1907 wurde das Otto-Wagner-Spital am Südhang des Galitzinbergs im Westen von Wien fertiggestellt. "Steinhof" war damals die größte und modernste psychiatrische Anstalt Europas. Die Architektur des Spitals und die Situierung der Pavillons in der Landschaft ist einzigartig.
Es gehört eine Volksbefragung zum Verkauf und der Zerstörung des Otto-Wagner-Spital her!
So wie vor 30 Jahren zu den Steinhofgründen - aber das trauen sich die Wiener Politiker nicht, weil sie genau wissen, daß das Volk der Vernichtung und Enteignung von öffentlichem Gut für Partei-Günstlinge wieder eine glatte ABFUHR erteilen würde!
Über das Verschachern von Kunstschätzen, die allen Österreichern gehören, wie das Gesamtkunstwerk Steinhof/Otto-Wagner-Spital, müssen alle Wiener Bürger und -innen entscheiden, nicht ein paar unfähige Lokalpolitiker!
Augarten, Wertheimsteinpark, Otto-Wagner-Spital - welches wertvolle Erbstück der Wiener aus ihrem Familiensilber ist als nächstes dran? Semmelweisklinik, Türkenschanzpark? Der Stadtpark? Der Burggarten? Der RATHAUSPARK! Zwischen Schloß Schönbrunn und Gloriette gehen locker 3000 Wohnungen hinein, zwischen Oberem und Unterem Belvedere ist Platz für 4000 Wohnungen.
"Wien wächst" - aber um welchen Preis? Warum nüssen WIR ihn zahlen? WIR WOLLEN DAS NICHT!
Dank an die Presse für diesen sachlichen und informativen Bericht!
Aus Interesse habe ich auch diese "Informationsveranstaltung" besucht, der Schock, was man hier machen will, sitzt tief.
Bei der höchst umstrittenen Umwidmung des Steinhofgeländes im Jahr 2006 (Österreich hatte in der ersten Jahreshälfte den EU-Vorsitz) wurde keine strategische Umweltprüfung durchgeführt, zu der Österreich als Mitgliedstaat durch die SUP RL (RL 2001/42/EG) verpflichtet gewesen wäre.
Mit Umsetzung der SUP RL war Österreich trotz mehrmaliger Mahnung der EU Kommission im Verzug. Der Wiener Landtag hat zwar in seiner Sitzung am 15.Dezember 2005 die Bauordnung diesbezüglich (mit großer Verspätung) geändert, in die am 14.Februar 2006 kundgemachte Textfassung wurde jedoch eine Legisvakanz von sechs Monaten eingearbeitet (trat somit erst am 14.August 2006 in Kraft).
Ungehindert durch eine strategische Umweltprüfung konnte daher die umstrittene Umwidmung des Steinhofgeländes, zu dem es zahlreiche - vom Rathaus ignorierte - Stellungnahmen gab, durchgezogen werden.
Am Samstag haben die Grünen-Ottakring in der Umgebung bereits Beschwichtigungspropaganda-Karten verteilte - mit dem Konterfei des Vorsitzenden versehen, mit dem Versprechen, sich für ein VerkehrsKONZEPT einzusetzen!
Die Leute sind wütend - sie wollen kein Verkehrs-KONZEPT, sie wollen gar keinen weiteren Verkehr! Schon gar kein teures und unnötiges Parkpickerl, damit die künftigen ZUsiedler, VAMED-Patienten und Schwimmer es gut haben!
D.h., die Grünen setzen sich bereits ausschließlich für den Komfort der zukünftigen Bewohner ein, für Schule, Kindergarten, Billa-Filiale und Verkehrslösungen, die die derzeitigen Bewohner weder brauchen noch wollen!
Schämt sich der Architekt eigentlich gar nicht, ...
daß er so ein wunderschönes, geschützes und weltweit bekanntes Ensemble eines berühmten Architekten verhunzt?
Nein, ich glaube, er ist richtig froh, daß es dann keine Vergleichsmöglichkeit mehr mit seinen und seiner heutigen Kollegen Werke mehr geben wird! An einen Otto-Wagner kommt er und seinesgleichen NIE heran! Mit noch so viel Steuergeld zum VERBRATEN; verplanen und ZUBETONIEREN wird das Ergebnis KLÄGLICH!
Heute sitzen diese Technokraten ja alle nur mehr vorm PC, der für sie Massen und Kubaturen berechnet, in den Schulen gibts PC-Unterricht statt Zeichnen und sogar in den HTLs sind Freihandzeichen-Stunden gestrichen (!) und CAD wird geübt, damit nur ja keine Künstler oder auch nur schönheitsbewußte Architekten mit Sinn und Gespür für Proportionen hervorgehen!
Die früheren Baumeister waren alle auch Künstler - Michelangelo, Fischer v. Erlach, Hildebrandt .... und heute? Technokraten, die auf Masse und Kubatur gedrillt sind! Aber Arch. Wimmer ist ein ehrenwerter Mann .... wird ihm daher JEDES Großprojekt von der Gem.Wien anvertraut, u.a. der Bau des Nord-Spitals in Floridsdorf, des Hauptbahnhofs, .......... u.v. mehr, und ist nicht seine Frau Beate W-P. die Frauenbeauftragte der Stadt Wien, was immer das auch sein mag?
Ich hätte nichts dagegen, wenn diese zu Wohnungen umgebaut würden, solange die alte Bausubstanz erhalten bleibt. Innen kann man sie ja durchaus modernisieren.
Ich wette, diese Wohnungen gingen weg wie die warmen Semmeln!
Sicher gingen Wohnungen auf diesem Areal wie die warmen Semmeln weg. Jedoch nur an Auserwählte. Sie Hätten bei der Veranstaltung am vergangenen Mittwoch dabei sein sollen. Es wurde einem Übel! Die Ignoranz der Herren Wimmer und Prokop war unbeschreiblich. Die Bezirksvorsteherin des 14. Bezirks zog es vor gleich nicht zu kommen! Dort würden nämlich die NEUEN Häuser gebaut werden. Der 16. Bezirk bekäme NUR den Verkehr ab! Sie haben richtig gelesen. Es werden NEUE Hauser dazugebaut. Dass auch uralte Bäume für diesen Wahnsinn geopfert werden sollen, hört man von den Verantwortlichen wohlweislich nicht. Wiens strenges Baumschutzgesetz gilt für derlei Vorhaben NICHT. Wird dieses Projekt realisiert, ist es vorbei mit der Schönheit. Da kann noch so treuherzig versichert werden, dass den denkmalgeschützten Pavillons nichts passiert. Am Ring rollt wird Rasen gerollt. Nach Steinhof soll der Verkehr geholt werden. Das ist wahrlich zum verrückt werden. Somit könnte die Psychiatrie durchaus dort bleiben wo sie ist und war. Etliche Pavillons sind aber schon abgesiedelt.
Ich sehe dem mit Grauen entgegen (auch wenn ich nicht in der Gegend wohne). Leider war nichts anderes zu erwarten, wenn Teile des Grundes an eine Bauvereinigung verkauft werden.
Da kommen dann vermutlich wieder solche architektonischen Monstrositäten hin wie in Liesing beim Riverside oder in Floridsdorf entlang der Donaufelder Straße. Den Bauvereinigungen ist es nur wichtig, möglichst viele Wohnungen entstehen zu lassen, damit sie möglichst viele Menschen da reinpferchen können. Denn das bringt ja Geld.
Dass die Bewohner dann wieder nur Mauern vor ihren Fenstern haben, interessiert sie nicht. Das ist halt der soziale Wohnbau unserer Zeit.
Kommt drauf an (ich hab die Links noch nicht angeschaut). Wenn man die alte Bausubstanz erhält und nur innen umbaut und modernisiert, spricht eigentlich nichts gegen Wohnungen da.
Die Grünen: Rasen am Ring und Beton und Baummord im Jugendstilensemble!620 Wohnungen in Steinhof
Es spricht ALLES gegen den Neubau von - "vorläufig (!)" - 620 Gesiba-Wohnungen und einer riesigen Pyramidenstumpf-Wellneß-Oase in diesem denkmalgeschützten architektonischen Juwel und weltweit einmaligen Ensemble dieser Größe und Geschlossenheit:
300 alte Baumriesen werden umgehackt,
Rehe, Vögel, die schöne ruhige Natur dort: vergewaltigt und verjagt,
das geschlossene Ensemble wird zerstört,
der Denkmalschutz ad absurdum geführt,
die Verkehrslawine in den Wienerwald und das westliche Erholungsgebiet geleitet,
die Wahlgeschenke an einige wenige Parteigänger in Form von Wohnungen im geschützten Grünraum verteilt,
der Gedenkort "Spiegelgrund", eine Nazi-Mordstätte, wird entweiht,
Österreich verliert endgültig sein Ansehen als Kulturnation;
- und all das zu Lasten und auf Kosten der Gesamtbevölkerung, die eines Kulturschatzes von Weltruf enteignet und beraubt wird!
Re: Re: Die Grünen: Rasen am Ring und Beton und Baummord im Jugendstilensemble!620 Wohnungen in Steinhof
Die Katze wurde auch erst vor kurzem aus dem Sack gelassen. Die FPÖ stimmte 2006 der Umwidmung nur zu, weil man dort das selbe dachte. Die Homepage der GRÜNEN ist in dieser Hinsicht auch recht interessant. Anstalten, diesen Wahnsinn abzuwenden, machen sie trotzdem nicht. Diese 620 Wohnungen werden in Etappen gebaut. Es sollen 30 % geförderte Eigentums- und Genossenschaftswohnungen dabei sein. Vom "Wie" wurde meines Wissens offiziell noch nicht gesprochen. Bei der Stelle, die Förderungen vergibt, ist jedenfalls noch kein Antrag eingetroffen. Ab 100 geförderten Wohnungen muss öffentlich Ausgeschrieben werden. Gesiba will das Geschäft, wie es aussieht, alleine durchziehen. Ich bin neugierig, ob man irgend einmal erfährt, welche Tricks dabei angewendet werden. Dass mit gezinkten Karten gespielt wird, ist offensichtlich. Gesiba gehört zur Holding der Gemeinde Wien.
Wien soll keine Allerweltsarchitektur (Bauhaus, ...) hinstellen; das können die Chinesen viel besser und in einem viel größerem Ausmaß. Die Wiener Gründerzeitarchitektur ist rar und damit wertvoll. Wien soll seinen einzigartigen Bonus daher nicht verspielen und den Denkmalschutz ernst nehmen.
Wenn man sieht, was in Wien so als moderner Wohnbau errichtet wird, dann kommt einem das nackte Grausen. Ich denke beispielsweise an die Bauten im 21/22. Bezirk in der Nähe der Vetmed.
Dabei könnte man die bestehenden Gebäude (bis auf das hässliche Personalhaus) sicher gut umbauen. Bei den Gasometern oder dem Kabelwerk (den Originalgebäuden) hat das doch auch geklappt.
Die Stadt Wien hat den Denkmalschutz oft genug mit Füßen getreten, und damit das Stadtbild nachhaltig zerstört (Kärtnerstraße, Dachausbauten, Augartenspitz, Schaufenster in den Erdgeschossen, ...). Das muss ein Ende haben. Der Denkmalschutz muss Prioriät haben.
Per favore non distruggete lo STEINHOF, il meraviglioso complesso ideato da OTTO WAGNER, il più grande architetto e urbanista del secolo scorso. WIEN deve a lui gran parte del suo fascino.
Hat jemand, der nicht Italienisch kann, dieses Minus gegeben? Frei auf Deutsch übersetzt: Bitte zerstört Steinhof nicht. Diese wunderschöne Einheit, die Otto Wagner, der größte Architekt des vergangenen Jahrhunderts, hinterließ. Wien verdankt ihm einen großen Teil seiner Faszination.