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Wien: Über drei Milliarden Euro Schulden

07.06.2011 | 18:40 |  KARIN SCHUH (Die Presse)

Die Schulden der Stadt Wien stiegen zwischen den Jahren 2009 und 2010 um 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt hat die Stadt Wien 11,882 Milliarden Euro im Jahr 2010 eingenommen und ausgegeben.

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Wien. Die Schulden der Stadt Wien steigen: 3,070 Milliarden Euro betrug der Schuldenstand im Jahr 2010. Das sind um 1,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Finanzstadträtin Renate Brauner hat dafür gestern, Dienstag, bei der Präsentation des Rechnungsabschlusses 2010 auch gleich einen Schuldigen ausgemacht: „Die Krise hat deutliche Spuren im Rechnungsabschluss hinterlassen.“

Insgesamt hat die Stadt Wien 11,882 Milliarden Euro im Jahr 2010 eingenommen und ausgegeben. Möglich wurde diese Bilanz, indem zusätzlich aufgenommenes Geld als Einnahme verbucht wurde. Brauner will die Stadtbilanz dennoch als Erfolg verbuchen. „Der Rechnungsabschluss ist ein Beleg für den erfolgreichen Kampf gegen die Krise und für finanzielle Stabilität.“ So habe Wien im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit 1807 Euro die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung. Der Bund hat hingegen eine Pro-Kopf-Verschuldung von 22.296 Euro.

Die Opposition beurteilt den Rechnungsabschluss naturgemäß weniger als Erfolg. „Vor vier Jahren betrug der Schuldenstand noch 1,4 Milliarden Euro“, betonte ÖVP Wien-Chefin Christine Marek in einer Aussendung. Rechne man die Schulden von Wiener Wohnen in der Höhe von 2,4 Milliarden Euro dazu, komme man gar auf insgesamt fünf Milliarden Euro Schulden, so Marek.

 

Eine Milliarde weniger Einnahmen

Laut Brauner hat die Stadt Wien durch die Krise eine Milliarde Euro an Einnahmen allein aus den Anteilen der Bundeserträge verloren. „Gleichzeitig haben wir viele Maßnahmen im Kampf gegen die Krise gesetzt“, so Brauner. 670 Millionen Euro wurden für derartige Maßnahmen ausgegeben.

Das Sachbudget für die Bereiche Gesundheit, Pflege und Soziales betrug 2,946 Milliarden Euro im Jahr 2010 (2009 waren es 2,92 Milliarden Euro). Erhöht wurden die Ausgaben für die Bereiche Schulen, Bildung und Kindergärten um 150 Millionen Euro auf 1,740 Milliarden Euro. Allein für den Gratiskindergarten wurden 566 Millionen Euro ausgegeben. „Wir bekennen uns zu diesen 566 Millionen Euro. Das ist eine gute Investition“, so die Finanzstadträtin.

Zulegen konnte auch der Bereich nachfragewirksamer Ausgaben mit 4,88 Milliarden Euro im Jahr 2010 (2009: 4,35 Mrd.). „Darunter fällt alles von der U-Bahn bis zum Bleistift“, so die Stadträtin.

Leicht zurückgegangen ist hingegen das Budget für den Baubereich von 1,93 Milliarden Euro (im Jahr 2009) auf 1,909 Milliarden Euro (2010).

Besonders stolz ist Brauner auf die Tatsache, dass es dank aktiver Wirtschaftsförderung (205 Mio. Euro) gelungen ist, 133 internationale Unternehmen nach Wien zu holen. „Das sind um 15 Prozent mehr als 2009 und so viele wie noch nie zuvor“, sagt Brauner.

Der Schuldenstand der Stadt Wien wird sich übrigens nicht so schnell minimieren. Im Budgetvoranschlag 2011 sind 621,3 Millionen Euro Neuverschuldung vorgesehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.06.2011)

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252 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
Gast: KeinOri
10.06.2011 17:06
1 0

*hust*

Die SPÖ Wien ist simpler Mathematk nicht fähig.
Eine Pro-Kopf Verschuldung je Wiener und Wienerin von 1807 € würde nämlich verlangen, dass
1.660.210 (Einemillionsechshundertsechszigtausendzweihundertzehn) der in Wien lebenden ,arbeiten und Steuern zahlen.

Da wird einen richtig peinlich, wenn man sieht welche "Mathe-Genies" in der Stadtregierung arbeiten und mit Wiens Finanzen jonglieren!

http://benjaminheinrichblog.blogspot.com/2011/06/spo-wien-kann-nicht-rechnen.html

Luzius
10.06.2011 15:56
1 0

wer weiterhin nicht nur wegen der Zahlen diese Partei wählt,

kann und wird, wie derzeit in GR auch, selbst oder spätestens die Kinder als Mitverschuldner eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden müssen !

Das eigetnlich verwerfliche aber ist beiden Verursachern in all deren Ländern gemein; sie zerstören oftmal heute schon meist kleine alteingesessene Familienunternehmen, wie im Fall Pratervorplatz ersichtlich wurde und im Fall Skylink wohl noch öffentlich werden wird !

Postenschacher um eigene Vorteile sind weiterhin an der Tagesordnung, und werden oft gar nicht verfolgt, da irgendjemand (Vorgesetzter...) mit beteiligt ist .... siehe dazu Anzeige gegen den ehenmaligen Wohnbaustadtrat und heutigen Kanzler !

Es grenzt eigentlich an ein WUnder, das sich das Volk dies noch gefallen lässt !

Gast: Beobakkter
09.06.2011 16:52
0 0

Wien, "das Tor zum Balkan" nun auch "das Griechenland Österreichs"? NA SERVAS

.

Gast: globetrotterneu
09.06.2011 12:51
5 1

spö nein danke

häupl sagt sicher die fpö ist schuld es sind immer die anderen aber sicher nicht die spö.

Antworten nopod
09.06.2011 14:17
0 3

Re: spö nein danke

Die FPÖ hat unter schwarz/blau abkassiert und den Staat genug geschädigt. Grasser, Meischberger, Rumpold... sie erinnern sich? Was war die erste Aktion der FPÖ nach der Wahl? Sie haben das Autobahnpickerl von 500 Schilling auf 1000 Schilling erhöht. Ich hab mich schief gelacht, nur die FPÖ wähler fanden es nicht lustig. Kärntner Hypo ein Milliardengrab. Noch andere Beispiele gefällig oder reicht es schon?

Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
09.06.2011 19:47
4 0

Re: Re: spö nein danke

Wenn man sich so anschaut wie die SPÖ, wenn diese die Möglichkeit hat,
das Geld der Menschen an sich und ihre Organisationen zieht wird einem
doch auch nur schlecht.

Ist es Gerechtigkeit, wenn:
- Die ÖBBler mit 52 in Pension gehen und mehr bekommen als die Menschen
welche noch arbeiten?
- Die AK, welche 100erte Millionen Euro verbrennt und nur Placebo
Leistungen erbringt. Die Bonzen verdienen aber extrem gut.
- Erhöhung der Parteienförderungen aber laufend sinkenden Leistungen für
Österreich.
- Ein Stiftungsrecht, welches die SPÖ beschlossen hat und eine
Besserstellung einer kleinen Gruppe ermöglichte.
- Genehmigung von Supergehältern des Vorstandes der verstaatlichten
HGAA, obwohl diese den Forderungen der SPÖ nicht entsprechen.
- Verzockte ÖGB Gelder in Milliardenhöhe für welche kein ÖGBler
einsitzt, aber ein anderer!
- Eine Kommunalkredit Schmied, welche nie Verantwortung für den Mist
übernehmen musste, für welchen sie als Vorstand verantwortlich war.
- Ein Kanzler als Witzfigur, welcher nichts macht, aber auch voll
kassiert, als ob er wirklich die Verantwortung hätte.

Das sind die Beispiele der Gerechtigkeit, welche die SPÖ meint. Geht es
noch absurder?

Damit macht die SPÖ das Gleiche wie auch die anderen Parteien. Es geht
nur um das Abkassieren des Volkes und die Umleitung der Leistung an sich
selbst. Es geht also nicht um Österreich und die Österreich. na da sagst nichts mehr.

Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
09.06.2011 18:23
2 0

Re: Re: spö nein danke

na und was machen die roten ausser lügen und betrügen und alles unter dem teppich kehren.

nopod
09.06.2011 11:11
1 0

In Niederösterreich hat die ÖVP das 10 Fache an Schulden ..

.. angehäuft, lese ich eben ein Stück weiter unten.
37 Milliarden. Na ja die können ja angeblich wirtschaften, da ist schon mehr drinnen :D

Antworten Luzius
09.06.2011 13:22
1 0

Re: In Niederösterreich hat die ÖVP das 10 Fache an Schulden ..

und deshalb muss man es in Wien nachmachen ?

Antworten Antworten nopod
09.06.2011 14:07
1 0

Re: Re: In Niederösterreich hat die ÖVP das 10 Fache an Schulden ..

Natürlich nicht, aber wenn die ÖVP nahe Presse die Wiener Regierung als Schuldenmacher hin stellt, die 10% der Schulden haben wie die ÖVP in Niederösterreich, erfordert das eine Klarstellung.
Schließlich suggeriert der Artikel dass die ÖVP es besser könnte. Kann sie auch. Besser Schulden machen ;)


2 1

Nepotismus kostet eben


.. und jetzt kommt noch das Wunschkonzert der grünen FröschInnen dazu.

Ich würde einmal mit den mehr als 70 politischen PressesprecherInnen in Wien beginnen und dann einsteigen in die Materie der Geldflüsse von der öffentlichen Hand in die prallen roten Taschen.

Gast: HeyHey
09.06.2011 05:21
0 0


nopod
08.06.2011 23:31
1 1

Wieviel Schulden hat eigentlich Niederösterreich mit ÖVP Regierung?

Kenne leider keine Zahlen, aber es sind Gerüchte im Umlauf demnach die Schulden enorm sein sollen. Weiß jemand genaueres?

Antworten Gast: St. Pöltner
08.06.2011 23:58
1 0

Re: Wieviel Schulden hat eigentlich Niederösterreich mit ÖVP Regierung?

So um die 37 Milliarden sollen es angeblich sein.

Antworten Antworten nopod
09.06.2011 11:09
0 0

Re: Re: Wieviel Schulden hat eigentlich Niederösterreich mit ÖVP Regierung?

Wow

5 0

Kein Wunder bei dieser Sicht der Dinge

welche internationalen Firmen meint denn Frau Brauner, die 1-Mann Putzfirmen aus Osteuropa, oder die Obst-Gemüse Standeln der türkischen Zuwanderer, oder die Ramschläden aus Asien? Ich sehe nur wie unsere Einkaufsstrassen immer mehr zum Bazar werden!

Gast: freund !
08.06.2011 18:33
4 0

na, guuut gewirtschaftet,



sozen !

Gast: CanisLumpus 2.O
08.06.2011 14:05
0 3

So habe Wien im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit 1807 Euro die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung. Der Bund hat hingegen eine Pro-Kopf-Verschuldung von 22.296 Euro.


Antworten Gast: 1. Parteiloser
08.06.2011 14:59
5 0

Ah geht, gibt lauter AAAs!

Zusammenfassung notwendig:

Bund + Länder + Gemeinden + Ausgliederung + Leasingerbindlichkeiten + gesetzliche Zahlungsverpflichtungen =

> 500% vom BIP =

knapp 1.500 Mrd. Euro =

176.000.- Euro pro Kopf =

402.000.- Euro pro Haushalt

Quelle: http://www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/1/blankoschecks-der-regierungen.html

Diese Schulden müssen von den Menschen der Realwirtschaft mit deren Abgabenleistung in Zaum gehalten werden. Leider sind die gesamten Verbindlichkeiten so hoch, dass daran gar nicht mehr zu denken ist, auch wenn schon Massen dem Phänomen "working poor" ausgesetzt sind.

Ergo: Österreich ist auch bankrott gibt es aber nicht zu!


7 1

Der wiener Schuldensumpf ist nur durch einen üblen Trick auf Kosten aller Österreicher lebensfähig


Der Wasserkopf Wien ist nur durch einen üblen Trick unserer wiener Verfassungsväter überhaupt lebensfähig: das rote Wien kassiert nämlich doppelt: Als Bundesland UND zusätzlich als Stadtgemeinde. Und das noch dazu nach einem Schlüssel, der jeden Wiener weit "teurer" macht als z. B. einen Linzer, Grazer usw.

Doppeltes Geld also, dass die österreichischen Steuerzahler den roten Wienern hinten rein schieben (müssen).

Und doppelt so schlecht zu wirtschaften (und mit dem vielen Geld also nicht das Auslangen zu finden) haben die wiener Sozis nach langer Zeit jetzt unter Häupl also auch geschafft!

Den Gesamtschuldenstand innerhalb eines Jahres um ein Drittel zu erhöhen lässt jetzt, wo auch die Grünen ihre teuren wirtschaftsfeindlichen Vorstellungen verwirklichen wollen, das Schlimmste befürchten.

Man sollte die Bundesländer generell finanziell entmündigen oder zumindest ein Schuldenverbot auferlegen.

Antworten Luzius
09.06.2011 13:28
1 0

Re: Der wiener Schuldensumpf ist nur durch einen üblen Trick auf Kosten aller Österreicher lebensfähig

und nur durch einen nahezu krankhaften Förderwahnsinn samt überbordender Bürokratie entstanden.
Warum sonst krallt sich diese SP so sehr an Wien fest ?

2 0

Re: Der wiener Schuldensumpf ist nur durch einen üblen Trick auf Kosten aller Österreicher lebensfähig

Dass Wien Bundesland und Stadtgemeinde in einem ist, ist eine Eigenheit, die schon etwas länger weilt, seit 1921. Dass das geschehen ist, hat - wui - politische Gründe gehabt...

Eine Schuldengrenze für Bundesländer und Gemeinden einzuführen, wäre allerdings keine schlechte Idee, wobei, dann kann man den Bund auch gleich dazu nehmen.

0 0

Re: Der wiener Schuldensumpf ist nur durch einen üblen Trick auf Kosten aller Österreicher lebensfähig

und alle anderen gemeinden sind außerhalb irgendwelcher bundesländer oder was?

Antworten Gast: Gast895
08.06.2011 15:01
0 0

Re: Der wiener Schuldensumpf ist nur durch einen üblen Trick auf Kosten aller Österreicher lebensfähig

Wo kann man diesen Schlüssel nachlesen? Wie hoch ist der Unterschied z.B zwischen einem Grazer und einem Wiener?


0 0

Re: Re: Der wiener Schuldensumpf ist nur durch einen üblen Trick auf Kosten aller Österreicher lebensfähig

Musste das kurz suchen: Unterlagen zum Finanzausgleichsgesetz - dort steht der Schlüssel, finden sich auch unter http://www.bmf.gv.at/Budget/Finanzbeziehungenzu_658/UnterlagenzumFinanz_5364/_start.htm

Gast: musezahn
08.06.2011 13:11
4 0

wiener wohnen

kenne mich auf dem gebiet nicht aus: warum hat wiener wohnen so hohe schulden? dass alles/jeder schulden hat ist ja offenbar schon normal, aber mehr als 2,4 Mrd die dann auch noch (wie üblich) ausgelagert sind?

ein wahnsinn das ganze!

 
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