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Grüne: Neue Tarife bei Wiener Linien mit Anfang 2012

07.01.2011 | 14:42 |   (DiePresse.com)

Die Ticketpreise sollen sich nach sozialen Aspekten und nicht nach Altersgruppen richten, sagt der Grüne Klubobmann David Ellensohn. Die Opposition befürchtet einen "Klassenk(r)ampf".

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Geht es nach den Wiener Grünen, gibt es ab Anfang 2012 neue Tarife bei den Wiener Linien: Künftig würden die Ticketpreise weniger nach Altersgruppen, sondern vielmehr nach sozialen Aspekten gestaffelt, kündigte David Ellensohn, Klubobmann der Rathaus-Grünen, an. Bis Ende Juni sollen die Ergebnisse der eingesetzten Arbeitsgruppe auf dem Tisch liegen. Die Opposition kritisiert den Vorschlag und befürchtet einen "Klassenk(r)ampf".

Die derzeitige Altersstaffelung mache nicht unbedingt Sinn, so Ellensohn. "Nach einer langen politischen Karriere muss man nicht unbedingt verbilligte Fahrscheine bekommen", spielte er auf die Seniorenermäßigung an. Andererseits würde es bedürftige Leute geben, die allein wegen ihres Alters keine Vergünstigung erhielten.

Das neue Tarifsystem soll laut Klubchef nicht nur die Jahreskarten betreffen, sondern alle Ticketvarianten inkludieren. "Idealerweise" werde auch die Kernzone - sie umfasst derzeit nur den Stadtbereich - ins Wiener Umland ausgeweitet. Hier müsse es aber Gespräche mit Niederösterreich geben. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", zeigte sich Ellensohn optimistisch.

Gegen Citymaut, für Parkpickerl

Was den Autoverkehr betrifft, sei eine Citymaut in den kommenden fünf Jahren - trotz äußerst schlechter Feinstaubwerte in der Bundeshauptstadt - kein Thema. In der Koalitionsvereinbarung sei ausdrücklich festgehalten, dass ein derartiges Gebührenmodell weder eingeführt noch Anträge dafür gestellt würden. In Sachen Umweltzonen - sie verbieten schadstoffintensiven Fahrzeugen die Einfahrt in bestimmte Stadtgebiete - hielt sich Ellensohn bedeckt: "Alles, was nicht dezidiert im Regierungspakt steht, ist Verhandlungsgegenstand." Die Ökopartei hatte in den vergangenen Jahren wiederholt Umweltzonen für Wien gefordert.

Man werde mit diversen anderen Maßnahmen versuchen, den motorisierten Individualverkehr zurückzudrängen. Ein Mittel sei etwa die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung. Die Entscheidung darüber, in welchen zusätzlichen Bezirken das Parkpickerl kommt, werde wohl noch in diesem Jahr fallen, sagte der Grüne Klubchef. Sinnvoller seien jedenfalls "geografische Pakete" statt einer "Fleckerlteppichlösung". Bereits vor einigen Wochen hatten diverse Außergürtelbezirke Interesse angemeldet, kostenpflichtige Parkplätze einzuführen.

Opposition befürchtet "Klassenk(r)ampf"

Die beiden Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ befürchten durch die sozial abgestuften Öffi-Tarife einen "Klassenk(r)ampf": "Anscheinend wollen die Wiener Grünen den Klassenkampf in die Verkehrspolitik tragen. Es ist nämlich zu befürchten, dass diese Reform auf dem Rücken des Wiener Mittelstandes und der Leistungsträger ausgetragen wird", so die Warnung von VP-Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl.

Der blaue Verkehrssprecher Anton Mahdalik prophezeite "eine Art Che-Guevara-Liste", in der wohl jene Fahrgäste aufscheinen würden, die einer vergünstigten Jahresnetzkarte würdig seien. Dies solle den "100 Euro Jahresticket"-Umfaller vergessen machen. Neben günstigeren Tickets für alle Öffi-Benutzer müsse es auch leistbare Tarife für Park-and-Ride-Anlagen geben, um Autofahrer zum Umstieg auf Bus, Bim und U-Bahn zu bewegen, forderten die Freiheitlichen.

(APA)

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115 Kommentare
 
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Gast: gast
15.01.2011 15:11
0 0

ein schnelldenker

ein schnelldenker, der herr gerstl. natürlich sollen diejenigen, die mehr verdienen (övpler nennen diese komischerweise "leistungsträger") auch mehr zahlen, in allen bereichen des lebens.

denn wenn ein kilo brot für einen armen menschen 2% seines einkommens ausmacht, bei einem reichen menschen lediglich 0,01% seines einkommens ausmacht, ist es nicht erklärlich, warum man vom reichen dann nicht mehr verlangen darf.

2 0

Grüne 2012......

Was? So lange wollen die in der Wiener Regierung bleiben? Das ist, so hoffe ich, sehr blauäugig.

Gast: evili
09.01.2011 18:33
2 0

Wiener Lienientarif

Das freut mich, vielleicht bekommen wir auch die selben Tarife wie in Ungarn. Da zahlt man ab 65 Jahren nichts mehr.

Antworten Gast: gast
09.01.2011 21:22
2 0

Re: Wiener Lienientarif


Genau das ist nicht gemeint. Warum soll ein Beamtenpensionist mit einer hohen Pension billig fahren ?

Gast: Pansi
08.01.2011 13:18
9 1

Ohne Fleiss, kein Preis

Wie lange lässt sich der Mittelstand noch zur Kasse bitten um allen Schmarotzern, so wie die Grünen Chaoten das wollen, ein angenehmes Leben als Faulpelze zu bieten.
Wenn man vom Ausland nach Wien zurückkehrt, hat man in den Randbezirken schon den Eindruck, dass der Abschaum der ganzen Welt von diesen Sozialidioten durchgefüttert wird.

Antworten Gast: gast
15.01.2011 15:14
0 0

Re: Ohne Fleiss, kein Preis

ich versteh sie nicht ganz. am stadtrand von wien wohnen praktisch ausschließlich reiche leute. wenn sie sagen, das wären alles grüne, dann heißt das, sie müssten alle reich sein, die dann - nach dem vorschlag der grünen - auch mehr für die jahreskarte zahlen müssten als sie, der handwerker ums eck oder der straßenbahnfahrer zum beispiel.

Gast: Justine
07.01.2011 22:25
2 0

Barasiten züchter

2013 haben wir die nächsten Wahlen, dann werden alle wieder stark, was alles machen, was alles geben. Mit was wirds Finanziert? Wenns über das nicht drüber nachdenken sind wir willkommen in Club Griechenland, Des Geld sehen wir nie mehr. Das würden wir selber brauchen. Für das gehen Anständige Leut Arbeiten die Steuerbezahlen. Wegen der Begünstigung, i sag euchs wers bekommt, die nix Hakeln wollen, die die alles kassieren von Staat. A Mutter mit Kind geringen einkommen dies verdient, griagt wahrscheinlich nix.

0 1

Gell, Sie sind...

...Deutschlehrer?

Gast: Reformbedarf
07.01.2011 21:09
9 0

Wenn die Grünen schon beim reformieren sind

Dann aber gleich ordentlich und sollten ihren vermeintlichen Wählern sehr entgegenkommen.
Ausländer und Asylantenfahrscheine, dürfen natürlich nichts kosten und werden kostenlos mit der Mindestsicherung nachgeschmissen. U-Bahn Züge streng getrennt, mit unterschiedlichen Waggons für Moslems (Frauen und Männer) für die Ungläubigen genügt es schon wenn sie am Dach oder am Puffer mitfahren. Es würde sicher auch genügen wenn nur jeder dritte Zug für die Vollzahler freigegeben würde.

Antworten Gast: gast
15.01.2011 15:16
0 0

Re: Wenn die Grünen schon beim reformieren sind

hää?

Rinnhofer
07.01.2011 20:43
8 1

Unterer_Mittelstand_stets_am_SandII/II

(Teil II; Fortsetzung) ... So können dann endlich auch die ÖFFIS darauf hoffen, dass die sich zu Tode schuftenden Mittelständler und die bösen Autofahrer sie benutzen - was tut man nicht alles für's Prestige - zu entsprechend (hohen) Preisen natürlich ...! Ein bisserl Idealismus muss schon sein, wenn sie schon mit ihren horrenden Abgaben auf ihre Autos und den Benzin und die Steuern die ÖFFIS unter dem Deckmantel des Umweltschutzes sponsern ... ! Und die unteren Mittelständler haben vor lauter Arbeiten keine Zeit, einmal nachzurechnen, dass sie in der Lebens-Nettoverdienstsumme bei Einrechnung aller obgenannten Dinge unter den Sozialtransferkünstlern blieben. – Das nenne ich Gerechtigkeit! Das nenne ich Leistungsmotivation.

Antworten Gast: gast
15.01.2011 15:17
0 0

Re: Unterer_Mittelstand_stets_am_SandII/II

sie glauben, sie haben ein recht darauf, mehr als ein anderer zu verdienen und entsprechend auch ein besserer mensch zu sein?

Antworten Gast: Gast
07.01.2011 21:53
5 0

Re: Unterer_Mittelstand_stets_am_SandII/II

Sehr gute Postings!

Wer die Mittelschicht abwürgt, sägt den Ast ab, auf dem er noch bequem situen kann.
Ellensohn und allen Traumtänzern ins Stammbuch geschrieben

Antworten Rinnhofer
07.01.2011 21:12
1 0

Re: Unterer_Mittelstand_stets_am_SandII/II

Ich bitte alle Leser um Entschuldigung für das unbeabsichgtige "Doppelt-Gemoppelt"des untenstehenden Beitrags infolge offenbar eigener Fehlbedienung.

Rinnhofer
07.01.2011 20:40
3 0

Unterer_Mittelstand_stets_am_SandII/II

(Teil II; Fortsetzung) ... So können dann endlich auch die ÖFFIS darauf hoffen, dass die sich zu Tode schuftenden Mittelständler und die bösen Autofahrer sie benutzen - was tut man nicht alles für's Prestige - zu entsprechend (hohen) Preisen natürlich ...! Ein bisserl Idealismus muss schon sein, wenn sie schon mit ihren horrenden Abgaben auf ihre Autos und den Benzin die ÖFFIS unter dem Deckmantel des Umweltschutzes sponsern ... ! Und die unteren Mittelständler haben vor lauter Arbeiten keine Zeit, einmal nachzurechnen, dass sie in der Lebens-Nettoverdienstsumme bei Einrechnung aller obgenannten Dinge unter den Sozialtransferkünstlern blieben. – Das nenne ich Gerechtigkeit!


Rinnhofer
07.01.2011 20:33
5 0

Unterer_Mittelstand_am_Sand I/II

(Teil 1) Ja, genau, das ist die Lösung für alles: Wer doppelt arbeitet und dafür doppelt so viel verdient, soll auch ÜBERALL doppelt zahlen. Wer nichts arbeitet, soll nirgends zahlen und wenigstens Grundsicherung kassieren, dafür natürlich Lohn/Einkommensteuer-, Rundfunkgebühren-, Kirchensteuer-, Rezept- und Telefongebühren-befreit sein und Mietzins- (bzw. bei Eigentumswohnungen Wohnbeihilfe und Eigenmittelersatzdarlehens-Ersatz entsprechend der „Zumutsbarkeitsgrenzen“), Heizkosten-, (bundesländespezifisch) Betriebskostenbeihilfen erhalten; in einigen Gemeinden auch noch freien Zugang zu allen Kulturveranstaltungen, zu Hallenbad und Citybus, und für die Kinder die Schulbeihilfen, Heimbeihilfen, danach Stipendien und (wie zuvor und wohl künftig) die Rückvergütung der Studiengebühren. Und wenn’s dann nicht reicht, kann man ja die vom Staat geschenkte Eigentumswohnung verkaufen und sich den Erlös selbstverständlich behalten oder mit der vielen Freizeit pfuschen gehen. Auch für die alte Mutti im Heim zahlt er weiter künftig nichts, nur die Mittelständler müssen „sozial gestaffelt nach Einkommen“ künftig den Heim- und Kindergartenplatz bezahlen. Was tut man nicht alles für die Ehre .- dafür kassiert ja auch gerne den Neid von allen Seiten, als „Reicher“ oder “Besserverdiener“ zu gelten. Und es heißt ja: „viel Feind . viel Ehr“.... (mit Fortsetzung)

Gast: Kenner Wiens
07.01.2011 20:22
8 0

Realitätssinn der Grünen

Wirklich wohlhabende Senioren fahren in Wien nicht mit den Öffis. Sie fahren- ähnlich wie die Politiker der Grünen- mit dem Auto oder allenfalls mit dem Taxi, wenn sie sich wegen einer Behinderung das Lenken eines Autos nicht mehr zutrauen.
Aber ein Sinn für Realität war nie die Stärke der Grünen.
Die Grünen wollen uns ja auch glauben machen, dass die Hainburger Au ein wichtiges Erholungsgebiet der Wiener ist. Aber kein vernünftiger Mensch fährt im Sommer dorthin, wo ihn die Gelsen auffressen. Nur Schulkinder müssen in die Auen pilgern, weil ihnen ihre Grünen Lehrer dieses Wandertagsziel vorgeben...

erichhard
07.01.2011 20:00
7 0

Wählerstimmen werden künftig auch wie folgt gestaffelt:

Wirtschaftsflüchtlinge, kurz vor der Abschiebung:
4 Grünstimmen

Studenten der Politikwissenschaften, die keinen Protektionsjob ergattert haben und daher später auch nicht als Berater tätig sein können:
2,85 Grünstimmen (+ 1,96 Rotstimmen, falls für eine eventuelle Koalition erforderlich)

Wähler rechts der ÖVP:
0,07 - 0,41 Stimmen (je nach Sternzeichen)


erichhard
07.01.2011 19:43
4 0

Soziale Staffelung auch bei den Wählerstimmen


Gast: GastX
07.01.2011 19:16
3 0

Über Steuern regeln

Sowas sollte über Steuern gemacht werden. Dadurch wird ohnehin schon umverteilt. Unterschiedliche Preise für Tickets verkomplizieren die Sache nur. Wenn man schon der Meinung ist, dass noch mehr umverteilt werden muss (falls man dieser Meinung ist), dann kann man ja auch die Steuersätze anpassen.

Aber ein zusätzliches Rädchen schaffen an dem gedreht werden kann, das schafft nur zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Tickets wären ja erst der Anfang. Man könnte sowas für alle möglichen Produkte einführen.

Gast: Ottakring
07.01.2011 19:03
9 0

Kontrolliert der Kontrollor in der U-Bahn dann auch den Gehaltszettel

und muß ich dem Kontrollor in der U-Bahn dann meinen Pensionsabschnitt und vom Finanzamt den Jahresausgleichsbescheid vorlegen? Ich hätte mir ja einen Fahrschein einer billigeren Kategorie am Schwarzmarkt (bei Freunden, Verwandten usw., die sich ihr niegiges Gehalt so aufbessern müssen) besorgen können, und das muß doch verhindert werden und der Mißbrauch muß auffliegen!!
Um Gottes Willen, haben wir das gebraucht, wird von den Grünen jetzt Gesinnungsterror und Vernaderertum ("der ist mit dem falschen billigeren Fahrschein gefahren, auf den er keinen Ansprucht hat ....") eingeführt?
Hat dieser arme Mensch Ellensohn, endlich an der Futterkrippe angelangt, keine anderen Sorgen, als die Leute weiter gegeneinander aufzuhetzen?? Bitte Frau Vasilakou verschaffen sie ihm endlich eine RICHTIGE ARBEIT!!
Wir brauchen keine weitere Invasion von Radfahrern, nicht im Wiener Verkehr und schon gar nicht in der Politik!

Antworten Gast: Schaffnerlos
07.01.2011 19:21
4 1

Re: Kontrolliert der Kontrollor in der U-Bahn dann auch den Gehaltszettel

Diese Unannehmlichkeiten können Sie sich ersparen, in dem Sie zur Sicherheit gleich schwarz fahren.

Gast: Richard Meganck
07.01.2011 19:02
9 0

Grüne und freie Fahrt mit Öffis

Aus der Sicht der Grünen sollte man wahrscheinlich in erster Linie den Obdachlosen und den Ziehharmonikaspielern aus Osteuropa eine freie Fahrt mit den Öffis ermöglichen, weil sich diese ja keine Fahrräder leisten können...

Gast: TOM22
07.01.2011 18:55
6 1

zu viel Umverteilung

Ende der Umverteilung! Es finanziert eh schon der Mittelstand alles - und jetzt das noch!!!

Warum keine Citymaut für Nicht- Wiener!?

Es ist eine Frechheit, dass ich als Wiener extra zahlen muss, wenn ich vom 16 in den 8 fahre und parke! Die Stadt ist voll von Bundesländer- und Ausländerkennzeichen, da gegen muss man was machen. Nach Wien ffahren schließlich alle öffentlichen Linien - hier braucht keiner ein Auto!

1 0

Re: zu viel Umverteilung

Als Wiener sollte man vor allem die Öffis benützen, da das Autofahren in der Stadt eh nur ärgerlich ist. Dauernd Stau, alle 100m eine Ampel, 30er-Zonen, Bodenwellebn, kein Parkplatz usw usf.

Antworten Gast: Niederösterreicher
07.01.2011 19:42
1 3

Re: zu viel Umverteilung

du bledes Weana-Bazi... glaubst mia foahn wegn dia eini .. !!
na im Ernst, wenn Citymaut, dann pro gefahrerenen km, egal ob W oder MD oder WU oder CZ am Kennzeichen steht...

 
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