Die Mariahilfer Straße in Wien soll verkehrsberuhigt werden. Für Autos dürfte die Einkaufsstraße im sechsten Bezirk aber nicht gänzlich gesperrt werden. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou stellte am Donnerstag im Gemeinderat klar, dass "eine Fußgängerzone im klassischen Sinne nicht die Lösung ist, die für mich die Allerbeste ist". Im November sollen denkbare Szenarios öffentlich vorgestellt werden.
Vassilakou strebt eine Lösung an, die auch Querungen für Autofahrer sowie die Durchfahrt für öffentlich Busse und Radfahrer beinhaltet. Sie halte auf keinen Fall etwas davon, die Verkehrslage, so wie sie derzeit auf der Mariahilfer Straße vorherrscht, beizubehalten, betonte die Grünpolitikerin. Eine Expertengruppe unter Führung von TU-Professor und Verkehrsplaner Hermann Knoflacher, Vertretern der betroffenen Bezirke Mariahilf und Neubau sowie der Wirtschaftskammer erarbeitet derzeit entsprechende Lösungsvorschläge.
Befragung der Bewohner?
Ob es eine Befragung der Bewohner in der Frage geben werde, sei eine Entscheidung der Bezirksvorsteher, so Vassilakou auf entsprechende Fragen von FPÖ und ÖVP. Dies gelte auch für die geplante Ausweitung des Parkpickerls sowie bei der angestrebten Ausweitung der Tempo-30-Zonen in Wohngebieten.
Die Verkehrspolitik sei ein "schwieriges Terrain für Instrumente der direkten Demokratie", gab Vassilakou zu bedenken. Es stelle sich nämlich die Frage, wer hier befragt werden sollte, beispielsweise etwa Anrainer oder doch Autofahrer, die entsprechende Straßenzüge regelmäßig benutzen. Es gelte stattdessen, die Bevölkerung von vornherein in den Planungsprozess einzubinden.
Neuigkeiten soll es darüber hinaus demnächst in der Frage geben, was mit der regelmäßig überfüllten Buslinie 13A passieren wird. Das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie über die Führung von Gelenkbussen - sie haben eine höhere Passagierkapazität - oder den Bau einer Straßenbahnlinie auf der Route soll Anfang November vorliegen, kündigte Vassilakou an.
(APA)
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