortgefahren. Dann ist Ihre heile Welt in Ordnung. Sehr naiv, Sie tun mir leid.

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Re: Re: Re: Re: Welchen Beruf hatte der Mann?

Sie scheinen wohl nicht verstanden zu haben, dass früher alle dieses Thema totgeschwiegen haben wie auch die zahlreichen Beispiele aus nicht kirchlichen oder familiären Bereich zeigen. Die Problematik nur auf die Kirche zu verengen blendet die gesamtgesellschaftliche Verantwortung aus und ist meistens ideologisch motiviert.

Im Land der Frühpensionisten.

Ein Genrebild. Danke, Regierung.

Antworten Gast: markus trullus
18.06.2010 09:02
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Re: Im Land der Frühpensionisten.

Richtig: Würde der Kerl jeden Tag von 0700 bis 1800 hackeln, käme er gar nicht in diese Gasse. Aber wo sind die Jobs? es gibt sie nicht mehr.....

 
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