Wien. „Wenn Sie einen Gang entlangspazieren, der schön ist und jede Menge Ablenkungen bietet, merken Sie dessen Länge kaum“, sagt Hermann Knoflacher. „Ein trister und farbloser Gang wäre viel unangenehmer. Ist doch logisch, oder?“ U-Bahn-Stationen und Haltestellen mit Plakaten, Postern und Informationstafeln zu schmücken, ist für den emeritierten Professor der Technischen Universität Wien und Leiter des Fahrgastbeirates der Wiener Linien nur eine Maßnahme von vielen, um sie fahrgastfreundlicher zu gestalten.
„Und es gibt viel zu tun“, so Knoflacher. „Denn Kunden der Wiener Linien werden bei Weitem nicht optimal versorgt.“ Die Tarifreform, die am Dienstag von Bürgermeister Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou präsentiert wurde, sei nicht genug.
Knoflacher beschäftigt sich schon sein halbes Leben lang mit dem Zusammenspiel der Verkehrsteilnehmer. Und hadert noch immer mit den Ingenieuren, die die U-Bahn-Station Karlsplatz konzipiert haben. „Hätten mir meine Studenten solche Pläne vorgelegt, wären sie glatt durchgefallen“, so der Universitätsprofessor. „Als Knotenpunkt ist der Karlsplatz – im Gegensatz zu positiven Beispielen wie Stephansplatz oder Schottentor – eine Fehlkonstruktion. Die Distanzen zwischen der Linie U4 und U2 beim Umsteigen sind viel zu lang.“ Ähnlich wie beim Westbahnhof sei hier kein Wert auf die Kürze der Wege gelegt worden. Dadurch würden die Wiener Linien auf ein enormes Potenzial an Fahrgästen verzichten.
„Viele Stationen sind zu einer Zeit gebaut worden, in der man um das Verhalten der Menschen in solchen Komplexen nicht Bescheid wusste“, beklagt Knoflacher. „Heute weiß man es, aber trotzdem werden bei großen Knotenpunkten wie etwa dem künftigen Hauptbahnhof dieselben Fehler gemacht.“
„Parkgebühren anheben“
Solange man bei den Passagierzahlen immer noch hohe Zuwächse verzeichne, sehe man sich nicht veranlasst, die Randbedingungen zu verbessern. „Dass die Jahreskarte für die Wiener Linien künftig 365 Euro statt 449 Euro kosten wird, bringt zwar etwas mehr Fahrgäste, wichtiger als Modifizierungen bei den Tarifen sind aber Pünktlichkeit und der Ausbau der Infosysteme“, betont der Beiratsleiter. Ein Bedürfnis nach Vergünstigung habe es auch seitens der Kunden nicht gegeben. „Befragungen ergaben, dass Kunden sogar bereit wären, für die Jahreskarte um bis zu zehn Prozent mehr zu bezahlen.“ Statt über die Tarife zu diskutieren, plädiert Knoflacher für einen Ausbau von Straßenbahnverbindungen, die Ausweitung des gebührenpflichtigen Parkens auf die Außenbezirke und eine Anhebung der Parkgebühr auf 2,50 Euro pro Stunde. Damit bringe man Autos von der Straße weg.
Was der Wissenschaftler bei der Verkehrsplanung seit jeher vermisst, ist ein Umdenken von einer „Projektfinanzierung“ hin zu einer „Systemfinanzierung“. „Wenn Sie für einen Abstellplatz auf der Straße 200 Euro im Jahr bezahlen und jemand anderer in Ihrer Umgebung 1000 Euro in einer Garage, ist die Differenz von 800 Euro gleichbedeutend mit einer Subvention des Autos durch die öffentliche Hand“, sagt Knoflacher. „Denn die 1000 Euro sind offensichtlich der Marktpreis, sonst würde ihn ja niemand bezahlen. Das Defizit des öffentlichen Verkehrs ist die Strafgebühr für eine unausgewogene Verkehrspolitik.“
Daher seien auch die von den Grünen im Wahlkampf versprochenen 100 Euro für das Jahresticket von Anfang an unmöglich gewesen. Als „Gag“ einer wahlwerbenden Partei habe dieser Vorstoß zumindest dazu beigetragen, dass wieder über die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs diskutiert wurde. „Im Fahrgastbeirat aber haben wir diese Forderung nie ernst genommen.“
U-Bahn & Co.: Billig heißt nicht attraktiv
14.10.2011 | 17:06 | Von Köksal Baltaci (Die Presse)
Statt Jahres- und Monatskarten zu verbilligen, plädiert der TU-Professor und und Leiter des Fahrgastbeirates der Wiener Linien Hermann Knoflacher für den Ausbau von Infosystemen und Straßenbahnverbindungen.
Auf einen Blick
Tarifreform. Die Jahreskarte für die Wiener Linien kostet ab 1. Mai 2012 365 Euro, wenn man sofort bezahlt. Bei monatlichen Raten kommt sie auf 375 Euro. Bisher kostete das Jahresticket 449 bzw. 458 Euro. Der Preis eines Einzelfahrscheins wird hingegen von 1,80 auf zwei Euro erhöht. Die Monatskarte wird 45 Euro kosten (bisher 49,50 Euro).
90 Kommentare
Als Umkehrschluss:
Je teurer um so attraktiver wird die U-Bahn???Ein Versuch aus dem Versprechen € 100.- Jahreskarte weg zu kommen.
Wahnsinn U1 Verlängerung Favoriten-Per Albert Hansen Sieldung
Streckenlänge: 4006 MeterStraßenbahn Fahrzeit: 12min
U-Bahn Fahrzeit Vorausichtlich: 7min 36sec bis 9min 08sec
Zeitersparnis: 2min 52sec bis 4min 24sec
Zeitersparnis/1000 Meter: 0min 43sec bis 1min 06sec
Und für diesen Schmarren werden mehrere 100 Millionen Euro hineingebuttelt und eine beschleunigte Straßenbahn abgetragen, bleibt zu hoffen das das Geld für diesen Schmarren sehr bald ausgeht der für die meisten mehr Nachteile als Vorteile bringt, im übrigen, sind die Einkaufsstraßen in Favoriten mit dieser U-Bahn dann auch gleich hin und kaputt, und die damit verbundene Folgekosten wie höhere Arbeitslosigkeit noch gar nicht eingerechnet!
Wird die U-Bahn wie bereits angedacht nur bis zum Verteilkreis verlängert, ist die Sache noch viel perverser, dann wird eine bestehende Straßenbahn durch Autobusse ersetzt, inklusive dem Kurzentrum Oberlaa, die gesamte Per Albert Hansen Siedlung und deren Einwohner sind dann gezwungen das Auto zu benützen, mangels attraktiver Anbindung!
Wenn man überall Ubahnen hinbaut...
kommt das dabei raus: http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Teure-U-Bahnen-ueberfordern-die-Staedte-id5150429.htmlTeuer für die Fahrgäste und teuer für die Steuerzahler.
Re: Wenn man überall Ubahnen hinbaut...
Die U-Bahnen sind teuer, bringen lange Wegzeiten und keine Zeitersparnis gegenüber Straßenbahnen.Autobus ist im Urbanen Bereich keine Problemlösung sie schaffen mehr Probleme als sie lösen!
Selbst in Berlin schreit das Volk nein zur U-Bahn, und das zu recht, die letzte Eröffnung brachte für das normale Volk überhaupt nix, einzig die Politiker die ohnedies mit dem Auto fahren, profitieren von dieser Mißgeburt.
In Frankreich wurden dank Volksbegehren in einigen Städten gleich gar keine Straßenbahnen errichtet, dafür gibt es sogar welche die ohne Fahrdraht auskommen, das aber ist Wien ohnedies eine geistige Überforderung, und undenkbar wenn zwischen Karlsplatz und Schwedenplatz auf der Kärntnerstraße so ein Monstrum fährt!
Re: Wenn man überall Ubahnen hinbaut...
Die U-Bahnen sind teuer, bringen lange Wegzeiten und keine Zeitersparnis gegenüber Straßenbahnen.Autobus ist im Urbanen Bereich keine Problemlösung sie schaffen mehr Probleme als sie lösen!
Selbst in Berlin schreit das Volk nein zur U-Bahn, und das zu recht, die letzte Eröffnung brachte für das normale Volk überhaupt nix, einzig die Politiker die ohnedies mit dem Auto fahren, profitieren von dieser Mißgeburt.
In Frankreich wurden dank Volksbegehren in einigen Städten gleich gar keine Straßenbahnen errichtet, dafür gibt es sogar welche die ohne Fahrdraht auskommen, das aber ist Wien ohnedies eine geistige Überforderung, und undenkbar wenn zwischen Karlsplatz und Schwedenplatz auf der Kärntnerstraße so ein Monstrum fährt!
verdreckte Lifte am Schwedenplatz, hat bei der Planung irgendwer an die Liftbenutzer gedacht?
Rollstuhlfahrer, Behinderte, ältere Leute und Mütter mit Kinderwagen müssen am Schwedenplatz vor den Toilettenanlagen (Odachlose, Giftler, Strichjungen tummeln sich da) auf die stinkenden, angepinkelten Lifte wartensauber und sicher - das wäre attraktiv!
Verdreckte Sitze, klebrige Haltegriffe,verrottete Stationen, offenes Dealen und Fixen,
Taschendiebe, düstere Gestalten unter den Mitfahrenden, die Mittelflächen der Busse verstellt mit den Kinderwagen der künftigen "Steuerzahler", Rempeleien gegen ältere Leute, offensichtlich lauter Schwarzfahrer unterwegs - nein danke!
Attraktiv sind aber nur Ubahnen.
Als Autofahrer weis ich, wie viele andere Autofahrer nicht einmal wo Staßenbahnen hinfahren. Sie sind so unattraktiv, weil viel zu langsam, dass wahrscheinlich von keinen Autofahrer als Alternative zum Auto wahrgenommen werden. Anders ist das mit Ubahnen. Wenn eine Strecke allein mit der Ubahn zurückgelegt werden kann, nehme ich die Ubahn. Vorrausgesetzt natürlich, die Strecke ist lang genug, das sich der Fahrpreis rechnet. Ein leicht verständliches Kurstreckenticket, wie es in anderen Städten gibt, z.B.: 5 Stationen zum halben Preis, wäre ein gutes Argument, auchn kürzere Strecken mit der Ubahn zu fahren. Das derzeitige Kurzstrecken-System, mit vermutlichen hunderten Kurzstreckenzonen, ist leider so umständlich, dass ich bestenfalls über die Bürokraten den Kopf schüttle, denen der Unfug eingefallen ist.Kurzstreckensystem
bis zwei zählen dürfte manchen schon überfordern.Zwei Stationen weit gilt ein Kurzstreckenfahrschein im U-Bahnnetz nämlich.
Schlimm, dass solche Menschen aber offenbar den Führerschein schaffen können, und dann mit Kraftfahrzeugen auf die Allgemienheit losgelassen werden.
Re: Attraktiv sind aber nur Ubahnen.
Das Straßenbahnnetz muss endlich auf nur 5 Linien zurückgebaut werden, sonnst kommen unfähige Menschen nicht zurecht damit.Das Ubahnnetz darf nicht ausgebaut werden, damit niemand den Überblick verliert.
Re: Attraktiv sind aber nur Ubahnen.
Simmering-VolkstheaterU-Bahn Länge: 7894 Meter
U-Bahn V.: 31,6 km/h
Strb. Länge: 6575 Meter
Strb. V.: 15,8 km/h
Zeitersparnis: 1min 54sec /1000 Meter
Simmering-Westbahnhof
U-Bahn Länge: 9910 Meter
U-Bahn V.: 27,0 km/h
Strb. Länge: 8507 Meter
Strb. V.: 16,0 km/h
Zeitersparnis: 1min 32sec /1000 Meter
Volkstheater-Stubentor
U-Bahn Länge: 1751 Meter
U-Bahn V.: 26,3 km/h
Strb. Länge: 1952 Meter
Strb. V.: 13,0 km/h
Zeitersparnis: 2min 20sec /1000 Meter
Alles exklusive Wegzeiten, Inklusive Wegzeiten wird zumindest Stubentor-Westbahnhof die Zeitersparnis mit der viel geliebten U-Bahn negativ. Miteingerechnet auch nicht die Probleme für jene die auf Liftanlagen angewiesen sind, wie Mütter und Menschen die nicht mehr so gut beisammen sind mit den Füßen. Die Straßenbahn sind im übrigen nicht Beschleunigt, Erfahrungswerte aus Frankreich, würde das das etwa 20km/h bis 25km/h dann bedeuten für diese, dann reden wir nur mehr von Sekunden auf 1000 Meter, ob dafür Millardentunnel gerechtfertig sind soll jeder für sich beantworten?
Auf jeden Fall zeigt der Kommentar eines, sehr viel Erfahrung hat man nicht in Wien mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wenn wieder mal das Loblied für die schnelle U-Bahn gesungen wird, zugegeben, durch die Tunnelnahlage wird die Fahrzeit subjektiv schneller Wahrgenommen, als im freien, deswegen ist auch die U6 viel langsamer als die U1.....
30km/h gegenüber 15km/h machen das Kraut nicht Fett!
Viele Fragen bleiben offen
Straßenbahn, museumsreif?:*braucht Oberbau, Oberleitungen, Schienen, okkupiert kostbare und fixe Verkehrsflächen
*Bremsweg viel zu lang
*bei techn. Gebrechen stehen alle nachfolgenden Garnituren (paradoxe Szenerie).
*Fahrgäste nutzen Straßenbahn nur, wenn keine Alternativen gegeben sind.
*Quitschen in den Nachtstunden unerträglich
Langfristig ist sicher eine effiziente U-Bahn (mit heutigen Bohrgeräten) die beste Lösung (z.B. U-Bahn bis nach Schwechat und zum Flughafen). E-Busse können Lücken schließen und Netz vervollständigen.
Resumee: Straßenbahnen gehören ins Museum!
Re: Viele Fragen bleiben offen
die Straßenbahn, so wie sie in Wien betrieben wird, ist museumsreif, ja.Ein Blick über den Tellerrand nach Stuttgart, Strassbourg, oder auch Linz zeigt, wie man moderne Stadtbahnen heute betreibt.
Man kann natürlich rumrechnen..
..und dabei feststellen, dass ein paar Straßenbahnen nicht so langsam sind, wie man glaubt. Aber werd tut das? Wen ich als Autofahrer, eine Alternative ins Auge fasse, stellt sich die Frage: "Gibts eine Ubahn, die mich dahin bringt, wo ich will? Oder nicht?" Alles Andere ist mir zu umständlich. Das mag für Straßenbahnfans arrogant und bequem klingen. Bildet aber die Realität vieler Autofahrer ab. Eine Pragmatische Verkerhsplanung sollte auch die Attraktivität von Verkehrsmitteln berücksichtigen. Man kann Ubahnen am Stadtrand auch verzweigen, und dadurch ein wirklich effektives Verkehrssystem schaffen.Re: Man kann natürlich rumrechnen..
Hallo @Jodi .. 'Gratulation!Endlich ein realitätsbezogener Kommentar!
Verstehe nicht die (hier) unangebrachte Lobhudelei zugunsten der veralteten BimBim (= Straßenraub).
Bin als Autofahrer das letzte Mal vor 25 Jahren mit der Tram gefahren. Man braucht dazu endlos viel Zeit und einen guten Magen.
Sehe auch die U-Bahnen als einzig wahre Konkurrenz zum Auto!
Man kann Ubahnen am Stadtrand auch verzweigen
und so doppelten Aufwand für den halben Nutzen schaffen?Re: Viele Fragen bleiben offen
http://de.wikipedia.org/wiki/StraßenbahnVon den Anschaffungskosten kann ich 10 km/Straßenbahn bauen oder 1 Kilometer Tunnel, Betriebskostenmäßig 7km/Straßenbahn 1 Kilometer U-Bahn oder 3 Kilometer Bus. Dazu kommt noch das die Kapazität 1 U-Bahn = 6 Straßenbahnen = 12 Langbusse. Die Sache wird nicht besser mit E-Bus, das verschleiß Problem bleibt erhalten, Straßenbahn könnten 100 Jahre fahren einzig die technische Veralterung spricht dagegen, beim 13A muß das Wagenmaterial nach 2.5 Jahren getauscht werden, weil zu Schrott gefahren!
Re: Re: Viele Fragen bleiben offen
Hallo Mister Wissender!Also .. Stellt die brutale Vereinnahmung/Verbauung von ganzen/halben Straßenzügen durch die Fixverbauung von Gleiskörpfer keinen Wertverlust dar? Ebenso die Errichtung von Oberbau, Oberleitung und Schienen?
Wenn man nur einzelne (passende) Punkte herauspicken kann und zu keiner Gesamtbetrachtung (siehe Straßenokkupationen oben) fähig ist, sollte man andere nicht als Unwissendene abschätzig abkanzeln!
Re: Re: Re: Viele Fragen bleiben offen
Die Straßen sind allgemeingut und gehören alle, in Wien fahren ist der öffentliche Verkehr vor dem Auto der Hauptverkehrsträger, warum sollte diese Mehrheit ihre Reisen unter der Erde versteckt durchführen müssen, und sollen nicht das benützen dürfen das uns allen gehört.Das mit dem Oberleitungsbau, ersten in Frankreich gibt es auch Straßenbahnen mit Unterleitung, das könnte vor allem für schöne Straßenzüge wie den Ring, Mariahlifer Straße und der Kärntenstraße interessant sein, nur die Stadtregierung sagt nach einer Rückfrage nein dazu.
Sekundärer Nebeneffekt, fährt man unter der Erde sieht man von den Straßen nichts, weder der Tourist noch der Einheimische, es verleitet daher auch nicht zum Aussteigen und mal dies und jenes Geschäft aufzusuchen, Folge diese Straßen haben erhöhte Probleme sich noch interessant zu machen.
Schienen stellen keine Wertverlust da, sondern haben einen Mehrweit für das Gebiet, ob Alspaht darauf pickt oder dazwischen Schienen sind, sind sicher kein Verlust.
Außerdem sehe ich persönlich nicht ein, warum ich mich unter der Erde wie Raten verstecken muß, nur weil ich kein Auto mein eign nenne!
Kein Mensch kommt auf die Idee zu fordern Straßen nach unten zu verlegen damit die Mehrheit eben Autofrei Straßen hat, da ist es ganz selbstverständlich das diese benütz wenden dürfen, und dort haben die Fußgänger durch Ampelschaltungen noch immer weit weniger Freiheit als die Minderheit der Autofahrer!
Re: Re: Re: Viele Fragen bleiben offen
In fast allen wiener Straßenzügen werden 2 Spuren durch parkende Autos und zusätzlich ein bis zwei Spuren durch fahrende Autos vereinnahmt.Attraktiv
Klar kann man auch eine teure U-Bahn attraktiv machen: man muss nur die Autofahrer so sehr zur Kassa bitten und mit Verkehrsregeln schikanieren, dass unter dem Strich die Verteuerung der öffentlichen Verkehrsmittel immer noch günstiger ist.Was die weiten Umsteigwege bei der U-Bahn betrifft: man muss sich nur die Linie U3 anschauen; diese wurde an fast allen Verknüpfungen vorbeigeführt. Teilweise - z.B. Station Schweglerstraße - muss man zum Umsteigen einen Fußweg in Kauf nehmen, der der Länge des Abstandes zur nächsten Straßenbahnstation entspricht (nur gibt es dort leider keinen Zugang zur U-Bahn).
Sehr interessant ist der letzte Satz im Artikel oben: „Im Fahrgastbeirat aber haben wir diese Forderung (Anm: 100€-Jahreskarte) nie ernst genommen.“
Warum wurde dies nicht vor der wiener Wahl bekannt gegeben?
Billiger
Einfach mal nachgedacht. Die Wiener Linien werden derzeit mit 4 Milliarden Euro (2 vom Bund und 2 von der Stadt Wien) subventioniert. Wegen dem "Ausfall" der Ticket-Gebühren bekommen die Wiener Linien 30 Millionen Euro mehr von der Stadt.Sind die Öffis wirklich billiger geworden ?
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