Burschenschafter-Ball: Massives Polizeiaufgebot

28.01.2011 | 23:06 |   (DiePresse.com)

Rund 300 Demonstranten gegen den Ball des Wiener Korporationsringes versuchten singend und trommelnd in die Innenstadt zu ziehen. Mehrere Straßenzüge wurden gesperrt.

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Trotz des Verbotes der Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsringes kam es Freitagabend zu Protesten linker Gruppen. Zwar nicht vor der Hofburg, wo Platzverbot und ein massives Polizeiaufgebot herrschte, dafür jedoch in der Westbahnstraße und der Mariahilferstraße: An die 300 teilweise als Clowns maskierte Demonstranten versuchten singend und trommelnd in die Innenstadt zu ziehen und wurden von der Polizei eingekesselt.

Protestiert wurde mit Sprechchören wie "This is what democracy looks like" und "Wiener Polizei wie immer rechts dabei". Es ist zu vier Festnahmen gekommen, laut Angaben der Polizei wurde ein Schaufenster eines Modegeschäftes auf der Mariahilferstraße eingeschlagen, Müllcontainer wurden in Brand gesetzt und Polizeikraftfahrzeuge beschädigt. Bei etlichen Demonstranten wurden Identitätsfeststellungen vorgenommen. Bereits gegen 21 Uhr schien sich die Kundgebung aber langsam aufzulösen, kleinere Gruppen zogen weiter.

Weil die Polizei vorerst die Treffpunkte der Demonstranten nicht kannte, wurden vorsorglich mehrere Straßenzüge gesperrt. Verkehrstaus waren die Folge. Die Wiener Linien haben mehrere Buslinien, die unter anderem in der Wiener Innenstadt verkehren, zur Gänze eingestellt. Betroffen waren die Linien 1A, 2A, und 3A.

''Burschis grillen'' - Demo beim letzten Burschenschafter-Ball

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Ursprünglich hätte eine Standkundgebung im Votivpark gegen den Ball in der Hofburg stattfinden sollen, nachdem ein längerer Demonstrationszug von der Polizei bereits untersagt worden war. Aber auch diese Demonstration wurde nicht genehmigt, da es bereits am Vorabend zu Ausschreitungen gekommen war. Laut Polizei wurden Mistkübel angezündet und Brandsätze geworfen, auch Übergriffe auf die Exekutive hätten stattgefunden. Festnahmen gab es keine.

Die Kundgebung beschäftigte auch die heimische Politik. SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim kündigte eine parlamentarische Anfrage an Innenministerin Maria Fekter zum Demo-Verbot an. Es sei bedenklich, dass der WKR "das Tanzbein zu seinem jährlichen Ball in der Hofburg schwingt", dass aber die Gegendemonstration verboten wurde. Die FPÖ hingegen verteidigte die Veranstaltung in der Hofburg mit rund 2000 Gästen.

 

(c) Polizei

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(APA/Red.)

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809 Kommentare
 
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Das große Problem..

welches die Gegner dieses Balles haben, ist dass die Hofburg quasi neutral ist und von jedem gemietet werden kann der genügend Geld aufbringt und nicht gegen geltendes Recht verstößt. Ob man die politische Einstellung der Leute dort drinnen mag oder nicht ist wieder ein anderes Thema. Solange sie sich im rechtlichen Rahmen bewegen sollen sie auch an ihrer Tradition festhalten dürfen.

Wer die deutsche Presse verfolgt der weiss ohnehin, dass dort bereits eine andere Gangart von den Linken bevorzugt wird. Per schriftlicher Anfeindungen und Schuldvorwürfe, bis zur Androhung von absichtlich geschäftsschädigenden Demonstrationen werden dort private unter Druck gesetzt um Treffen der Ungeliebten zu verhindern.

Gast: Fer Luzi
31.01.2011 11:00
3

Es ist völlig korrekt, wenn hier von Faschismus gesprochen wird.

Allerdings ist es falsch, wenn damit die Ballgäste bzw. -veranstalter in Verbindung gebracht werden.

Denn heutzutage sind es die Linken, die faschistisch agieren. Massiv gegen andere Meinungen vorgehen, wenn nötig mit Gewalt, und das wird noch gutgeheißen.

Es war doch völlig richtig, diesen Chaoten ihren Wunschplatz für die Demonstration zu verbieten. Eingeschlagene Schaufenster, beschädigte Fahrzeuge, brennende Mülleimer... sind das Zeichen friedlichen Protests? Nein.

Keine Chance dem Extremismus, egal aus welcher Richtung er kommt!!!

Gast: FOX
30.01.2011 17:27
10

Das passt schon, dass den Wahnsinnigen-Raubzug untersagt haben.

Diese gefrusteten Linxextremisten muss man in die Schranken weisen. Hier in Wien pflegen eben die normalen Leute, und nicht die gefrusteten Lefties wie in Berlin!

Burschis

Abgesehen davon, das die Burschis ausschauen wie Volltrotteln würd mich mal interessieren wie man auf so einen Blödsinn kommt.

Die kleine Ines aus Gmunden ist ein gschmackiges Persönchen, gell.

Ihre Primitivpostings lassen Rückschlüsse auf ihre doch sehr einfache Persönlichkeit zu, einfach ekelhaft.

Re: Burschis

Wie sehen denn dann Linke aus?

Antworten Gast: ;-)
30.01.2011 15:54
0

Re: Burschis

Leben und leben lassen.

Gast: sowhat
30.01.2011 10:33
6

Unaufgeregter Umgang mit Randgruppen

Der Burschenschafterball und das linke Getöse leben von der Aufregung, die sie medial und polizeilich erregen. Beide Veranstaltungen müssen in einer Demokratie selbstverständlich möglich sein, solange nichts und niemand gefährdet wird. Die Polizei ist professionell geübt genug, um das zu checken. Dem Inhalt nach sind beide Randgruppenveranstaltungen der Bevölkerung wurscht.

Gast: Blankenstein Husar
30.01.2011 01:37
12

Unterm ...., nein , nicht der,...... sondern Kreisky hätte es das nicht gegeben.

Bei wem möchten die Sozen eigentlich "punkten", wenn sie sich auf die Seite gewaltbereiter linksextremer Chaoten stellt und derartige "Veranstaltungen" nicht nur entschuldigt sondern auch noch mitorganisiert?

Ich denke, daß nicht einmal die IKG dafür noch Verständnis aufbringt.

Nachdem was schon alles vorgefallen ist, sollten "Demonstrationen" dieser einschlägig bekannten Gruppen rund um die SPÖ und den Grünen bis auf weiteres verboten werden.


Gast: EnthirntesÖsterreich
29.01.2011 22:23
2

Frei nach Shakes Bier

Land der Erbsen, Land der Bohnen,
Land der fünf Parteienszonen,
Wir streiten immer alle gleich,
Vielgeliebtes Österreich!
Und droben überm Hermannskogel
Flattert froh der Geiervogel.
;-)

13

linke Gruppen?

Das doch der übliche haufen der linksextremen Szene... was soll die Verharmlosung?

Gast: daFrauuuntzmitdeschiefenZähnd
29.01.2011 19:05
4

Wöso hot da Strache heier ned vom Balkon obagred?

Des mochans doch scho regemessi seit ochtadreissg!

Antworten Gast: kahßd
29.01.2011 20:09
11

Re: Wöso hot da Strache heier ned vom Balkon obagred?

Geh leck. Wie kann man um 19.05 schon so einen Fetzen haben?

Re: Re: Wöso hot da Strache heier ned vom Balkon obagred?

Für an "Rechtn" is des ka Problem...

Gast: @ed
29.01.2011 18:36
17

"This is what democracy looks like"

Der richtige Ort gegen "Faschismus" zu demonstrieren wäre auf Grund der Vorgehensweise des Verteidigungsministers & der SPÖ wohl vor der Rossauer Kaserne und Löwelstrasse gewesen ...

Abgesehen davon nimmt eh keiner mehr die SJ, VSSTÖ, GRAS, Grüne, Öllinger & Co. ernst.

Versammlungsfreiheit ist OK - aber wenn 300 Chaoten den Verkehr der Innenstadt lahmlegen hört sich der Spass auf.

Am besten die Rechnung für den Polizeieinsatz an o.a. schicken.


Re:

Ich nehme an, dass sich in Österreich eine MEHRHEIT

gegen die rechtsextremen Faschingsgestalten stellt,
die auf dem WKR-Ball jährlich die Hofburg auf's Neue besudeln.

Viele Österreicher wissen nur leider nicht, welche Extremisten dort umtriebig sind und "ganz selbstverständlich" den anwesenden FPÖ-Kasperln die Hand schütteln.
(Oder was weiß ich wie sich die dort so "traditionell" grüßen.)

Daraus resultieren zwei Kritikpunkte gegenüber dieser Schandveranstaltung:

o) Eine Entehrung der Hofburg.

o) Eine internationale Vernetzung der Rechtsextremen mit der Schaltzentrale HIER - wo doch in Österreich ein antifaschistischer Grundkonsens herrscht (herrschen sollte).

Folglich ist die Zulassung von Demonstrationen dagegen auch demographisch betrachtet legitimiert (wenn auch nicht erforderlich).

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
31.01.2011 13:22
0

Re: Re:

Ah geh, nur, weil eine Mehrheit gegen irgendwas ist, muss das auch so sein?

Wie schauts dann in Kärnten aus, hm? Mehrheit der Leute gegen zweisprachige Ortstafeln? Na, kein Problem! Vergessen wir den Staatsvertrag!

-----------

Werte Ines aus Gmunden, ich finds bedenklich, wenn Leute wie Sie immer ausgerechnet dann eine berufung auf die "Mehrheit" anführen, wenn Sie Ihre eigene Meinung pushen wollen.

Fakt ist, in einer Demokratie haben auch Minderheiten diverse Rechte, und in der Ausübung dieser Rechte hat sie der Staat vor der Mehrheit (bzw. anderen Minderheiten) zu schützen. Die Versammlungsfreiheit gehört nunmal auch dazu.

Wenn Ihnen eine derartige Vorgangsweise nicht passt, ist das zwar Ihre Sache, nur müssen sie dann aber auch zugeben, dass eine freie, demokratische Gesellscahft mit Meinungs- und Gesinnungsfreiheit nicht ihr Ding ist, und sie lieber in einer Gesellschaft leben möchten, wo jeder genauso denken muss wie sie es gerne möchten.

Gast: derwoszu100%ausösterreichis
29.01.2011 17:27
1

Und die FPÖ soll auch sauer sein, hört man

weil sie keiner eingeladen hat mit der munteren Haute-vole der europäischen Rechtsradikalen mitzufeiern.
Sollen einfach daran gescheitert sein, weil sie als ein bisserl prolo verschrien sind.
Dabei haben sich die Freiheitlichen doch richtig gemausert die letzten Jahre. Aber die Abstammung, die ist halt für den Hochadel des Rechtsradikalismus noch doch ein wenig zu bodenständig! Einen richtigen Adel könnens ja wirklich nicht vorweisen und auch keinen der als Germane durchgeht.....

Re: Und die FPÖ soll auch sauer sein, hört man

Na den Graf werdens schon eingeladen haben. den alten Herrrrn.

Gast: Wiener
29.01.2011 17:19
11

Die Linken incl. Multikulti sind politisch und gesellschaftlich im A und das frustet sie und deshalb Gewalt gegen die Mehrheit der anders denkenden Bürger.

Und als Hinweis: Der mir eine Scheibe/Tür einschlägt und das Geschäft verwüsten/plündern/anzünden will wird von einer Kugel davon abgehalten werden - nur für den Fall die linken Gutmenschen kommen zukünftig auf ganz dumme Ideen.
Wien ist nicht Paris - hier ticken die Uhren anders - ganz anders wenn nötig.

Re: Die Linken incl. Multikulti sind politisch und gesellschaftlich im A und das frustet sie und deshalb Gewalt gegen die Mehrheit der anders denkenden Bürger.

Jaja, alle warten nur darauf, ihr Geschäft anzuzünden und zu plündern. Wo ist es denn?

Gast: Was haben Sie wie lange studiert
29.01.2011 17:06
11

Die Vandalen

in Turnpatschen und Sandalen haben gestern wieder eine Kostprobe ihres Könnens abgegeben.
Da sie immer soviel Zeit verscheissern mit Demonstrieren anstatt zu Studieren, entblöden sie sich auch nicht für die Kinderbeihilfe der 26 jährigen Erwachsenen die, Straße zu beherrschen. Alles nur möglich durch diese unsägliche und abzulehnende verantwortungslose Linkspolitik.

Re: Die Vandalen

"Turnpatschen und Sandalen", aus welchem Jahrzehnt sind sie denn entlaufen? Übrigens war es kalt gestern. Und dem aktuellen Klischee zufolge tragen "linkslinke Chaoten" Springerstiefel.

Antworten Antworten Gast: heute ist heute - gestern war gestern
29.01.2011 21:55
3

Re: Re: Die Vandalen

Deppen mit Springerstiefeln.
Egal ob links oder rechts.
Im Jahr 2011 sind das alle Volltrotteln.

Ein Recht aufs Anzünden von Müllcontainern,

Werfen von Brandsätzen und Beschädigen von Polizeifahrzeugen usw. hat niemand.

Re: Ein Recht aufs Anzünden von Müllcontainern,

Correkt!Aber das Demonstrationsverbot gilt auch für jene, die nicht so ein "Recht"in Anspruch zu nehmen gedenken.Ist das gerechtfertigt ?
Es ist immerhin ein kleine Minderheit der Deminstranten, die solche Aktionen für gerechtfertigt hält.

 
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