26.05.2012 00:13 | Meine Presse Merkliste 0

Mariahilfer Straße: "Shared Space" unwahrscheinlich

03.02.2012 | 08:04 |   (DiePresse.com)

Wenn die Wiener Mariahilfer Straße verkehrsberuhigt wird, dann auf der gesamten Länge. Der Durchzugsverkehr soll verbannt werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Detailplanung für eine Verkehrsberuhigung der Wiener Mariahilfer Straße ist angelaufen. Die Stadt spricht dabei unter anderem mit Vertretern der betroffenen Bezirke Mariahilf und Neubau sowie mit der Wirtschaftskammer. Der Zeitpunkt der Umgestaltung der Einkausstraße ist noch offen. Planungs- und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) hält jedenfalls nichts von der Überlegung, nur einen Teilabschnitt probeweise umzugestalten. Dies würde den Verkehr nur auf den anderen Teil verlagern, zeigte sie sich am Donnerstagabend im Gespräch mit Journalisten überzeugt. "Die Idee war aber gut gemeint", gestand sie ein. Der Vorschlag war vom Koalitionspartner SPÖ gekommen.

Es bringe aber nichts, so versicherte sie, nur einen oder mehrere Abschnitte zu sperren. Das würde jedenfalls bedeuten, dass auf dem Rest der Mariahilfer Straße dann mehr Autos unterwegs sein würden. Unklar sei dann aber weiterhin, wie etwa die Auswirkungen einer Gesamtsperre - etwa auf die angrenzenden Bezirke - aussehen würden. Wobei Sperre relativ ist: Querverkehr, Öffis und Radler könnten auf der Einkaufsstraße weiterhin erlaubt bleiben.

Denn die Straße wird wohl keine klassische Fußgängerzone, sondern eine, auf der bestimmte Ausnahmen gelten. Auch die Einrichtung eines "Shared Spaces" kann sich Vassilakou nicht vorstellen. Denn der Durchzugsverkehr soll, wenn möglich, jedenfalls verbannt werden. Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Passanten-Umfrage unterstützt die Pläne: Die Mehrheit der Befragten beklagte laut Vassilakou, dass es, vor allem an starken Tagen, zu wenig Platz für Fußgänger gebe.

Hasnerstraße erste fahrradfreundliche Straße

Unklar ist, wann die erste fahrradfreundliche Straße in Wien eingerichtet wird. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass die Premiere auf der Hasnerstraße in Ottakring erfolgt, wie Vassilakou berichtete. In der Straße haben dann Radfahrer Vorrang, wobei sie theoretisch auch mit dem Auto befahren werden darf. "Die Räder geben aber das Tempo an", betonte die Ressortchefin.

Ursprünglich hätte Wien statt einer fahrradfreundlichen Straße gerne "echte" Radstraßen geschaffen - auf denen der Durchzugsverkehr verbannt und das Nebeneinanderfahren möglich gewesen wäre. Dazu hätte jedoch der Bund die Straßenverkehrsordnung ändern müssen, was - zumindest vorerst - am Widerstand der ÖVP gescheitert ist.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

31 Kommentare
 
1 2
grasfr12
10.04.2012 14:13
0 0

Der "Umbau" der Mariahilferstraße erfolgt an den Bürgern vorbei.

Als Bewohner des 7ten Bezirks möchte ich festhalten dass ich gegen den Umbau der Mariahilferstrasse als Fußgängerzone bin, und mit der gegenwärtigen Lösung zufrieden bin, ich befürchte (mit einiger Gewissheit) dass sich der An.- und Abtransport der Güter der größten Einkaufsstrasse Wiens in die Seitengassen verlagern wird.

2 0

dieser griechische wurmfortsatz der sozis

hat keine ahnung von wien und noch weniger ahnung vom wiener verkehr

Gast: geniesser
04.02.2012 10:18
10 0

so a topfen

mehr platz in der strassenmitte

wer will in der mitte gehen, wo man nicht in die schaufenster sehen kann?

so ein topfen kann nur von maria v. aus w. kommen.

und wenn man die mahü 300 m breit macht, werden alle am rand gehen wollen, net in der mitte.

also wenn das die mega idee der grünen planerin ist....

meine 10j tochter wüßte, wo sie gehen will....und zwar nicht in der mitte!

naja als opposition meckern ist halt was anderes als selber was gscheites zu erdenken was auch lebbar ist, was bringt, gewünscht ist

so aber muss ich zitieren

der berg kreißte und ein mäuslein ( siehe
http://www.youtube.com/watch?v=DlS3w1GGE8g)
ward geboren und das denkt dieses mäuslein von maria´s ideen!!!!!

Antworten Gast: BraS
06.02.2012 11:50
0 1

wer will in der mitte gehen

alle diejenigen, die sich schneller fortbewegen wollen, als die Auslagenglotzer.

also Menschen, die dort wohnen, arbeiten, oder einfach nur gezielt bestimmte Geschäfte ansteuern.

Antworten Gast: Ha Tse
05.02.2012 16:11
0 3

Re: so a topfen

Aus dem Auto sieht man die Schaufenster aber auch nicht.

Gast: tigerzahn
03.02.2012 21:28
8 0

beruhigen und mehr platz für fußgänger gibt es nur

wenn man auch andere einkaufsstraßen in wien attraktiver macht.
es sind einfach zu viele leute für eine einzige straße.

und die gehsteige sind auch deshalb überfüllt weil es die 2 straßenbahnen nicht mehr gibt. früher ist man öfter 1 oder 2 stationen gefahren, heute muß man alles zu fuß gehen.

Antworten jigga
04.02.2012 09:31
1 1

Re: beruhigen und mehr platz für fußgänger gibt es nur

vollkommen richtig!! Und die Straßenbahnen gehen auf der Mariahilferstrasse SEHR ab! Die Strasse ist sehr lang und überfüllt.

Gast: G.F.-W
03.02.2012 13:49
12 0

Die Nachbarbezirke werden es bitter büßen

Hurra, die Nachbarbezirke werden sich "freuen"! Laut Medienberichten ist während der Ringsperre im Vorjahr in der Umgebung des Ringes die Luftbelastung um bis zum 15 fachen angestiegen! Das wird bei Verkehrsperre der Mariah für die Nachbarschaft infolge Verkehrsverlagerungen und massiv gestiegene Parklatznot ein Dauerzustand werden.
Zu den "Umfragen": warum wurde die von der damit befassten Kommission als erstgereihte weil beste Variante: "Mariahilferstrasse als Einbahn" nun vollkommen ausgeklammert? Warum erklärt die zuständige Stadträtin eine Befragung der Bevölkerung sei "heikel"?
Ist die betroffene Bevölkerung nach ihrer Meinung zu dumm, um ihr eine Mitentscheidung zuzutrauen und sie allein klüger als alle unmittelbar Betroffenen?!
Wir werden mit eine suggestiv manipulierten und völlig unverbindlichen Umfrage abgespeist.
Freu' mich schon auf die nächsten Wahlen.

11 0

Auf die Idee...

die Straße zu lassen, wie sie ist aus Erparnisgründen, kommen diese Vollkoffer nicht.

Gast: selbst2
03.02.2012 11:21
15 0

"Gesamtsperre - etwa auf die angrenzenden Bezirke"

ja, sperrts gleich alles.. oder gleich ganz wien...

Antworten Gast: ja, eh
03.02.2012 14:46
3 0

Re: "Gesamtsperre - etwa auf die angrenzenden Bezirke"

im Ernst: das IST der Plan.

Damit haben Sie Auswirkungen in den Bezirken 4/5/6/7/ - und sogar der 8. Bezirk ist betroffen.

Alles bereits durchexerziert bei den verschiedensten Anlässen (Demos etc.)

1 0

Re: Re: "Gesamtsperre - etwa auf die angrenzenden Bezirke"

und dann ? aushungern ?

Antworten Antworten Antworten Gast: ja, eh
06.02.2012 15:57
0 0

Re: Re: Re: "Gesamtsperre - etwa auf die angrenzenden Bezirke"

ausgehungert werden damit alle die Lebensstiländerungen durch die Grünen nicht hinnehmen wollen,
und also abwandern.
Positiv aus Sicht der Grünen: damit sind sie definitiv nicht mehr in der Lage Nicht-Grün-Parteien zu wählen:
ein, nein, -->> DAS Ziel der ganzen Veranstaltung.
Zu danken haben wir diese Entwicklung den Nicht-Wählern, die die grünen Regierungsbeteiligung überhaupt erst ermöglicht haben.

Abaddon
03.02.2012 10:21
11 0

Das tolle ist...

....es gab zum Thema Mariahilferstraße ja einen Dialog, was sich Anrainer wünschen. Dazu gab es auch online eine Umfrage unter: http://www.dialog-mariahilferstrasse.at/results.html. Wenn man sich nun die Ergebnisse anschaut, so sind diese an "Nichtsaussagbarkeit" kaum zu übertreffen.

Die Fragen wurden genau im Wortlaut so formuliert, dass egal, was man angegeben hat, es immer auf Grüne Aspekte hinausläuft und die Ergebnisse sind nun *tatata* die Antworten nicht geordnet nach abgegebenen Stimmen, sondern nach gestellter Reihenfolge, so dass Raum für Fahrräder und Grünflächen in der Untersuchung nun ganz oben als wichtige Parameter der Umfrage rangieren, ohne Nennung, ob sich 5 Leute dafür ausgesprochen haben, oder 5000.

DAS ist Demokratie der GrünInnen. Basisdemokratie vorgaukeln, aber Fragen und Ergebnisse zu manipulieren.

Antworten Gast: Ha Tse
03.02.2012 11:52
0 2

Re: Das tolle ist...

Wenn du die Ergebnisse der letzten Wahlen angesehen hättest, würdest du sehen, dass in der Gegend haupsächlich Grünwähler wohnen. Selbst die SP-Bezirksvorsteherin von Mariahilf hat im Wahlkampf noch eine Fußgängerzone gefordert.
Mehr Fahrspuren und Parkplätze will fast niemand der dort wohnt.

Antworten Antworten Abaddon
04.02.2012 20:46
3 0

Re: Re: Das tolle ist...

Ich wohne in unmittelbarer Fußnähe dort und nein, ich will keine Einkaufsstraße, die konserviert und ausgestorben ist.

5 0

Re: Re: Das tolle ist...

Oh ja ich will das!

Antworten Antworten Antworten Gast: G.F.-W
04.02.2012 13:27
2 0

Re: Re: Re: Das tolle ist...

Doch, auch ich will es!

Antworten Abaddon
03.02.2012 10:23
1 0

Re: Das tolle ist...

Hier der Link nochmal: http://www.dialog-mariahilferstrasse.at/results.html (da wurde oben der Punkt vom Satzende mit in die Adresse genommen...)

jurist0815
03.02.2012 10:10
2 0

Leopoldauerstraße

da wurde für viel GEld grad ein planerischer Wahnsinn veranstaltet. Radfahren ist jetzt dort um einiges unlustiger und gefährlicher.

Antworten jack_2k
03.02.2012 11:39
2 0

Re: Leopoldauerstraße

Autofahren ebenfalls.

Gast: cb5654
03.02.2012 09:47
1 0

wie wärs mit echter gleichberechtigung aller verkehrsteilnehmer

anstatt für jede gruppe etwas spezielles zu schaffen?
so regen sich die fußgänger über radfahrer auf gehsteigen, radfahrer über fußgänger auf radwegen und autofahrer über radfahrer auf der straße auf... der platz "gehört" ja der jeweiligen gruppe

Antworten Gast: Ha Tse
03.02.2012 11:54
1 1

Re: wie wärs mit echter gleichberechtigung aller verkehrsteilnehmer

Genau.
Autobahnen für Fußgänger und Radfahrer öffnen.
Ubahntunnel für Autos öffnen...

Gast: Hemut
03.02.2012 09:40
6 1

Es gibt auch andere Möglichkeiten zum Einkaufen

Ich muss ja nicht in die Mariahilferstraße, wenn ich mit meiem UAto nicht mehr hin kann. Es gibt genügend andere Straßen und Einkaufszentren, also: was solls, wenn die Frau Vize- Bürgermeisterin die Mariahilfer Straße ruinieren will, mein Problem ist es nicht!

Antworten Gast: Pamela L.
03.02.2012 10:32
1 4

Re: Es gibt auch andere Möglichkeiten zum Einkaufen

Die gleiche Suderei wie damals, als die Kärntnerstraße zur Fußgängerzone gemacht wurde ...

Antworten Antworten Gast: Jonny
03.02.2012 12:11
3 0

Re: Re: Es gibt auch andere Möglichkeiten zum Einkaufen

damals hast du noch in die Windeln gesch...

 
1 2